Hallo!
Ich besitze ein Zeiss West Planapo 63 1,4 Öl 160 / - Teile Nr. 46 18 40 - 9901.
Leider gelingt es mir nicht, bei z.B. Diatomeenpräparaten alle Schärfeebenen darzustellen. Ich vermute, dass es an der fehlenden Deckglaskorrektur ( laut Objektivaufschrift ) liegt.
Ich habe nun einmal in einem alten Zess-Katalog geblättert und finde dort unter den Planapos ledilich folgende Angaben:
Planapochromat 63 / 1,4 Öl Bestell Nr. 46 18 40 und neben weiteren technischen Angaben unter der Deckglasdicke: "0,17".
Nun meinen Frage:
1) Gab es dieses Objektiv mit und ohne Deckglaskorrektur ( seltsamerweise ist im Katalog nur ein Objektiv mit Deckglaskorrektur aufgeführt )
2) Was bedeutet "9901" als Zusatz zur Bestellnummer?
3) An die Besitzer einens solchen Objektivs: Ist bei Euren Optiken explizit 160 / 0,17 eingraviert ( wovon ich dann ausgehe ).
Herzliche Grüße
Peter
Moin Peter,
1.) Ist mir nicht bekannt.
2.) Kann dir der Apochromat besser beantworten, hat aber wohl nichts mit deinem Problem zu tun.
3.) Bei mir steht auch 160/- Laut grauer Bibel heißt das, daß man es mit oder ohne Deckglas fahren kann,
sonst stünde dort 0,17 oder eben 0, wenn es nur ohne Deckglas gefahren werden dürfte.
VG
Bernd
P.S.: Ich weiß ja nicht, was du da genau treibst, aber wenn das Bild in anderen Schärfenebenen die gewohnte Qualität hat, würde ich mal zum Vergleich ein anderes Öl-Objektiv nehmen, um zu sehen, ob es genau so zickt.
Hallo Bernd,
Ich weiß, dass der Strich eigentlich bedeutet, dass man das Objektiv mit und ohne Deckglas verwenden kann. Im Zeiss Katalog werden die niedrig vrgrößernden Objektive ( also bis 16 ), die diese Eigenschaft haben, unter der Rubrik "Deckglasdicke" auch mit einem Strich gekennzeichnet. Entsprechend sind die Objektive auch graviert.
Beim 63er Planapo ( wie bei allen Objektiven höherer Vergrößerungen ) steht in der entsprechenden Rubrik "0,17".
Ich gebe zu, ich blicke da nicht ganz durch....
Falls aber nun alle 63er Planapos mit dem Strich gekennzeichnet sind und ergo mit ohne ohne Deckglas verwendet werden können - hat jemand eine Idee, wieso ich nicht alle Schärfeebenen abbilden kann ( es funktioniert bei verschiedenen Präparaten nicht, auch nicht bei den von mir hergestellten Pflanzenschnitten ). Ich habe schon daran gedacht, daß Objektiv aus seiner "Parkposition" ( es hat ja eine Möglichkeit es etwas einzufahren und zu arretieren ) in die Arbeitsposition gebarcht.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
auch die anderen 100er Öl-Objektive haben diesen Strich (-). Es gibt nur wenige Ölimmersionen, die
dort tatsächlich die 0,17 stehen haben.
Daß es aus der Park-Position gefahren werden muß, ist wohl selbstredend.
Aber ich vermute daß dein Präparat schon zu dick ist, daß es anfängt einzufedern,
wenn du das Objekt schon im tieferen Bereich abbilden willst.
Das mach mein Plan-Neofluar 63x/0,9 nämlich auch, wenn der Wasserfilm darunter zu dick ist.
Sei froh, daß es noch federn kann... ;D
VG
Bernd
Hallo Bernd,
Zitat
Daß es aus der Park-Position gefahren werden muß, ist wohl selbstredend.
Das habe ich auch nur geschrieben, weil ich dachte, dass das als erste Fehlerursache vermutet werden würde.
ZitatAber ich vermute daß dein Präparat schon zu dick ist, daß es anfängt einzufedern,
So ist es - es federt ein ( also: Objektiv direkt auf dem Deckglas, trotzdem werden die letzten Ebenen nicht scharf ). Habe also auch vermutet, daß es am zu dicken Präparat liegt.
Allerdings liegen bei Herrn Nötzels Präparaten die Diatomeen direkt und dem Deckglas und nicht auf dem Objektträger. Wie kann das Präparat da noch "zu dick" sein????
Herzliche Grüße
Peter
Herzliche Grüße
Peter
Jetzt muß ich doch nochmal ändern:
Wenn die Nötzlel'schen Kieselalgen tatsächlich am Deckglas haften und nicht zu Boden gesackt sind,
dürfte das Problem normalerweise nicht auftreten.
War das schon immer so mit diesem Objektiv oder ist es erst bei diesem Präparat aufgetreten?
Ich habe schon von manchen gehört, daß dieses Objektiv etwas schwierig sei, aber es meistens an der Immersion gelegen wie unten beschrieben.
VG
Bernd
P.S.: Um noch eine Fehlerquelle auszuschließen: Du machst doch mit Öl (ohne dem geht es schlecht) und wohl auch welches, was dafür geeignet ist. (m. passenden Brechungsindex)
Und noch eins: Es darf keine Luftblase zwischen dem DG und der Frontlinse sein. Passiert auch sehr gerne, so hat schon mancher sein hochwertiges Objektiv als letze Krücke verkannt.
ZitatIch besitze ein Zeiss West Planapo 63 1,4 Öl 160 / - Teile Nr. 46 18 40 - 9901.
############# Die exakte Maßstabszahl des 63er Planapo beträgt 62,1:1. nA = 1,4. Brennweite
2,57. Arb.abstand zw. Deckglas und Frontlinse bzw. Fassungsrand:
0,09 mm.
ZitatLeider gelingt es mir nicht, bei z.B. Diatomeenpräparaten alle Schärfeebenen darzustellen.
############# Wenn Sie das haben wollen, dann nehmen Sie besser einen ganz normalen Achromaten, aber kein Hochleistungsobjektiv, das auf höchste Apertur gezüchtet ist.
############# Bedenken Sie bitte, daß die eingestellte Schärfenebene bei Ihrem Apo ziemlich genau 0,0000 mm dick ist! Die Schärfentiefe ist auch nicht viel größer.
ZitatIch vermute, dass es an der fehlenden Deckglaskorrektur ( laut Objektivaufschrift ) liegt.
