Mal eine Frage zu diesem Thema.
Wenn man eine Probe einer befallenen Wand nimmt, hat man meistens ja nicht nur einen Pilz vorhanden.
Es können ja mehr als nur ein Pilz enthalten sein. Mit einer Malzextrakt-Agar Nährlösung, könnte man diese aber nach züchten.
Wie muss ich vor gehen, wenn ich so eine Probe habe und dort sehen möchte, was alles enthalten ist.
Einfach Agar kurz auf, Probe hinein halten und wieder raus? Oder muss ich unter der Stereolupe verschiedene proben entnehmen und diese vereinzelt in den Agar Nährboden.
Und hat jemand mal gute Informationen zu diesem Thema aus dem Web für mich. Bücher Empfehlungen oder PDFs die es frei gibt, wären auch hilfreich.
Danke euch
Hallo Herr Mike Guwak
Hier ein Link
http://www.pilzzuchtshop.de/Pilzzucht%20Reinkulturen.php
Mit dem Pilz auf der Wand wird die selbe Technik angewendet
Liebe Grüsse Jürgen Spah
Hallo Mike,
auf die schnelle: Vielleicht helfen Dir die beiden links weiter.
http://www.univie.ac.at/hygiene-aktuell/schipi.pdf
http://www.schimmel-finden.de/web/partner_experten/weiterfuehrende_info_zu_schimmel_analyse.php
Gruß Harald
Hallo Mike,
bei einer Kultivierung eines Schimmelpilzgemisches besteht häufig das Problem, dass die schnell wachsenden die langsam wachsenden Arten verdrengen oder verdecken. Des Weiteren sind viele Kulturmedien viel zu "fett", so dass sich nur ein vegetatives Mycel ausgebildet, an dem keine selektive Bestimmung möglich ist. Häufig ist es einfacher, eine mit einem Klebefilm entnommene Probe in Milchsäure einzuschließen und die Konidienstände direkt zu mikroskopieren/mikrofotografieren. Als Vergleichsliteratur kann ich Dir folgendes Buch empfehlen:
H. L. Barnett, Ph.D. : Illustrated Genera of Imperfect Fungi, second Edition, Burgess Publishing Company (1967)
Solltest Du selbst kultivieren wollen, rate ich Dir die Kulturen nicht wie üblich in flachen Petrischalen anzulegen, sondern 100 mL oder 150 mL Erlenmeyerkolben als Kulturgefäße für einen Nähragarausguss zu verwenden. Aus diesen lässt sich Kulturmaterial problemlos mit einer Impföse entnehmen ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, mit Pilzsporen kontaminiert zu werden.
Viele Grüße!
Dieter
Hallo Mike
Was ist die genaue Absicht deiner Untersuchung?
- Schimmel beim Wachsen beobachten
- Belastung KBE ermitteln
- Anzahl unterschiedlicher Arten feststellen
- Anzahl vermehrungsfähiger Sporen ermitteln
- Genau Bestimmung der einzelnen Pilzen
Hallo Michel
- Anzahl unterschiedlicher Arten feststellen
- Genau Bestimmung der einzelnen Pilzen
Jürgen, Harald und Dieter
Danke euch erst einmal. Ich werde erst einmal mit einfachen Dingen anfangen. So wie ich das bisher schon an gelesen habe, kann man schon mit Obst verschiedene Pilze züchten.
Ich versuche es mal, das ich ein Apfel gammeln lasse und danach davon eine probe nehmen, zum impfen auf einen Nährboden.
Mal sehen was dabei heraus kommt und wie das so klappt.
Ich habe mir mal Malzextrakt-Agar-Fertigplatte 55x15mm bestellt. Auch muss ich mir noch was für Abelsche Flüssigkeit besorgen. Das meiste habe ich schon.
Danke noch mal an Ralf Wagner für den Tipp Salmiakgeist im Baumarkt zu besorgen.
Danach werde ich einen Apfel zur Seite legen und die Natur ihren lauf nehmen lassen. Ich bin am Überlegen, ob ich das mal Genau Bildlich fest halte. Apfel vor dem Befall und alle 3 Tage mal ein Bild machen, von dem Apfel. Bis man den Befall sehen kann. Danach impfen der Fertigplatten und auch da wieder mit Bildern Dokumentieren.
Zum Schluss das ganze unter dem Mikroskop, wie das dort so aussieht.
