Hallo zusammen,
meine Dünnschliff Werkstatt ist fertig. Hier die ersten Dünnschliffe von Granit. Der Granit hat eine Stärke/Dicke von 30mµ. Die Fotos ( Stack 80 Fotos ) wurden mit einem Olympus Polarisations Mikroskop aufgenommen. Objektiv DPlan 10 Po 0.25 160/0.17 und der Nikon D850 mit stiller Auslösung gemacht. Den Granit habe ich in Malinol eingedeckt. Der Granit wurde in einem Schloß in Oberöstereich vor 400 Jahren verbaut. Ich kann euch leider nicht viel erklären, da ich mich mit Geologie überhaupt noch nicht auskenne.
Was ich zur Zeit mache ist Steine ( Mineralien ) sammeln, schneiden, schleifen und präparieren. Und natürlich ablichten. Was man dann sieht, weiß ich nicht, aber ich habe mir einige Fachbücher bestellt um daraus vielleicht lernen zu können. Hat ja jedermal angefangen. Ich fang eben nur mal etwas spät an. Meine nächsten Versuche sind noch optimaler zu polieren und einzudecken. Auch mache ich Versuche mit verschiedenen Klebern. Die Ergebnisse zeige ich dann hier in loser Folge. Für Kommentare und Hilfen bedanke ich mich jetzt schon.
LG Udo
Sehr schön Udo!
Möchtest Du auch beschreiben, wie du die Dünnschliffe anfertigst? Die Dünnschliffe auf Hochglanz zu polieren, ist eher kontraproduktiv, zumindest, wenn man die Minerale bestimmen möchte. Die leichte Oberflächenrauhigkeit ist nämlich umso besser sichtbar (Chagrin) je grösser der Brechungsindexunterschied zwischen Eindeckmittel und Kristall. Damit kann man also den Brechungsindex schon ungefähr bestimmen.
Auf deinem 1. Bild sehe ich oben Biotit (schon teilweise in grünen Chlorit umgewandelt) sowie Feldspäte. Aus diesen haben sich durch Verwitterung kleinste Muskovitschüppchen gebildet (Serizitisierung).
Auf dem zweiten Bild wieder Biotit (braun) sowie ein Plagioklas (Natrium-Calcium Feldspat), erkennbar an der schwarz-weissen Zwillingsstreifung. Olaf funkt dazwischen, wenn ich danebenliege.
Viele Grüsse
Florian
Hallo Udo
Gratulation zum ersten Dünnschliff ...
Das Stacken zerstört bei Dünnschliffen die Struktur, durch das Sichtbarmachen aller Tiefenschichten entsteht eine unnatürliche Struktur. Du musst da mit einem Einzelfotos an der Oberfläche bleiben. Der Dünnschliff ist ja eben und parallel zum Deckglas. Was von Vorteil ist ist die Anfertigung eines PANOS da man eine Übersicht des Materials sieht.
Versuch doch einmal ein PANO ohne Stack zu zeigen.
Der gezeigte Granit ist aus einem Bohrkern geschnitten, Durchmesser ca. 15cm. Um die Schlossmauer zu stabilisieren wurden Bohrungen durchgeführt um mit Stahl und Zweikomponentenkleber die Mauer zu stabilisieren.
Liebe Grüße
Gerhard
Zitat von: Florian D. in Oktober 28, 2020, 14:46:42 NACHMITTAGS
Sehr schön Udo!
Möchtest Du auch beschreiben, wie du die Dünnschliffe anfertigst? Die Dünnschliffe auf Hochglanz zu polieren, ist eher kontraproduktiv, zumindest, wenn man die Minerale bestimmen möchte. Die leichte Oberflächenrauhigkeit ist nämlich umso besser sichtbar (Chagrin) je grösser der Brechungsindexunterschied zwischen Eindeckmittel und Kristall. Damit kann man also den Brechungsindex schon ungefähr bestimmen.
Auf deinem 1. Bild sehe ich oben Biotit (schon teilweise in grünen Chlorit umgewandelt) sowie Feldspäte. Aus diesen haben sich durch Verwitterung kleinste Muskovitschüppchen gebildet (Serizitisierung).