##### Ölimmersionsobkektive haben
keine Deckglaskorrektur! Das wäre widersinnig, weil bei ihnen die Deckglasdickentoleranz groß genug ist. Die Dgl.korr. ist nur bei hochaperturigen
Trockenobjektiven hilfreich.
ZitatIch habe nun einmal in einem alten Zess-Katalog geblättert und finde dort unter den Planapos ledilich folgende Angaben:
Planapochromat 63 / 1,4 Öl Bestell Nr. 46 18 40 und neben weiteren technischen Angaben unter der Deckglasdicke: "0,17".
######## Ohne exakte Quellenangabe (Katalognummer und Datum) ist das nicht nachvollziehbar.
ZitatNun meinen Frage:
1) Gab es dieses Objektiv mit und ohne Deckglaskorrektur ( seltsamerweise ist im Katalog nur ein Objektiv mit Deckglaskorrektur aufgeführt ).
######### Ohne Angabe der Kat.Nr. nicht kommentierbar. Ich bezweifle einstweilen mal, daß es ein 63er Planapo war, was Sie da gesehen haben!
Dgl.korr. siehe oben.
Zitat2) Was bedeutet "9901" als Zusatz zur Bestellnummer?
########## Es handelt sich um eine Bauvariante der ursprünglichen Konstruktion. Entweder wurde der Krümmungsradius einer Linse geändert oder die Gravur des Namens Zeiss oder etwas in der Art. Für Anwender bedeutungslos. Die beiden letzten Stellen o1 besagen, daß es sich um die erste Änderung an diesem Ob. handelt.
Zitat3) An die Besitzer einens solchen Objektivs: Ist bei Euren Optiken explizit 160 / 0,17 eingraviert ( wovon ich dann ausgehe ).
[b
]########## [/b]Halten Sie sich besser an das, was auf
Ihrem Objektiv graviert ist.
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ZitatFalls aber nun alle 63er Planapos mit dem Strich gekennzeichnet sind
[b
]####################### [/b]Wieso denn dieses "
falls": KEIN Planapo ist so gekennzeichnet!
Zitatund ergo mit ohne ohne Deckglas verwendet werden können - hat jemand eine Idee, wieso ich nicht alle Schärfeebenen abbilden kann
####################
Das kann man nicht! Die superhohe Apertur ist diesem Objektiv auf Kosten anderer Eigenschaften angezüchtet worden, zB auf Kosten einer bequemen Anwendung, zB geringe Schärfentiefe und geringer Arbeitsabstand.
Je höher die
Apertur eines Obj., umso geringer seine
Schärfentiefe. Das gelingt nur bei sehr kurzen
Brennweiten, was wiederum kurze
Abrbeitsabstände zur Folge hat, und damit geringe mechanische und optische
Einstellbandbreiten. Es ist hochgezüchtet auf maximale Apertur (Auflösung) in
einer Einstellebene mit einer nur sehr geringen Änderung der
Einstellhöhe.
Zitat( es funktioniert bei verschiedenen Präparaten nicht, auch nicht bei den von mir hergestellten Pflanzenschnitten ).
#################### Für solche Präparate ist dieses
Spezialobjektiv auch nicht gerechnet, keinesfalls für Pflanzenschnitte.
Jedes Präparat, das man erfolgreich mit dem 1,4er untersuchen möchte, muß ganz exakt und sorgfältig auf die Verwendung eben dieses Obj. hin präpariert werden. Das kostet viel Zeit und Mühe bei der Herstellung.
ZitatIch habe schon daran gedacht, daß Objektiv aus seiner "Parkposition" ( es hat ja eine Möglichkeit es etwas einzufahren und zu arretieren ) in die Arbeitsposition gebarcht.
################## Der Sinn dieses Satzes ist dunkel, weil wohl verstümmelt.
Wozu diese Parkposition dient, steht haarklein und ausführlich in der Mikrofibel.
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Zitatauch die anderen 100er Öl-Objektive haben diesen Strich (-). Es gibt nur wenige Ölimmersionen, die
dort tatsächlich die 0,17 stehen haben.
######################## Das ist schlichtweg falsch! Es gibt nur eine einzige 100er Ölimmersion mit einer "-"-Kennzeichnung. Es ist für Blutausstriche gerechnet. Alle anderen 100er Öl lauten 0,17.
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Und nun das Wort zum Sonntag:
Die erfolgreiche Anwendung eines hochgezüchteten Planapochromaten, besonders des 63 / 1,40, gelingt dann gut, wenn ein gerüttelt Maß an theoretischem Grundlagenwissen über die Mikroskopoptik und ihre Eigenschaften vorhanden ist. Dieses Wissen kann man sich nicht durch Frage- und Antwortspiele in einem Internetforum aneignen, sondern mit der entsprechenden Fachliteratur und durch anwendungstechnische Kurse beim Hersteller. Die Zusammenhänge über Brennweite und Arbeitsabstand, Schärfentiefe und Apertur etc. müssen absolut klar sein. Ebenso klar muß sein, für welche Präparate sich ein 1,4-Planapo eignet, d. h. welche Eigenschaften das Präparat haben muß und wie man diese bei seiner Herstellung sicherstellt.
KH
(Mitglied des Vereins für deutliche Aussprache)
[/size]
Verehrter Herr Henkel,
morgen ist erst Freitag und ich habe Achromate, Planachromate, Neofluare und Planapochromaten als 100er Öl-Immersionen, die alle hinter der 160/ mit dem "-" graviert sind. Falls nötig, stelle ich auch die Fotos dazu ein, um das zu zeigen.
Nur mein Plan-Neofluar 63x/1,25 macht davon die Ausnahme und hat tatsächlich dort eine 0,17 stehen.
Einen schönen Donnerstag
B.W.
P.S.: Gegen die anderen Ausführungen möchte ich nichts gesagt haben, mit denen stimme ich auch weitestgehend überein.
Hallo Peter
Ich habe das Präparat noch mal erwärmt, bis das Einschlussmittel flüssig wurde und sich an dem Rand des Deckglases eine Wulst bildete.
Dadurch hat sich das Deckglas weiter auf dem Objektträger setzen können.
Vielleicht hilft es dir ja auch
Gruß nor
Zitat von: Nomarski in August 06, 2009, 12:35:10 NACHMITTAGS
Verehrter Herr Henkel,
morgen ist erst Freitag und ich habe Achromate, Planachromate, Neofluare und Planapochromaten als 100er Öl-Immersionen, die alle hinter der 160/ mit dem "-" graviert sind. Falls nötig, stelle ich auch die Fotos dazu ein, um das zu zeigen.