Ob das alles so klappt, werde ich sehen. Braucht halt nur alles seine Zeit ;)
Wenn ich alles so weit zusammen habe, werde ich mal einen neuen Thread auf machen und die Bilder Dokumentation euch zeigen.
Wenn noch jemand Hilfreiche Tipps hat, kann er das gerne hier rein schreiben.
Hallo Mike
ZitatAuch muss ich mir noch was für Abelsche Flüssigkeit besorgen
Was willst du denn damit anstellen?
Zitat- Anzahl unterschiedlicher Arten feststellen
- Genau Bestimmung der einzelnen Pilzen
Ich denke, dass dein Entschluss, zuerst mit einfacheren Dingen zu beginnen sehr sinnvoll ist.
Als Tipp, den Apfel zuerst gründlich mit heissem Wasser abwaschen und anschliessend mit einem sauberen Tuch trocken reiben.
Das Obst wird meist mit einer Wachsschicht versehen, um solche Erfolge zu vermiesen. Die Luftfeuchtigkeit ist momentan auch nicht so günstig, um Schimmel zu züchten, da durch die Heizperiode tendenziell das Klima eher zu trocken ist und dir so der Apfel bloss trocknen aber nicht schimmeln will.
ZitatWas willst du denn damit anstellen?
Abelsche Flüssigkeit ist dazu da, das man ohne Probleme den Pilz unter dem Mikroskop beobachten kann.
Wenn man diese so einfach mit Wasser unter das Deckglas bringt, hat man zu viel Luft im Präparat.
Das kann man damit umgehen.
ZitatIch denke, dass dein Entschluss, zuerst mit einfacheren Dingen zu beginnen sehr sinnvoll ist.
Als Tipp, den Apfel zuerst gründlich mit heißem Wasser abwaschen und anschliessend mit einem sauberen Tuch trocken reiben.
Das Obst wird meist mit einer Wachsschicht versehen, um solche Erfolge zu vermiesen. Die Luftfeuchtigkeit ist momentan auch nicht so günstig, um Schimmel zu züchten, da durch die Heizperiode tendenziell das Klima eher zu trocken ist und dir so der Apfel bloß trocknen aber nicht schimmeln will.
Danke. Werde ich noch zwei andere Obst Sorten dazu nehmen. Bananen und Mandarinen haben wir auch.
Letztens mussten wir Mandarinen entsorgen, das sie ein wenig zu viel grün ab bekommen haben ;)
Hallo Mike
ZitatAbelsche Flüssigkeit ist dazu da, das man ohne Probleme den Pilz unter dem Mikroskop beobachten kann.
Wenn man diese so einfach mit Wasser unter das Deckglas bringt, hat man zu viel Luft im Präparat.
Diese Lösung kenne ich nicht. Somit kann ich nicht beurteilen, ob die dazu geeignet ist.
Ich benutze als Dispersionmittel meist 1/4 Ringerlösung, gepufferte Pepton-Salz-Lösung, oder einfach eine physiologische Kochsalzlösung 0.9%ig. Alle Lösungen sterilfiltrieren.
Zitat von: Segu in Februar 21, 2010, 08:58:51 VORMITTAG
ZitatAbelsche Flüssigkeit ist dazu da, das man ohne Probleme den Pilz unter dem Mikroskop beobachten kann.
Wenn man diese so einfach mit Wasser unter das Deckglas bringt, hat man zu viel Luft im Präparat.
Diese Lösung kenne ich nicht. Somit kann ich nicht beurteilen, ob die dazu geeignet ist.
Jeder Pilzkundler kennt die Abelsche Flüssigkeit. Sie sind demnach ein
werdender Pilzkundler.
Nix für ungut.
KH
Kryptogamen-Praktikum
Dr.Franz Schömmer Seite 229
Abelsche Flüssigkeit:
96 %iger Alkohol 25 ccm (Aus dem Baumarkt Brennspiritus)
Liquor Ammonii caustici 25 ccm (Aus dem Baumarkt Salmiakgeist 10%)
Glycerin 15 ccm (Aus der Apotheke)
Destilliertes Wasser 30 ccm (Aus dem Baumarkt)
Es soll auch mit Pril gehen, habe ich aber noch nie getestet. Es geht ja nur darum, die Luft weg zu bekommen.
Viele Wege füren nach Rom :D
Naja bis jetzt gings bei mir Ohne.
