Hallo!
Genau die Frage stellt sich mir, denn ich finde das Ortholux I hier erstaunlich selten erwähnt, zumindest ist mir kaum erinnerlich, dass jemand einmal im Vorstellungsthread angegeben hätte, mit einem Ortholux I zu mikroskpieren.
Eigentlich ist mir die wohl realtiv geringe Verbreitung in Hobbyistenkreisen nicht so ganz erklärlich, denn das Ortholux I - ehemals ein "Flaggschiff" von Leitz in den Fünfzigern und Sechzigern - hat einige unbestreitbare Vorteile:
1) Es wird relativ häufig bei ebay zu recht moderaten Preisen angeboten bzw. ist zu moderaten Preisen zu ersteigern.
2) Es ist ein grundsolides, extrem robustes ( und ca. 10 kg(!) schweres ) Mikroskop, das sich trotz oft erheblicher Gebrauchsspuren zumeist in mechanisch einwandfreiem Zustand befindet. Ich habe schon mehrere Ortholux-Stative gekauft und hatte nie eines mit defekter Mechanik oder ausgeprägter Verharzung. Bei dieser Leitz-Generation scheint das kein großes Thema gewesen zu sein. Das Ortholux I-Stativ ist nach meinen Erfahrungen das robusteste und fehlerunanfälligste Mikroskopstativ überhaupt. ( Natürlich kann ich mich nicht für den einwandfreien Zustand jedes bei ebay verkauften Ortholuxes verbürgen ;-) )
3) Es kommt bereits standardmäßig bereits mit einem Trinotubus, der für andere Leitz, Zeiss- oder Olympusmikroskope als Zubehör gebraucht praktisch kaum erhältlich ist, und wenn, dann oft zu sehr hohen Preisen.
4) Obgleich es über getrennten Grob- und Feintrieb verfügt, liegen diese ergonomisch so günstig, das man damit absolut intuitiv und gerne arbeitet und die heute übliche koaxiale Lagerung überhaupt nicht vermisst.
5) Obgleich für 170mm-Optik gerechnet, verweigert es natürlich seinen Dinest auch nicht mit der jüngeren Generation der 160mm-Optik, wobei natürlich auch Fremdoptik ( also Zeiss etc. ) eingesetzt werden kann.
6) Der Lichtweg und die große Dimensionierung und das technische Design der lampenhäuser erlauben viele Eingriffe, z.B. relativ leichten Umbau auf LED. ( Das ist allerdings meist auch notwenig, denn die originale Glühfadenlampe ist nur etzwas für Liebhaber der Morgenröte und schwer erhältlich. )
7) Es ist recht variabel, ausbaubar für Auflicht, Mischlicht.
8) Manche Zubheörteile ( Kreuztisch etc. ) sind bei ebay oft gebarcuht erhältlich.
Aber: man muss natürlich das Design der ( meist schwarzen ) und manchem vielleicht etwas klobig und ausladend erscheinenden Ortholuxe mögen. Ich mag es.....
Nachteile will ich aber auch nicht verschweigen:
Phasenrevolverkondensoren sind sehr schlecht erhältlich, manchmal defekt ( Beschichtung der Ringbleden abgsplittert ) und vergleichsweise teuer.
Schiefe Beleuchtung ist aufgrund des Kondensordesign nicht leicht zu bewerkstelligen.
Wenn man primär im Hellfeld mikroskopiert, ist das Ortholux unter Umständen keine schlechte Wahl.
Ortholux I schwarz mit Auflichtilluminator und 5-fach-Revolver ( ohne Lampenhaus abgebildet )
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32434_37997052.jpg)
Das seltenere hammerschlaggraue Ortholux I mit dem neueren, nach hinten geneigtem 5-fach-Objektivrevolver ( zumeist wird findet man aber an Durchlicht-Otholuxen den kleineren, nach vorne geneigten 4-fach-Revolver ) und einem Trinotubus der neueren, eckigen Generation:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32434_32145755.jpg)
Beide alten Schätzchen im Vergleich:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32434_37272852.jpg)
Nun noch einmal meine Frage: Mikroskopiert hier noch jemand mit einem Ortholux I???
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
na ich zum Beispiel!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32439_41996667.jpg)
Das Ortholux I ist für mich eines der schönsten Mikroskope überhaupt. Es ist auch das einzige Mikroskop, das ich zu Hause auf dem Schreibtisch tatsächlich zur Arbeit nutze. Ein moderneres Mikroskop fände ich dort einfach aus ästhetischen Gründen unpassend.
Ich habe sogar ein zweites, leider inkomplettes Ortholux I mit einem seltenen Binokulartubus und einem 4-fach-Revolver. Da fehlt allerdings die Beleuchtung.
Dein graues Ortholux I habe ich nach wie vor sonst noch nirgends gesehen (aber Du hast ja noch mehr "Fehlfarben"...)
Herzliche Grüße,
Florian
Lieber Florian,
Ups! Dein Orthoplan geht ja auch mit Zeiss KPLs fremd?! ;D
Die alte KB-Kamera ist aber nur aus Stilgründen auf dem Mikroskop, oder?
Herzliche Grüße
Peter
If it ain't black, send it back 8)
Rene.
Hallo Florian,
auf ein Ortholux gehört aber keine Zorki. javascript:void(0);
Viele Grüße
Rainer
Hallo Rainer,
stimmt, aber eine Schraub-Leica für einen vernünftigen Preis ist schwer zu bekommen.
Doswidanje,
Florian
Lieber Peter,
die Zorki ist nur ein Staubschutzstopfen, aber der Mikas sieht ohne Kamera irgendwie kofplos aus.
Die Zeiss-Okulare sind zwar ein Sakrileg, für Brillenträger sind sie aber viel besser geeignet als die Brillenträger-Periplane. Das ist nicht die reine Lehre - aber es geht.
Herzliche Grüße,
Florian
Zitat3) Es kommt bereits standardmäßig bereits mit einem Trinotubus, der für andere Leitz, Zeiss- oder Olympusmikroskope als Zubehör gebraucht praktisch kaum erhältlich ist, und wenn, dann oft zu sehr hohen Preisen.
Hallo Peter,
das alte Ortholux (in den Versionen I und II meistens schwarz lackiert*) wurde nach Wunsch mit ganz unterschiedlichen Beobachtungstuben ausgeliefert, darunter auch monokulare Tuben! Der "Phototubus mit binokularem Schrägeinblick" (Trinotubus) war keineswegs die Standardausrüstung.
ZitatMikroskopiert hier noch jemand mit einem Ortholux I???
Ich war lange Zeit in Versuchung, denn die ursprüngliche Stativform, bei der die Auflichtbeleuchtung über zwei Spiegel im Stativhals nach oben geführt wurde - also ohne den direkten Durchbruch, der erst mit dem Ortholux II kam - hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte auch schon ein Stativ hergerichtet, aber dann fiel die Entscheidung für die andere große Mikroskop-Firma. Schließlich brachte das Photomikroskop, dass ich dann gekauft habe, den binokularen Fototubus
im Gegensatz zum Ortholux gleich mit :P
Mein Ortholux hatte nur einen "Monokulartubus mit Schrägeinblick" und separate, funktionstüchtige Pol-Trinotuben kosten ein Vermögen.
Schöne Grüße, Thomas
* die eckigen , grau lackierten Ortholux-Mikroskope, die in den 1970er Jahren kamen, hießen je nach verwendetem Tubus (!) Ortholux MK oder Ortholux BK.
Lieber Thomas,
zweifellos kennst Du Dich in der Geschichte der Mikroskope besser aus als ich.
Zitatdas alte Ortholux (in den Versionen I und II meistens schwarz lackiert*)
Haben wir ein Verständnisproblem? Bislang war für mich immer das Ortholux I das "runde Schwarze" und das Ortholux II das spätere "eckige Graue". Irre ich mich da?
Zitatmit ganz unterschiedlichen Beobachtungstuben ausgeliefert, darunter auch monokulare Tuben!
