Hallo,
Mein Sohn (9) hat ein ausgemustertes Schulmikroskop erstanden (20EUR).
Gerhard Wedig
Frankfurt/Main
Nr. 7323
(Die Firma wurde 1976 liquidiert)
Es macht einen sehr guten Eindruck, die Mechanik is sehr genau und solide, es ist sehr schwer, bestimmt 3kg (massiv Stahl).
Das Bild ist sehr scharf mit den beiliegenden Okularen (5x, 10x, 12x, 15x, 20x) und Objektiven (5x, 10x).
Leider fehlen in den grossen Objektiven (50x und 100x) die Linsen.
Ist es moeglich (und sinnvoll) die Objektive nachzukaufen?
Was muss ich dazu wissen und beachten?
Aufschrift auf dem 100x Objektiv (siehe auch Bild im Anhang)
Oel 100x N.A. 1.30 Wetzlar-O.
Ausserdem wuerde ich mich noch ueber einen Buchtipp (oder Webseite) freuen die uns hilft bei
- Praeparateerstellung (incl Anregungen zu Motiven)
- Reinigung (ich kann das Mikroskop komplett auseinandernehmen und sehe zb, dass auf den Spiegeln Staub ist)
- generelle Einsteigerinfos
Hallo Sebastiian und Sohnemann,
willkommen hier im Forum. Zu Deinen Fragen: zuerst empfehle ich dringend die Mikrofibel von Klaus Henkel (befindet sich oben rechts auf dieser Seite), dann kann ich unumwunden das große Kosmos Buch von Bruno P. Kremer u.a. für Präparationsideen vorschlagen. Zu den Objektiven: nützlich wären auch Fotos von den 5x und 10x Objektiven (mit Beschriftung). Ich würde erstmal auf ein 20x und ein 40x Objektiv schauen. Das 100x ist sicher etwas für später.
Mikrogrüße
Peter
Hallo,
für einen 9jährigen ist ein 100er-Ölobjektiv sicher NICHT handlebar und insofern kann gut darauf verzichtet werden.
Woher weißt Du eigentlich, dass das 100er-Objektiv kaputt ist? Ihr habt es nur vermutlich nicht mit Öl benutzt! ;) Das ist ein Ölimmersionsobjektiv!!! Da muss Öl zwischen Präparat und Frontlinse, und zwar spezielles sogenanntes "Immersionsöl". Ohne das gibt es kein brauchbares Bild.
Hezrliche Grüße
Peter
und ihr schreibt, daß bei den Objektiven die Linsen fehlen. Sowas hab ich noch nie gesehen, wie kommt ihr darauf?
Grüße
Martin
Hallo,
Wir haben hier ein Anfänger der warscheinlich sehr wenig weiss von Mikroskopie, also
Zitatund ihr schreibt, daß bei den Objektiven die Linsen fehlen. Sowas hab ich noch nie gesehen, wie kommt ihr darauf?
Das kann er warscheinlich nicht gut beantworten.
Zuerst brauchen wir gute Bilder von das ganze Mikroskop und alle Objektive und Okulare.
Zitatzuerst empfehle ich dringend die Mikrofibel von Klaus Henkel
Das ist keine gute Quelle für Anfänger. Das schadet nur einem anfänger. Absolute Anfänger sollten mit so etwas beginnen:
https://www.lichtmikroskop.net/aufbau-bestandteile/
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Sebastian,
ich kann mich noch gut an mein erstes Mikroskop erinnern, mit dem ich etwa im gleichen Alter begonnen habe und ich arbeite auch heute noch viel mit Kindern. Mich haben schon als Kind die unvorstellbar kuriosen mikroskopischen Wesen im Wasser fasziniert. Dazu habe ich kürzlich eine kleine Einführungsschrift verfasst: Tümpeln als Hobby (http://www.mikrohamburg.de/Tips/PlanktonGerdSchmahl.pdf). Darin sind auch Tipps für Anfänger, besonders was die Ausrüstung angeht, was man selber basteln kann und was eher nicht.
