Hallo!
Ich möchte vorweg gleich erwähnen, daß ich bis dato nicht allzuviel mit der Mikroskopie zu tun hatte, mich also nicht besonders gut auskenne. Das Wissen, welches ich über Mikroskope habe beruht auf kürzlichen Recherchen und den Erfahrungen, welche ich mit einem älteren Will-Wetzlar Mikroskop gemacht habe.
Mir ist auch klar, daß ich viele Antworten auf diese Fragen mit entsprechender Recherche im Internet auch selber irgendwann herausfinden könnte, doch einerseits fehlt mir leider momentan etwas die Zeit dazu, mich in die Materie zu vertiefen und andererseits würde ich gerne von erfahrenen Mikroskopie-Freunden eine Meinung zu diesem Thema hören.
Ich bin an der Dunkelfeld Mikroskopie interessiert, um Blut nach Prof. Dr. Günther Enderlein untersuchen zu können!
Ich habe ein Will-Wetzlar 150V Mikroskop zu Hause stehen, welches, wie ich erfahren habe, aufgrund der schwachen Lichtquelle sich für diesen Zweck nicht gut eignet. Ausserdem bekommt man für dieses Mikroskop keinen Dunkelfeldkondensor mehr (habe bei der Firma Hund-Will nachgefragt).
Deshalb möchte ich mir für diesen Zweck ein neues (bzw. gebrauchtes) Mikroskop anschaffen. Eine Randbemerkung: zwar werde ich dieses Mikroskop vorwiegend für die oben erwähnten Blut Untersuchungen verwenden, es soll jedoch auch für "allgemeinere" Zwecke auch brauchbar sein. Nun meine Fragen:
1. In welcher Preiskategorie sollte dieses Mikroskop denn liegen, damit ich brauchbare Resultate erzielen kann? Wenn man z.B. auf eBay schaut, findet man gebr. Mikroskope, die um ca. EUR 900+ gehandelt werden (bei denen ich mir gut vorstellen kann, daß sie für meine Zweck ausgebaut werden können). Man bekommt jedoch auch z.B. ein Krüss MBL2000-30W um ca. EUR 500, zu dem es einen Dunkelfeldkondensor (für Blut - MML2053) um ca. EUR 540 zu kaufen gäbe. Wäre die zweite Variante brauchbar für diesen Zweck? Eignet sich ein derart "billiges" Mikroskop für die Blut-Dunkelfeldanalyse?
2. Was ist der Unterschied zwischen einem normalen Dunkefeldkondesor (um ca. EUR 180) und einem für Blut, welcher auf ca. EUR 540 kommt?
3. Auf was muss ich bei der Lichtquelle achten? Reicht die oben erwähnte 30W Beleuchtung des MBL2000 aus, oder müßte ich dieses Mikroskop auch mit einer stärkeren oder gar anderen Lichtquelle ausstatten, damit sie sich für diese Zwecke eignet?
4. Kann man bei den diversen Herstellern ein bereits auf Dunkelfeld eingestelltes Mikroskop erwerben (in einer Preiskategorie von ca. EUR 500-1500), oder muß man den Dunkelfeldkondensor sowieso nachrüsten/dazukaufen? (Vielleicht hat ja wer Erfahrung, bevor ich alle gängigen Firmen mit dieser Frage anschreibe).
5. Was für ein Objektiv sollte ich am besten verwenden? Mir ist klar, daß es ein 100/1.25 Öl sein sollte, aber macht es Sinn viel Geld für ein teures Produkt auszugeben, oder reicht ein "durchschnittlicher" auch aus (der meistens bei den Mikroskopen mitgeliefert wird)?
Vielen Dank im voraus für jegliche Hilfe und Antwort auf meine Fragen!
Sie fragen nach der Lieblingsanwendung in diesem Forum. Ich beschränke mich einmal auf die Technik, denn die ist unstrittig.
Sie benötigen:
Einen Kondensorhalter, der sich gut einstellen, zentrieren läßt. Das ist der Punkt, an dem sich Mikroskope von Schrott unterscheiden, der sich aber erst in der Praxis bemerkbar macht. Die meisten Anwender von Dunkelfeldmikroskopen verzweifeln am Zentrieren, das muß man üben UND das Mikroskop muß dazu mechanisch geeignet sein.
Sie benötigen einen Dunkelfeldkondensor mit NA 1,4/1,2 von Typ kardioid.
Sie benötigen recht viel Licht, 50 Watt beim Kardioidkondensor, 250 W um bei einem der gebräuchlichen Billigkondensoren auf die gleiche Helligkeit zu kommen.
Sie benötigen ein sehr gutes Plan-Objektiv mit Irisblende. Es ist von Vorteil, wenn diese kleine Blende ein paar 1000 Verstellungen aushält, denn für das optimale Bild benötigen Sie bei jedem Präparatwechsel den Griff zur Irisblende.
Das nach meiner Meinung ideale Heilpraktikermikroskop ist ein Axio Scope.A1 von Zeiss. Hier kostet das Objektiv ungefähr soviel wie Ihr angegeber Etat für ein komplettes Gerät, aberr dafür erhält man auch sehr gute Bilder.
Ebenfalls sehr gut ist das Hund H600 mit externem Lampenhaus.
Sie werden noch eine Kamera benötigen, die sollte >25 Bilder pro Sekunde können und über sehr große Pixel verfügen, denn Dunkelfeldbilder neigen zum Rauschen.