Monokulare Tuben mit Fotoausgang habe ich auch schon gesehen, einen reinen Binotubus oder reinen Monotubus eigentlich nie, zuimndest ist mir der Anbliock eines derart ausgestateten Ortholux nicht erinnerlich. Natürlich gab es auch andere Tuben, aber offenbar wurde die weit überwiegende Zahl der Ortholuxe z.B. ganz im Gegensatz zu den Zeiss Standards ( wenngleich die "Mikroskopklassen ja auch nicht vergleichbar sind ) mit "Phototubus mit binokularem Schrägeinblick" ausgeliefert. Zumindest sind die auf dem Gebrauchtmarkt zu findenden Ortholuxe ( also die schwarzen ) fast immer mit "Trinos" ausgestattet.
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
ZitatZitatdas alte Ortholux (in den Versionen I und II meistens schwarz lackiert*)
Bislang war für mich immer das Ortholux I das "runde Schwarze" und das Ortholux II das spätere "eckige Graue". Irre ich mich da?
Ich glaube schon. Aber in räumlicher Nähe zu Dir kann Olaf Dir sicher noch fundiertere Auskunft zu Leitz-Mikroskopen geben.
ZitatMonokulare Tuben mit Fotoausgang habe ich auch schon gesehen, einen reinen Binotubus oder reinen Monotubus eigentlich nie, zuimndest ist mir der Anbliock eines derart ausgestateten Ortholux nicht erinnerlich. Natürlich gab es auch andere Tuben, aber offenbar wurde die weit überwiegende Zahl der Ortholuxe z.B. ganz im Gegensatz zu den Zeiss Standards ( wenngleich die "Mikroskopklassen ja auch nicht vergleichbar sind ) mit "Phototubus mit binokularem Schrägeinblick" ausgeliefert. Zumindest sind die auf dem Gebrauchtmarkt zu findenden Ortholuxe ( also die schwarzen ) fast immer mit "Trinos" ausgestattet.
Meines kam leider ganz ohne Tubus. "Tuben mit binokularem Schrägeinblick" sind in einigen Ortholux-Broschüren auf den Titelseiten abgebildet. Der "Tubus mit monokularem Schrägeinblick", den ich dann benutzt habe war zwar günstig, aber er lässt sich leider nicht zu einem Pol-Tubus ausbauen (wie es bei Zeiss durch schlichtes Einschieben eines Analysators geschieht!). Ein bisschen bereue ich immer noch, das Ortholux verkauft zu haben, denn gegenüber den großen Zeiss-Stativen hat es einen unbestreitbaren Vorteil: es ist schwarz ;D. Denn wie schrieb schon René: If it ain't black, send it back! http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/imgmar08/go-leitz_microscopes5rev.pdf
Schöne Grüße, Thomas
Hallo Peter,
wie war noch mal die Frage? Ach ja, "wer mikroskopiert noch mit einem Ortholux I ?" - Na, ich oute mich auch mal. Hier mein altes Schätzchen, auf die Schnelle ohne Blitz fotografiert...:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32469_25765734.jpg)
Allerdings muss ich gestehen, dass ich es nur noch selten hervorhole, und das obwohl ich es mit der Hillerschen LCD aufgerüstet habe. Ein passender Auflichttubus mit Fluoreszenzfiltereinsatz ist auch vorhanden, wird aber (bislang) nicht genutzt. Ebenfalls dabei: Ein Heinekondensor für Phasenkontrast mit den entsprechenden Objektiven... Inzwischen bin ich mit meinem AMPLIVAL (Endlichoptik) sehr zufrieden und "arbeite" eigentlich nur noch mit diesem, vor allem nachdem ich eine EOS 500 D adaptiert habe....
Schönes Wochenende und herzliche Grüße
Päule
Grüße in die Runde!
Ja, ich mikroskopiere auch gelegentlich mit einem Ortholux I, schwarz und werksseitig mit Interferenzkontrast ausgerüstet. Herr Hiller hat mir dafür freundlicherweise eine LED nachgerüstet, was ich gegenüber den Niedervoltlampen als einen großen Fortschritt empfinde. Bemerkenswert ist, dass beim DIC keinerlei Delaminierungsprobleme bestehen.
Daneben steht ein Zeiss GFL, welches ich häufiger benutze als das Ortholux. Während des Studiums hatte ich ein GFL (welches ich nach einiger Zeit der Nichtnutzung blöderweise verkauft hatte) und bin eben wieder beim GFL gelandet.
Dies sind meine 'beiden schwarzen Grazien'.
Liebe Grüße
Thilo Immel
Liebe Ortholux-Freunde,
ich möchte Euch nicht den Spaß verderben, aber nach meinen Leitz-Unterlagen* sind alle bisher hier gezeigten Mikroskope die Modelle Ortholux II (mit dem direkten Auflicht-Durchbruch im Stativhals)! Die Urform des Ortholux hat stattdessen (ähnlich wie das CZ Photomikroskop und die ganz frühen STANDARD Universal) einen Hebel, mit dessen Hilfe die Lichtführung über Spiegel zwischen Durchlicht und Auflicht gewechselt werden kann. Die Ortholux-Urform wurde von 1937 bis etwa Ende der 1950er Jahre gebaut.
Allerdings scheint Leitz diese Bezeichnung dann mit ein paar Varianten der Schreibweise auch für das eckige, graue Ortholux der 1970er und 1980er Jahre übernommen zu haben: Ich habe mehrmals (aber keineswegs durchgehend) die Bezeichnung "Ortholux 2" (mit arabischer 2) gefunden. Ausgerechnet diese Stative hatten allerdings (alle?) eine gravierte römische II auf dem Stativhals zum Tisch hin. Auch das Handbuch dieses Stativ ist mit "Orthlux II" überschrieben.
Alle Klarheiten beseitigt?
Schönen Gruß, Thomas
* Liste 512-26a: Anleitung Mikroskop ORTHOLUX II mit eingebauter Beleuchtung, Ernst Leitz GmbH Wetzlar, VII/59/DX/B.
Hier die Version mit dem Hebel zum Umschalten zwischen Auflich und Durchlicht (untem im Fuß gut zu erkennen), Seriennr. 356104
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32490_62967328.jpg)
Im Gegensatz dazu die spätere Version mit den getrennten Öffnungen (hier als Metallux)
Die untere Beleuchtung (aus dem ersten Bild) kann mit einem Adapter auch oben verwendet werden.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32490_14957477.jpg)
Gruß
Robert Götz
Hallo
Da ich nur zum Otholux ein Ultropak habe ist es neben dem Orthoplan noch regelmäßig in Gebrauch. Besonders schätze ich den prismenfreien Weg für die Fotografie. Das gibt knackig scharfe Bilder.
Für die schiefe Beleuchtung hebe ich die im Sockel eingelegte Leuchtfeldblende leicht an. Das geht trotz Berekkondesor bestens.
Gruß
Jürg
Hallo Robert,
was sind denn das für hübsche Füsschen unter dem Ortholux???
Herzliche Grüße
Peter
Zitatwas sind denn das für hübsche Füsschen unter dem Ortholux??
Hallo Peter,
das war so, als ich es gekauft habe. Vielleicht ist es eine Sonderausführung oder ein Eigenbau.
Gruß
Robert
Hallo Peter,
das Ortholux II ist auch mein Standard- und Lieblingsmikroskop (sowohl wegen des tollen Designs als auch wegen seiner Vielseitigkeit und all der anderen Gründe, die du schon aufgeführt hast).
Zu den Komponenten, die ich nach und nach erwerben konnte zählen:
Ultropak-Einrichtung (ich suche noch ein günstiges 22er Objektiv)
Auflicht-Einrichtung für Metallux
Trinokular-Tubus
Monokular-Tubus mit Fotostutzen
Pol-Monokular-Tubus mit Fotostutzen (zentrierbarer Mehrfach-Revolver dazu wird noch gesucht...)
viele Grüße
Udo Maerz
Hallo allerseits,
Antwort: ich. Mein Ortholux ist genauso schwarz, wie alle bisher gezeigten. Die Ausstattung ist ebenso, wie bereits dargestellt. So bleibt mir nur ein Kommentar zu den hübschen Füßchen:
Zitatwas sind denn das für hübsche Füsschen unter dem Ortholux???
Sicher ist es wichtig, wie man sein Ortholux aufstellt, um ergonomisch richtig damit richtig zu arbeiten:
Mein Ortholux steht auf einer Original Leitz Basisplatte 35 x 40 cm und 80 mm hoch. Die Basisplatte liegt auf einem Original Leitz Mikroskoptisch mit einer Tischhöhe von 670 mm. (Der Tisch sieht so aus wie früher die Schreibmaschinentische. Der Tisch hat seitlich 3 Schubkästen für das Zubehör.) So steht das Ortholux insgesamt auf 750 mm über Fußboden und so hat es die Fa. Leitz offenbar gewollt.