Gepufferte Pepton-Salz-Lösung hat bis heute dazu gereicht.
Pepton ist schwach grenzflächenaktiv und begünstig deshalb den Zerfall von Zelklumpen und Verbänden. Probleme mit Luftblasen hatte ich bis anhin noch nie gehabt. Bei Bedarf gebe ich der Lösung ein Tensid dazu max. 0.1%
Noch eine kleine frage dazu. Schimmelpilze enthalten ja auch Gesundheitliche Gifte.
Wie wird eigentlich der Nachweis von diesen gemacht?
Hallo Herr XXXX
Danke für die Info.
Aber ich glaube jetzt nicht, das ich dort Auskunft bekomme, wie das gemacht wird.
Wenn noch jemand Informationen zu dem Thema hat, Giftstoffe bei Schhimmelpilze, wäre ich dankbar.
Hallo Herr XXXX
Ihre Antwort mit dem Aflatoxin hatte mich ein wenig gewundert. Darum habe ich noch mal nach gelesen.
Quelle: http://www.schimmel-schimmelpilze.de
Aflatoxin B1
Aflatoxine gehören zu den Schimmelpilzgifte (Mykotoxine). Zur Gruppe der Aflatoxine gehört das Aflatoxin B1. Aflatoxin B1 ist ein blauer, kristalliner Feststoff. Er ist der am stärksten Krebs erzeugende Pflanzenstoff. Insgesamt sind heute 6 verschiedene Aflatoxine bekannt: B1, B2, G1, G2, M1, M2
Aflatoxin B1 wird von den Schimmelpilzen Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus gebildet und kann hauptsächlich vorkommen in Reis, Nüssen, Leber, Nieren, Erdnüssen, Erdnussschrot, Baumwollsamenmehl und andere Ölsaatrückstände, Futtermittelzusätzen, gemahlenen Mandeln und Muskatnüssen, Pistazien, Feigen und Getreide.
Bekannte Mykotoxine sind:
* Aflatoxine
* Alternariol
* Cephalosporin
* Chaetomin
* Citrinin
* Deoxynivalenol (DON)
* Ergotalkaloide
* Fumagillin
* Fumonisine
* Gliotoxin
* Griseofulvin
* Mycophenolsäure
* Ochratoxine
* Patulin
* Penicillin
* Penitrem A
* Roquefortin C
* Satratoxin
* Sterigmatocystin
* Trichothecene
* T-2-Toxin
* Tenuazonsäure
* Viomellein
* Verrucosidin
* Verruculogen
* Xanthomegnin
* Zearalenon
Der Begriff hier ist Mykotoxine, bei Schimmelpilze.
Hallo Mike
ich könnte noch folgenden Buchtipp beisteuern, falls noch nicht bekannt
http://www.amazon.de/Giftpilze-Pilzgifte-Lutz-Roth/dp/3933203422/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1266853919&sr=8-1
Sehr schönes Buch!!
Viel Glück
Bernhard
Hallo Bernhard
He cool, danke dir. Habe eben mal bei Amazon geschaut. Hört sich schon mal sehr gut an und kostet fast nichts, das Buch.
Danke dir, werde es mir mal besorgen und mal dort lesen ;D
Meine Frau was noch nicht was ich vor habe ;)
Zitat von: Mike Guwak in Februar 22, 2010, 16:56:22 NACHMITTAGS
Meine Frau was noch nicht was ich vor habe ;)
Du kannst Sie ja mal mit einer wunderschönen Schimmelpilzsammlung überraschen. Das kommt nach meiner Erfahrung immer gut ;D ;D
Tschüss
Bernhard
Sehr geehrter Herr XXXX,
warum nicht die Quelle angeben, wo Sie diesen Text kopiert haben?
http://www.biochemie.de/dc/aflatoxine.html
MfG,
Martin Bemmann
Hallo Martin
Jetzt bist du mir zuvor gekommen.
Wollte ich auch gerade schreiben.
Hallo Herr XXXX,
ZitatSehr geehrter Herr XXXX,
warum nicht die Quelle angeben, wo Sie diesen Text kopiert haben?
;D ;D ;D Wunderbar.
Kleiner Tipp, etwas umformulieren, dann fällt es nicht so schnell auf.
Amüsierte Grüsse,
EV
Ist das nicht schon Urheberrechtsverletzung? :-\
ZitatIst das nicht schon Urheberrechtsverletzung?