Das empfohlene Buch von B.-P. Kremer "Das große Kosmosbuch der Mikroskopie (https://www.amazon.de/gro%C3%9Fe-Kosmos-Buch-Mikroskopie-Bruno-Kremer/dp/3440168557/ref=asc_df_3440168557?tag=bingshoppin0b-21&linkCode=df0&hvadid=79852127212318&hvnetw=o&hvqmt=e&hvbmt=be&hvdev=c&hvlocint=&hvlocphy=&hvtargid=pla-4583451670386498&psc=1)" führt in weit mehr Gebiete der Mikroskopie ein und ist eine sehr gute Anregung für die Eltern. Für einen 9-jährigen ist das aber eine enorm anspruchsvolle Lektüre. Da empfehle ich das nur noch antiquarisch erhältliche Buch von Oxlade: Das Mikroskopierbuch (https://www.medimops.de/chris-oxlade-das-mikroskopier-buch-gebundene-ausgabe-M03760745466.html?variant=UsedGood&creative=&sitelink=&gclid=EAIaIQobChMI0rjnnfGt-wIVFvhRCh2XOQvWEAQYASABEgLxm_D_BwE) zusammen mit einer Grundausstattung zur Präparation unter den Weihnachtsbaum zu legen. Was ihr auf jeden Fall braucht sind Objektträger, Deckgläser und eine Pipette (https://www.amazon.de/dp/B09VNT12TS/ref=sspa_dk_detail_0?psc=1&pd_rd_i=B09VNT12TS&pd_rd_w=WVTY2&content-id=amzn1.sym.289b45a0-8ca0-4af2-9c85-5b0e57eb93c5&pf_rd_p=289b45a0-8ca0-4af2-9c85-5b0e57eb93c5&pf_rd_r=6WAAW7BFTSAKH56DYRN9&pd_rd_wg=6a6xa&pd_rd_r=8728b1d3-864b-4c32-9e15-9a9150935b22&s=industrial&sp_csd=d2lkZ2V0TmFtZT1zcF9kZXRhaWw). Eine Präpariernadel könnt ihr selber bauen (siehe die Tümpelschrift). Eine spitze Pinzette findet sich vielleicht im Haushalt. Das Herstellen der Präparate mit dem Auflegen des Deckglases will gelernt sein. (Wenn das Schulwissen verschüttet sein sollte, bitte nachfragen!) Das wird für den Junior die größere Herausforderung als das Handhaben des Mikroskopes. Hier ist eine schon recht gut entwickelte Feinmotorik und ein wenig Geduld unerlässlich, aber jeder wächst mit seinen Aufgaben.
Zu den Objektiven ist ja eigentlich schon alles gesagt worden und das kann ich auch alles so unterstützen: 100er Objektiv eher nichts für den Junior weil nur mit Immersionsöl zu betreiben, 20er und 40 Objektiv dazukaufen, wenn die hohen Vergrößerungen wirklich hinüber sein sollten. Das muss nichts Besonderes sein, aber sie müssen zu den vorhandenen passen. Dazu braucht es noch ein paar Infos gerne auch in Form von Fotos. Wichtige Kenngrößen, auf die Du achten musst sind
a) die optische Tubuslänge (steht auf ordentlichen Objektiven drauf z.B. 160 oder 170)
b) die Abgleichlänge (die steht nicht drauf, muss man messen: Mit dem 10er Objektiv scharf stellen und messen wie groß der Abstand vom Objekt bis zum Anschlag des Objektivgewindes ist, also die Trennfuge zwischen Objektiv und Objektivrevolver) Üblich sind heute i.d.R. 45mm, ältere Geräte haben aber oft kleinere Maße, je nach Hersteller.
Stimmen diese Maße nicht mit den vorhandenen Objektiven überein, ist der Objektivwechsel schwieriger, weil die Gefahr besteht, dass ein zu langes Objektiv beim Wechsel das Präparat zerstört oder sich selbst.
Wenn die Maße ermittelt sind, hier im Forum im Mikromarkt unter "Suche" fragen, oder Neuware beim Händler kaufen. Als Anfänger lieber keine Gebrauchtware aus der Bucht kaufen.
Viel Freude mit dem Gerät wünscht
Gerd
Danke an alle erstmal fuer den herzlichen Empfang und den Beistand.
Zitat von: Fraenzel in November 14, 2022, 13:31:27 NACHMITTAGS
nützlich wären auch Fotos von den 5x und 10x Objektiven (mit Beschriftung)
5X N.A. 0.11 Wetzler-O.10X N.A. 0.30 Wetzler-O.(Bilder im Anhang)
Zitat von: plaenerdd in November 14, 2022, 15:50:43 NACHMITTAGS
Kenngrößen, auf die Du achten musst sind
a) die optische Tubuslänge (steht auf ordentlichen Objektiven drauf z.B. 160 oder 170)
b) die Abgleichlänge ...
a) habe ich wohl nicht (nur das was oben steht)
b) werden wir messen
Zitat von: Peter V. in November 14, 2022, 13:36:17 NACHMITTAGS
Woher weißt Du eigentlich, dass das 100er-Objektiv kaputt ist? Ihr habt es nur vermutlich nicht mit Öl benutzt!
Bei den kleineren Objektiven ist von oben eine Linse zu sehen, die anderen sehen leer aus. Mit Oel haben wir natuerlich nicht probiert. Aber das ist sowieso zu unhandlich fuer uns.
Zitat von: plaenerdd in November 14, 2022, 15:50:43 NACHMITTAGS
Tümpeln als Hobby (http://www.mikrohamburg.de/Tips/PlanktonGerdSchmahl.pdf).