Werner Jülich
Vielen Dank für die detaillierten Antworten, die mich auf jeden Fall weiter gebracht haben! :)
Da ich kein Heilpraktiker bin, sondern einfach an dieser Thematik höchst interessiert bin, suche ich ein gebrauchtes Mikroskop (ein H600 kostet neu ca. EUR 6.500, was mir ein bisschen zu viel wäre, vor allem, wenn ich damit nicht Geld verdienen werde). Ich habe auch aus anderer Quelle erfahren, daß ich mich am besten nach einem Orthoplan, Dialux oder Diaplan Mikroskop umschauen sollte (sollen selten und rel. teuer sein), und diesen dann mit passendem Kardioidkondensor, etc. ausstatten. Nun habe ich auf eBay gestöbert, und habe z.B. folgende Angebote in den USA gefunden:
http://cgi.ebay.com/Leitz-Wetzlar-Dialux-Binocular-Microscope-w%2FLightsource_W0QQitemZ350282136877QQcmdZViewItemQQimsxZ20091121?IMSfp=TL091121184001r723
oder
http://cgi.ebay.com/Leitz-Wetzlar-Dialux-microscope-w-light-source_W0QQitemZ350283188774QQcmdZViewItemQQptZLH_DefaultDomain_0?hash=item518e814a26
Beide werden als "Dialux" angeschrieben, doch ich finde keine Aufschrift auf dem Stativ selbst, der dies bestätigen würde (nur jeweils auf dem Objekttisch). Sind das nun echte Dialux Mikroskope, oder stammt nur der Objekttisch von so einem? Was für ein Modell sind dann diese beiden, falls sie keine Dialux sind? Eignen sie sich für meinen Zweck?
(Der Versand aus den USA wird kein Problem sein, weil ich dort einen Freund habe, der mir das zusenden kann).
Vielen Dank und einen schönen Abend,
Stutz
Lieber Stutz,
ich kenne mich mit der Dialux Serie nicht wirklich aus, aber bei beiden Mikroskopen fehlt das Steuergerät für die Beleuchtung.
Das zweite Modell ist übrigens für Auflicht eingerichtet - da zahlst Du Aufpreis für Dinge, die Du - zumindest erst mal - nicht brauchst.
Die Objektivausstatung ist beim ersten Gerät nicht genau beschrieben (aber es sind unterschiedliche Baureihen), beim zweiten sind Objektive unterschiedlicher Tubuslängen (160 und 170 mm) verbaut.
Herzliche Grüße
Jörg
Hallo Jörg!
Denken Sie, daß es schwierig sein wird, ein passendes Steuergerät zu finden?
Wäre es nicht möglich, sobald ich die Spezifikation der verwendeten Lampe habe, ein Steuergerät (sogar aus einem anderen Technikbereich) zu verwenden? Wenn ich als Beispiel an die KFZ Technik denke, so werden für die Halogenscheinwerfer, die auch mehrere Zig-Watt haben können, eigene Steuergeräte verwendet, die man mit ein bisschen Tüftlerei, dazu missbrauchen könnte. Nun unterscheiden sich die in der Mikroskopie verwendeten Lampen sicher von denen aus der KFZ Technik, doch ein Elektronik-Spezialist sollte mir da schon weiterhelfen können, um was passendes zu finden, oder?
Schönen Gruß,
Stutz
Hallo DF-Fans
ZitatSteuergerät - KFZ Technik
ich bin verwirrt. Ist hier "Lenkrad" gemeint? ;D ;D ;D
Was da fehlt ist der Trafo ;) Und den sollte man auch original bekommen. Wäre auch einfacher, weil Leitz hat eigene Stecker!
Sattes DF wünscht
Üblicherweise verwendet man für Blutuntersuchungen im Dunkelfeld ein 100er Objekrtiv mit eingebauter Irisblende. Da mögen die alten Leitz ja preiswert sein, geeignet sind sie mangels 100/1,25-0,6 nicht.
Sollte also Ihre startende Eingangsfrage noch irgendeine Relevanz haben, dann würde ich diese Mikroskope für diesen Verwendungszweck nicht empfehlen.
Werrner Jülich
Hallo!
Ja, die Eingangsfrage hat noch immer starke Relevanz. Ich versuche, einfach eine möglichst preiswerte Lösung für mich zu finden, denn ca. EUR 6.500 für ein Neues Mikroskop sind zur Zeit "etwas" viel. Mit einem Gebrauchtgerät wäre ich aber sehr zufrieden, deshalb schaue ich, was ich taugliches auf dem Gebrauchtmarkt finde.
Apropos Objektiv: nachdem ich gesehen habe, daß es Normen für Mirkoskop-Objektive gibt, dachte ich, daß ich ein passendes (ein neues, falls ich kein gebr. finde) für eines dieser Mikroskope finden werde. Ich habe z.B. folgendes gefunden (habe noch nicht überprüft, ob das Gewinde für die erwähnten Mikroskope passt, aber anscheinend gibt es da was in dieser Richtung, sogar gebraucht):
EF PLAN 100x/1,25 -0,60 Öl - 160/0,17 (Iris)
(mit integrierter Irisblende für Enderlein Dunkelfelduntersuchungen)
Hersteller: Leica
DIN-RMS Gewinde (W 0,8x1/36)
289,00 Euro
Ich lasse mich gerne über mögliche Missverständnisse meinerseits über die Kompatibilität der Objektive aufklären, denn wie gesagt, verstehe ich mich noch als Laie und bin hier, um genau solche Fragen für mich (und vielleicht damit für andere :)) zu klären.