Auf dem zweiten Bild wieder Biotit (braun) sowie ein Plagioklas (Natrium-Calcium Feldspat), erkennbar an der schwarz-weissen Zwillingsstreifung. Olaf funkt dazwischen, wenn ich danebenliege.
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian,
ich mach das mal in Stenoform:
Stein oder Mineral suchen
Stein auf Steinsäge in Form sägen bis zur Größe für ein Objektivträger
Stein auf einer Seite gerade anschleifen
Objektträger anschleifen und mit Reinigungsbenzin reinigen
Stein auf Objektträger mit 2 Komponentenkleber aufkleben
Aufgeklebter Stein mit Klebepresse bei 60° im Wärmeschrank 24 Stunden trocknen lassen
Stein mit Steinsäge ca. 1mm dick schneiden
Stein auf verschiedenen Schleiftellern schleifen ( 76mµ, 35mµ, 15mµ, 2500, 5000 )
Stein von ca. 30mµ in Malinol einbetten und 24 Stunden bei 60° mit Klebepresse im Wärmeschrank trocknen
Stein mit Olympus Mikroskop BH-2 Polarisation und Nikon D850 ablichten
Dünnschliffe versuchen zu verkaufen
Zwischendurch Bücher lesen, damit ich verstehe was ich eventuell sehe oder auf hilfreiche Kommentare, wie deine, warten und daraus lernen.
Das Sägen, Schleifen und Kleben ist für mich als gelernter Tischler nicht schwierig.
Mein Equipment sieht man auf meiner Internet Seite
LG Udo
PS Ich fange gerade erst mit diesem, für mich Hobby, an. Ich benötige also noch ein bisschen Zeit um Perfekt zu sein
Hallo Udo
Wow! Sehe ich das richtig, dass Du Dir dafür die Schleifausrüstung von Abele gegönnt hast?
Viele Grüsse
Florian
Zitat von: Florian D. in Oktober 29, 2020, 10:02:07 VORMITTAG
Hallo Udo
Wow! Sehe ich das richtig, dass Du Dir dafür die Schleifausrüstung von Abele gegönnt hast?
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian,
nach dem ich dieses Jahr keinen Urlaub gemacht habe, kein Auto mehr habe und auch nicht mehr Rauche,
blieb Kapital für diese Anschaffung über.
Und die Qualität und Handhabung des Abele System sprach für sich. Ich bin sehr zufrieden und hoffe das ich
es noch lange benutzen kann.
LG Udo
Hallo Udo,
ZitatDünnschliffe versuchen zu verkaufen
Was kostet ein Dünnschliff bei dir?
VG, Erik
Hallo Udo
Der Preis für einen Dünnschliff würde mich auch interessieren.
Mikrogrüße
Peter
Zitat von: Erik W. in Oktober 29, 2020, 12:15:19 NACHMITTAGS
Hallo Udo,
ZitatDünnschliffe versuchen zu verkaufen
Was kostet ein Dünnschliff bei dir?
VG, Erik
Hallo Erik und Peter,
das ist eine gute Frage. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
Aber ich habe eine Idee.
Ich bin ja kein Profi und deshalb würde ich folgendes vorschlagen:
Wenn ich einen Dünnschliff habe, versende ich den an einen Interessenten, der mir dann
einen Betrag X überweist, wo er glaubt, das es ist die Arbeit und die Qualität wert ist.
Das würde ich als fair bezeichnen, ohne jemanden zu überfordern.
Welche Dünnschliffe oder auch Anschliffe ich dann anbiete, teile ich dann mit.
LG Udo
Hallo Udo,
ein sehr ansprechendes Angebot - ich bin auf interessante Präparate gespannt.
Mikrogrüße
Peter
Hallo Udo,
die Beiträge und Videos von Ronald Schulte (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=33068.0) kennst Du sicher, oder? Ich fand es damals sehr beeindruckend, in wie kurzer Zeit er sich vom ginialen Histo-Schnitter zum profunden Gesteins-Schleifer mauserte. Noch mehr war ich allerdings überrascht, dass er sein ganzes Gesteinsbearbeitungs-Equipment dann 2 Jahre später schon wieder verkauft hat.