Nur mein Plan-Neofluar 63x/1,25 macht davon die Ausnahme und hat tatsächlich dort eine 0,17 stehen.
Einen schönen Donnerstag
Auch bei habe ich welche gefunden, alle aber neueste Serie. Dazu später Kommentar, jetzt keine Zeit
Gruß
KH
ZitatDas ist schlichtweg falsch! Es gibt nur eine einzige 100er Ölimmersion mit einer "-"-Kennzeichnung. Es ist für Blutausstriche gerechnet. Alle anderen 100er Öl lauten 0,17.
Ich habe gerade mal schnell bei meinen Zeiss-Objektiven nachgeschaut, beim Planapo 63/1.4 steht 160/-, ebenso beim Neofluar 100/1.30 und auch beim Achromat 40/0.85 Öl steht 160/- sowie beim Planachromat 100/1.25. Nirgendwo steht 0.17
Scharfstellen mit dem 63er macht bei mir auch gelegentlich Probleme. Ich habe auch schon erlebt, das das Präparat am Objektiv "klebt" und sich dann nicht mehr scharfstellen lässt, vermutlich wenn zuwenig Öl verwendet wurde.
Zitat von: Klaus Henkel in August 06, 2009, 12:18:25 NACHMITTAGSZitatauch die anderen 100er Öl-Objektive haben diesen Strich (-). Es gibt nur wenige Ölimmersionen, die
dort tatsächlich die 0,17 stehen haben.
######################## Das ist schlichtweg falsch! Es gibt nur eine einzige 100er Ölimmersion mit einer "-"-Kennzeichnung. Es ist für Blutausstriche gerechnet. Alle anderen 100er Öl lauten 0,17.
Hallo Herr Henkel,
dieser deutliche Ausspruch (und auch die Einschränkung, dies gelte zumindest für die älteren Objektive) ist ein verbreiteter Irrtum. Auch wenn Zeiss in den Tabellen seiner Broschüren (z.B. Optik für Mikroskope, 1967 und 1971) die "0,17" erwähnte, hatten viele dieser Immersionsobjektive dennoch die Gravur mit dem Strich (z.B. ALLE sechs, die ich selber habe; darunter drei von Zeiss-Winkel und zwei aus den "frühen" Carl Zeiss Jahren, also mit der Gravur "Germany"). Möglich, dass die gleichen Objektive auch mit anderen Gravuren ausgeliefert wurden, aber von einer Standard-Gravur "0,17" bei Immersionsobjektiven wie den hier besprochenen kann
überhaupt keine Rede sein!
Schönen Gruß, TP
PS: eine ähnlich vehement vorgetragene Stellungnahme finden Sie hier von Alain de Maraussan: http://www.lenaturaliste.net/forum/viewtopic.php?f=156&t=3164&start=10. Liest sich gut, ist aber falsch 8)
Verehrte Teilnehmer,
bitte Ruhe bewahren und vor allem sachlich bleiben!
Ich bin sicher, daß sich diese Problematik zur Zufriedenheit aller aufklären läßt.
So habe ich S.29 aufgeschlagen in der Veröffentlichung von Zeiss "Optik für Mikroskope" und dort
vorgefunden, daß unter der Aufschlüsselung der Angabe der Deckglasdicke das "-" folgendes bedeutet:
Das Objektiv kann MIT oder OHNE Deckglas benutzt werden.
Wer also ein Öl-Immersions-Objektiv hat mit einer anderen Angabe als den "-", kann es gerne hier präsentieren.
Dann mal frohes Durchforsten der Bestände!
B.W.
Zitat von: Robert Götz in August 06, 2009, 14:14:49 NACHMITTAGSIch habe gerade mal schnell bei meinen Zeiss-Objektiven nachgeschaut, beim Planapo 63/1.4 steht 160/-, ebenso beim Neofluar 100/1.30 und auch beim Achromat 40/0.85 Öl steht 160/- sowie beim Planachromat 100/1.25. Nirgendwo steht 0.17
Scharfstellen mit dem 63er macht bei mir auch gelegentlich Probleme. Ich habe auch schon erlebt, das das Präparat am Objektiv "klebt" und sich dann nicht mehr scharfstellen lässt, vermutlich wenn zuwenig Öl verwendet wurde.
Hallo Herr Götz,
ich bestätige Ihre Angaben zu den Gravuren: auch bei meinen steht ausnahmslos 160/-.
Auch das "Klebenbleiben" der Präparate kenne ich gut: Beim Anheben des Tubus hebt sich der gesamte Objektträger ein klitzekleines Stück an. Die Fokussierung klappt dann natürlich nicht mehr.
Zeiss hatte für einige Objektführer spezielle Klammern im Angebot, die die OT niederhielten, nur habe ich leider weder diese Klammern, noch einen der Tische mit den entsprechenden Bohrungen. Was ganz gut hilft, sind zwei schwere Befestigungsmagneten (wie sie auch beim Andrücken der Deckglasäer verwendet werden), mit denen man die beiden Seiten des OT beschwert.
Schönen Gruß, TP
Hallo Herr TP,
diese Klammern habe ich an manchen Objekführern, aber leider sind diese für die kleinen 18x18mm-Deckgläser eher ungeeignet, da die Gefahr besteht, daß man beim Gegenfahren sich die Objektivfassung schnell verkratzt,
deswegen gibt es für den Fall auch andere Methoden, mit denen das Verrutschen des DG verhindert werden kann.
Viele Grüße
B.W.
Hallo Herr Bernd ;)
was Du mit der Fixierung des DG andeutest ist wohl auch nicht der Zweck dieser kleinen Klammern. Die sollen doch den gesamten OT (an dem das DG fest sitzt) niederhalten.
Ich vermute stark, dass Peters Diatomeen-Präparate Dauerpräparate mit fixem Deckgas sind. Da müssen die beiden Klemmen also nicht auf das DG drücken, sondern es reicht, wenn die den OT irgendwo am Rand niederhalten.
Schönen Gruß, Thomas
Hallo Thomas,
ich denke mal, die Geschichte mit den Zusatzklammern kommt hier sowieso nicht in Betracht, da es sich nach Peters Aussage um Diatomeen-Dauerpräparate von Herrn Nötzel handelt. Und normalerweise reicht die Befestigung durch den Federhebel am Objektführer auch vollkommen aus, ich hatte da jedenfalls noch nie Probleme und kenne auch keinen, der Schwieriegkeiten hatte in einem solchen Fall.