Die "hübschern Füßchen" sind offenbar ein Schritt in die richtige Richtung. Ob die aber Original Leitz sind, kann ich nicht bestätigen.
Aber mit 750 mm in Summe über Grund bin ich sehr zufrieden. Und man braucht dazu nur noch einen anpaßbaren Computersessel.
mfG
Wolfram Weisshuhn
Guten Abend,
ich habe ein schwarzes Ortholux (I oder II) mit Polarisationseinrichtung aus einem ausgemusterten Laborbestand erstanden. Leider wurde es nicht unter optimalen Umständen gelagert. Es ist auch eine Menge Zubehör dabei, mit dem ich teilweise nicht weiß wozu es gut ist. Ich hatte auch noch nicht die Zeit mich intensiv damit zu beschäftigen. Ich habe es zumindest in einen arbeitsfähigen Zustand gebracht.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/32520_45598209.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32520_55192376.jpg)
Über den Messaufsatz (zweites Bild), haben wir schon mal im Forum hier diskutiert.
Viele Grüße aus Kärnten
Wilhelm Meister
Guten Abend,
wer keinen MIKAS mit Leica oder Zorki oben drauf hat, läßt den Fotoausgang offen, daß man annehmen könnte, das Mikroskop sei mit einem Halter für einen Kaffeebecher ausgestattet. Hat es von Leitz denn keine Abdeckungen für diese Öffnung gegeben? Dann sollte man zumindest mit einem Spraydosendeckel dafür sorgen, daß sich auf den Prismen kein unnötiger Staub ansammeln kann. Ein kleiner Plastikbeutel mit Gummiband oder etwas Frischhaltefolie erfüllen denselben Zweck.
Viele Grüße
Bernd
ZitatÜber den Messaufsatz (zweites Bild), haben wir schon mal im Forum hier diskutiert
Hallo Wilhelm,
das ist ein "
Okular zur Analyse des reflektierten Lichts", von Max Berek entwickelt zur konoskopischen Kompensation nach Mac Cullagh. Eine "...
speziell an erzmikroskopische Untersuchungen angepaßte Apparatur. Es enthält außer der abbildenden Optik ein- und ausschaltbar ein Glimmerplättchen und einen Analysator, beide für sich drehbar eingerichtet und mit Meßkreis versehen. Das für schrägen Einblick konstruierte Okular besitzt ferner ein Fadenkreuz, auf das die Augenlinse fokussierbar ist, sowie ebenfalls im Gesichtsfeld eine Irisblende. Die über die Augenlinse einklappbare und fokussierbare Lupe dient zur konoskopischen Beobachtung." (aus Berek, M. (1953): Rinne-Berek, Anleitung zu optischen Untersuchungen mit dem Polarisationsmikroskop. 2. Aufl., E. Schweizerbart'sche verlagsbuchhandlung, Stuttgart, S. 323 ff.)
Ein ziemlich spezielles Gerät also, mit dem man die Anisotropieparameter von Erzen und anderen opaken Stoffen bestimmen kann.
Viel Erfolg beim weiteren Herrichten - und: bitte leg' einen Deckel auf den Fototubus. Sonst staubt gleich wieder Alles ein ;)
Schönen Gruß, Thomas
ZitatDann sollte man zumindest mit einem Spraydosendeckel dafür sorgen, daß sich auf den Prismen kein unnötiger Staub ansammeln kann. Ein kleiner Plastikbeutel mit Gummiband oder etwas Frischhaltefolie erfüllen denselben Zweck.
Hallo Bernd,
auf dem Bild von meinem Metallux ist es nicht so gut zu erkennen, aber genau so ein Spraydosendeckel ist da oben drauf.
Gruß
Robert
Hallo allerseits,
ZitatHat es von Leitz denn keine Abdeckungen für diese Öffnung gegeben?
Es bedarf aus der Sicht von Leitz keiner "Abdeckung". In die Öffnung kommt im einfachten Fall ein feststellbarer Einsatz (Red-Stück) für ein ganz normales "Single" Okular. Darauf kann man den MIKAS aufbauen.
mfG
Wolfram Weisshuhn
Hallo,
sind das schöne Ortholuxe - und manche werden nur als Ersatzgerät verwendet.
Schade, dass die nicht im Mikromarkt sind. :-)
Passend zum Faden gibt es jetzt bei ebay ein Schnäppchen - "nur" 650 TeuroMark.
Gruß
Johannes R.
Zitatassend zum Faden gibt es jetzt bei ebay ein Schnäppchen - "nur" 650 TeuroMark.
Dabei gibt es Ortholuxe wirklich manchmal als Schnäppchen. Vor geraumer Zeit lief ein Ortholux mit Grundplatte und Fluoreszenzeinrichtung. HG-Hochdrucklampe und Vorschlatgerät bei ebay mit einem Gebot um knapp 250 EUR aus! Ich könnte mich heute noch in den Allerwertesten beißen, dass ich da nicht mitgeboten habe...
Herzliche Grüße
Peter
( PS: Lieber Herr Weisshuhn - würden Sie uns denn Ihr Prachtstück auf originalem Leitz Mikroskoptisch einmal zeigen? )
Hallo,
vielen Dank, Thomas, für die Information aus dem Rinne-Berek. Das Gerät wurde in einem mineralogischen Labor verwendet, aber es wußte jetzt keiner mehr, was konkret damit angestellt worden war.
Vielen Dank an alle für die Tips mit der Abdeckung. Wird sofort erledigt.
Viele Grüße aus Kärnten
Wilhelm
Hallo,
auch ich ich kenne das schwarze Leitz Ortholux. Mit seiner besonderen Stativform ist es kaum zu übersehen. Sie gibt diesem grossen Mikroskop Stabilität und Ruhe. Der Feintrieb ist wirklich eine "feine Sache" und ermöglicht eine sehr präzise Arbeit. Die Leistung der Leitz Objektive mit der Bezeichnung: Pv Apo 40:1 / A 0, 70 / 170 / 0,11-0,23; Pv Fl Oel 70:1 / A 1,15 / 170 / 0,17 oder das Fl Oel 95:1 /A 1,32 / 170 / 0,17 sind beeindruckend. -
Verschiedene Mikroskop-Hersteller bauten schwarze Stative. Ich zähle hier Einige auf:
- M 20 von Wild Heerbrugg
- Zetopan von Reichert Austria
- S-KT von Nikon
- GFL von Zeiss
- ect., ect.
Diese Auflistung ist überhaupt nicht vollständig . Alle diese Mikroskop-Stative sind mit einer Oberfläche versehen, die Heute nicht mehr zu finden ist. Sie zeugt von einer hohen Handwerkskunst.
Freundliche Grüsse
Arnold Büschlen
@ Peter Voigt: Zu Punkt 6: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3985.0 , diese Bilder wurden mit der orig. Lampe am Leitz Ortholux gemacht!
Hallo!
Von der Schönheit des mehr oder weniger matten Glanzes und der Haptik bei zugleich ausgeprägter Unemfindlichkeit der Oberflächen schwarzer Mikroskopstative bin ich auch immr wieder fasziniert.
Weiss eigentlich jemand, in welchem Verfahren diese hergestellt wurden? Ist es eine "Lackierung"?
Herzliche Grüsse
Peter
Hallo Ortholux Freunde,
das Stativ war sicher das mit dem umfangreichsten Zubehör aller Zeiten! Es gibt eine ultimative Informationsquelle, und die ist zufällig sogar gerade auf ebay angeboten (Nr. 320491395354). Der Preis ist allerdings ziemlich happig. Ich gehöre dieser 65 Abonnenten-Gesellschaft an und verfüge über ein Exemplar. Ich kann mal mit dem Herausgeber, einem guten Freund von mir, korrespondieren, ob er ein pdf für Interessenten zur Verfügung stellt, ansonsten könnte ich es einscannen - oder müßte ich dafür in den Bau :-[????