Aber jetzt bin ich erstmal auf weitere Ergebnisse von DIR gespannt.
Beste Grüße
Gerd
Zitat von: Rawfoto in Oktober 28, 2020, 15:49:01 NACHMITTAGS
Hallo Udo
Gratulation zum ersten Dünnschliff ...
Das Stacken zerstört bei Dünnschliffen die Struktur, durch das Sichtbarmachen aller Tiefenschichten entsteht eine unnatürliche Struktur. Du musst da mit einem Einzelfotos an der Oberfläche bleiben. Der Dünnschliff ist ja eben und parallel zum Deckglas. Was von Vorteil ist ist die Anfertigung eines PANOS da man eine Übersicht des Materials sieht.
Versuch doch einmal ein PANO ohne Stack zu zeigen.
Der gezeigte Granit ist aus einem Bohrkern geschnitten, Durchmesser ca. 15cm. Um die Schlossmauer zu stabilisieren wurden Bohrungen durchgeführt um mit Stahl und Zweikomponentenkleber die Mauer zu stabilisieren.
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
werde, wie gewünscht, am Wochenende ein Pano machen.
LG Udo
Hallo zusammen,
Hallo Gerhard,
hier zeige ich das gewünschte Pano vom " Schloss Granit ".
LG Udo
Hallo Udo ,
super Pano, super Qualität.
Nur habe ich überhaupt keine Ahnung, wie viel Arbeit das ist. z.B.: Aus wie vielen Einzel -Aufnahmen ist das Pano entstanden.
Würdest Du etwas dazu sagen.
LG
Jürgen
Hallo Udo
Das ist ein Riesenunterschied - jetzt sieht man was .-)
Wenn Du Dich an die Granitaufnahmen erinnerst die wir uns angesehen haben sehen sie dem Panorama jetzt sehr viel ähnlicher ...
Wenn Du jetzt den Kollegen die Bestimmung leichter machen möchtest muss Du den gleichen Ausschnitt ohne X-POL machen.
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Nikonudo,
ich gratuliere zu diesem schnellen Erfolg bei der Herstellung von Dünnschliffen. Da merkt man halt den in handwerklich geübten Menschen, mit Fingerfertigkeit und Gefühl für technische Vorgänge!
Grüße aus Aalen, Georg Abele
Zitat von: hugojun in November 01, 2020, 10:47:26 VORMITTAG
Hallo Udo ,
super Pano, super Qualität.
Nur habe ich überhaupt keine Ahnung, wie viel Arbeit das ist. z.B.: Aus wie vielen Einzel -Aufnahmen ist das Pano entstanden.
Würdest Du etwas dazu sagen.
LG
Jürgen
Hallo Jürgen,
die Originalgröße beträgt 4mm Breite und 1mm Höhe
Es handelt sich hier um einen sogenannten Dünnschliff.
Der Granit liegt auf einem Objektträger und hat eine Stärke
von 29mµ. Der Zeitaufwand für das Sägen und Schleifen betrug
etliche Stunden, wobei das schleifen die meiste Zeit einnahm.
Aufgenommen mit dem Olympus Mikroskop BH-2 Polarisation und dem
10x Objektiv DPlan PO in Kombi mit Nikon Kamera D850.
Im Original hat das Foto eine Größe von 16905 x 5915 = 723,35 MB
Es besteht aus 8 Fotos und wurde zu einem Pano zusammen gesetzt
Die Belichtungszeit betrug 1/8 Sekunde bei ISO 100
Bearbeitet mit Smart Shooter 4, Panorama Studio 3.4.5 Pro und PS
Da ich kein Geologe bin, beruhen meine Angaben über die Beschaffenheit
nur durch Vergleiche in Geologie Fach Büchern oder der Hilfe der Mikroskopiefreunde
hier im Forum.