Das sieht super aus, Tuempler ist der Junior sowieo schon, wenn auch bisher mit 1X "vergroesserung". Die anderen Buchtipps werde ich mir ansehen.
Grüß´ Euch Sebastian und Junior!
Als weiteren Buchtipp der kleine Krämer:
Krämer: Mikroskopieren ganz einfach
Kosmos-verl. 2011
Gruß Peter
Hallo zusammen,
Ich finde, "Mikroskopieren ganz einfach" ist der bessere Einstieg im Vergleich zum "Das große Kosmos Buch der Mikroskopie". Ich hatte auch erst das letztere gekauft und dann das erstere nachgeordert. Da sind die Versuche deutlich einsteigerfreundlicher beschrieben. Wenn man das durchexerziert hat, dann kann man auch mehr mit dem Großen Buch anfangen.
Viele Grüße
Ludger
Hallo Sebastian,
auch wenn ich jetzt meinen Vorrednern in den Rücken falle. Ihr seid doch optisch gut ausgestattet. Fangt einfach an!
Dann seht Ihr sehr schnell, wo die Grenzen sind. Eine kleine Fibel, in der einfache Präparationstechniken erklärt sind, und los! ,,Mikroskopie im Alltag, Mikroskopie für Jedermann" wären auch noch antiquarische Klassiker.
Ein passendes 40x Objektiv kann ich Euch günstig beisteuern. Aber es gibt ja schon ein 50x in Eurem Fundus. Das ist evtl. gar nicht defekt, sondern einfach schwieriger zu bedienen als schwache Vergrößerungen. Die Schärfeebene ist sehr klein und für den ungeübten schwer zu finden.
Für die Profis unter den Lesern: auf den vorhandenen Objektiven steht ,,Wetzlar". Von der Bauart sind sie ähnlich den Leitz-Objektiven. Ich unterstelle, daß es sich zu 99% um 170er Objektive mit 37mm Abgleichlänge handelt.
Herzliche Grüße
Wolfgang
Hallo Sebastian,
Zitat von: SebastianFBei den kleineren Objektiven ist von oben eine Linse zu sehen, die anderen sehen leer aus. Mit Oel haben wir natuerlich nicht probiert. Aber das ist sowieso zu unhandlich fuer uns.
Objektive sind sehr unterschiedlich aufgebaut. Bei den höheren Vergrößerungen sind bei den einfachen Achromaten die Linsen weit in der Spitze, so dass Du sie "von oben" (wo bitte ist "oben" bei Dir?) - ich meine vom Gewinde aus kaum sehen kannst. Du siehst aber, wenn Du aus ca. 20cm Entfernung vom Gewinde aus in Richtung Fenster hinein schaust, das ganze Fenster. Außerdem erscheint die "Öffnung" vom Gewonde aus gesehen sehr viel größer als von der anderen Seite, wenn Linsen drin sind.
Das 50er Objektiv hat aber schon einen sehr geringen Arbeitsabstand (zwischen Frontlinse und Objekt) von weit unter einem mm und eine enorm geringe Schärfentiefe. Man ist, wenn man mit dem Grobtrieb arbeitet schnell an der Ebene des Objektes vorbeigerauscht. Du musst mit dem 10er scharf stellen und nur das 40er Objektiv einschwenken und dann nur mit dem Feintrieb arbeiten. Hilfreich ist es auch, die Aperturblende (die unter dem Tisch) etwas weiter zu zu ziehen, weil sich dadurch der Kontrast erhöht. Hat das Gerät einen Kondensor (Linsen unter dem Tisch, die das beleuchtende Licht auf das Objekt bündeln)? dann sollte daran auch eine Blende sein. Einfachere Geräte haben nur einen (Hohl-)Spiegel und oft nur Lochblenden auf einem Blendenrad, aber das würde nicht zu dem 100er Objektiv passen.
Stelle doch bitte, wie weiter oben schon von anderen erbeten ein paar Fotos vom ganzen Mikroskop ein! und vielleicht auch von den vermeindlich kaputten Objektiven, gerne im Durchblick auf eine Lichtquelle.
Die Firma ist nicht wirklich sehr bekannt, aber es gab früher viele Händler, die in Wetzlar produzieren ließen und dann unter eigenem Namen verkauft haben, z.B. als Schulausstatter. Vielleicht können wir an Hand von Fotos heraus bekommen, welche Firma dahinter steckt. LEITZ z.B. hatte früher 170mm Tubuslänge und später aber auch 160. Wenn nichts auf den Objektiven steht, musst Du auch die Tubuslänge selber messen. Das ist der Abstand von der Objektivauflage (also dem Spalt zwischen Objektiv und Revolver) und der Okularauflage (die Oberkante vom Rohr in dem das Okular steckt ohne das Okular). Ich vermute, dass das 170mm sind, aber das ist nur "gefühlt", weil die Objektive ein wenig an LEITZ erinnern.