Gruß, Olaf
Zitat von: olaf.med in Februar 22, 2010, 13:00:59 NACHMITTAGS
Hallo Ortholux Freunde,
das Stativ war sicher das mit dem umfangreichsten Zubehör aller Zeiten! Es gibt eine ultimative Informationsquelle, und die ist zufällig sogar gerade auf ebay angeboten (Nr. 320491395354). Der Preis ist allerdings ziemlich happig. Ich gehöre dieser 65 Abonnenten-Gesellschaft an und verfüge über ein Exemplar. Ich kann mal mit dem Herausgeber, einem guten Freund von mir, korrespondieren, ob er ein pdf für Interessenten zur Verfügung stellt, ansonsten könnte ich es einscannen - oder müßte ich dafür in den Bau :-[????
Gruß, Olaf
Das Urheberrechtsgesetz wird von deutschen Gerichten streng gehandhabt. Die Urteile für Straftaten und Vergehen entsprechen denen für Diebstähle und Einbrüche. Machen Sie sich nicht unglücklich!
KH
Zitat von: olaf.med in Februar 22, 2010, 13:00:59 NACHMITTAGSdas Stativ war sicher das mit dem umfangreichsten Zubehör aller Zeiten! Es gibt eine ultimative Informationsquelle, und die ist zufällig sogar gerade auf ebay angeboten (Nr. 320491395354).
Hallo Olaf und andere Ortholux-Freunde,
sehr schöne Bilder, mit denen dieses Heft schmackhaft gemacht wird! Faszinierend, wie aus dem Ortholux ein inverses Mikroskop gebaut wurde und wie die vollmassive Mechanik des Integrationstisches an ein Okular adaptiert wurde!!
Was mir auffiel: Am Heine-Kondensor (eine der oberen Abbildungen) ist unten eine Wechselvorrichtung, die ich noch nie gesehen habe. Ich kenne nur die anlkemmbaren Filterhalter. Kann jemand dazu Angaben machen? Ist da auch ein Einschub für die kleinen Polfilterchen dabei, wie sie in den Ultropak eingesetzt wurden?
Zu den Kopien: Solange der Autor einwilligt ist die Urheberrechtsfrage kein Problem -es sei denn, es hängt auch noch ein kommerzieller Verlag daran, dem das Copyright abgetreten wurde. Herr Henkel wird zwar (wahrscheinlich zu recht) einwenden, dass das Copyright für die rechtliche Betrachtung in Deutschland wenig zur Sache tut, aber in so einer erlesenen Gesellschaft möchte man ja auch nicht unbedingt schlechte Stimmung aufkommen lassen. Ich wäre jedenfalls an einer Ausgabe (z.B. als autorisiertes PDF) interessiert.
Schönen Gruß, Thomas
Hallo allerseits,
ZitatVon der Schönheit des mehr oder weniger matten Glanzes und der Haptik bei zugleich ausgeprägter Unempfindlichkeit der Oberflächen schwarzer Mikroskopstative bin ich auch immr wieder fasziniert.
Weiss eigentlich jemand, in welchem Verfahren diese hergestellt wurden? Ist es eine "Lackierung"?
Also zunächst kann man sehen, daß das gesamte Innenleben mattschwarz tauchlackiert wurde um vagabundierendes Licht zu binden. Die Außenflächen sind (vermutlich) mehrfach lackiert und wurden zwischendurch poliert. (?) Die Erfahrung hat auch ergeben, daß die Außenlackierung empfindlich auf Schläge reagiert. Da ist also Vorsicht geboten. Aber für den Stand der Lackierungstechnik um 1950-1965 (?) dennoch eine ordentliche Leistung.
Vieleicht kann Klaus Herrmann noch etwas zu diesem Thema beitragen?
mfG
Wolfram Weisshuhn
Noch mal zum Copyright: mir ist die allgemeine Rechtslage sehr wohl bewußt - meine eigenen Werke waren auch öfter vom Mißbrauch betroffen. Hier handelt es sich aber um Erzeugnisse, die im "Eigenverlag" mit simpler Kopiertechnik erstellt wurden. Ich prüfe heute Abend, ob es einen Copyright-Vermerk gibt, parallel dazu korrespondiere ich noch heute mit dem Herausgebe. Unglücklich machen will ich mich wirklich nicht....
Gruß, Olaf
ZitatDas Urheberrechtsgesetz wird von deutschen Gerichten streng gehandhabt. Die Urteile für Straftaten und Vergehen entsprechen denen für Diebstähle und Einbrüche. Machen Sie sich nicht unglücklich!
KH
Hallo Herr Henkel,
diese Aussage ( bezüglich der
strafrechtlichen Relevanz ) mag vielleicht für ein ganz bestimmtes Druckerzeugnis gelten: " Wer Banknoten nachmacht.....", aber doch sicher nicht für
leichtere Fälle der Urheberrechtsverletzung!? Wenn dem so wäre, säßen vermutlich länsgt die gesamte deutsche Leherschaft und sämtliche Hochschuldozenten hinter Gittern.
In der Regel geht es bei Urheberrechtverletzungen doch eher um zivilrechtliche Angelegenheiten, es sei denn, es handelt sich um Raubkopien in großem Stil aus kommerziellen Gründen ( Filme etc. ).
Aber verstehen Sie mich nicht falsch:
Ich bin weit davon entfernt, dieses Thema verharmlosen zu wollen und achte selbst immer peinlichst darauf, vor allem im Internet keine Urheberrechtsverletzung zu begehen, und schätze auch insofern wirklich Ihre Warnungen.
Aber es gilt - wie immer im Leben - Augenmaß zu bewahren. Die private Kopie einen Textes oder einer Zeitschrift und die Weitergabe an enge Freunde ohne kommerzielle Absicht wird sicher nicht gleich das BKA auf den Plan rufen. Man muss seine diesbezügliche Absicht ja auch nicht der Weltöffentlichkeit kundtun.... ;)
Herzliche Grüße
Peter Voigt
Zitat von: olaf.med in Februar 22, 2010, 14:48:35 NACHMITTAGS
Noch mal zum Copyright: mir ist die allgemeine Rechtslage sehr wohl bewußt - meine eigenen Werke waren auch öfter vom Mißbrauch betroffen. Hier handelt es sich aber um Erzeugnisse, die im "Eigenverlag" mit simpler Kopiertechnik erstellt wurden. Ich prüfe heute Abend, ob es einen Copyright-Vermerk gibt, parallel dazu korrespondiere ich noch heute mit dem Herausgebe. Unglücklich machen will ich mich wirklich nicht....
Gruß, Olaf
Durch den Begriff "Copyright" ist nun eine gewisse Verwirrung in den Thread geraten. In aller Kürze hier eine Klarstellung.
Das deutsche Recht kennt kein Copyright, wie es in der angloamerikanischen Rechtswelt üblich ist. Das deutsche Urheberrechtsbgesetz ist viel strenger. Das Recht des Urhebers (Schöpfers) kann niemals an Dritte abgetreten werden. Das Recht bleibt stets an die Person des Urhebers gebunden. Ein Verkauf bzw. eine Abtretung "aller Rechte" an einen Verlag oder einen anderen Dritten ist in Deutschland nicht möglich. Man kann einem Verlag selbstverständlich das Recht zur ein- oder mehrmaligen Veröffentlichung und Vervielfältigung übertragen oder einer Privatperson das Recht zu beliebigen oder einmaligen Vervielfältigung oder Veröffentlichung, in Papierform oder auf elektronischem Wege.
Das oft auch von deutschen Veröffentlichungen gerne verwendete Copyright-Zeichen
© ist in D rechtlich bedeutungslos. Die Verlage bringen es an, um ihre Rechte im amer. beeinflußten Ausland zu sichern.
Der Herausgeber hat keinerlei Rechte an einem Werk, dessen Urheber er nicht selbst ist.
Wenn das Werk von Seiten eines Verlags eine gewisse "Schöpfungshöhe" erkennen läßt, zB durch ein besonderes Design, Layout, besonders schöpferischen Druck usw.. gilt u. U. auch der Verlag als Inhaber spezieller Rechte. Aber das wäre eine Ausnahme. Das spielt nur dann eine Rolle, wenn man das Verlagserzeugnis kopiert und diese Kopie zB im Internet veröffentlicht.
Veräußert ein Verlag alle seine Rechte an einem Werk an einen anderen Verlag (nur als Beispiel), so ist das ohne jeden Belang, weil das Urheberrecht immer beim Urheber verbleibt, ganz egal was ein Verlag mit wem auch immer vereinbart.