LG Udo
Zitat von: Georg Abele in November 02, 2020, 10:09:50 VORMITTAG
Hallo Nikonudo,
ich gratuliere zu diesem schnellen Erfolg bei der Herstellung von Dünnschliffen. Da merkt man halt den in handwerklich geübten Menschen, mit Fingerfertigkeit und Gefühl für technische Vorgänge!
Grüße aus Aalen, Georg Abele
Hallo Georg,
handwerklich o.k.. Man muß aber als Handwerker auch gute Arbeitsmaschinen haben.
Will damit sagen, das deine Maschinen dafür erste Klasse sind. Selten so gute Qualität
in meiner Werkstatt gehabt.
LG Udo
Zitat von: Rawfoto in November 01, 2020, 15:44:34 NACHMITTAGS
Hallo Udo
Das ist ein Riesenunterschied - jetzt sieht man was .-)
Wenn Du Dich an die Granitaufnahmen erinnerst die wir uns angesehen haben sehen sie dem Panorama jetzt sehr viel ähnlicher ...
Wenn Du jetzt den Kollegen die Bestimmung leichter machen möchtest muss Du den gleichen Ausschnitt ohne X-POL machen.
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
wenn man gefordert wird, lernt man schnell ;)
Am nächsten Wochenende folgt das Pano, welches
noch in gekreuzten Polarisatoren zu sehen ist, in linear polarisiertem Licht.
Vielleicht sogar mit dem fast gleichen Ausschnitt.
LG Udo und bleib Gesund
Hallo Udo ,
vielen Dank für die Erläuterung.
So ein Plano ist ja ne schöne Sache, um Übersichts-Aufnahmen von Dünnschliffen zu machen.
Nochmal zu Verständnis: Angenommen ich habe einen Schliff von ca. 18mm x 18mm und möchte mit einem Objektiv 4 X abbilden. Wie viele Frames (mit Überlappung) benötigt man da?
LG
Jürgen
Zitat von: hugojun in November 03, 2020, 15:55:54 NACHMITTAGS
Nochmal zu Verständnis: Angenommen ich habe einen Schliff von ca. 18mm x 18mm und möchte mit einem Objektiv 4 X abbilden. Wie viele Frames (mit Überlappung) benötigt man da?
Hallo Jürgen,
das kommt natürlich etwas auf die Ausnutzung des Bildkreises an. Generell sollte man zum "stitchen" von Panoramen etwa 10-20% Überlappung haben. Wenn Deine Objektiv/Sensor-Kombination zB ein Rechteck aufnimmt, das im Original 3x4mm misst, würdest Du etwa 7x5, also 35 Aufnahmen benötigen (18/3=6, mit Überlapp 7; 18/4=4.5, mit Überlapp 5 (oder 6)). Wie viel Überlapp man braucht, hängt stark vom Motiv und von der Objektivqualität ab.
Einfache Panos lassen sich mit Bordmitteln von zB Lightroom/Photoshop stitchen, ansonsten muss man spezielle Panorama-Programme einsetzen, die zT frei verfügbar, zT kostenpflichtig sind (Ich benutze zB PTGui).
Beste Grüße, Oliver
Hallo zusammen,
hallo Gerhard,
vielleicht wollte ja jemand die beiden Panos mal vergleichen.
Ich stelle sie hier mal zusammen noch mal ein.
Das oberste Foto ist natürlich das gekreuzte und das untere
das lineal aufgenommene.
LG Udo
Hallo Udo,
jetzt lehne ich mich einmal sehr weit hinaus, dein Vergleich läßt mich Laien eigentlich auf "Alkaligranit" tippen. Bitte liebe Fachleute helft mir :-)
Ich komme zu dem Ergebnis weil im LPL ein großer Bereich farblos wirkt und es ein paar wenige dunkle Flecken gibt. Der "Atlas der magmatischen Gesteine in Dünnschliff" auf der Seite 116 verstärkt mein Gefühl ...
Dort steht:
Im LPL erscheint ein großer Bereich farbloser Minerale neben ein paar recht kräftigen gefärbten Kristallen, bei denen es sich um den Alkaliamphibol Riebeckit handelt, den ein starker Pleochroismus von braun nach indigoblau auszeichnet.