Man darf aus Versehen natürlich nicht zu der Flasche mit dem Uhu oder Loctite greifen. ;D
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
ich würde sagen: umgekehrt. Diese kleinen Klammern sind genau für diese Situation (Beobachtung von Dauerpräparate mit Immersionsobjektiven) gedacht. Wenn nicht, schreiben wir evtl. über verschiedene Teile...
SG TP
Zitat von: Klaus Henkel in August 06, 2009, 12:18:25 NACHMITTAGSZitatFalls aber nun alle 63er Planapos mit dem Strich gekennzeichnet sind
[b]####################### [/b]Wieso denn dieses "falls": KEIN Planapo ist so gekennzeichnet!
Bitte einmal hier schauen: http://www.atroplan.com/images/IMG_0592.JPG
Ich bekomme dafür keine Tantiemen ;) Trotzdem schönen Gruß, TP
Lieber Thomas,
exakt dieses Objektiv habe ich und um das geht es auch! Selbst, wenn es das eigentlich gar nicht geben dürfte ;D
Mein Problem ist auch nicht - wie von Herrn Henkel fälschlicherweise aus meinerm Eingangsposting interpretiert - dass ich ein gesamte Diatomee mit großen "Tiefenschärfe" abbilden möchte, sondern, daß ich einen Teil der Diatomee überhaupt nicht scharf abbilden kann, da sich das Objektiv bereits auf dem Deckglas befindet.
Ich hoffe, mich jetzt mit diesen Worten nunmehr für jeden verständlichen ausgedrückt zu haben.
Das hat auch nichts damit zu tun, dass das Objektiv am Deckglas klebt und dadurch der OT beim Hochfrahren mit hochgezogen wird. Das ist ein zusätzlichen Übel, um das es mir aber hier gar nicht geht.
Ansonsten ehrt es mich, dass es immer wieder gelingt, Herrn Henkel mit meinen ach so dümmlichen Fragen zur Hochform auflaufen zu lassen. Eigentlich hatte ich hierzu schon eine längere Antwort vorbereitet, die ich mir und Euch aber erspare...wir kennen ja alle "KH" und einen anderen Stil hätte ich auch gar nicht erwartet.
Und einige seiner - nun, wie soll ich mich vorsichtig ausdrücken? - knapp an der Wahrheit vorbeigehenden, dafür umso vehementer vorgetragenen Antworten wurden ja schon von anderen Autoren berichtigt.
Aber eine richtige Erklärung meines "Phänomens" befand sich jetzt noch nicht unter den Antworten, oder ich habe es im Gestrüpp der Postings um "-" und "0,17" übersehen.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter Voigt in August 06, 2009, 16:34:27 NACHMITTAGSMein Problem ist auch nicht (...) dass ich eine gesamte Diatomee mit großer "Tiefenschärfe" abbilden möchte, sondern, daß ich einen Teil der Diatomee überhaupt nicht scharf abbilden kann, da sich das Objektiv bereits auf dem Deckglas befindet.
Vorsicht Falle, lieber Peter,
Du schreibst da schon wieder leichtfertig von der Schiefentärfe (oder Tärfenschiefe?). Was würde der ehrwürdige Kurt Michel dazu sagen? ;D.
Scherz beiseite: Wenn Du die
tiefsten Stellen Deines Objektes, also diejenigen, die am weitesten vom Objektiv entfernt liegen, nicht mehr scharf stellen kannst, weil die Frontlinse auf dem Deckglas aufsitzt, dann hängt das mit dem geringen freien Arbeitsabstand (fAA) zusammen. Vorausgesetzt, das Objekt lässt sich nicht anders präparieren (z.B. mit der anderen Seite zum Deckglas) fällt mir dazu keine Lösung ein.
Schöne Grüße, Thomas
Zitat von: TPL in August 06, 2009, 14:30:24 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in August 06, 2009, 12:18:25 NACHMITTAGSZitatauch die anderen 100er Öl-Objektive haben diesen Strich (-). Es gibt nur wenige Ölimmersionen, die
dort tatsächlich die 0,17 stehen haben.
######################## Das ist schlichtweg falsch! Es gibt nur eine einzige 100er Ölimmersion mit einer "-"-Kennzeichnung. Es ist für Blutausstriche gerechnet. Alle anderen 100er Öl lauten 0,17.
Hallo Herr Henkel,
dieser deutliche Ausspruch (und auch die Einschränkung, dies gelte zumindest für die älteren Objektive) ist ein verbreiteter Irrtum. Auch wenn Zeiss in den Tabellen seiner Broschüren (z.B. Optik für Mikroskope, 1967 und 1971) die "0,17" erwähnte, hatten viele dieser Immersionsobjektive dennoch die Gravur mit dem Strich (z.B. ALLE sechs, die ich selber habe; darunter drei von Zeiss-Winkel und zwei aus den "frühen" Carl Zeiss Jahren, also mit der Gravur "Germany"). Möglich, dass die gleichen Objektive auch mit anderen Gravuren ausgeliefert wurden, aber von einer Standard-Gravur "0,17" bei Immersionsobjektiven wie den hier besprochenen kann überhaupt keine Rede sein!
Schönen Gruß, TP
PS: eine ähnlich vehement vorgetragene Stellungnahme finden Sie hier von Alain de Maraussan: http://www.lenaturaliste.net/forum/viewtopic.php?f=156&t=3164&start=10. Liest sich gut, ist aber falsch 8)
Lieber Herr TP, Ich antworte drauf in meinem neuen Beitrag. Alle haben ja so recht ...
KH
Hallo,
jetzt auch noch mein Senf: das kann eigentlich nur bedeuten, dass sich die Diatomeenschale teilweise von dem Deckglas gelöst hat und schräg nach unten hängt. Ich würde ein anderes Objektiv mit größerem faa benutzen.
Herzliche Grüße
Detlef
Zitat von: Peter Voigt in August 06, 2009, 16:34:27 NACHMITTAGS
Lieber Thomas,
exakt dieses Objektiv habe ich und um das geht es auch! Selbst, wenn es das eigentlich gar nicht geben dürfte ;D
Mein Problem ist auch nicht - wie von Herrn Henkel fälschlicherweise aus meinerm Eingangsposting interpretiert - dass ich ein gesamte Diatomee mit großen "Tiefenschärfe" abbilden möchte
Das habe ich - Henkel - nicht interpretiert! Ich habe Sie schon richtig verstanden! Sie können auch nicht eine Ebene nach der anderen scharf einstellen, weil die mechanische Verstellbarkeit bei dem kleinen Arbeitsabstand einfach nicht ausreicht.