Bin dankbar für jeglichen Rat!
Stutz
Hallo,
Dann müsste aber auch das Mikroskop die Tubuslänge 160 mm haben, sonst gibt es Probleme.
Zur Beleuchtung: die eingebaute Beleuchtung kann man für Enderlein überhaupt nicht verwenden, sondern man benötigt eine externe Kaltlichtquelle mit Lichtleiter. Also nix mit Trafo aus dem Bastelladen.
Herzliche Grüße
D.K.
Hallo!
Was sagen Sie zu diesem Angebot:
http://cgi.ebay.com/Leitz-Wetzlar-Dialux-Binocular-Microscope-w%2FLightsource_W0QQitemZ350282136877QQcmdZViewItemQQimsxZ20091121?IMSfp=TL091121184001r723
Aus der vorigen Antwort vom Herrn Kramer entnehme ich, daß sich das Objektiv eignen würde, sofern die Fassung paßt (das oben angegebene Mikroskop hat Tubuslänge 160)!?
Was die Lichtquelle angeht, so war mir nicht bewusst, daß ich eine Kaltlichtquelle benötige (bis jetzt bin ich über solche nur bei der Auflichtmikroskopie gestolpert)!?
Wenn ich mir die Spezifikation des H600 LL HP 100 (http://www.dunkelfeldmikroskopie.com/Shop-4.html#54) anschaue, steht dort auch nichts von einer Kaltlichtquelle und diese Mikroskope werden spezielle für Enderlein gefertigt. Oder habe ich wieder was verpasst?
Sofern ich mich nicht täusche, müßte die Lichtquelle auf dem oben angebotenen passen (mag sein, daß ich die Lampe auswechseln müßte, doch das Lampengehäuse schaut "robust" genug aus, um eine 50W Lampe auszuhalten)!?
Das einzige was mir noch fehlen würde, wäre ein Kardioidkondensor, aber denn werde ich auch schon noch irgendwo auftreiben... ;)
Schöne Grüße,
Stutz
Hallo,
ZitatDas einzige was mir noch fehlen würde, wäre ein Kardioidkondensor, aber denn werde ich auch schon noch irgendwo auftreiben...
Wenn sie so ein Teil suchen, beachten sie, daß ein Kardioidkondensor und ein Dunkelfeldkondensor das gleiche sind.
mfG
W.W.
Das H600 LL hat eine Beleuchtung, bestehend aus externem Lampenhaus, Wärmeschutzfilter, Faserlichtleiter. Die von Herrn Dr, Kramer skizierte Beleuchtung besteht aus Lampenhaus, Wärmeschutzfilter, Faserlichtleiter.
Werner Jülich
Zitatbeachten sie, daß ein Kardioidkondensor und ein Dunkelfeldkondensor das gleiche sind.
das ist nicht ganz richtig Herr Weißhuhn.
Der Kardioid DF-Kondensor ist viel aufwändiger aufgebaut und bringt bessere Ergebnisse, als der "normale" mit DF-Blende. Nachzulesen bei Göke:
Moderne Methoden der Lichtmikroskopie Seite 114-115
Hallo Klaus,
Das ist so auch nicht ganz richtig, Herr Dr. Herrmann. In besagtem Text von Herrn Göke werden zwar Blenden erwähnt, aber nicht
im DF-Kondensor, sondern außerhalb, zusätzlich z.B. im Objektiv.
Ich wollte mit meinem Beitrag nur darauf verweisen, daß ein DF- und ein Kardioid-Kondensor in der Wirkung nahezu gleich sind, um einen Anfänger (s.o.) nicht allzu sehr zu verwirren. Wer genaueres wissen will, kann sich ja bei Göke einlesen. Vielen Dank für den Hinweis. Ich muß allerdings erwähnen, daß ich meinen DF-Kondensor von Leitz bei Göke nicht exakt wiederfinde.
Zitatals der "normale" mit DF-Blende
Was meinen sie mit "normale"? Einen normalen Kondensor oder einen normalen DF-Kondensor? Ich vermute den ersteren.
herzliche Grüße zum Feierabend
Wolfram Weisshuhn
Jetzt verwirren Sie aber mich.
Der klassische Dunkelfeldkondensor, typisch bis ca. NA 0,65 im Einsatz, wandelt das auf die Blende einfallende Licht in Wärme um, während der Kardioid so intelligent ist, nach zweimaliger Spiegelung noch knapp 80% des einfallenden Lichtes zur Objektbeleuchtung bereit zu stellen. Oder?
Werner Jülich
Liebe Freunde der Dunkelfeldmikroskopie,
es ist ja sicher alles gut gemeint, dass sich Eure Einlassungen streng auf das Technische der Dunkelfeldmikroskopie beschränken. Dennoch wird es mir langsam bange:
Hier wird jemandem, den Ihr nicht kennt und dessen Motivation, sich mit dem Thema zu befassen, niemandem hier bekannt ist, ein Gerät empfohlen, mit dem er dann sein Blut untersucht und dann wer weiß was alles darin zu finden glaubt.
Es wäre sicherlich nicht erfolgversprechend, wenn ich inhaltlich zu der Enderleinerei Stellung nehmen würde, aber ich würde auch niemendem ein histologisches Labor zusammenstellen, damit der dann seine Nasenschleimhautpolypen selbst untersucht (und die Histologie ist definitiv kein Humbug).