Es ist!
Zitat von: Florian Stellmacher in Februar 22, 2010, 19:42:36 NACHMITTAGS
Ist das nicht schon Urheberrechtsverletzung? :-\
Nur wenn Sie der fleißigen Aufzählung technischer Arbeitsschritte eine
"gewisse Schöpfungshöhe" zubilligen können. ;D
Hallo Herr XXXX
Meine Frau hat sich das eben mal durch gelesen.
Die frage die sich mir stellt ist, das mit dem Antimykotika Zerstäuber, den sie hier erwähnen.
Antimykotika sind doch Medikamente, die bei lokalem Pilzbefall auf der Haut oder Schleimhäuten helfen soll.
Was hat das jetzt damit zu tun?
Ich würde Sanosil S010 versuchen.
Antimykotika sind Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen.
Darum ist mir nicht klar, was ich mit so einem Mittel soll, wenn ich Mikroskopiere.
Und weil ich jetzt den Schimmelpilz eines Apfels oder vom Brot mal ansetzen möchte, brauche ich keine Desinfektion in meinem Raum.
Das ich meine Nase nicht gerade darüber halten soll, ist mir klar.
Wenn ich mit einer Nährlösung einmal über den Boden gehe, finde ich bestimmt genau so viele Pilze, nach einer Weile. Und ich lebe immer noch.
Hallo Herr XXXX,
es handelt sich bei dem Foto wohl um Sporangien, die auch schon Sporen abgeworfen haben. Stammt das Foto von Ihnen? Ansonsten bitte ich um ein Zitat bzw. Legitimation, dies hier zu zeigen.
Detlef Kramer
Eine Frage in die Runde, die mir vielleicht einer beantworten kann.
Das Wort Antimykotika .
Einiges kann ich mir selber denken
Anti = gegen
myko = mykose (Bezeichnung einer Infektionskrankheit durch Pilze im lebendem Gewebe)
tika = Ja genau, was bedeutet das eigentlich?
Hallo Mike,
das würde ich mit "Mittel" übersetzen, wobei "-tika" der Plural von "-tikum" (Neutrum) ist.
Beispiele:
Antimykotikum - Antimykotika = Mittel gegen Pilze
Diuretikum - Diuretika = Mittel zum Entwässern
Antiemetikum - Antiemetika = Mittel gegen Übelkeit
etc.
Grüße,
Florian
Hallo Florian
Danke dir. Habe mal ein wenig noch google.de geschaut.
Alles was ich nur zu Antimykotika finden kann ist, aus dem Medizinischen. Und wenn ich das als nicht Mediziner zusammen setze, kommt hier wohl das Wort myko = mykose zum tragen.
Und eine Mykose ist eine Erkrankung. Darum habe ich mich jetzt gewundert (Meine Frau ist da der Zünder gewesen) das man hier auch von Mittel spricht, wo ich z.B. eine Wand mit besprühe.
Hallo Mike,
an die Wand würde ich ein Fungizid sprühen aber kein Antimykotikum. Das klingt fast so, als wenn man mit Antibiotika die Toilette putzen würde (ein teurer Spaß mit unklarem Ausgang...) ;D
Keimfreie Grüße,
Florian
Danke dir Florian
Darum ist mir das vom Herrn XXXX auch ein Rätzel
ZitatAuf alle Fälle gehören Mundschutz und Handschuhe zur Grundausrüstung. Zudem muss in der Nähe ein Zerstäuber mit einem Antimykotikum sein. Weitere Angaben sind in diesem Buch aufgeführt.
Zitat"Antimykotika" ist ein Sammelbegriff für Mittel, die Pilze unschädlich machen, sei es in der Medizin oder im technischen Gebrauch.
Wobei es mir hier um den technischen Gebrauch geht. Diesen Teil hatte ich nicht verstanden.
Warum ich eine Medizin beim Mikroskopieren dabei stehen haben sollte.
Vielleicht kann Herr XXXX mir erklären, wie er das technische meinte.
Zitat von: Mike Guwak in Februar 22, 2010, 22:27:42 NACHMITTAGS
Und wenn ich das als nicht Mediziner zusammen setze, kommt hier wohl das Wort myko = mykose zum tragen.
μύκης = Pilz (griechisch). Das Wort wurde nicht von Medizinern erfunden ...
