... nämlich Octospora affinis auf Orthotrichum affine – wem einmal gezeigt wurde, wo man den findet, der hat gute Chancen auf ein Déjà-vu:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/181858_30872992.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/181858_47107394.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/181858_39457967.jpg) (http://www.directupload.net)
Hier gibt's bessere Fotos, auch von der Mischpocke:
http://www.pilzepilze.de/cgi-bin/webbbs/pconfig.pl?noframes;read=240969
Viele Grüße,
Heiko
Da schlägt das Mykologenherz höher ;)
Hallo Heiko,
Interessante Doku! Verratest du uns, wo und wie du O. affinis gefunden hast?
- Sonnenexponiert? - Bodennähe? - Nur auf O. affine oder auch auf anderen Moosarten?
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
ist auch erst meine zweite Begegnung und auf Süd-Thüringen beschränkt – hier allerdings extrem verteilt, nämlich aus der Kammlage des Th. Waldes und aus dem eher wärmegetönten Grabfeld. Am Waldrand in ,,bückfauler" Höhe von etwa einem Meter.
Näheres hier und auf dem dort verlinkten pdf-Dokument:
http://www.dgfm-ev.de/content/octospora-affinis-ascomycetes-pezizales-eine-neue-offenbar-nicht-seltene-bryoparasitische-ar
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
besten Dank für deine Infos.
In "bückfauler Höhe" ist gut geschrieben! :D Ein richtiger Insider.-
Viele Grüsse, Arnold
Lieber Heiko,
ein Augenschmaus. Die erste Färbung ist wohl Lactophenolblau? Was ist dann bitte die 2.?
Danke, lieber Klaus.
Der Farbstoff ist Baumwollblau (Methylblau) und das zweite Mikro lediglich eine SW-Aufnahme.
Viele Grüße,
Heiko
ZitatBaumwollblau (Methylblau)
also ohne Lactophenol
Hallo,
einem Hinweis folgend – danke dafür – doch einmal nach der Konnektivität zu schauen, entstand diese Aufnahme:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/181935_12796037.jpg) (http://www.directupload.net)
Ich möchte annehmen, dass ein Hyphenmantel zu sehen ist, der der Infektion der Rhizoide dient.
Viele Grüße,
Heiko
Nachtrag
Dies könnte, um beim Konjunktiv zu bleiben, ein Appressorium sein, wie es hier abgebildet ist: http://www.octospora.de/Oaffinis.htm
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/181935_38950779.jpg) (http://www.directupload.net)
Hallo Klaus,
doch doch.... Das in der Pilzmikroskopie verwendete Baumwollblau ist in der Regel in Milchsäure gelöst. Also die klassische "Lacotphenol Cotton Blue Solution".
Wird kalt oder erhitzt angewendet, insbesondere um die Sporenornamentation einzufärben, was Heiko prima gelungen ist.
Grüße
Martin
Lieber Martin & Klaus,
leider habe ich keine Ahnung, was Andreas Gminder (wenn er's denn selbst tat) da zusammengemixt hat: http://www.myko-shop.de/epages/62834980.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62834980/Products/ZChem/SubProducts/zchem-0100
An der Wiki-Front herrscht jedenfalls Zweideutigkeit:
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wasserblau&redirect=no
https://de.wikipedia.org/wiki/Methylblau
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
Andreas Gminder mixt sicher selbst und:
Zitatzchem-0012 Baumwollblau (Milchsäure)
er löst das Methylblau (Baumwollblau, Wasserblau) in Milchsäure, aber offensichtlich ohne Phenol, was man sofort riechen würde.
Zitat aus dem Harms: Wohl bei keinem anderen Farbstoff kommen auch in anerkannten Standardwerken soviel fehlerhafte Benennungen vor, wie bei Methylblau, das immer wieder mit dem chemisch völlig anderen Methylenblau verwechselt wird,
Anmerkung von mir: das Methylblau ist sehr vie teurer, als das Methylenblau!
Hallo Klaus,
wieder was gelernt. Ich benutze auch das von Andreas. Wonach riecht denn Phenol?