Natürlich kann jeder mit seinen Körperflüssigkeiten machen, was er möchte. Wer krank ist sollte aber zum Arzt oder meinetwegen zum Heilpraktiker gehen, zumindest sollte man ihn aber kennen, wenn ihm schon hilft, sich mit physiologischen oder unphysiologischen Verhältnissen seines Körpers auseinander zu setzen.
Ich habe Patienten erlebt, denen der halbgare pseudomedizinische Umgang mit sich - gelinde gesagt - nicht wirklich bekommen ist.
Herzliche Grüße,
Florian
Zitat von: Detlef Kramer in Dezember 14, 2009, 12:09:18 NACHMITTAGS
Hallo,
Dann müsste aber auch das Mikroskop die Tubuslänge 160 mm haben, sonst gibt es Probleme.
Zur Beleuchtung: die eingebaute Beleuchtung kann man für Enderlein überhaupt nicht verwenden, sondern man benötigt eine externe Kaltlichtquelle mit Lichtleiter. Also nix mit Trafo aus dem Bastelladen.
Herzliche Grüße
D.K.
Lieber Detelf,
ist wirklich eine "externe Kaltlichtquelle" erfordrlich?
Meine Meinung war bislang, das manche Hersteller die externe Kaltlichtquelle nutzen und das Licht driekt in den Kondesnor leiten, um eine ausreichende Lichtmenge zur Verfügung stellen zu können. Mein DMLB aus zweiter Hand gehörte früher einem sehr bekannten Dunkelfeldmikroskopiker, es ist mir einem 100er-Objektiv mit Iris und einem "normalen" externen 100W Lampenhaus ausgestattet.
Ich denke, dass man heutzutage genau so gut eine leistungsfähige LED verwenden kann, insofern also auch der Umbau eines jedweden "alten" Mikroskopes zu DF-Mikroskopie-Zwecken möglich sein müsste, so man denn die passende Optik ( DF-Kondesnor, Irisobjektiv ) bekommt.
Mein Tipp für einen preiswerten Einstieg in die DF-Mikroskopie wäre ( bitte berichtigt mich, wenn ich falsch liege ) die Anschaffung eines gebrauchten Zeiss Jena Amplival mit einem pankratischen Kondensor ( an welchem sich üblicherweise eine kardioidischer Dunkelfeldkondensor befindet ). Oft sind diese Mikroskope sogar schon von Hause aus mit einem 100er-Objektiv mit Iris ausgestattet. Auf jeden Fall ganz es von Zeiss Jena solche Objektive und man müsste sie noch auftreiben können.
Derartige Amplivale bekommt man zwischen 400 und 650 EUR in der Bucht. Z.B. 380187280492 ( Hier sogar mit einem zusätzlichen pankratischen Tubus, der das System vermutlich etwas verteuern wird ). O.k., vieleicht investiert man noch in eine gescheite LED-Beleuchtung z.B. von Herrn Hiller, aber ich denke, auf solchem Wege kann man ein gutes Dunkelfeldmikroskop für ca. 800 EUR bekommen.
Wie gesagt - berichtigt mich, wenn Ihr das anders seht.
( Nachtrag: Amplivale sind oft verharzt - man muss schon wissen, bei wem man es kauft und in welchem Zustand es ist ).
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Wolfram Weisshuhn in Dezember 14, 2009, 14:56:57 NACHMITTAGS(...), beachten sie, daß ein Kardioidkondensor und ein Dunkelfeldkondensor das gleiche sind.
Dieser Satz stiftet erhebliche Verwirrung. Das ist auch kein Wunder, denn ein Kardioidkondensor und ein Dunkelfeldkondensor sind
nicht das gleiche. Es gibt DF-Kondensoren mit einem zu einem Kardioid geschliffenen Spiegel (oder Spiegel/Linsenkombination), aber das gilt keineswegs für alle DF-Kondensoren - und die Unterschiede sind gewaltig, wie Herr Jülich korrekt schreibt.
Richtig wäre: Die meisten Kardioidkondensoren sind Dunkelfeldkondensoren. Aber nicht jeder Dunkelfeldkondensor ist auch ein Kardioidkondensor.
Es sind auch nicht alle Kardioidkondensor nur für DF geeignet. Auch eine Heine-Kondensor hat kardioide Spiegelflächen. Der kann aber außer DF auch noch
viele andere Kontrastverfahren.
Zitat von: Florian Stellmacher in Dezember 14, 2009, 18:16:49 NACHMITTAGS
Liebe Freunde der Dunkelfeldmikroskopie,
es ist ja sicher alles gut gemeint, dass sich Eure Einlassungen streng auf das Technische der Dunkelfeldmikroskopie beschränken. Dennoch wird es mir langsam bange:
Hier wird jemandem, den Ihr nicht kennt und dessen Motivation, sich mit dem Thema zu befassen, niemandem hier bekannt ist, ein Gerät empfohlen, mit dem er dann sein Blut untersucht und dann wer weiß was alles darin zu finden glaubt.
.
Herzliche Grüße,
Florian
Lieber Florian,
wer weiß - vielleicht gibt die Krankenkasse ja sogar einen Zuschuss zur Anschaffung eines solchen Mikroskopes zur Selbstdiagnose?