KH
Hallo Peter
Ich habe mal nachgemessen und musste feststellen, dass auch meine Präparate trotz Nachbehandlung immer noch zu dick sind.
1.52-1.58 mm -1mm Objektträger -ca0.17mm Deckglas
Damit ist das Einschlussmittel mehr als 0.4 mm. Zu dick für ein Objektiv mit z.b. einen faa von 0.1-0,2 mm .
Gruss Nor
ZitatAnsonsten ehrt es mich, dass es immer wieder gelingt, Herrn Henkel mit meinen ach so dümmlichen Fragen zur Hochform auflaufen zu lassen. Eigentlich hatte ich hierzu schon eine längere Antwort vorbereitet, die ich mir und Euch aber erspare...wir kennen ja alle "KH" und einen anderen Stil hätte ich auch gar nicht erwartet.
Das soll unser beider Geheimnis bleiben, warum das so ist. Muß ja nicht jeder wissen.
ZitatAber eine richtige Erklärung meines "Phänomens" befand sich jetzt noch nicht unter den Antworten, oder ich habe es im Gestrüpp der Postings um "-" und "0,17" übersehen.
Das kommt jetzt aber.Da wären wir allesamt beinahe in eine Art Nomenklaturstreit geraten, ausgelöst durch meinen Irrtum, der ebenfalls auf einer falschen Nomenklatur-Interpretation beruhte. Seit "altersher" ist mir bekannt, daß auch Immersionsobjektive auf 0,17 mm Deckglasdicke gerechnet werden. (Mit Ausnahme lediglich solcher, die ausdrücklich für feuerfixierte Blut- und Bakterienaussriche bestimmt sind). Deshalb schien es mir klar, daß da nur 0,17 auf der Fassung graviert sein könne. Das war mein Fehler. Aber immerhin war ich dabei nicht dümmer als Aristoteles, der stets behauptet hat, Frauen hätten vier Zähne weniger, und nur die Männer hätten vier Weisheitszähne. Frauen ... Weisheit ... kann ja nicht sein. Erst als einige von Ihnen protestierten, schaute ich unter die Haube meines Mik - und fand: Striche anstatt 0,17. Ach hätte doch auch Aristoteles den Frauen in den Mund gesehen, er hätte einigen Dogmatikern im Mittelalter viel Streit und Kummer erspart.
Da ich nun aber
weiß, daß man ein Objektiv mit 0,09 mm freiem A.abstand nicht so rechnen kann, daß man es mit einem 0,17 mm dicken Deckglas oder ohne verwenden kann, mußte nachgedacht werden. Hier das Ergebnis:
Carl Zeiss, Oberkochen 1971: Optik für Mikroskope, Seite 33:
"-" das Objektiv kann mit oder ohne Deckglas verwendet werden.
"0" das Obj. nur ohne Deckglas verwenden.
"0,17" das O. ist gegen Abweichung der Deckglasdicke von 0,17 mm empfindlich.
Überlegen. - Was schreibt eigentlich F. K. Möllring, der immer alles sauber und präzis ausgedrückt hat?
In: Mikroskopieren von Anfang an, 1971, Seite 28:
"Anstatt /0,17 kann auch stehen /- : Gegen größere Abweichungen der Deckglasdicke unempfindlich; /0 : korrigiert für "Deckglasdicke 0", das heißt für unbedeckte Präparate."
Nanu? Da steht bei "-" ja gar nichts mehr von wegen
mit oder
ohne Dgl.
Carl Zeiss, Technisches Handbuch Mikroskope. Nur für internen Gebrauch. Blatt 1.4.12:
Wörtlich wie bei Möllring. Das bedeutet aber auf gar keinen Fall Dgl.dicke 0, denn das geht ja mechanisch gar nicht bei Arbeitsabstand 0,09 mm und Dgl.dicke 0,17. Das paßt nicht zusammen.
Kommen wir zum Schluß und zum Fazit:
"
-"
Strich bedeutet:
Deckglas! Aber Abweichungen von 0,17 sind nicht kritisch, weil Ausgleich durch das Imm.öl.
Im Verzeichnis Optik für Mikroskope von 1971, sind alle Obj., außer dem Planapo 4:1 / 0,16 noch mit 0,17, aufgeführt. Erst danach hat man sich wohl entschlossen, das mit "-" zu ändern. Kann ich aber nicht prüfen, weil in den späteren Listen diese Angabe generell fehlt.
Fazit
STrich "-" bedeutet also bei Zeiss West immer:
Deckglas! Aber tolerant gegenüber Dickenabweichungen. (was bei geringvergrößernden Obj. zutrifft, bis 10:1 und besonders bei Ölimmersionen.
Alles klar?
Ich bedaure, daß auch ich durch Nichtbeachtung der Nomenklatur Unklarheit hinzugefügt habe. Gelernt: Besser unter die Haube gucken, anstatt in die ollen Listen.
M.f.G.
KH
Hallo Herr Henkel et al,
somit wäre meine Frage ja - wenn ich alles zusammenfasse und richtig ordne - eigentlich beantwortet.
Es ging mir ja im Prinzip nur darum:
1) Habe ich grundsätzlich das "richtige" Planapo 63 Öl ( oder gibt es eben noch eine andere Ausführung? )
2) Ist das Verhalten - wie von mir beschrieben - "normal"? ( Weil ich mir das bei einem Diatomeenpräparat, das ja direkt auf das Deckgls aufgebracht wurde - nicht vorstellen konnte.)
Wenn es nun aber einmal so ist - dann ist es ja auch richtig so!
Wieso der Arbeitsabstand nicht ausreicht, ist mir ( bezogen auf mein Präparat ) immer noch nicht klar. Ich hatte Herr Nötzel speziell auch schon einmal auf diese Problematik angesprochen, da mir das Einschlußmedium auch recht "schichtdick" vorkam, wobei Herr Nötzel mich ja explizit darauf hnwies, dass die Diatomeen direkt auf das Deckglas aufgebracht wurden.
Ich meinte nur, mich zu erinnern, daß hier schon einmal ( von Päule? ) schöne Diatomeenfotos / -stacks gepostet wurden, die mit dem 63er Planpo angefertigt wurden.
Kann man also sagen ( oder interpretiere ich das jetzt falsch ), dass die Diatomeen zu "dick" sind, um sie mit einem 63er Planapo komplett "tiefenmäßig" abscannen zu können oder dass sie zu tief in das Eimbettmedium eingesunken sein müssen?