LG Gerd
Hallo Sebastian,
könnte es sein, dass es ein Mikroskop ähnlich diesem hier ist: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/wetzlar-mikroskop-gerhard-wedig-nr-6029-mit-holzkasten/1964307204-245-4578 (https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/wetzlar-mikroskop-gerhard-wedig-nr-6029-mit-holzkasten/1964307204-245-4578) ?
Wenn ja, wage ich mal einen Tipp: Es könnte ein Kurs- und Laboratoriums-Mikroskop KA 2 von Will sein. Hier ein Auszug aus einer Broschüre von 1963, die ich in unserem (Hund, Wetzlar) kleinen Archiv gefunden habe:
https://www.dropbox.com/s/qu75d71qxqliiod/Auszug%20Prospekt%20Will%201963.jpg?dl=0 (https://www.dropbox.com/s/qu75d71qxqliiod/Auszug%20Prospekt%20Will%201963.jpg?dl=0)
Wegen der "fehlenden Linsen" stimme ich Gerd zu, das war wohl damals eine gängige Bauart für Objektive. Zanger hatte noch lange solche Objektive (auch vor einigen Jahren noch, als sie noch in Weilmünster saßen). Beide Firmen (Will und Zanger) haben damals viel für den deutschen Markt unter anderen Labeln produziert, insbesondere auch für Optiker und Lehrmittelfirmen.
Viele Grüße aus Wetzlar
Jörg (haus@hund)
Hallo Sebastian,
solche Mikroskope gab es in großer Zahl, sie sehen sich alle fast zum Verwechseln ähnlich. Wie Jörg bereits geschrieben hat, wurden viele davon unter Eigennamen verkauft, z.B. für Lehrmittelgroßhändler wie z.B. Phywe oder die Francksche Verlagshandlung Kosmos. Deren bekanntestes Modell war das Humboldt. Hergestellt wurden sie meistens von kleineren, heute weniger bekannten Herstellern, die z.T. auch Teile zukauften. Es ist manchmal etwas schwierig, Angaben über die mechanische Tubuslänge und die Objektivabgleichlänge zu finden. Zum Glück kann man die Tubuslänge an diesen Stativen ganz leicht mit einem Lineal messen. Von der Anschlagfläche des Gewindes am Revolvers bis zum oberen Rand des Okulartubus. Es werden wahrscheinlich entweder 160 oder 170 mm sein. Die Objektivabgleichlänge mißt Du am besten mit einer Schublehre an dem langen 100er Objektiv von vorderen Rand der Objektivfassung (Frontlinse) bis zur hinteren Anschlagkante vor dem Gewindebeginn. Das können z.B. etwa 37 mm sein, was u.a. dem damaligen Leitz-Maß entspricht.
Wenn Deine Messungen die Kombination 170 mm und 37 mm ergeben sollten, kannst Du das Stativ z.B. mit älteren Leitz-Objektiven (empfehlen würde ich einfache Achromaten) und einem einfachen Leitz Periplan-Okular ausstatten, wenn die dazu gehörigen Optiken defekt wären (was sie aber u.U. gar nicht sind). Wenn Dein Mikroskop dem von Jörg vermuteten Typ entspricht (toll wäre der bessere Typ KA 2 mit höhenverstellbarem Kondensor und Kreuztisch), sind da keine Spiegel im Strahlengang, nur der untere Beleuchtungsspiegel. Statt des Spiegels kannst Du z.B. eine 230 V-Ansteckleuchte mit einer E 14 LED-Kühlschrankbirne verwenden. Teile können Dir dazu sicher Mitglieder hier im Forum sehr günstig anbieten.
Viele Grüße, Jochen
Tja... fehlen nur noch Sebastian und die Fotos.
Tja....wenn man offensichtlich ohne die richtige Tubuslänge zu kennen leider niemals mikroskopieren kann...
...dann lässt man es halt. :-\
Aber falls Sebastian noch mitliest: Es spielt für Euren Einsatz keine Rolle, welche Tubuslänge, Abgleichlänge, chromatische Restfehler, etc. Euer Mikroskop hat. Lasst euch nicht verrückt machen! Meine Vorredner meinen es ehrlich gut - leider zu gut.