Wundern würd's mich nicht.... ;D ( oder vielleicht eher :'( )
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Herr Weißhuhn,
ZitatZitat
als der "normale" mit DF-Blende
Was meinen sie mit "normale"? Einen normalen Kondensor oder einen normalen DF-Kondensor? Ich vermute den ersteren.
wird dem Hilfesuchenden vielleicht nicht viel helfen aber zur Präzisierung:
Ein HF-Kondensor kann mit einer Zentralblende, die man in den Filterhalter legt zu einem DF-Kondensor verwandelt werden. Etwas vornehmer ist der HePhaDu Hellfeld-Phasenkontrast-Dunkelfeld-Universalkondensor von CZ- Hier sitzen die 3 Ph-Blenden und die DF-Blende auf einem Filterrad (gibts bei anderen natürlich auch).
Damit lässt sich schon ganz schön DF machen.
Mit einem Kardioid-DF-Kondensor, der achromatisch aplanatisch korrigiert ist, bekommt man mit Immersion ein
sattes DF für hochaperturige Objektive mit Irisblende. Ich kenne den Unterschied aus eigener Anschauung!
Wer hat als Rentner denn um diese Zeit schon Feierabend?? :D
Zitat...knapp 80% des einfallenden Lichtes zur Objektbeleuchtung bereit zu stellen
Hallo Herr Jülich,
jetzt verwirren Sie aber mich. Zumindest meinem traue ich viel weniger zu. :-\
Gruß - E. Nowack
Hallo!
Ich sehe, daß ich hier auf ein Thema gestossen bin, bei welchem die Details leicht zur Verwirrung führen können.
Angesichts der Tatsache, daß ich ein Amplival (mit allem nötigen Zubehör wie Kardioidkondensor, Objektiv, Beleuchtung, etc.) viel eher bekomme, als ein Orthoplan oder Dialux, bin ich fast dazu geneigt, auf diese Option umzusteigen. Dabei würde mich jedoch interessieren, mit welchen Qualitätseinbussen ich gegenüber einem "echt Enderlein-fähigem" System rechnen muß, falls man daß überhaupt schätzen kann? Soweit ich das z.B. nämlich aus den Informationen im Netz herausfinden konnte, läßt sich der pankreatische Kondensor mit Objektiven bis zu einer nA von 1.4 verwenden. Doch trifft das auch auf den Kardioidkondnsor zu? Sprich, ist das ein Kondensor, der die vom Herren Jülich anfangs beschriebenen Voraussetzungen erfüllt?
Was meine "Identität" und meine Zweck dieses Mikroskops angeht, so kann ich gut nachvollziehen, daß Sie, Herr Stellmacher, Bedenken darüber haben, an wen diese Informationen gehen. Ich bin ein knapp dreissigjähriger Informatiker, der seit jeher an seiner Gesundheit interessiert war. Dazu nutze ich jegliche mir erschwingliche Methoden und Wege, um "Selbstdiagnosen" stellen zu können und nutze meinen Körper als "Versuchskaninchen". Auch wenn ich bei der einen oder anderen Methode nicht immer Erfolg habe, so habe ich bis jetzt keine meiner Entscheidungen bereut, denn auch wenn ich dadurch meine körperliche oder geistige Verfassung nicht bessern konnte, so habe ich immer sehr viel dazugelernt. Um nicht total aus dem "Ruder zu laufen", diskutiere ich über diese Themen auch regelmäßig mit einigen Ärzten aus meinem Bekanntenkreis. Ausserdem lasse ich alle paar Monate eine Blutuntersuchung durchführen, um sicherzugehen, daß nichts übersehen wird (ich bin kein Mediziner, also frage ich nach, bevor ich etwas "Fragwürdiges" unternehme).
Letztens habe ich eine naitv Blutuntersuchung nach Enderlein von meinem Blut (aus Neugier) machen lassen und habe festgestellt, daß ich das gerne öfter machen würde, um zu sehen, ob und welche Änderungen meiner Lebensgewohnheiten (Schlaf, Ernährung, Bewegung, psychologische Faktoren,...) sichtbare Änderungen im Blut zeigen. Mir ist klar, daß diese Änderungen teilweise Monate dauern können und daß ich vielleicht nichts aussagekräftiges finden werde. Sollte ich jedoch Faktoren finden, die mir wirklich zu einer besseren Gesundheit verhelfen, dann habe ich dadurch nur gewonnen. Und wenn nicht, dann bin ich sicher um einige Erfahrungen reicher geworden.
Da eine derartige (professionelle) Untersuchung um die EUR 150 bei uns kostet, hätte ich wahrscheinlich nach einem Jahr die Kosten für das Mikroskop wieder herinnen. Wenn ich es nun schaffe, selber die für mich wichtigen Bluteigenschaften überprüfen zu können, so habe ich ein zusätzliches Selbstdiagnoseverfahren, welches mir in Zukunft vielleicht viel Ärger mit meiner Gesundheit ersparen kann und andererseits ein Mikroskop, welches ich vielseitig verwenden kann (meine Neugier findet auf jeden Fall neue Einsatzgebiet für dieses Gerät und wird über die offene Tür zum Mikrokosmos höchst erfreut sein :) ).
Ich habe nämliche in meinem (manche mögen es vielleicht noch als "kurz" betrachten) Leben bereits schnell gelernt, daß ich mich um meine Gesundheit selber kümmern muß, wenn ich wirklich gesund bleiben will, denn leider ist die Medizin inkl. der Pharmaindustrie (und der nach deren Pfeife "tanzenden" Politik) zur Zeit auf Profit und nicht auf das Wohlbefinden der Bevölkerung ausgerichtet (Ausnahmen bestätigen die Regel und ich kann nur hoffen, daß viele unter den Beitragenden hier dazu gehören). Würde ich nur den Ratschlägen meines Hausarztes und des (sog.) Gesundheitsministeriums folgen und nicht immer wieder auch selber über Alternativen nachforschen, dann würde ich mich sicher nicht der guten körperlichen Fitness und Gesundheit erfreuen, die mein Leben und meinen Alltag seit mehreren Jahren zu einem Vergnügen machen.