Die Interferenzfarben (bei XPL) werden von der Absorptionsfarbe überdeckt.
Zitat Ende ====
Kann das stimmen???
Liebe Grüße
Gerhard
Alkaligranit geht mir zu weit. Es sind ja viele Plagioklase zu sehen, also calciumhaltige Feldspäte, zu erkennen an der mehrfachen Verzwilligung im X-Pol.
Riebeckit klingt gut. An dem flaschengrünen Kristall erkennt man ja auch ein schönes Rautenmuster der Spaltbarkeiten, also ist es sicher ein Amphibol.
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian
Habe mir gerade noch ein anderes Kapitel aus ,,Gesteinskunde - Friedrich Müller - 5. Auflage" durchgelesen - Granit 3.3.1
Dort gibt es eine anschauliche Unterscheidung zwischen AlkalifeldspAtgranit und Granit beschrieben, wie du schreibst liegt der Unterschied im 10 bis 40% Na-Plagioklas. Der Alkalifeldspat liegt da immer noch zwischen 30 bis 60%.
Dort steht aber noch ein zweites Indiz warum du auf jeden Fall Recht hast, der Bohrkern hatte keinen Rotanteil ...
@Udo, kannst du bitte noch eine Makroaufnahme vom geschliffenen Stein zeigen. Wir haben ja unterschiedliche gesägt ...
Liebe Grüße
Gerhard
Zitat von: Rawfoto in November 03, 2020, 20:36:31 NACHMITTAGS
Hallo Florian
Habe mir gerade noch ein anderes Kapitel aus ,,Gesteinskunde - Friedrich Müller - 5. Auflage" durchgelesen - Granit 3.3.1
Dort gibt es eine anschauliche Unterscheidung zwischen AlkalifeldspAtgranit und Granit beschrieben, wie du schreibst liegt der Unterschied im 10 bis 40% Na-Plagioklas. Der Alkalifeldspat liegt da immer noch zwischen 30 bis 60%.
Dort steht aber noch ein zweites Indiz warum du auf jeden Fall Recht hast, der Bohrkern hatte keinen Rotanteil ...
@Udo, kannst du bitte noch eine Makroaufnahme vom geschliffenen Stein zeigen. Wir haben ja unterschiedliche gesägt ...
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
du meinst eine Auflichtaufnahme in Makro?
Also einen Stein in ca. 20x20-30mm
LG Udo
Richtig Udo
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo zusammen,
Hallo Gerhard,
wie gewünscht eine Abbildung des Granit in der Originalgröße von 21x14mm.
Der Granit ist angeschliffen.
LG Udo
PS Gerhard. Glaubst du das das jemanden interessiert?
Hallo Udo
Wenn ich so meine unterschiedlichen Quellen zu Granit lese halte ich das schon für hilfreich, man erkennt das kein ROT vorhanden ist und ich bezüglich meiner Zuordnung falsch gelegen bin. Hat sich ja gestern schon herauskristallisiert ...
Ob das auch für Experten hilfreich ist, da müssen wir auf Rückmeldung warten.
Ich habe ja auch Probenfotos gemacht, war aber beim Schleifen nicht dabei und kann daher erst jetzt sehen von welchen Bohrkern du geschliffen hast ...
Ich muss mal schauen ob ich von dem Bohrkern ein Foto habe
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Udo,
ich erkenne im Anschliff ca. 15% Quarz (graue Körner), ca. 70% Feldspat (weiss), der Rest mag überwiegend Biotit sein. Es wird ein Biotit-Granit sein.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Biotit%20Granit (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Biotit%20Granit)
Hast du im linear polarisiertem Licht eigentlich den Analysator entfernt oder nur parallel gestellt?
Viele Grüße,
Erik
Zitat von: Nikonudo in November 04, 2020, 17:29:28 NACHMITTAGS
PS Gerhard. Glaubst du das das jemanden interessiert?