Fungizid = (lat) fungus + caedo fällen
Die Medizin scheint die griechischen Wörter zu usurpieren und der Technik die lateinischen zu überlassen.
αγαθης νυκτος
Franz
Hallo!
Im üblichen - zumindest deutschen - medizinichen Sprachgebrauch werden am Menschen anzuwendende Medikamente gegen Pilze "Amtimykotika" genannt, pilzabtötende Substanzen zur Desinfektion hingegen eher "Fungizide".
Wie Florian schon ausführte, bezeichnet man antibakterielle Desinfektionsmittel ja auch nicht als "Antibiotika".
Der "Zerstäuber" ist übrigens auch so eine Sache: Die sogenannte "Sprühdesinfektion" ist nicht mehr Stand der Wissenschaft, stattdessen soll eine "Wischdesinfektion" erfolgen. Nichts desto trotz werden viele Desinfektionsmittel immer noch in Sprühflaschen verkauft, man sollte die Substanzen aber nach dem Aufsprühen dann wenigstens verwischen.
Ich denke, Herr XXXX wollte einfach darauf hinweisen, dass bei der Arbeit mit Pilzen ein fungizides ( und sporizides ) Desinfektionsmittel bereitstehen sollte.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Danke dir. Nur wenn mir jemand Fremdwörter nur nennt, gehe ich der Sache auf den Grund.
Und wenn ich da bei meiner Suche auf Ungereimtheiten stoße, ist es nur verständlich das ich da nachfrage.
Und wenn meine Frau (Sie arbeitet im Medizinischen Bereich) mir dann noch erzählt, um was es sich handelt, kann ich das nicht verstehen, wie man Wörter schreiben kann, aber nicht weis was sie bedeuten.
Was ein Desinfektionsmittel angeht, so habe ich das auch nicht verstanden.
ZitatDie Sache ist die Selbe wie bei den Bakterien. Aus seuchepolizeilichen Gründen ist das Arbeiten mit tier- oder humanpathogenen Pilzen verboten. Wie es mit den Pilzgiften steht, weiss ich nicht. Doch auch hier könnten gewisse Vorsichtsmassnahmen gelten.
Das war nie meine Absicht zu untersuchen. Und das habe ich ja geschrieben. Ich meine ich bin ja ein wenig verrückt, aber ich würde mir solche Kulturen bestimmt nicht zu hause halten.
Dazu habe ich keine Erfahrung. Und das will ich ja nicht. Diese Gefahren sind mir bewusst. Jeder hatte bestimmt schon mal eine Pilzinfektion. Das ist nicht lustig.
Das sagt mir aber der gesunde Menschenverstand.
Ich glaube nicht das jeder von euch hier, gleich die Chemische Keule raus holt, wenn er verdorbenes Obst oder Gemüse hat.
Hallo!
Ich persönlich habe mich nie mit Pilzen in der Mikroskopie beschäftigt und kann deshlab wenig über konkrete Gefahren sagen. Mir sind solche Kulturen daher auch etwas suspekt, eher jedoch wegen meines speziellen Nichtwissens. Die vorsichtige Arbeit mit Brotschimmel ist aber sicher eher ungefährlich. Es gibt natürlich bei den Pilzen mehr oder weniger pathogene ( also krankheitserregende ) Arten, die Hauptgefahr liegt im Einatmen und Verschlucken der Sporen. Manche Pilze erzeugen krebserregende Gifte ( z.B. Aflatoxine ).
Bei entsprechend anfälligen Menschen sind allergische Reaktionen mit chronischer Bronchitis / Asthma möglich, die Hauptgefahr des gefürchteten "Schimmels" in Häusern.
Beim Arbeiten mit Plizen sollte daher grundsätzlich Luftzug vrmieden werden und der Mundschutz ist in der Tat nicht die schlechteste Idee. Obgleich der typische medizinische Mundschutz kein absoluter Schutz ist, da er konstruktionsbedingt mehr die Verbreitung von ausgeatmeten Keimen durch den Mundschutzträger verhindert als die "Einatmung" derselben. Als sogeannnte "opportunistische Erreger" sind die meisten Pilze für Gesunde weniger gefährlich, können jedoch bei immungeschwächten Menschen ( z.B. angeboren oder nach einer Chemotherapie ) lebensgefährliche und schwer zu behandelnde Infektionen hervorrrufen.