Wolfgang
Hallo Wolfgang, Hallo Sebastian,
natürlich kann man auch Objektive verschiedener Tubuslänge und anderer Abgleichlänge zusammen an einem Stativ betreiben, aber gerade für Anfänger wäre ein perfokales Mikroskop schon recht hilfreich und das geht leider nur, wenn diese Werte einheitlich sind. Ansonsten ist die Gefahr der Beschädigung von Präparaten und/oder Objektiven durchaus sehr real. Was natürlich immer geht: Einfach alle Objektive ersetzen, z.B. mit Achromaten aus China. Es müssen aber unbedingt Endlich-Objektive sein (also für 160 oder 170mm Tubuslänge) auf gar keinen Fall Unendlich- (Infinitiy-) Objektive mit der liegenden Acht statt der mm-Zahl!!! Ganz ohne Kenntnis der Kenngrößen geht es eben nicht und sie zu ermitteln ist nun wirklich kein Hexenwerk sondern eine relativ einfache Messaufgabe, die nun schon 2x erklärt wurde.
LG Gerd
Zitat von: ortholux in November 14, 2022, 19:50:29 NACHMITTAGS
auch wenn ich jetzt meinen Vorrednern in den Rücken falle. Ihr seid doch optisch gut ausgestattet. Fangt einfach an!
Dann seht Ihr sehr schnell, wo die Grenzen sind. Eine kleine Fibel, in der einfache Präparationstechniken erklärt sind, und los! ,,Mikroskopie im Alltag, Mikroskopie für Jedermann" wären auch noch antiquarische Klassiker.
Ich habe im Moment wenig Zeit, am Wochenende wollen wir uns den Buchtipps (**danke an alle!**) widmen und mal in die Bibliothek. Dann werden wir genau das tun.
Zitat von: ortholux in November 14, 2022, 19:50:29 NACHMITTAGS
Ein passendes 40x Objektiv kann ich Euch günstig beisteuern. Aber es gibt ja schon ein 50x in Eurem Fundus. Das ist evtl. gar nicht defekt, sondern einfach schwieriger zu bedienen als schwache Vergrößerungen. Die Schärfeebene ist sehr klein und für den ungeübten schwer zu finden.
Danke fuer das Angebot. Ich werde jetzt erstmal versuchen das Mikroskop zu vermessen.
Zitat von: plaenerdd in November 14, 2022, 20:02:20 NACHMITTAGS
Objektive sind sehr unterschiedlich aufgebaut. Bei den höheren Vergrößerungen sind bei den einfachen Achromaten die Linsen weit in der Spitze, so dass Du sie "von oben" (wo bitte ist "oben" bei Dir?) - ich meine vom Gewinde aus kaum sehen kannst. Du siehst aber, wenn Du aus ca. 20cm Entfernung vom Gewinde aus in Richtung Fenster hinein schaust, das ganze Fenster. Außerdem erscheint die "Öffnung" vom Gewonde aus gesehen sehr viel größer als von der anderen Seite, wenn Linsen drin sind.
In der Tat sind da Linsen drin. Die sind aber bei beiden gebrochen. Man sieht einfach garnichts mehr, nur hell/dunkel. Habe daher auch keine Bilder gemacht.
Zitat von: plaenerdd in November 14, 2022, 20:02:20 NACHMITTAGS
Stelle doch bitte, wie weiter oben schon von anderen erbeten ein paar Fotos vom ganzen Mikroskop ein! und vielleicht auch von den vermeindlich kaputten Objektiven, gerne im Durchblick auf eine Lichtquelle.
Siehe Anhang! Sieht dem das Joerg auf ebay gefunden hat aehnlich ist aber nicht das gleiche.
Zitat von: plaenerdd in November 16, 2022, 18:15:05 NACHMITTAGS
natürlich kann man auch Objektive verschiedener Tubuslänge und anderer Abgleichlänge zusammen an einem Stativ betreiben, aber gerade für Anfänger wäre ein perfokales Mikroskop schon recht hilfreich
Verstehe ich es richtig, dass ich mit einem "perfokalen" Mikroskop mit dem 10x suchen kann und dann (fast) scharf zum 40x wechseln kann? (Ausserdem bin ichsicher, dass ich noch genug Platz habe und nicht das Praeparat und/oder Objektiv zerstoere)
Zitat von: jochen53 in November 16, 2022, 13:12:31 NACHMITTAGS
Zum Glück kann man die Tubuslänge an diesen Stativen ganz leicht mit einem Lineal messen. Von der Anschlagfläche des Gewindes am Revolvers bis zum oberen Rand des Okulartubus. Es werden wahrscheinlich entweder 160 oder 170 mm sein. Die Objektivabgleichlänge mißt Du am besten mit einer Schublehre an dem langen 100er Objektiv von vorderen Rand der Objektivfassung (Frontlinse) bis zur hinteren Anschlagkante vor dem Gewindebeginn. Das können z.B. etwa 37 mm sein, was u.a. dem damaligen Leitz-Maß entspricht.
Ich kann den Tubus komplett abschrauben. Ist die Laenge von dem abgeschraubten Tubus = Tubuslaenge?
Abgleichlaenge ist klar. Habe jetzt einen Messschieber in der Tasche und messe das heute Abend.