Herzlich
Martin
Hallo Martin -
Früher "Karbolsäure" genannt: weißlich-rosa zerfließende Kristalle, welche die Haut der Hände aufquellen lassen und ätzen - vor 100 Jahren hätte man gesagt "Krankenhausgeruch" nach Sauberkeit und Frische, aber heute fällt mir kein richtiger Vergleich ein. Auch die Dunkelkammer ist ausgestorben, deren vergammelte Entwicklerflaschen einen ähnlichen Geruch ausströmten.
Viele Grüße
Hallo Martin,
ZitatWonach riecht denn Phenol?
Hättest du bei mir gekauft, dann könntest du täglich dran schnuppern. ;D Der Geruch ist etwa so schwer zu beschreiben, wie der eines guten Bordeaux. Wobei die vielgeprisenen ach so gesunden Polyphenole im Wein anders riechen - zum Glück!
Die "Karbolmäuschen" heißen heute Krankenschwestern und wissen sicher nicht wie Phenol riecht.
Hallo Klaus,
ich habe hier vor mir: A. Meixner, Chemische Farbreaktionen von Pilzen, Cramer: Vaduz 1975. Tatsächlich ist hier auch nirgends von Methylenblau die Rede. Bei der Beschreibung von Baumwollblau wird nur von einer wässrigen Lösung gesprochen des Dinatriumsalzes der Triphenylpararosanilintrisulfonsäure (ein tolles Wort!). Die Strukturformel ist dort (S. 3) auch angegeben. Bisher kommt also nur Wasser ins Spiel. Auf S. 13 wird jedoch die Färbung nach LeGal (Marcelle LeGal war eine brühmte französische Mykologin, die sich insbesondere mit Ascomyzeten beschäftigt hat) beschrieben. Hier werden 0,005g Baumwollblau in 30g Milchsäure (wohl Rezept von Andreas) oder Lactophenol gelöst. Im letzten Satz der Beschreibung wird darauf hingewiesen, daß das Baumwollblau auch durch Anilinblau ersetzt werden kann. Als Chemie-Horst habe ich keine Ahnung, wie sich letzters von ersterem unterscheidet. Nach Wikipedia sind Baumwollblau und Anilinblau (wasserlöslich) Synonyme für Methylblau und enthalten Schwefel. Anilinblau (kaum wasserlöslich) enthält offenbar keinen Schwefel. Ich gehe also davon aus, daß im Falle von Anilinblau das wasserlösliche gemeint ist und dann einfach dasselbe wie Baumwollblau ist. Oder?
Herzlich
Martin
ZitatFalle von Anilinblau das wasserlösliche gemeint ist und dann einfach dasselbe wie Baumwollblau ist. Oder?
oder?... oder ja! lieber Martin. das wasserlösliche hat 3 Sulfogruppen, was es wasserlöslich macht; daher enthält es Schwefel.
So ganz ohne Trivialnamen kommt man in der organischen Chemie nicht aus, sonst werden die Bezeichnungen einfach zu kompliziert. Eine Strukturformel sagt allerdings mehr als 1000 Worte! ;)
Aber hier bein Anilin-Wasser-Baumwoll-Blau ist die Verwirrung vorprogrammiert, das sind ein paar Trivialnamen zu viel!
Zitat von: Klaus Herrmann in November 15, 2015, 21:25:26 NACHMITTAGS
Eine Strukturformel sagt allerdings mehr als 1000 Worte! ;)
kannst du gerne haben:
zuerst der Meixner:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/182038_5294171.jpg)
und hier die Wikipedia (ganz rechts muß es SO3 heißen, irgendwie abgeschnitten):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/182038_36911110.jpg)
Das gleiche, nur anders dargestellt?
Grüße
Martin
ZitatDas gleiche, nur anders dargestellt?
die obere ist zwar ein wenig "unwirklich" geschrieben, aber eigentlich korrekt, bei der unteren fehlen die beiden Na+ und die Verbindung der Sulfogruppe links oben zum N der chinoiden Struktur rechts unten.
Aber kleine Schlampereien kann man tolerieren, das Wichtigste ist drauf!
Und Methylenblau ist was ganz anderes, das sieht auch der Laie:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/182057_45081919.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/250px-Methylene_blue.svg_zpsusthmcol.png.html)