Das Urheberrechtsgesetz greift immer dann, wenn das Werk eine "gewisse Schöpfungshöhe" aufweist. Also die Wiedergabe von Fakten in einer Tabelle weist eine solche Schöpfungshöhe nicht auf, unterläge also nicht der Rechtsprechung nach dem UrhRGesetz. Doch schwanken die Gerichte in ihren Auslegungen und Urteilen oftmals beträchtlich. Deshalb würde ich mich niemals "darauf verlassen".
Abmahnanwälte, die besonders im Internet auftreten, haben einen Spürsinn für ungenehmigte Veröffentlichungen. Es ist nicht selten, daß sie einem Urheberrechtsgesetzverletzer - ohne Auftrag oder Kenntnis des Urhebers oder des Verlags - eine Abmahnung mit Gebührenrechnung in Höhe von 800 bis 3000 Euro ins Haus schicken, die eingeklagt wird, wenn man sich nicht dagegen mit rechtlichen Schritten wehrt. Auch wenn man gewinnt, kostet das immer eine Menge Geld. Deshalb empfiehlt es sich, stets eine
schriftliche Genehmigung des Urhebers einzuholen. Sonst ist man "dran", sollte der Urheber versterben oder handlungsunfähig werden, und die Erben oder Bevollmächtigten die Wahrung ihrer Rechte einem Rechtsanwalt übertragen.
Grüße
KH
Soweit ich weiß, handelt es sich um eine Nitrozelluloselackierung, die in mehreren Schickten durch pneumatisches Spritzen aufgetragen wurde. Dazwischen wurde sogar eingebrannt und geschliffen. Am Schluss wurde die matte Politur aufgebracht. Diese Lacke sind schlagempfindlich - sie haben lange nicht die Flexibilität der heutigen Industrielacke. Und die Lösemittelbeständigkeit ist auch nicht sonderlich hoch. Daher der Hinweis: nur feuchtes Tuch zum Abwischen nehmen!
In Gerlachs neuem Buch Geschichte der Mikroskopie steht nur ein Satz: Nach dem Krieg wurden schlechtere Lacke eingesetzt wegen Rohstoffmangel.
Timo Mappes könnte was Näheres wissen.
Hallo Thomas,
Hallo Thomas,
ZitatWas mir auffiel: Am Heine-Kondensor (eine der oberen Abbildungen) ist unten eine Wechselvorrichtung, die ich noch nie gesehen habe. Ich kenne nur die anlkemmbaren Filterhalter. Kann jemand dazu Angaben machen? Ist da auch ein Einschub für die kleinen Polfilterchen dabei, wie sie in den Ultropak eingesetzt wurden?
Das ist ein Farbkontrast Phasenkondensor (es gibt sicher noch einen gebräuchlicheren Namen dafür - den werde ich heute Abend ermitteln). Mit ihm kann man irre Farbeffekte produzieren. Wenn ich mich recht erinnere, besteht der Phasenring aus einer Polfolie, deren Schwingungsrichtung senkrecht zum Umfeld orientiert ist. Nun kann man mit dem unteren Filterwechsler noch einen komplizierten Farbfilter einschwenken, durch den das Feld innerhalb des Phasenrings komplementär zu dem außerhalb des Phasenrings angefärbt wird, und schon ist alles farbverfälscht...
Ich weiß, klingt konfus und ist konfus, aber dafür chattet man ja. Jedenfalls habe ich für heute Abend ein weiteres Problem zu klären. Bis morgen dann mit detaillierteren Infos,
Gruß, Olaf
Zitat von: Peter Voigt in Februar 22, 2010, 15:07:08 NACHMITTAGS
ZitatDas Urheberrechtsgesetz wird von deutschen Gerichten streng gehandhabt. Die Urteile für Straftaten und Vergehen entsprechen denen für Diebstähle und Einbrüche. Machen Sie sich nicht unglücklich!
KH
Hallo Herr Henkel,
diese Aussage ( bezüglich der strafrechtlichen Relevanz ) mag vielleicht für ein ganz bestimmtes Druckerzeugnis gelten: " Wer Banknoten nachmacht.....", aber doch sicher nicht für leichtere Fälle der Urheberrechtsverletzung!? Wenn dem so wäre, säßen vermutlich länsgt die gesamte deutsche Leherschaft und sämtliche Hochschuldozenten hinter Gittern.
Peter Voigt
Das Urheberrechtsgesetz kennt eine Reihe von Ausnahmen, welche die wissenschaftliche Forschung und Lehre betreffen. Doch glaubte ich, das hier im Forum unterschlagen zu können, da es sich um eine Veröffentlichung hier weder um das eine noch das andere handelt. Und was die Schule anbelangt: Ich erinnere an die Schule in Bonn, ein "Beethoven-Gymnasium", die zur Zahlung einer Entschädigung von 5.000 Mark verurteilt wurde, weil sie eine im Keramikladen gekaufte Beethoven-Büste so in ihrem Schulgarten aufgestellt hatte, daß man sie von der öffentlichen Straße aus sehen konnte. Damit war für das Gericht eine nicht genehmigte "Veröffentlichung" gegeben.
So ist das im Unglücksfalle, lieber Herr Voigt.
KH
ZitatSo ist das im Unglücksfalle, lieber Herr Voigt.
Lieber Herr Henkel,
...ich weiss! Das Leben an sich ist gefährlich, es birgt so viele Gefahren, dass man - wollte man sie alle ausschließen - sich gar nicht mehr vor die Tür trauen oder sonstwie ein Lebenszeichen von sich gehen dürfte, weil nahezu jede menschliche Regung, Tätigkeit oder münldiche oder schriftliche Äußerung nach Auslegung findiger Juristen gegen irgendein Gesetz verstößt und zu zivil-und strafrechtlichen Konsequenzen führen kann. Insbesondere im Marken- und Urheberrecht. Da verklagen Firmen Hobbysticker, die eine Tierpfote auf ein Kissen sticken, amerikanische Modelabels verklagen Leute, die ihre eigenen, gebrauchten(!) Kleidungsstücke bei ebay versteigern, weil die Firma generell den ( auch privaten ) Verkauf ihrer Produkte in Europa ( selbst, wenn in den Staaten regulär erworben ) untersagen darf......
Der einzige Grund, warum wir uns nicht alle täglich damit konfrontiert sehen, ist, dass nicht ständig solche findigen Juristen neben uns stehen. Was für den Hypochonder die Apotheken-Umschau, ist im Bereich des Urheber- und Markenrechtes die Seite www.wortfilter.de , welche ich regelmäßig lese und deren gelegentliche Lektüre ich immer wieder empfehle. Deshalb sind mir derartige Probleme durchaus bekannt.
Nochmal, Herr Henkel, ich will das alles wirklich nicht verharmlosen. Aber man muss trotzdem "normal weiterleben"...trotz all dieser Damoklesschwerter über uns!
Herzliche Grüße
Peter Voigt
Zitat von: olaf.med in Februar 22, 2010, 15:47:19 NACHMITTAGS
Das ist ein Farbkontrast Phasenkondensor (es gibt sicher noch einen gebräuchlicheren Namen dafür - den werde ich heute Abend ermitteln). Mit ihm kann man irre Farbeffekte produzieren. Wenn ich mich recht erinnere, besteht der Phasenring aus einer Polfolie, deren Schwingungsrichtung senkrecht zum Umfeld orientiert ist. Nun kann man mit dem unteren Filterwechsler noch einen komplizierten Farbfilter einschwenken, durch den das Feld innerhalb des Phasenrings komplementär zu dem außerhalb des Phasenrings angefärbt wird, und schon ist alles farbverfälscht...
Hallo Olaf,
das hört sich ja sehr spannend an. Verblüffend, mit welch aufwändigen Methoden am Kontrast herumgebastelt worden ist... Ich freue mich sehr auf weitere Informationen dazu!
Ich kenne unter dem Namen OPTICOLOR ein Zusatzgerät zum Anklemmen an die Heine- und Berek-Kondensoren, auf das Deine Beschreibung teilweise passt. Der war allerdings relativ groß (größer als die "Filterwippe" in der Abbildung mit dem Heine-Kondensor Nr. 304) und erlaubte "nur" die einheitliche Färbung des Durchlichtbildes.