Zitat von: jochen53 in November 16, 2022, 13:12:31 NACHMITTAGS
Wenn Dein Mikroskop dem von Jörg vermuteten Typ entspricht (toll wäre der bessere Typ KA 2 mit höhenverstellbarem Kondensor und Kreuztisch), sind da keine Spiegel im Strahlengang, nur der untere Beleuchtungsspiegel.
Ich weiss gar nicht ob man den Kondensor in der Hoehe verstellen kann, aber er hat eine coole mechanische Blende.
Kreuztisch haben wir, der ist auch sehr genau. Das ist genial im Vergleich zu dem einfachen Mikroskop das ich als Kind hatte. (Objekttraeger klemmt unter Federn)
Zitat von: jochen53 in November 16, 2022, 13:12:31 NACHMITTAGS
Statt des Spiegels kannst Du z.B. eine 230 V-Ansteckleuchte mit einer E 14 LED-Kühlschrankbirne verwenden.
Wir haben eine Ansteckleuchte.
Danke an alle, wir werden jetzt messen und lesen.
Hallo Sebastian,
die rote Linie ist die mech. Tubuslänge
Wolfgang
Hallo Sebastian,
in dem Foto habe ich den Triebknopf markiert, den ich für den Kondensortrieb halte. Was bewirkt der gekennzeichnete Hebel? hann man damit die Leicht-/Schwergängigkeit des Grobtriebes regeln?
ZitatVerstehe ich es richtig, dass ich mit einem "perfokalen" Mikroskop mit dem 10x suchen kann und dann (fast) scharf zum 40x wechseln kann? (Ausserdem bin ichsicher, dass ich noch genug Platz habe und nicht das Praeparat und/oder Objektiv zerstoere)
Ja, das hast Du richtig verstanden. "p
arfokal" (sorry hatte ich in meinem früheren Beitrag falsch geschrieben) bedeutet, dass trotz Vergrößerungswechsel, die Schärfenebene gleich bleibt.
LG Gerd
Hallo,
das ist ja eine richtige Schönheit und viel "moderner" und besser ausgestattet als das von Joerg aus dem Internet gefundene.
Damit kann man viel Freude haben. Was noch fehlt, kannst Du hier sicher bekommen.
Jochen.
Wedig war ein Lehrmittelhändler wie Phywe. Wie schon von anderen vermutet ist der "wahre" Hersteller unter den zahlreichen Firmen aus Wetzlar zu finden. Mein Tip wäre Kremp:
https://img.ebay-kleinanzeigen.de/api/v1/prod-ads/images/78/78584c81-a340-4b9d-95d4-d9b3913d0cfc?rule=$_57.JPG
(anderes Modell, aber vgl. den Tubuskopf...)
Grüße
Martin
Zitat von: ortholux in November 17, 2022, 15:57:14 NACHMITTAGS
die rote Linie ist die mech. Tubuslänge
danke, das war sehr hilfreich.
Messergebnisse:
170mm TubuslaengeAbgleichlaenge ist 37mm (Edit: Die 35mm waren falsch, an der Stelle auf der Unterseite des Tischs an der ich gemessen habe ist der Tisch 2mm duenner).
Zitat von: plaenerdd in November 17, 2022, 17:33:51 NACHMITTAGS
in dem Foto habe ich den Triebknopf markiert, den ich für den Kondensortrieb halte.
Ja, damit kann ich den Kondensor hoch- und runterfahren (siehe auch Bilder).
Zitat von: plaenerdd in November 17, 2022, 17:33:51 NACHMITTAGS
Was bewirkt der gekennzeichnete Hebel? hann man damit die Leicht-/Schwergängigkeit des Grobtriebes regeln?
Das ist kein Hebel (oder da funktioniert irgendwas nicht mehr). Unklar was es tut. Wenn das Gewinde laenger waere koennte man damit die Welle blockieren.
Zitat von: beamish in November 17, 2022, 19:11:22 NACHMITTAGS
Wedig war ein Lehrmittelhändler wie Phywe. Wie schon von anderen vermutet ist der "wahre" Hersteller unter den zahlreichen Firmen aus Wetzlar zu finden. Mein Tip wäre Kremp:
https://www.kremp-wetzlar.com/en/company/history/
Zitat
Beginn der technischen Fertigung in Wetzlar - der Durchbruch
In der Zeit in der Hofstatt war der Durchbruch von der Tischlerei zur technischen Fertigung gekommen, als Moritz Hensoldt, mit dem Christian Kremp schon seit seiner Braunfelser Zeit befreundet war, ihn um eine Lösung eines technische Problems an einem seiner Mikroskope bittet. Zur damaligen Zeit ist zwar die Optik der Mikroskope schon beachtlich weit fortgeschritten, jedoch hinkt die Mechanik für Fokussierung und Tischbewegung hinterher. Christian kann Moritz Hensoldt tatsächlich eine geniale Lösung in Form eines schrägverzahnten Antriebes präsentieren und Hensoldt ermutigt ihn, in dieser Richtung weiter zu arbeiten. Kremp erkennt das Potential dieser Entwicklung und konstruiert sich nicht nur die nötigen Werkzeugmaschinen, sondern stellt auch ein standardisiertes Fertigungsprogramm mit Zahnrädern und -stangen zusammen und bietet gleichzeitig auch die zu deren Produktion nötigen Fräser an.