Die von Mike angesprochenen Pilzinfektionen, die "fast jeder schon einmal hatte", sind in der Regel Infektionen durch Candida, die auch natürlicherweise auf der Haut und in der Vagina vorkommen und sich dann gerne verbreiten und zu einer "Mykose" führen, wenn ihre Mitbewohner, nämlich die Bakterien der normalen Hautflora, durch eine Antibiotikatherapie abgetötet wurden.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Mike
Es ist sehr aufwendig und kann nur in einen Labor mit teuren Die bisherige Standardmethode zur Untersuchung auf Schimmelpilzgifte ist das HPLC (High Performance Liquid Chromatography) Verfahren, das ein gut ausgestattetes Labor, teure Geräte, Chemikalien und gut ausgebildetes Personal benötigt. Viele Milch- und Kaffeeproduzenten beauftragen daher externe Lebensmittellabore mit der Untersuchung ihrer Proben. Eine einfachere Methode ist das ELISA (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay) Testverfahren, welches Mykotoxine jedoch erst in einer Konzentration nachweisen kann
Liebe Grüsse Jürgen
Hallo Jürgen
Ich danke dir. Zumindest ist mir jetzt klar geworden, wie solche Untersuchungen von Mykotoxine gemacht wird.
Klingt sehr spannend, aber wie du schon geschrieben hast, für mich nicht möglich.
Jetzt muss ich erst einmal die Hürde nehmen und überhaupt was zustande bekommen. Ein wenig habe ich was bestellt, was man so dazu braucht, um Kulturen an zu legen.
Danach geht es ans üben und testen.
Auch habe ich noch ein Buch gefunden, welches ich mal bei subito mir bestellt habe
Liliane E. Petrini; Orlando Petrini:
Schimmelpilze und deren Bestimmung
2008. 2. Auflage. VII , 147 Seiten, 28 Abbildungen, 9 Tabellen, 23x14cm, 350 g
Sprache: Deutsch
(Bibliotheca Mycologica, Band 204)
ISBN 978-3-443-59106-9, brosch.
9 schw. -w. Tabellen, 28 Abbildungen.
Da stehen auch noch einige Tipps. Ich danke allen hier, die mir bei diesem Thema weiter geholfen haben.
Und ich hoffe, das ich euch als Dank mal meine erste Probe zeigen kann.
Hallo,
vielleicht nur ein paar ergänzende Bemerkungen:
- Wie Peter bereits angeführt hat, sollten immunsupprimierte Personen sicherheitshalber einen weiten Bogen um Schimmelpilze machen! Dazu sind auch Schwangere oder Personen die gerade "Wunden im HNO-Bereich" haben, z.B.: Wurzelbehandlungen beim Zahnarzt,..., zu zählen!! Oberflächliche Pilzinfektionen (Hauterkrankungen) mögen in der Regel noch "einfach" zu therapieren sein, systemische Mykosen - auch durch nicht pathogene Pilze - sind dagegen schwer zu behandeln und können im schlimmsten Fall sogar tödlich enden!
- Gleichzeitig möchte ich die Möglichkeit aufzeigen sich beim Hausarzt auf Schimmelpilzallergie testen zu lassen, falls jemand an Asthma, ... leiden sollte oder sonst ein Verdacht besteht. (Da allerdings nur wenige Allergene zur Verfügung stehen kann man solchen Test auch nur bedingt vertrauen)
Zusammenfassend: Ich möchte hier niemandem den Spass an solchen Untersuchungen nehmen, man sollte sich aber bewusst sein, dass man beim Umgang mit (Schimmel)Pilzen vorsichtig sein sollte, besonders wenn man zu Hause keine kontrollierbaren Bedingungen (Stichwort lamina flow) hat.
liebe Grüße
Bernhard
Danke an Michael Kallmeyer der mir dieses als PM geschickt hat.
Danke dir Michael für deine Tipps.
Ist ja einiges zusammen gekommen. Danke euch allen noch mal.
ZitatHallo Mike,
ich wähle einmal das Du. Wenn Du das Du nicht möchtest, stauche mich zusammen.
Ich wollte Dir eigentlich schon Gesten schreiben, bzw. posten.