Herzliche Grüße
Peter Voigt
Wenn ich mir das Posting von dem Herrn nor so anschaue, habe ich de Eindruck,
daß keine Diatomeen, sondern Pflastersteine eingebettet wurden. ;D
Wie dem auch sei, jedenfalls scheint durch diese turbulente Diskussion bewiesen zu sein, daß man auf jeden Fall
nichts falsch macht, wenn man bei Ölimmersionsobjektiven mit dem "-" grundsätzlich mit dem Deckglas arbeitet.
ZitatÖlimmersionsobkektive haben keine Deckglaskorrektur! Das wäre widersinnig, weil bei ihnen die Deckglasdickentoleranz groß genug ist. Die Dgl.korr. ist nur bei hochaperturigen Trockenobjektiven hilfreich.
Eine Frage an die Experten: Warum gibt es Deckglaskorrektur bei Wasserimmersionen? Ist dort die Deckglasdickentoleranz geringer als bei
Ölimmersionen?
Hallo Herr Götz,
sprechen Sie jetzt von den Plan-Neofluaren als Multi-Immersionen?
Die muß man sowieso einstellen können zwischen unbedeckt mit Wasser über bedeckt mit Wasser bis zu bedeckt mit Öl. Eine Fehleinstellung macht sich dort auch schon bemerkbar, da man es in allen Fällen mit verschiedenen Brechungsindizes zu tun hat.
VG
B.W.
Nein, ich dachte an die Wasserimmersionen von Lomo. Dort gibt es einen Achromaten 85/1.0 und einen Apochromaten 70/1.23,
beide mit Deckglaskorrekturring.
Die kenne ich nun nicht, aber scheinbar lohnt sich bei Wasserimmersionen noch der Aufwand der Deckglaskorrektur, weil dort bekanntlich der Brechungsindex geringer ist als bei Öl.
Ein Öl-Objektiv mit Deckglaskorrektur habe ich jedenfalls noch von keinem Herrsteller gesehen.
Ich kann mich aber auch irren, falls dem doch so ist, bitte zeigen. ;D
Hallo Mikroskopgemeinde,
die Diskussion kann ich so nicht nachvollziehen. Seit etlichen Jahren verwende ich nur das Planapo 63/1,4 160/- für meine Arbeiten mit Diatomeen. Inzwischen habe ich seit Januar 2008 ca. 12.000 Einzelaufnahmen ( im Schnitt 10 Aufnahmen unterschiedlichen Focuses pro Stack) ohne Probleme gemacht. Etliche Diatomeen sind sehr stark gekrümmt, so daß man schon tief nach unten gehen muß. Niemals bin ich mit der Optik auf dem Deckglas aufgestoßen. Die von mir verwendeten Deckgläser habe ich mal mehrfach ausgemessen. Ihre Dicke liegt um 0.15 mm mit geringer Streuung. Entweder sind die Schnitte zu dick oder das Einschlußmittel hat viel zu große Dicke.
Mfg
W. Herwig
Zitat von: WHerwig in August 06, 2009, 21:55:08 NACHMITTAGS
Hallo Mikroskopgemeinde,
die Diskussion kann ich so nicht nachvollziehen. Seit etlichen Jahren verwende ich nur das Planapo 63/1,4 160/- für meine Arbeiten mit Diatomeen. Inzwischen habe ich seit Januar 2008 ca. 12.000 Einzelaufnahmen ( im Schnitt 10 Aufnahmen unterschiedlichen Focuses pro Stack) ohne Probleme gemacht. Etliche Diatomeen sind sehr stark gekrümmt, so daß man schon tief nach unten gehen muß. Niemals bin ich mit der Optik auf dem Deckglas aufgestoßen. Die von mir verwendeten Deckgläser habe ich mal mehrfach ausgemessen. Ihre Dicke liegt um 0.15 mm mit geringer Streuung. Entweder sind die Schnitte zu dick oder das Einschlußmittel hat viel zu große Dicke.
Es gibt ja sone und solche Diatomeen, die man mal in Gürtelbandlage, mal "normal" sieht. Ihre "Vorliebe" für die Dgl.dicke 0,15 mm läßt Ihnen übrigens auch ein wenig Einstellfreiheit in der Tiefe.
Sodann bitte ich, nicht außer acht zu lassen, daß alle unsere derartigen Meinungen und Argumente, die in diesem Thread getan wurden, ohne Kenntnis der näheren Umstände beim Präparieren und beim Mikroskopieren gegeben wurden. Wir haben eigentlich "blind" diskutiert, wo es besser gewesen wäre, zunächst einmal dem Fragesteller beim Präparieren und dann beim Mikroskopieren über die Schulter zu schauen. Wo die Methoden des Mikroskopikers nicht eindeutig und gaaanz ausführlich beschrieben sind, wird die Fern-Diskussion immer ein wenig dem Stochern im Nebel gleichen.
Noch weist für mein Verständnis aber nichts darauf hin, daß Ihr 63er anders reagiert als das von Peter V. Sie hatten das aber wohl auch nicht andeuten wollen. Wir wissen einfach zu wenig von der Arbeitsweise der im Frage- und Antwortspiel beteiligten Diskussionspartner.
Vielleicht macht es Ihnen nichts aus, zu Ihrer Einschlußmethode noch ein paar Details beizusteuern? Das könnte Peter V. möglicherweise einen wertvollen Hinweis geben?
Schönen Abendgruß
KH
Hallo!
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch erwähnen, daß es aktuell um Streuräparate geht, die von Herr Dr. Nötzel vor kurzer Zeit aus Diatomeen aus Peru hergestellt wurden.
Einschlußmittel und Deckglasdicke sind mir nicht bekannt, aber vielleicht liest Herr Nötzel ja mit und kann entsprechende Hinweise geben.
Vielleicht frage ich auch nochmal andersherum: Gibt es denn Verwender des Planapo 63, die mit Diatomeenpräparaten auf ein ähnliches Problem gestoßen sind?
Herzliche Grüße
Peter Voigt
Hallo,
nun hatten wir schon einiges diskutiert, aber wie sieht es denn mit der Immergiererei aus?
Bist du sicher, daß du dir auch keine Luftblasen eingefangen hast oder evtl. doch zu wenig Öl
auf dem Deckglas hast? Eine sichere Methode ist, wenn du vor dem Einschwenken des Objektivs auch die
Frontlinse etwas mit Öl benetzst.
VG
Bernd
Zitat von: Peter Voigt in August 06, 2009, 22:39:33 NACHMITTAGS
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch erwähnen, daß es aktuell um Streuräparate geht, die von Herr Dr. Nötzel vor kurzer Zeit aus Diatomeen aus Peru hergestellt wurden.