Schönen Gruß, Thomas
Betr.: CopyrightAlso...., wenn ich gewusst hätte, dass ich mit meiner eher scherzhaft gemeinten Bemerkung über das Copyright so eine Welle lostrete, hätte ich die Schnauze gehalten.....
Hier meine Anfrage an Dan Kile, den Editor des "Journal of the Microscope Historical Society":
ZitatQuestion concerning copyright: Since a few days I'm a member of
"Mikroforum", a chatroom for microscopists. Recently they have an
extensive discussion on the Ortholux microscope. Nobody knew about
John Field's great article, which is a milestone, but hardly accessible.
Is there any chance to provide a few fans with a pdf or a copy? I could
arrange and distribute these. My personal approach is, that the JMHS is a
non profit publication, and the aim of authors is a broad distribution of
their message. Therefore nobody is harmed by further copies, just in
contrast, the Society might get additional attention and possibly more
subscribers. Please let me know your "official" response as Editor.
... und hier die höchstrichterliche Antwort des Editors, Herausgebers, Chefredakteurs, Herstellers und Postboten (alles in Personalunion):
ZitatRegarding copyright; I do consider the JMHS to be a copyrighted work, if
for no other reason than to protect individual authors from unauthorized
reproduction of their articles for profit. I would also be quite unhappy
about a dealer scanning in the JMHS for reproduction at a profit. Thus,
I will not provide any electronic version of an article; authors of
course are free to contact me regarding reprints or files, and they may
freely distribute their own articles on their own.
As for John's article, he has recently had 50 copies of his Ortholux
issue reprinted; indeed, one is currently for sale on ebay
(320491395354). John has generously offered that some of the profit from
this venture can be shared with us for a future JMHS publication.
Members of your chatroom group can contact John directly for an issue at
jafdf@yahoo.com.
Meine persönliche Handhabung dieses Problems wird folgendermaßen aussehen:
ich fertige mir von meinem persönlichen Exemplar eine Kopie für meinen persönlichen Gebrauch an. Diese stelle ich Freunden leihweise für den wiederum persönlichen Gebrauch zur Verfügung. Daraus dürfen diese, natürlich ausschließlich handschriftlich, interessante Passagen für den nichtkommerziellen, persönlichen Gebrauch kopieren.
Darf ich hier trotzdem einmal Werbung für dieses Organ (http://journalmicrosociety.org/), das sich mit der gesamten Breite der historischen Mikroskopie befasst, machen, oder gibt es dagegen rechtliche Bedenken?
Beste Grüße,
Olaf
Hallo Thomas,
das Teil heißt Farb-Phasenkontrast und fand offensichtlich keine große Verbreitung. Im Prinzip funktioniert es wie ein doppelter Heine Kondensor. Zwei konzentrische Röhren erzeugen zwei Kegelmantel-artige Beleuchtungsbündel, das innere grün, das äußere rot. Beide können durch Trieb in der Höhe verstellt werden womit sie innerhalb, außerhalb oder auch direkt auf dem Phasenring abgebildet werden können. Dadurch erzeugt man intensive Färbungen im Phasenkontrast.
Soweit ich weiß hat Zeiss mal was Ähnliches gebaut, allerdings ohne das geniale Heine-Konzept. Dort hieß es ,,Rheinberg-Filter"
Ich hatte eine Pol-Version in Erinnerung, bei der beide Bereiche zusätzlich unterschiedlich polarisiert sind. Hier ein Bild dieses Typs, von dem ich aber nicht weiß, ob er jemals in Produktion gelangte. Ich habe ihn auf den Kopf gestellt, damit man die Einschwenk-Mimik der Filter sieht.
ftp://ftp.min.rub.de/pub/Medenbach/Farb-Phasenkontrast.jpg (ftp://ftp.min.rub.de/pub/Medenbach/Farb-Phasenkontrast.jpg)
Die andere Anfärb-Einrichtung heißt bei Leitz Variocolor und färbt, wie Du richtig bemerkt hast, das Gesichtsfeld lediglich ein, ohne den Phasenkontrast zu beeinflussen. Das Prinzip ist einfach und ein schönes Beispiel angewandter Kristalloptik. Man benutzt eine 3,75 mm dicke Quarzplatte genau senkrecht zur optischen Achse geschnitten. Da Quarz optisch aktiv ist, wird die Ebene des linear polarisierten Lichts gedreht, der Kristall ist also in dieser Schnittlage zwischen gekreuzten Polarisatoren nicht schwarz, sondern spezifisch gefärbt, wobei die Farbe eine Funktion der Dicke ist. Dreht man nun den einen Polarisator aus seiner 90°-Stellung heraus, ändert sich die Farbe. Bild hier:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/32779_38065240.jpg)
Wem diese Erklärung zu wenig anschaulich ist, der kann den Effekt in einer Powerpoint-Animation auf meiner Homepage finden. Einfach http://homepage.rub.de/Olaf.medenbach/ anklicken, bei Downloads ,,Interferenzbilder IV" herunterladen und los geht's. Der oben beschriebene Effekt kommt in der 3. Folie. Wer Lust hat klickt einfach weiter, bunt ist's allemal. Übrigens, beim Variocolor nutzt man nur den zentralen homogenen Teil des in der Powerpoint-Animation gezeigten Achsenbildes.
Beste Grüße, Olaf
Hallo Olaf
Das Reinberg-Verfahren von Zeiss hieß Mikropolychromar. Es bestand aus einem Abbe-Kondensor mit 2 separaten Irisblenden für die Zentralstahlen bzw. für die Randstrahlen.Unterhalb der Blenden wurden farbige Glasfilter eingelegt, üblicherweise in Kontrastfarben (dunklere Zentralfilter, hellere für die Außenstrahlen). Es ergab sich sowas wie farbiges Dunkelfeld auf kontrastfarbigem Untergrund. Ich besitze zwar noch einen Filtersatz von Zeiss, aber leider nicht mehr den Kondensor.
Hier findet sich ein Artikel:
www.microscopy-uk.org.uk/mag/artdec08/ab-chromar.html
Viele Bunte Grüße
Martin
Hallo Martin,
sehr schöner und informativer Artikel, Danke :) :)
Olaf
Hallo
ich habe auch noch 2 Schätze ausgegraben, von denen ich angenommen habe, dass es Ortholux I bzw. Metallux Typen sind.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/33453_36528427.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/33453_33166512.jpg)
Beide Mikroskope wurden für Auflicht eingesetzt. Mir scheint das Mikroskop mit dem Auflicht Phasenkontrast- Kondensor auf dem 2. Bild das höherwertige zu sein.
Ich möchte gerne eines davon für Durchlichtmikroskopie umbauen bzw erweitern.
Hat jemand dazu Ahnung und kann mir sagen, ob das funktioniert und was ich dazu brauche?
Gruß
Franz
Hallo Franz,
beides sind sehr schöne Mikroskope. Auf dem oberen Bild sehe ich ein Metallux, dem (seiner Anwendung in der Metallografie entsprechend) alles Zubehör im Durchlicht (DL)-Strahlengang (Stativ-Irisblende, Großfeldlinse und deren Hebel, Umlenkspiegel, Staubschutzglas) fehlt. Dieses Stativ auf DL umzubauen wäre eine sehr, sehr aufwändige Angelegenheit.
Auf dem unteren Bild ist ein Ortholux II abgebildet, wie es etwa ab Ende der 1950er Jahre gebaut wurde. (Das Vorgängermodell des Ortholux II hatte keinen Auflicht (AL)-Durchbruch im Stativhals, sondern nur einen einzigen Leuchten-Anschluss an der Basis der Stativrückseite.) An diesem Stativ wird der DL-"Umbau" nicht ganz so schwer sein: die Leuchte ohne den Adapter in die untere Öffnung stecken, einen DL-Kondensor, einen DL-Revolver mit DL-Tubuslinse und DL-Objektiven montieren.
Alternativ lassen sich auch die AL-Objektive (mit AL-Revolver) für DL nutzen. Allerdings gibt es bei den stärkeren Objektiven (spätestens beim Fl 50x/o.85) nur dann ordentliche Bilder, wenn DL-Präparate ohne Deckglas verwendet werden. Beim 20x/o.35 könnte es auch mit Deckglas so gerade noch klappen. Ich würde den AL-Phako-Kondensor an das Metallux montieren, da dessen Phasenkontrast wirklich nur im AL funktioniert. Am Metallux scheint im Revolver auch ein DL-Objektiv zu sitzen (das Lange). Ich bin mir nicht sicher, ob das mit der Tubuslinse harmoniert...