Also, ich halte das Bild auch für sehr hilfreich. Mann sieht in grau ja schön den Quarz. Auf den Dünnschliffbildern ist der nicht so leicht zu erkennen.
PS: Nachdem meine Frau Spanierin ist, habe ich immer Niko-nudo statt Nikon-Udo verstanden.
Viele Grüsse
Florian
Zitat von: Erik W. in November 04, 2020, 21:27:48 NACHMITTAGS
Hallo Udo,
ich erkenne im Anschliff ca. 15% Quarz (graue Körner), ca. 70% Feldspat (weiss), der Rest mag überwiegend Biotit sein. Es wird ein Biotit-Granit sein.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Biotit%20Granit (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Biotit%20Granit)
Hast du im linear polarisiertem Licht eigentlich den Analysator entfernt oder nur parallel gestellt?
Viele Grüße,
Erik
Hallo Erik,
ich habe am Analysator ( oberhalb der Objektive ) um 45° verstellt.
Siehe hier Fig. 10: http://www.alanwood.net/downloads/olympus-bh-2-bhtp-manual.pdf
Ich kann leider kein englisch. Übersetze dir das besser selber.
LG Udo
Hallo Udo,
das habe ich mir gedacht ;D
Im linear polarisiertem Licht ist der Analysator zu entfernen. Sonst zeigen sich im Bild Interferenzfarben, wie sie bei dir zu sehen sind.
Viele Grüße,
Erik
Zitat von: Erik W. in November 05, 2020, 10:55:30 VORMITTAG
Hallo Udo,
das habe ich mir gedacht ;D
Im linear polarisiertem Licht ist der Analysator zu entfernen. Sonst zeigen sich im Bild Interferenzfarben, wie sie bei dir zu sehen sind.
Viele Grüße,
Erik
Hallo Erik,
danke für deine Hilfestellung. Aber, wie macht man es dann richtig? Du kennst ja jetzt das Mikroskop,
welches ich verwende.
LG Udo
Hallo Udo,
ich würde vorschlagen du kaufst dir ein schönes Buch über Polmikroskopie und liest dir es in Ruhe durch. Leider gibt es da wenig leichte Kost. Mein persönlicher Favorit wäre: Mineral Optics - Principles and Techniques von Wm. Revell Phillips. Es kostet gebraucht um die 20€.
Viele Grüße,
Erik
Zitat von: Erik W. in November 05, 2020, 12:49:02 NACHMITTAGS
Hallo Udo,
ich würde vorschlagen du kaufst dir ein schönes Buch über Polmikroskopie und liest dir es in Ruhe durch. Leider gibt es da wenig leichte Kost. Mein persönlicher Favorit wäre: Mineral Optics - Principles and Techniques von Wm. Revell Phillips. Es kostet gebraucht um die 20€.
Viele Grüße,
Erik
Danke Erik
Hallo zusammen,
die nächsten Dünnschliffe werde ich euch dann zeigen, wenn ich
das von Erik empfohlene Buch durchgelesen habe. Da es englischsprachig ist,
werde ich es mir vorher noch übersetzen lassen. Zwischendurch mache ich
einige Dünnschliffe aus meiner Gesteinssammlung, die ich dann besser
fotografiert zeigen kann.
LG Udo
Hallo Udo
such doch mal mit den Stichworten Raith und Leitfaden der Dünnschliffmikroskopie, da findest Du den perfekten deutschsprachigen Leitfaden, und dazu ganz umsonst.
Herzliche Grüße, Olaf
Zitat von: olaf.med in November 05, 2020, 20:18:49 NACHMITTAGS
Hallo Udo
such doch mal mit den Stichworten Raith und Leitfaden der Dünnschliffmikroskopie, da findest Du den perfekten deutschsprachigen Leitfaden, und dazu ganz umsonst.
Herzliche Grüße, Olaf
Hallo Olaf,
danke für den Link, den ich gefunden habe.
Sicherlich werde ich das nicht alles verstehen, aber ich glaube so einiges
kann man schon mitnehmen und als Amateur wie mich auch gebrauchen.