Einschlußmittel und Dckglasdicke sind mir nicht bekannt, aber vielleicht liest Herr Nötzel ja mit und kann entsprechende Hinweise geben.
Vielleicht frage ich auch nochmal andersherum: Gibt es denn Verwender des Planapo 63, die mit Diatomeenpräparaten auf ein ähnliches Problem gestoßen sind?
Lieber Herr Voigt!
Bis zum zufälligen Beweis des Gegenteils sollten Sie davon ausgehen, daß es sich bei den von Ihnen geschilderten Umständen mit dem 63er,
nicht um ein
Problem, sondern um eine
typische Eigenschaft eines solchen hochaperturigen Objektivs handelt. In Ihren Schilderungen habe ich bisher nichts entdecken können, was auf eine Art "individuelle Eigenheit" Ihres speziellen Exemplars hindeuten würde. So etwas kommt zwar gar nicht so selten vor bei einem feinoptischen und feinwerktechnischen Meisterwerk, denn da ist jedes einzelne Exemplar eine eigene, unverwechselbare "Persönlichkeit", aber die Exemplarstreuungen liegen, was Schärfe, Brillanz, Kontrast und Farbdifferenzierung anbelangt, oftmals nur in einem Bereich, der nur mit feinster meßtechnik erschließbar ist.
Mein Vorschlag: Tauschen Sie für die Dauer von einem Monat Ihr Super-63er mit einem anderen Mikroskopiker. Dann erkennen Sie am ehesten und sichersten, ob Sie einen Ausreißer haben oder sonstwas, oder ob alles im Bereich des Normalen liegt. Das beruhigt dann wenigstens bei positivem Ergebnis. Ein solcher Vergleich ist doch immer etwas recht konkretes.
Gruß KH
Ist es nicht gleichgültig, ob bei einer homogenen Immersion ein Deckglas verwendet wird oder nicht?
Dabei meine ich eine homogene Immersion, bei der auch das Immersionsöl an das Objektiv angepasst ist! -gleicher Hersteller-
(Vielleicht ein Grund für den versetzten Toleranzbereich in Peter's Experiment)
Zweitens braucht auch nur der Objektabstand, für den das Objektiv berechnet wurde, berücksichtigt zu werden.
Immersionsobjektive für unbedeckte Präparate zeigen einen so kleinen Objektabstand, der für ein zusätzliches Deckglas nicht ausreicht.
Reicht er aber, sind Schwankungen der Deckglasstärke unerheblich.
Aus diesem Grund werden CZJ Immersionsobjektive auch für den entsprechenden Anwendungsfall gekennzeichnet.
Das dürfte doch bei "West"-Objektiven ähnlich sein?
Peter, ... ist die Frontlinse eventuell verharzt? ;)
Mit freundlichen Grüßen
Frank
Der Vorschlag mit dem Objektivtausch ist zwar nicht verkerhrt und würde sicherlich mehr Licht in die Angelegenheit bringen, aber an Herrn Voigts Stelle würde ich lieber das Präparat, welches solche Probleme bereitet, aus der Hand geben anstatt dieses kostbare Objektiv.
VG
B.W.
Zitat von: Frank Donat in August 06, 2009, 23:16:33 NACHMITTAGS
Ist es nicht gleichgültig, ob bei einer homogenen Immersion ein Deckglas verwendet wird oder nicht?
Dabei meine ich eine homogene Immersion, bei der auch das Immersionsöl an das Objektiv angepasst ist! -gleicher Hersteller-
(Vielleicht ein Grund für den versetzten Toleranzbereich in Peter's Experiment)
Zweitens braucht auch nur der Objektabstand, für den das Objektiv berechnet wurde, berücksichtigt zu werden.
Immersionsobjektive für unbedeckte Präparate zeigen einen so kleinen Objektabstand, der für ein zusätzliches Deckglas nicht ausreicht.
Reicht er aber, sind Schwankungen der Deckglasstärke unerheblich.
Aus diesem Grund werden CZJ Immersionsobjektive auch für den entsprechenden Anwendungsfall gekennzeichnet.
Das dürfte doch bei "West"-Objektiven ähnlich sein?
Mit freundlichen Grüßen
Frank
O
Ob Ost, ob West: Die homogene Immersion gibt es schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Von diesem Konstruktionsprinzip mußte man abweichen, sonst wären die Leistungen der heutigen Obj. nicht möglich geworden.
5.3.5 Über die richtige DeckglasdickeWenn eingangs erwähnt wurde, die Deckglasdicke könne bei der homogenen Immersion im Bereich des Arbeitsabstandes des Objektivs vernachlässigt werden, weil homogene Ölimmersionen gegen Deckglasdickenabweichungen nicht empfindlich sind, so ist das zwar richtig, jedoch nicht uneingeschränkt. Zwar zählt bei Immersionsobjektiven die Gesamtdicke von Einschlußmittel, Deckglas und Ölschicht als Ganzes, und die ist immer gleich dick, wenn das Objektiv richtig fokussiert ist. Doch gilt das streng genommen nur für die homogene Immersion, also wenn Brechzahl und Dispersion für Deckglas, Immersionsöl und Objektivfrontlinse gleich sind. Bei den heutigen Immersionen wird jedoch vom Homogenitätsprinzip nicht mehr Gebrauch gemacht, Brechzahlen und Dispersion unterscheiden sich mehr oder weniger. Wenn das Dickenverhältnis von Einschlußmittel und Deckglas zur Ölschicht stärker zulasten des Immersionsöls geht, wird die Objektivkorrektion zu sehr gestört, das Bild ist dann nicht optimal.
Aus: Die Mikrofibel.
KH
"In der Praxis ist nun allerdings die Homogenität der Mittel zwischen Objekt und der ersten brechenden Fläche des Objektivs, der Kugelfläche der Frontlinse, niemals vollkommen. Das bedingt, daß man bei sehr genauer Beobachtung einen Unterschied in der Korrektion feststellen kann, wenn man sie für u n b e d e c k t e Objekte benutzt. Es tritt eine geringe sphärische Unterkorrektion auf, was man bei feinsten Arbeiten beachten und die man dann durch geeignete Maßnahmen korrigieren sollte."
Aus: Michel, K. (1962) Die Mikrophotographie, Springer, Wien, S. 176; fette Hervorhebungen von mir.
Hallo Frank,
auch wenn bei Zeiss-West die homogene Immersion schon einige Jahrzehnte zugunsten der größeren Freiheiten bei der Korrektion aufgegeben wurde, so denke ich doch, dass Du grundsätzlich richtig liegst: Solange die Abweichung zwischen Brechungsindex und Dispersion der Frontlinse nicht extrem vom Immersionsmedium abweicht, entsteht auch ohne Deckglas ein zumindest brauchbares Bild.