Viel Erfolg mit dem Ummodeln, Thomas
Mit meinen zwei Panphots und zwei aus der Serie stammenden Projektionsmikroskopen, könnte ich mich doch hier auch einreihen, oder?!
Schließlich sind gewisse Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen.
Viele Grüße, Thomas :)
Lieber Thomas,
auf jeden Fall - und Du kannst uns auch gerne Bilder von Deinen Prachtstsücken zeigen!
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Thomas (TPL)
danke für die konstruktiven Hinweise.
Da ich eigentlich nur Platz für ein Mikroskop habe, hätte ich das Ortholux II (mit AL-Phaco) um einen DL-Kondensor ergänzt. Dann könnte man damit Auflicht mikroskopieren und in einem gewissen Rahmen auch Durchlicht.
Das mit dem (langen) DL-Objektiv ist scharf beobachtet. Es ist ein NPL 100x/0.90. Soweit ich bisher herausgefunden habe, passt auch die Abbildung unendlich/0 nicht zum Tubus. Das gleiche Problem habe ich wohl mit einem Objektiv H32x/0.80 unendlich/1.80 . Die anderen Objeltive scheinen zu passen. Es sind 10x0.18, 20x0.35 FL 50x0.85 FL 100x/0.95; das 20x und 50x gibt es auch als Phaco.
Viele Grüße
Franz
Zitat von: Franz Raps in Februar 28, 2010, 21:45:47 NACHMITTAGSDa ich eigentlich nur Platz für ein Mikroskop habe, hätte ich das Ortholux II (mit AL-Phaco) um einen DL-Kondensor ergänzt. Dann könnte man damit Auflicht mikroskopieren und in einem gewissen Rahmen auch Durchlicht.
Hallo Franz,
DL funktioniert damit tatsächlich (habe ich mit dieser Ausrüstung probiert), allerdings sind die Ergebnisse nicht überwältigend. Das hängt evtl. mit dem etwas niedrigen Auflösungsvermögen der schwachen Objektive, oder aber mit den Phasenringen (oder beidem) zusammen. Mit den beiden starken Objektiven ist zwar die Apertur schön groß, aber bei denen darf auch wirklich kein Deckglas auf der Probe liegen!
ZitatDas mit dem (langen) DL-Objektiv ist scharf beobachtet. Es ist ein NPL 100x/0.90. Soweit ich bisher herausgefunden habe, passt auch die Abbildung unendlich/0 nicht zum Tubus.
Ich nehme Alles zurück: das ist ganz sicher ein Auflicht-Objektiv; allerdings aus einer "moderneren" Serie. Es sollte mit der Tubuslänge (unendlich) der übrigen Objektive harmonieren.
ZitatDas gleiche Problem habe ich wohl mit einem Objektiv H32x/0.80 unendlich/1.80
Mit der Apertur 0.80 kenne ich dieses Objektiv nicht, sondern 0.60. Das ist ein Spezialobjektiv mit langem Arbeitsabstand und einer Korrektur für ein 1,8 mm (Millimeter!) dickes Schutzglas (z.B. für einen Heiztisch, "H"). Es kann aber auch eingesetzt werden, um durch dicke Objektträger hindurch ein scharfes Bild zu bekommen (z.B. an einem umgekehrten Mikroskop). Steht auf dem Objektiv "Quarzgl."?
ZitatDie anderen Objeltive scheinen zu passen. Es sind 10x0.18, 20x0.35 FL 50x0.85 FL 100x/0.95
Ja, und die gab es alle auch als Phasenkontrast-Versionen plus einem 5x/o.o9.
Schöne Grüße, Thomas
Hallo Thomas
Zitat von: TPL in Februar 28, 2010, 22:17:23 NACHMITTAGS
Mit der Apertur 0.80 kenne ich dieses Objektiv nicht, sondern 0.60. Das ist ein Spezialobjektiv mit langem Arbeitsabstand und einer Korrektur für ein 1,8 mm (Millimeter!) dickes Schutzglas (z.B. für einen Heiztisch, "H"). Es kann aber auch eingesetzt werden, um durch dicke Objektträger hindurch ein scharfes Bild zu bekommen (z.B. an einem umgekehrten Mikroskop). Steht auf dem Objektiv "Quarzgl."?
Wer gute Augen hat ist im Vorteil: die Apertur ist 0.60 und nicht 0.80; und Quarzgl. steht auch drauf.
Zitatund die gab es alle auch als Phasenkontrast-Versionen plus einem 5x/o.o9.
ein 5x/0.09 C ist auch dabei, aber da ist die vordere Linse so verkratzt, dass kein scharfes Bild mehr entsteht.
Viele Grüße
Franz
Ortholux I vs. Ortholux II
Ich habe fest geglaubt, dass ich ein Ortholux II (rund mit Auflicht Durchbruch im Stativhals) hätte, bis ich heute diesen Leitz Prospekt entdeckt habe:
http://science-info.net/docs/leitz/Leitz_Ortholux_II.pdf
Grüße
Franz Raps
Zitat von: Franz Raps in März 12, 2010, 10:26:20 VORMITTAGOrtholux I vs. Ortholux II
Ich habe fest geglaubt, dass ich ein Ortholux II (rund mit Auflicht Durchbruch im Stativhals) hätte, bis ich heute diesen Leitz Prospekt entdeckt habe: http://science-info.net/docs/leitz/Leitz_Ortholux_II.pdf
Hallo Franz,
das ist auch weiterhin richtig: das Mikroskop auf dem oberen Bild ist ein
Ortholux II. Leitz hat diese Bezeichnung schon mindestens seit 1959* für die schwarzen Stative benutzt und beim Wechsel zur eckigen Bauform der 1970er Jahre einfach beibehalten.
Schöne Grüße, Thomas
*Liste 512-26a, VII/59/DX/B "Anleitung - Mikroskop ORTHOLUX II mit eingebauter Beleuchtung"
Einen wunderschönen Sonntag allen Mikroskopikern,
ja, auch ich erfreue mich eines alten Ortholuxes, wobei ich mich perspektivisch wohl davon trennen werde (meine Frau meint, vier Mikroskope wären genug). Wie auch immer: es ist ein schönes Beispiel von gelungenem Industriedesign, noch dazu ist die Pol-Variante auch relativ selten.
http://i682.photobucket.com/albums/vv185/panmikros/Ortholux6.jpg
http://i682.photobucket.com/albums/vv185/panmikros/Ortholux5.jpg
http://i682.photobucket.com/albums/vv185/panmikros/Ortholux4.jpg
http://i682.photobucket.com/albums/vv185/panmikros/Ortholux3.jpg
http://i682.photobucket.com/albums/vv185/panmikros/Ortholux2.jpg
http://i682.photobucket.com/albums/vv185/panmikros/Ortholux1.jpg
mfG
Peter
Hallo,
ich bin neu in diesem Forum und möchte mich in die Liste der Leitz-Mikroskop-Besitzer einreihen. Ich besitze zwar kein Ortholux, dafür aber ein Panphot. Die Technik ist ja bekanntlich gleich.
An dieser Stelle möchte ich mal eine Frage stellen: Wie sieht das mit den alten Auflichteinrichtungen aus? Mit dem Ultropak bekomme ich super klare, brilliante Bilder. Mit einem Auflichtrevolver sehen die Bilder eher flau aus. Es ist so als ob ein leichter Schleier auf den Bildern liegt. Die Optik habe ich gesäubert.
Ist das bei den Auflichtrevolvern so, dass diese nur ein "flaues" Bild liefern?
Viele Grüße
Detlef
ZitatDie Technik ist ja bekanntlich gleich.
Kleiner Einwurf: Die Technik ist
weitestgehend gleich! Wenige Teile haben aber andere Anschlußmasse ( z.B. der Objekttsich bzw. die verbidung Stativ-Kondesnorhalter-Tisch ). Musste ich auch zu meiner großen Überraschung feststellen.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: detlef.q in Juni 10, 2010, 00:14:45 VORMITTAG
Mit einem Auflichtrevolver sehen die Bilder eher flau aus. Es ist so als ob ein leichter Schleier auf den Bildern liegt. Die Optik habe ich gesäubert.