Vielleicht werden meine Fotos und meine Beschreibungen dadurch besser als jetzt.
LG Udo
LG Udo
Guten Abend
Ich habe einmal zwei Details aus dem Granit fotografiert, unser Material stammt aus dem gleichen Bohrkern.
Geschliffen wurde manuell, die Maschinen waren zu dem Zeitpunkt hunderte Kilometer entfernt.
Fotografiert wurde mit dem Olympus BX-50 P (bei den LPL Aufnahmen läßt sich bei mir der obere Polfilter entfernen)
Das Objektiv ist das FL 10 P NA 0,3
Die Bilder wurden nicht beschnitten, sie wurden nur auf die Forumsgröße von 1200 Pixel in der Breite herunter gerechnet. Der Ausschnitt zeigt daher in der Breite 1,45 mm (lange Seite) des Dünnschliffes.
Ausschnitt 1:
XPL Stellung O Grad am Drehtisch
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287123_26239245.jpg)
XPL Stellung um 10 Grad im Uhrzeigersinn wurde am Drehtisch gedreht um die Veränderung in der Auslöschung zu dokumentieren
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287123_34826618.jpg)
LPL Stellung O Grad am Drehtisch
Ausschnitt 2:
XPL Stellung O Grad am Drehtisch
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287123_45004109.jpg)
XPL Stellung um 55 Grad im Uhrzeigersinn wurde am Drehtisch gedreht um die Veränderung in der Auslöschung zu dokumentieren
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287123_2383799.jpg)
LPL Stellung O Grad am Drehtisch
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287123_21454193.jpg)
Die Gretchenfrage ist natürlich, was sehen wir da im Bildzentrum? Sehen die Experten das, ich traue mich da nicht drüber ... ==> daher bitte um Unterstützung
Danke & liebe Grüße
Gerhard
The first 2 look like abstract art !
As musea are closed now: thanks for the treat!
Best, Maarten
Hallo Gerhard,
das strohgelbgestreifte Mineral ist ein Feldspat der noch nicht die optimale Schliffdicke erreicht hat.
Viele Grüße
Erik
Hallo Eric
Danke, ich komme bei den Handschnitten immer schief, messtechnisch ist der Unterschied ca. 0,005 mm ...
Das bedeutet also der jetzt gezeigte Ausschnitt ist auch Feldspat?
Ausschnitt 3:
Die XPL Aufnahme in der Nullstellung des Tisches:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287134_58870012.jpg)
Die XPL Aufnahme am Tisch um 15 Grad im Uhrzeigersinn rotiert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287134_60068066.jpg)
Die LPL Aufnahme in der Nullstellung des Tisches:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/287134_3741682.jpg)
Gespannte Grüße ob ich richtig liege ...
Gerhard
Hallo Gerhard,
ja völlig korrekt, das ist auch ein Feldspat. Aufgrund der lamellaren Verzwillingung wird es ein Plagioklas sein.
Viele Grüße,
Erik
Hallo zusammen,
hallo Gerhard,
ich habe auch nochmal nachgelegt.
Wie erwähne ich immer unter dem Foto.
Alle Fotos mit Olympus BH-2 Polarisation. Objektiv DPlan 4 PO. Kamera Nikon D850
Foto 1 Oben 0, Teller 0, unten 0
Foto 2 Oben 45, Teller 0, unten 0
Foto 3 Oben 45, Teller 45, unten 0
Foto 4 Oben 45, Teller 45, unten 45,
LG Udo
Danke Eric
Leider ist das Wochenende um und ich muss mich auf die Reise machen - Sperrstunde um 20:00 - aber ich bleibe dran und mache mich auf die Suche nach weiteren Mineralien. Habe ja noch Material vom Granit zum Schleifen und Udo zeigt ja auch noch was her ...
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
ja, die liebe Zeit. Leider haben wir alle zu wenig davon.
Vielleicht noch eine Anmerkung:es ist bei Dünnschliffen sicher nicht verkehrt mit einem Übersichtsbild zu beginnen und erst dann in die Details zu gehen.
Viele Grüße
Erik