Ich hoffe, daß ich jetzt keinem zu nahe getreten bin und daß ich hier nicht eine Diskussion auslöse, die gänzlich vom eigentlichen Thema abschweift (das ist hier nicht der Ort dazu). Ich finde es aber nur fair, daß alle hier meine Beweggründe, sich ein Mikroskop (hauptsächlich) für die Blutuntersuchung nach Enderlein beschaffen zu wollen, kennen, um selbst zu entscheiden, ob Sie mir dabei behilflich sein wollen, eine passendes Gerät zu finden.
Für alle bisher gebrachten Beiträge bedanke ich mich hiermit und hoffe, daß Sie noch viele Erkenntnisse und Ratschläge mit mir teilen und mir somit helfen werden! :)
Schönen Gruß,
Stutz
Lieber Stutz,
es ist hier ja schon angeklungen, aber über die Frage, ob eine Blutuntersuchung nach Enderlein professionell zu nennen ist, ließe sich meines Erachtens durchaus diskutieren.
Blutzellen sterben außerhalb des Körpers sehr schnell ab. Ich persönlich werde letztendlich den Verdacht nicht los, dass da mit teurer Ausrüstung für viel Geld dem Blut beim Vergammeln zugeschaut wird. ;D
Nichts für ungut,
Herzliche Grüße
Jörg
Hallo Herr Jülich,
jetzt verwirren Sie aber mich. Zumindest meinem traue ich viel weniger zu. Unentschlossen
Gruß - E. Nowack
Hallo Herr Novack
Wir haben zwei reflektierende Flächen, die verspiegelte Halbkugel in der Mitte und den spiegelnden Ring.
Man kann pro Reflexion ca. 10% Verlust rechnen, womit wir dann bei zwei Flächen bei ca. 81% oder ca. 20% Verlust wären.
Nehmen Sie die einfachere Dunkelfeldblende, die schwarze Scheibe, so verlieren Sie 100%.
Werner Jülich
Zitat von: Fahrenheit in Dezember 15, 2009, 09:45:41 VORMITTAG
Lieber Stutz,
es ist hier ja schon angeklungen, aber über die Frage, ob eine Blutuntersuchung nach Enderlein professionell zu nennen ist, ließe sich meines Erachtens durchaus diskutieren.
Blutzellen sterben außerhalb des Körpers sehr schnell ab. Ich persönlich werde letztendlich den Verdacht nicht los, dass da mit teuerer Ausrüstung für viel Geld dem Blut beim Vergammeln zugeschaut wird. ;D
Nichts für ungut,
Herzliche Grüße
Jörg
Lieber Jörg,
exakt so ist es. Wobei es ja durchaus sein könnte, dass das Blut beim Vergammeln bestimmte Aussagen zuließe. Läßt es aber nicht. Genau so wenig wie Handlinien, Kristallkugeln, der Lauf der Gestirne, Kartenfolgen oder die Querungsirchtung schwarzer Katzen. ( Allerdings benötigen die anderen Methoden kein so teures Equipment ;D )
Heilkomiker, die den gutgläubigen Leuten dafür Geld abknöpfen, sind in meinen Augen schlichtweg unseriös. Macht aber in diesem Falle nichts. Der Fragesteller hier läßt ja erkennen, dass er sich der Fragwürdigkeit dieser Dinge bewußt ist, sie nur "bei sich selbst anweden" möchte und augenscheinlich trotz einer gewissen Affinität zur Paramedizin den Blick für die Realität nicht in absolut selbst- oder gar fremdgefährdender Weise verloren hat und bei "ernsten Dingen" weiterhin und regelmäßig den Arzt konsultiert. Zumindest interpretiere ich sein Posting so. Und sehe insofern keine Hindrnisse, ihm bei der rein technischen Problemlösung zu helfen.
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
wir haben ja schon über das Thema gesprochen ;).
Was die technische Hilfe angeht, bin ich völlig einverstanden und die kommt ja auch sehr fundiert von unseren Hardware-Cracks. ;D
Aber das Wörtchen "professionell" im Zusammenhang mit Enderlein hat da was in mir ausgelöst, das ich nicht mehr unterdrücken konnte. ;)
Herzliche Grüße
Jörg
Hallo,
einige kleine ergänzend-korrigierende Hinweise zu den erfragten Mikroskopen Leitz "Dialux". Die beiden Ebay-Links zeigen unzweifelhaft "richtige" Dialux-Mikroskope, und zwar beide in der Version mit Wechselrevolver. Das eine Mikroskop ist als Durchlicht-Mikroskop ausgelegt (für Dunkelfeld im durchfallenden Licht ausreichend), das andere Gerät ist zusätzlich für Auflicht-Floureszenz geeignet (mit einem Ploemopak-Auflicht-Illuminator). Dieser Auflicht-Illuminator bewirkt optisch eine Erhöhung der effektiven Objektivvergrößerung um den Faktor 1,25 (sog. Tubusfaktor). Dies kann je nach Objektiv nachteilig sein im Hinblick auf eventuelle Leervergrößerung. Auch ist das Gerät mit Auflicht-Illuminator etwas "sperriger". Wenn ich weiß, dass mich Auflicht-Fluoreszenz nie interessieren wird, würde ich auf diesen Illuminator verzichten, ansonsten, wenn man sich diese Option offenhalten möchte, wäre er natürlich wünschenswert.