Ich kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass Peters Problem, die tiefsten Stellen im Präparat scharf zu stellen, eine Frage von Deckglas oder Immersionsmedium (flüssig oder bereits verharzt :D) wären. Dann dürften nämlich auch die näher am Deckglas liegenden Bereiche des Objektes nicht scharf sein. Ich hatte Peter aber so verstanden, dass nur die unteren Teile der Objekte nicht scharf werden.
Ich kann mich an einen interessanten Vortrag von Herrn Nötzel in Darmstadt erinnern, in dem er eine Diatomeenart vorstellte, die so ausgesprochen "dick" ist, dass die Abbildung große Probleme machte. Man bekam nie alles scharf. Wie dick sind denn Deine Diatomeen, Peter?
Schönen Gruß, Thomas
Zitat von: Klaus Henkel in August 06, 2009, 23:40:10 NACHMITTAGS
Ob Ost, ob West: Die homogene Immersion gibt es schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Von diesem Konstruktionsprinzip mußte man abweichen, sonst wären die Leistungen der heutigen Obj. nicht möglich geworden.
Dann war die homogene Immersion der Berliner Mauer um einiges voraus
und ich verspreche, mich auch für Errungenschaften nach Abbes Ableben zu interessieren.
Sehen Sie, Ihrem Arm geht's schon viel besser - die Kneipp'sche Bewegungstherapie hilft -.
Gute Besserung
Frank Donat
Der Zeiss 160mm Planapo 63/ 1,4 Oil 160/- für Hellfeld (46 18 40 bis 46 18 40 - 9901) wurde bereits in einem Prospekt von vor 1970 zusammen mit einem anderen, später nie realisierten Hochleistungsobjektiv erwähnt (wer die Quelle herausfindet, bekommt von mir ein Original von "Optik für Mikroskope" geschenkt). Dieses Spitzenobjektiv -es war Zeiss Berühmtestes- wurde dann, nach langen technologischen Schwierigkeiten in der Herstellung, 1973, zusammen mit dem Photomikroskop III auf den Markt gebracht. Meine Grossmutter, sie war eine mikroskopisch sehr aktive Frauenärztin, erhielt 1974 für ihr Zytologielabor, das gut ausgestattet war, eines der ersten Objektive Planapo 63 zur Diagnostik nach Papanicolaou überreicht (!) und ich erinnere mich noch gut daran, wie oft sie über die hervorragende Bildqualität und den damals sehr hohen Preis von 2000 DM gesprochen hat. Sie hat dann im Laufe der Jahre noch 2 weitere derartige Objektive gekauft, da es eine einzigartige Konturenschärfe hat und einen guten Kontrast aufweist. Dieses Objektiv gab es so nach dem 2. Weltkrieg lange nur von CARL ZEISS, Oberkochen. Ernst Leitz, Wetzlar kam erst Anfang bis Mitte der 80er Jahre mit einem ähnlichen Objektiv auf den Markt, das dem von Zeiss durchaus ebenbürtig war, jedoch sehr lange Lieferzeiten hatte (bis zu 2 Jahre hat unser damaliges Botanisches Institut auf die Auslieferung gewartet).
Die Apertur dieses Objektives war sehr konstant 1.40 bis 1.42 (das habe ich zu Hause nachgemessen). Die Spannungsarmut für DIC schwankt etwas. Ausserdem habe ich im Laufe der Jahre bemerkt, dass es bei diesem Objektiv 2 "Sorten" gibt: die eine ist sphärisch besser für in Kunstharz eingebettete Präparate, die andere sphärisch besser für die Wassertropfen-Mikroskopie geeignet. Im direkten Vergleich sieht man dies deutlich und besonders schön bei der Phasenkontrastausführung. Wichtig ist auch, das die Dispersion des Kunstharzes möglichst nahe an der von Immersionsöl oder Kanadabalsam/ Caedax liegt, sonst ist das Bild flau. Beste Bilder erhält man auch mit den hochbrechenden Diatomeen-Einschlussmitteln, da hier die Apertur voll ausgeleuchtet wird.
Der Planapo 63/1.4 Oil neigt leider sehr zur Delamination und verträgt somit keine starken Abweichungen von Raumtemperatur. Das Objektiv sollte trocken gelagert werden.
Zu den Fragen:
Normalerweise wird "-" interpretiert als "unempfindlich" gegenüber Deckglasdickenschwankungen/ Abweichungen von 0.17. Genau heisst dies aber: "......unter Berücksichtigung von Apertur und Masstabzahl!" Für ein Objektiv 63/1.4 Oil ist die sich hieraus ergebende Schlussfolgerung eine andere, als für ein Objektiv Planapo 10/0.30. Die von einem Planapo 63/1.4 tolerierte Deckglasdickenabweichung bei der noch ein befriedigendes Bild erreicht wird, ist viel geringer, als bei einem 160mm Plan- NEOFLUAR 63/1.25 Oil. Das gleiche gilt auch für die Schichtdicken, in die man mit einem solchen Objektiv hereinschauen kann, wie Herr Henkel ja auch schon richtig erklärt hat. Im übrigen gilt das von mir in den anderen Beiträgen zur homogenen Immersion etc. Geschriebene.
Kommt kein Bild zustande, ist das Präparat zu dick (bei diesem Objektiv kommt dies ganz oft vor; der freie Arbeitsabstand ist 0.09 mm), oder das Objektiv ist auch häufiger mit seinem federnden Präparateschutz im oberen Rastanschlag eingehängt. "-9901 oder 01" bedeutet, dass es sich um die gegenüber der Erstausführung 2. (!) technische Ausführung handelt. Es muss aber nicht zwangsläufig ein Qualitätsunterschied zwischen der Erst- und Letztausführung bestehen. Die Gründe für Folgenummern waren sehr vielfältig und nicht immer anwendungsrelevant. Das Planapo 63/1,4 Oil war stets mit "-" graviert, ich kenne keines das mit "0.17" bezeichnet war.
Bei den 160 mm Ölimmersionen von CARL ZEISS, Oberkochen sind nicht alle höher vergrössernden Ölimmersionen als "-" graviert. Zum Beispiel ist der sehr gute Plan-NEOFLUAR 63/1,25, als "0.17" ausgeführt und so graviert, obwohl er etwas toleranter gegenüber Deckglasdickenschwankungen ist, als der Planapo 63.
Gruss
MZ