Wir fahren jetzt in die Stadt und schauen was wir so an Literatur finden. Danke nochmal fuer die vielen Tipps und die ganze Hilfe!
Hier ist ein Mikroskop von Karl Kaps, Asslar/Wetzlar. Es hat zwar einen anderen Fuß (mit eingebauter Beleuchtung) aber auch den kleinen Hebel:
https://www.catawiki.com/de/l/4050987-numbered-microscope-karl-kaps-germany#gallery
Grüße
Martin
Die Abgleichlänge ist 37mm
Wolfgang
Hallo,
Kann es sein, dass man mit dem kleinen "Hebel" beim Grobtrieb die Anschlaghöhe des Objekttisches einstellen kann ?
Viele Grüße,
Bernhard G.
Zitat von: Bernhard Gutwenger in November 19, 2022, 13:51:32 NACHMITTAGS
Kann es sein, dass man mit dem kleinen "Hebel" beim Grobtrieb die Anschlaghöhe des Objekttisches einstellen kann ?
Verstehe nicht recht was du meinst.
Hebel heisst fuer mich, dass man damit was bewegen kann, der ist aber fest.
Hallo Sebastian,
Wenn man den Objekttisch nach oben dreht, gibt es irgendwann einen Anschlag.
Bei manchen Mikroskopen kann man diesen Anschlag in verschiedener Höhe einstellen. In der Abb. sehe ich da ein Gewinde.
Vielleicht kannst du bei einer bestimmten Höhe des Objekttischs den Stift mit dem Gewinde hineindrehen und so den
Anschlag des Objekttischs in einer bestimmten Höhe fixieren. Das wäre meine Vermutung.
Viele Grüße,
Bernhard G.
Hallo Sebastian,
wenn Mikroskopteile lange nicht benutzt wurden, können sie fest sitzen, weil das Öl verharzt.
Mir ist aufgefallen, dass an dem von Martin verlinkten Gerät, dass auch einen solchen Hebel hat, dieser zur anderen Seite zeigt. Du könntest mal versuchen, mit einem Haarföhn (keine Heißluftföhn zum Farbe abbrennen!!!) den Grobtriebknopf ein paar Minuten zu erwärmen. Vielleicht lässt sich der Hebel dann in der im zweiten Bild gezeigten Weise bewegen.
Ich habe auch ein Mikroskop mit einem Hebel am Grobtrieb. Wenn ich den zu mir hin umlege, kann der Grobtrieb nicht mehr tiefer abgesnkt werden, wohl aber in der Richtung weg vom Objekt. Das ist dazu da, um beim Wechsel von Trockenobjektiven auf Immersionsobjektive das Immersionsöl leicht auftragen zu können. Mann stellt mit Trocken scharf, legt den Begrenzungshebel um, fährt das Objektiv vom Tisch weg, gibt das Öl auf, schwenkt das Immersionsobjektiv ein und fährt mit dem Grobtrieb wieder bis zum Anschlag herunter und ist so wieder in der gleichen Schärfenebene wie mit dem Trockenobjektiv. Der Feintrieb aber lässt sich weiter bewegen, auch wenn der Begrenzer drin ist.
LG Gerd
Zitat von: plaenerdd in November 20, 2022, 16:38:13 NACHMITTAGS
Mann stellt mit Trocken scharf, legt den Begrenzungshebel um, fährt das Objektiv vom Tisch weg, gibt das Öl auf, schwenkt das Immersionsobjektiv ein und fährt mit dem Grobtrieb wieder bis zum Anschlag herunter und ist so wieder in der gleichen Schärfenebene wie mit dem Trockenobjektiv.
Das ist aber High-End.
Entschuldige, der Destruktor unter den Mikroskopikern ist unterwegs. Der Hebel ist in der Regel nichts weiter als ein Klemmhebel um den Grobtrieb zu arretieren, damit sich der Tisch nicht von selbst langsam absenkt.
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
ja das ist sicher die näher liegende Aufgabe des Hebels, nach der ich ja auch schon in Antwort #18 gefragt hatte, aber da die Begrenzung der Tischhöhe von Bernd in Antwort 24 ins Spiel gebracht wurde, habe ich diese Variante auch in Erwägung gezogen. Ich glaube keiner von uns kennt dieses Gerät wirklich. Und ja: das Gerät an dem ich den Hebel habe ist das VANOX (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38373.msg282270#msg282270), das man durchaus als High-End-Gerät seiner Zeit betrachten darf.