Natürlich (!) existieren diverse, bestens geeignete und sehr leistungsfähige 100 fach vergrößernde plan korrigierte achromatische oder apochromatische Ölimmersionen für dieses MIkroskop, die, soweit aus dem eigenen Hause, Leitz selbst auch für dieses Gerät angeboten und verkauft hat:
1. Leitz Planapo Iris Öl 100x, NA max. 1,32 (ausgelegt bis zur Sehfeldzahl des Orthoplan)
2. Leitz NPL Fluotar Iris Öl 100x, NA max. 1,30 oder 1,32 (ausgelegt bis zur Sehfeldzahl 18 oder 20)
3. GF-Planachromat von CZJ HI Iris Öl 100x, NA max. 1,25 (ausgelegt für Sehfeldzahl 18 oder 20) .
Diese drei Objektive sind zwar sämtlich nominell für eine mechanische Tubuslänge von 160 mm deklariert, jedoch uneingeschränkt auch an allen Leitz-Mikroskopen mit nomineller mechanischer Tubuslänge von 170 mm einsetzbar. Ich selbst verwende diese drei Objektive sowohl an Leitz Geräten mit 160 mm als auch mit 170 mm Tubuslänge (unter anderem auch Dialux) und kan nur bestätigen, dass, wie auch von Leitz selbst deklariert und praktiziert, keine (!) Qualitätsunterschiede bestehen bzw. sichtbar sind, wenn das Leiz-Stativ gewechselt wird. Natürlich ist somit ein Dialux mit einem Dunkelfeldkondensor und einer der drei vorgenannten planen Iris-Ölimmersionsobjektive aus meiner Sicht auch für die Enderlein-Diagnostik sehr gut zu verwenden (ob und was die Enderlein-Diagnostik tatsächlich klinisch bringt, könnte gesondert diskutiert werden). Wahrscheinlich genügt sogar für diese Anwendung ein Universal-Trockenkondensor 402 a nach Zernike mit Drehrevolver für Hellfeld, Dunkelfeld und Phasenkontrast (alle drei Objektive lassen sich auf die erforderliche Apertur <0,90 abblenden!). Zwar hat man dann keine maximale Auflösung, dafür in der Routine aber die "Öl-Schmiererei" von unten gespart. Ansonsten kann auch ein spezieller ÖL-Dunkelfeldkondensor beschafft werden (NA hier 1,20 oder 1,20-1,40 je nach Modell).
Trafos für die ansetzbaren Lichtquellen des Dialux gibt es immer wieder bei Ebay und Händlern. Allerdings kann man auch warten, bis ein Dialux mitsamt Trafo mal im Ebay angeboten wird. Dann bekommt man den Trafo mehr oder weniger als Gratis-Beigabe, wenn der Auktionspreis "stimmt".
Viele Mikrogrüße
Jörg Piper
Zitat von: Piper in Dezember 15, 2009, 22:14:31 NACHMITTAGS
was die Enderlein-Diagnostik tatsächlich klinisch bringt, könnte gesondert diskutiert werden
Bitte: Nicht schon wieder! Vor einigen Jahren hatten wir hier im Forum einige Verbalschlachten zum Thema. Sie endeten alle auf die gleiche Weise.
Ich habe dann ein recht persönlich gefärbtes Fazit aus meiner Sicht dazu gegeben, um die Diskussion abzuschließen. Hier ist der Link dazu.
http://www.weihenstephan.org/~fsrklauhenk/dunkelfeld-blut.doc.
Beinahe hätte ich das Pamphlet nicht mehr aufgefunden, denn ich hatte es unter der Rubrik Wissenschaft /
Scharlatanerie abgelegt ...
Dunkle Grüße aus dem Hellfeld!
KH
Lieber Herr Henkel,
natürlich nicht "schon wieder". Ich wollte doch nur dem anfragenden Mikroskopiker auf seine Fragen zum "Dialux" und den beiden konkret eingepflegten Ebay-Links einige weiterführende Infos geben und darauf hinweisen, dass es selbstverständlich auch zu diesem Mikroskop hervorragende Ölimmersionen gibt, welche wegen ihrer integrierten Irisblende auch bestens für Dunkelfeldmikroskopie geeignet sind (egal, wer welche Objekte mit welcher Fragestellung mikroskopieren will). Die Existenz solcher Ölimmersionen wurde ja einige Wortmeldungen früher von dritter Seite in Frage gestellt. Und da ich als Schulmediziner mit der Enderlein-Angelegenheit ebenso wenig anfangen kann, wie Sie, habe ich mir (aus Höflichkeit bewusst in Klammern und im Konjunktiv) den kleinen kritisch-dezenten "Seitenhieb" erlaubt, den Sie nun aufgegriffen haben.
Ich hätte ebensogut (?) auch schreiben können: "Sparen Sie die Investition eines Dunkelfeldmikroskopes, wenn Sie nur diesen Enderlein-Quatsch betreiben wollen." Auch dies hätte meiner persönlichen Meinung entsprochen, wäre aber doch relativ unhöflich gewesen, und im Übrigen kann man ja auch mit einem sog. "Dunkelfeldmikroskop nach Enderlein" andere Objekte durchaus erbaulich und sinnvoll mikroskopieren.