Mike ich benutze immer als erstes zum anschauen unter dem Mikroskop einen Tesafilmabzug. Das heißt ein Stück klaren Tesafilm auf die betroffene Stelle kleben und wieder abziehen, auf den OT kleben und beobachten. Geht anstandslos, beim 40er wirt´s etwas kritisch, beim durch den Film sehen. Ich drehe den Film dann mit dem Rücken zu OT und lege ein Deckglas auf. So habe ich bisher allerhand bestimmen können.
Zur Kultur: Es ist immer noch Standart auf Malzaggar zu kultivieren. Sein Vorteil ist, er ist preiswert, selber herzustellen und man kann mit den Malzkonzentrationen spielen.
Wenn Pilze gar nicht so wollen wie ich will, richte ich einen Aggar nur mit Leitungswasser her, da hat der Pilz nur das schwer aufschließbare Polysaccharid Aggar-Aggar und die Nährstoffe aus dem Leitungswasser. Das hat bisher immer gut Funktioniert.
Unsere Mikrobiologen legen fürs Praktikum im Haus immer Malzaggar-Platten aus um sie dann im Praktikum auszuwerten. Das ist eine gängige Methode die auch in Wohnräumen angewendet wird um Pilzsporenkonzentrationen zu ermitteln.
Ich hoffe, dass ich Dir etwas helfen konnte, Michael
Hallo Mike
Zitat
Zitat
Die Sache ist die Selbe wie bei den Bakterien. Aus seuchepolizeilichen Gründen ist das Arbeiten mit tier- oder humanpathogenen Pilzen verboten. Wie es mit den Pilzgiften steht, weiss ich nicht. Doch auch hier könnten gewisse Vorsichtsmassnahmen gelten.
Das war nie meine Absicht zu untersuchen. Und das habe ich ja geschrieben. Ich meine ich bin ja ein wenig verrückt, aber ich würde mir solche Kulturen bestimmt nicht zu hause halten.
Dazu habe ich keine Erfahrung.
Absicht oder nicht Absicht?! Aspergillus Sporen http://aspergillus-niger.com/aspergillus.html gibt es mit Risikogruppe 1+2 , beide können auf Lebensmitteln vorkommen (Der Umgang mit Mikrooganismen der Risikostufe 2-4 ist bewilligungspflichtig).
Solange man nicht weiss, was man züchtet, muss man davon ausgehen, dass man einen möglicherweise pathogenen Mikroorganismus züchtet.
...Gründsätzlich gilt: Isolate, die weiter bearbeitet werden sollen, müssen so weit identifiziert werden, dass man ihr Gefährdungspotential abschätzen und sie der entsprechenden Risikogruppe zuordnen kann...
Somit wären für unbekannte Mikroorganismen die mindest Schutzanforderungen Schutzstufe 2
(sh. dazu Eckhard Bast; Mikrobiologische Methoden, Seite 35ff, inbesondere Seite 40)Ich würd Dir vorschlagen, vorerst mit saccharomyces cerevisiaeuerst (Bierhefe, Bäckerhefe) erste Erfahrungen im Umgang mit Mikroorganismes zu erfahren.
- Zucht auf verschiedenen Nährböden oder Nährstoffen
- Bestimmen von konzentrationen
- Vitalfärbungen
- Stoffwechsel CO2 Bildung, und dgl.
- Steriles arbeiten
- u.v.m
Sobald die nötige Erfahrung vorhanden sind, kannst Du immer noch einen Schritt weiter gehen.
Hallo Michel
Danke dir. Aber ich werde es so machen, wie ich es denke und für richtig halte. Ich sehe das ganze ein wenig anders.
Diese Themen haben wir auch immer wieder, wenn es um Chemikalien geht. Und so sehe ich das auch hier. Ich habe jetzt mit einigen auch gesprochen, die das beruflich machen.
Von ihnen habe ich noch gute Tipps bekommen, auf was ich achten soll. Ich hoffe das mein Nährboden diese Woche noch kommt. Erst wenn ich diesen habe, lasse ich mal was
verschimmeln und versuche danach eine Kultur.
Wie schon geschrieben, ist mir klar, das eine reine Kultur gefährlicher ist, als eine die auf Obst oder Gemüse vor kommt.
Aber ich spiele ja nicht Frankenstein. Kalilauge ist auch gefährlich und kommt immer auf die Konzentration auch an. So sehe ich das hier auch.
Ich danke noch mal allen hier und werde jetzt das Thema hier zu machen, weil es eigentlich schon lange OT ist :D
Wenn ich was erreicht habe, werde ich es hier zeigen.