Nichts desto trotz sollte der Hebel sich bewegen lassen! Das könnte man durchaus ohne Destruktion mit dem Haarföhn erreichen. Wenn er sich nicht in der angedeuteten Weise bewegen lässt, wirkt der Hebel vielleicht wirklich durch Rein- und Raus-Drehen direkt auf die Achse des Grobtriebes, aber das kann ich mir kaum vorstellen, denn dann hätte man ihn als Rändelschraube konstruiert. Der muss eigentlich vor und zurück beweglich sein.
LG Gerd
Zitat von: plaenerdd in November 20, 2022, 19:29:07 NACHMITTAGS
Wenn er sich nicht in der angedeuteten Weise bewegen lässt, wirkt der Hebel vielleicht wirklich durch Rein- und Raus-Drehen direkt auf die Achse des Grobtriebes
Genau so war das damals in Wetzlar.
Du bist in einer anderen Gegend sozialisiert (nicht böse gemeint), aber bei den Leitzens und deren Derivaten klemmt der Hebel tatsächlich die Achse.
Wolfgang
Wir werden morgen das Mikroskop foenen!
Ich glaube aber eher, dass das Gewinde von dem "Hebel" mal laenger war und auf die Achse gedrueckt hat.
Das Teil ist immerhin schon ca 50 Jahre alt.
Wir werden auch nochmal die Abgleichlaenge nachmessen. Da hab ich mich dumm angestellt und nicht gemerkt, dass der Tisch an der Stelle von der aus ich gemessen habe 2mm duenner ist.
Hallo Sebastian,
wenn der Hebel mal länger hätte sein müssen, müßte man eine Bruchstelle erkennen können. Unwahrscheinlich, daß ihn jemand absichtlich abgesägt hat.
Jochen
Zitat von: SebastianF in November 21, 2022, 16:43:23 NACHMITTAGS
Wir werden auch nochmal die Abgleichlaenge nachmessen.
Kann man, muß man aber nicht, da es zwar Exoten gab, aber 37mm - zumal in Wetzlar - Standard war.
Wolfgang
Korrektur.
Eben habe ich erst das Bild "hebel_klein" entdeckt, auf dem deutlich zu sehen ist, daß der Hebel senkrecht zur/in die Achse eingeschraubt ist. Somit glaube ich nicht, daß er auf die Achse wirkt. Das wäre unergonomisch, damit den entsprechenden Druck aufzubringen. Beim Wirken auf die Achse ist der Hebel senkrecht in die Schraube, die letztendlich die Klemmung bewirkt, eingeschraubt.
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
dann müsste sich der Hebel aber schon in der von mir gezeigten Weise hin und her bewegen lassen, um letztlich die "Mutter" auf der er steckt auf dem Gewinde bewegen zu können. Also doch föhnen.
LG Gerd
Am Wochenende kamen wir endlich dazu uns wieder dem Mikroskop zu widmen.
1. wir haben es gefoent - und tatsaechlich, der Hebel bewegt sich. Ich bin mir nicht sicher was er tut, evtl konnte man damit den Grobtrieb mal komplett blockieren. Jetzt ist es jedenfalls so: Wenn ich den Hebenl schliesse, laesst sich der Grobtrieb bedienen und der Tisch steht auf der eingestellten Position. Wenn ich den Hebel oeffne, bewegt sich der Tisch ganz langsam (wie Drehung am Feintrieb) nach unten.
2. Nochmal nachgemessen: Abgleichlaenge sind definitiv **37mm**. Also haben wir 170/37 - wie finde ich nun ein Objektiv?
3. und das schoenste: wir haben vor einer Woche einen Heuaufguss (eigentlich einen Grasaufguss) gemacht. Und darin hat es gewimmelt von Wimperntierchen. Grosse Begeisterung bei Papa und den Kids. Selbst Mama (vorher: "Igitt, das stinkt") war nicht vom Mikroskop wegzubekommen.
Zitat von: SebastianF in November 29, 2022, 07:27:26 VORMITTAG
2. Nochmal nachgemessen: Abgleichlaenge sind definitiv **37mm**. Also haben wir 170/37 - wie finde ich nun ein Objektiv?.
Oh Wunder! 37mm! Höret und staunet! ;)
Also, wenn Du Objektive suchst, gibt es verschiedene Möglichkeiten: ebay, teurer Versandhandel, Mikromarkt, beim Chinesen Deiner Wahl, oder Du rufst mich einfach mal an. Nummer im untenstehenden Link oder mit Klick auf den Globus.
Wolfgang