Ich wundere mich manchmal ein wenig, in welchem Ton und mit - gelegentlich - welcher offensichtlichen Arroganz sich einige Forumsmitglieder bisweilen wegen eigentlich relativ belangloser Fragen gegenseitig verbal attackieren, wofür Sie natürlich nichts können und womit Sie jetzt auch nicht persönlich gemeint sind. Daher hoffe ich auf Ihr Verständnis, wenn ich kritische Anmerkungen hier im Forum (und auch sonst...) höflich und kultiviert zu verpacken versuche und vermeiden möchte, andere, die ich persönlich nicht näher kenne, demonstrativ zu "demontieren". OK?
Nichts für ungut!
Ihr
Jörg Piper
Hallo
Es ist natürlich etwas bizarr wenn man hochwissentschaftliche und technisch ausgefeilte Methoden anwendet um dann esoterisch zu interpretieren.
Auf der einen Seite sollte man dies aber tolerieren und technische Hilfe anbieten auf der anderen Seite kann auch jeder seine Meinung, die man ja kaum zurückhalten kann, dazu äussern. Zu glatt ist ja auch nicht gut.
Vielleicht wächst durch die Mikroskopie das Verständniss der Natur; und oft wird man dadurch auch etwas demütiger und vorsichtiger mit spukulativen Interpretationen.
Beste Grüße
Wasilis
Lieber Herr Piper!
Nicht immer liegt in der Kürze nur die Würze, sondern oft auch das Mißverständnis. Mein Beitrag war wohl doch arg lakonisch. Selbstverständlich ist es auch mir lieber, daß etwas offen und gesittet diskutiert werde, als daß durch Schweigen über ein Thema ein falscher Eindruck entstünde.
Auf keinen Fall aber wollte ich Ihre Ausführungen "als solche" kritsieren! Sie haben mir nämlich in ihrer sachlichen Art sehr gut gefallen. In der Art hätte ich das auch gewünscht zu schreiben, wenn ich die notwendigen Leitz/Leica-Details noch parat gehabt hätte.
Helle Grüße aus dem Dunkelfeld!
KH
Geehrte Mikroskopie-Fachkundige,
Ich kann gut verstehen, daß viele von Ihnen bei diesem und ähnlichen Themen skeptisch sind und ich kann Ihnen (vielleicht als Beruhigung) versichern, daß ich solche Angelegenheiten auch immer mit großer Skepsis angehe. Ihre Reaktionen und ehrlichen Meinungen zu Enderlein bestätigen mich darin, daß ich hier sehr vorsichtig bei der Interpretation meiner Beobachtungen sein muss und alles doppelt hinterfragen werde. Nichtsdestotrotz möchte ich mich einige Zeit lang damit befassen, um für mich selber die einen oder anderen Erkenntnisse über mein (vergammelndes) Blut zu sammeln, sei es auf Basis von Enderlein, oder auf wissenschaftlich anerkanntem Wissen. :)
Ich möchte hiermit noch einmal um Ihr Fachwissen bitten, um meine vorhin gestellte Frage zu beantworten: auf eBay wird gerade ein (mir vom Herrn Voigt empfohlener) CZ Amplival um EUR 800 angeboten (320460550425), der all meine erforderlichen wichtigen Kriterien wie 100er HI Objektiv mit Irisblende, 50 Watt Beleuchtung und zentrierbarer pankratischer Kondensor mit Kardioid-Dunkelfeld-Kondensor (die nA ist mir nicht bekannt - wäre vielleicht der einzige Nachteil) erfüllt (das MF MATIC System mit dem MF Projektiv würde ich zwar nicht unbedingt brauchen, aber es stört mich nicht und ich würde dafür wahrscheinlich auch eine Nutzung finden; und die Tatsache, daß es aus der Slowakei kommt, stört mich auch nicht). Wie also bereits im letzten Post gefragt: geschätzt mit einem wie großen Detailunterschied/-verlust der Bilder sollte ich bei einem solch ausgestatteten Amplival gegenüber z.B. einem Dialux rechnen? Was wird mir beim Amplival z.B. entgehen, was ich beim Dialux sehen würde?
Ein sonnigen Gruß,
Stutz
Lieber Stutz,
ich kenne beide Mikroskoptypen nicht, sonst würde ich gerne weiterhelfen.
Da beim Kauf über Ebay immer ein gewisses Restrisiko besteht, defekte Ware zu erhaltn, würde ich versuchen, vor dem 'Zuschlag' Kontakt mit dem Verkäufer auf zu nehmen und ein Rückgaberecht oder eine Möglichkeit zur Kaufpreisminderung zu vereinbare, falls Schäden vorhanden sind.
Auch die Reaktion auf die Anfrage an sich wird schon den einen oder anderen Schluß zulassen.
Herzliche Grüße
Jörg
Hallo!
Der Preis ist nicht ganz niedrig, erscheint mir aber angsichts des umfassenden Angebotes (noch ) o.k.
Immerhin hat es eine 50 Watt Halogenbeleuchtung und einen Trinotubus. Normalerwesie sind Amplivale mit einen "schlappen" Glühfadenlampe oder max. 20 Watt Halogen ausgestattet und ein Trino ist auch nicht "serienmäßig". Ich sage mal Folgenden ( mit aller Vorsicht, da ich noch nie Blut im DF mikroskopiert habe ): Von den rein technischen Daten her sollte dieses Mikroskop geeignet sein.
Herzliche Grüße
Peter