Ist das bei den Auflichtrevolvern so, dass diese nur ein "flaues" Bild liefern?
Hast du vielleicht ein Problem mit Streulicht?
Grüße, Thomas.
Hallo Thomas,
mir ist nicht klar, welches die Ursache der eher "flauen" Bilder ist. Wo kann denn Streulicht entstehen? Doch nur im Objektiv und auf dem Umlenkspiegel (oder wie heißt das Teil) des Revolvers, oder?
Wenn ich auf Durchlicht umstelle, tritt das Problem nicht auf. Ich habe mir jetzt gedacht, dass bei den alten Auflicht-Objektivrevolvern die optische Quallität noch nicht so hoch ist. Natürlich mit Ausnahme des Ultropaks, hier wir das Licht ja auch anders geleitet.
Ach übrigends, schönen Dank für Deine Hilfe bezüglich meiner Frage nach der Verwendung einer Digitalkamera an dem Panphot. Ich hatte dich im Leica-Forum mal gefragt. Ich komme da ganz gut damit zurecht.
Viele Grüße
Detlef
Hallo Detlef,
häufige Probleme bei Verwendung einer Auflicht-Ausrüstung mit koaxialer Beleuchtung (z.B. OPAK oder Pol-OPAK bei Leitz) sind:
- die fehlende Deckglas-Korrektur der Auflicht-Objektive bei Verwendung von abgedeckten Präparaten und Reflektionen am Deckgläschen.
- mangelnder Kontrast (durch niedrige Unterschiede im Reflektionsvermögen vieler Präparate) und im Verhältnis dazu hohes Streulicht.
Der OPAK-Illuminator (für Auflicht-Hellfeldkontrast) wird - außer bei absolut plan polierten, am besten auch noch hoch reflektierenden Proben - kaum technisch oder ästhetisch überzeugende Resultate liefern. Proben, die die Beleuchtung streuen, sind die Domäne des ULTROPAK (Auflicht-Dunkelfeld). Auch hier kann aber ein Deckgläschen die beste Optikrechnung und alle Reinigung zunichte machen.
Da Du uns bisher noch nichts zu Deinen Präparaten geschrieben hast, ist es schwer, zielgerichtet die Fehlerquelle zu erkennen. Schreib doch mal, was für Präparate Du Dir ansiehst. Da lässt sich bestimmt etwas machen...
Schönen Gruß, Thomas
Hallo Thomas,
noch habe ich keine speziellen Präparate um die es mir geht. Ich habe nur mal so ein paar Sachen unter das Mikroskop gelegt und geschaut wie das alles so aussieht. Da ist zum Beispiel der Querschnitt einer Kiefernnadel und ein Teil eines Schmetterlingflügels. Bei meinen Auflichtbetrachtungen habe ich natürlich kein Deckglas verwendet, das ist mir schon klar das ein Deckglas hier stört.
Beim Blick durch das Ultropak weist der Schmetterlingsflügel einen hohen Kontrast auf und die dunklen Teile werden auch dunkel abgebildet. Beim Blick durch den Opak-Illuminator fehlt der Kontrast und die dunklen Stellen werden nicht so dunkel wiedergegeben wie es bei dem Ultropak der Fall ist. Als Objektiv für das Ultropak habe ich als größte Vergrößerung ein 11er Objektiv. Leider findet man höhere Vergrößerungen nur sehr selten wie es scheint und dann sind diese auch sehr beliebt.
Ich dachte mir, ich könnte auf normale Auflichtobjektive zurückgreifen, es scheint aber schwieriger zu sein als anfangs angenommen.
Bei dem Opak-Illuminator ist mir auch noch aufgefallen, dass wenn kein Präparat unter dem Objektiv liegt, das Bild nicht dunkel, sondern leicht hell ist. Wenn ich dann die Beleuchtung auf Durchlicht stelle, wird es im Okular dunkel. Das heißt doch, dass im Illuminator durch das Auflicht Streulicht entsteht, oder?
Wie ich aus Deiner Ausführung entnehme, kommt man bei den meisten Präparaten also doch nicht am Ultropak vorbei, um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen.
Schönen Dank für Deine Ausführungen
Viele Grüße
Detlef
Hallo Detlef,
der Opak ist absolut ungeeignet für die Beobachtungen, die Du machen möchtest. Wie Thomas schon ausgeführt hatte ist er eine Einrichtung, bei der ein möglicht exakt senkrechtes Auflicht erzeugt wird, um polierte absolut plane Proben zu untersuchen. Seine Domäne ist die Mikroskopie opaker Erze, bei denen man eine Identifikation über das Reflektionsvermögen, die Farbe und weitere spezifische Eigenschaften vornehmen kann und die Verwachsung der Phasen miteinander untersucht. Dies ist besonders für aufbereitungstechnische Probleme von Erzen und in der Metallurgie wichtig.
Der Opakilluminator mit seiner Optik ist also keinesfalls ein Ersatz für ein "Stereomikroskop" oder "Stereolupe" oder "Binokular" oder all die anderen Einrichtungen mit schrägem Auflicht für die vergrößerte Betrachtung von Objekten.
Gruß, Olaf
Hallo Olaf,
danke für Deine Erklärungen. Einenteils bin ich beruhigt, da ich jetzt weiß, dass der Opakilluminator wohl in Ordnung ist und die Beobachtungen die ich machen will so nicht funktionieren. Andererseits ist es schade, da ich mir schon ein paar Auflichtobjektive ersteigert habe, die ich jetzt nicht so nutzen kann wie ich das wollte. Allerdings vergammeln die ja auch nicht.
Da sieht man es mal wieder, erst mal informieren und dann loslegen!
Gruß, Detlef
Zitat von: detlef.q in Juni 16, 2010, 16:30:52 NACHMITTAGS
Andererseits ist es schade, da ich mir schon ein paar Auflichtobjektive ersteigert habe, die ich jetzt nicht so nutzen kann wie ich das wollte.
Diese Art der Fehlinvestition kennen wir doch alle!
Ich hatte das auch schon recht oft ;D
Grüße, Thomas.
Hallo,
ich bin neu hier im Forum, aber ein Leitz Ortholux ist mein bestes Stück seit vielen Jahren. Bei jeder Gelegenheit statte ich es weiter aus.
Das Stativ ist ein Ortholux II (das rundgebogene Stativ) in schwarz. An Ausstattung habe ich:
Kondensoren: Hellfeld mit Blende, Heine-Kondensor, Dunkelfeld D0.80, Dunkelfeld D1.20-1.40
Objektive Hellfeld/Dunkelfeld: Plan 2,5/0.08 - 3,5/0.10 - Plan 4/0.10 - PL APO 16/0.40 - PL 25/0.60 - Pl Apo 40/0.75 - Olympus DPlan 50/0.90 Öl Iris - Apo 63/0.95 mit Deckglaskorrektur - NPL Fluotar 100/1.32-0.60 Öl - Pl Apo Öl 100/1.32
Objektive Phasenkontrast: Pv 10/0.25n - Pv Apo L40/0.70n - Pv Fl Öl 70/1.15n - PvApo Öl 90/1.15n
Auflichtsatz (damit kenne ich mich noch nicht gut aus): UO 4/0.10 - 11 - 22 - 50 - 75 Öl - 100 Öl; bei praktisch allen steht 22-100 dahinter (?), UO nur wo angegeben...
Beleuchtungen: alte Glühfadenlampe für Durchlicht und Auflicht, Halogen 100W für Durchlicht, LED 90lm weiss/120lm weiss/760lm warmweiss
3 Objektivrevolver 5-fach
Okulare: Periplan GF16, GF12,5/M - 10 Mess - 8 B
Tuben: Bino, Trino 100-0 Umschaltung, Trino Pol 100-0 Umschaltung
Ich arbeite vorwiegend mit Phasenkontrast und Dunkelfeld und betrachte mir alles an Flüssigkeiten, was ich vom menschlichen Körper so bekommen kann, vorwiegend Urin, Blut, Speichel.
Irgendwann darf ich vieleicht auch mal stolzer Besitzer einer Interferenzeinrichtung oder kompletten Pol-Einrichtung sein. Mal sehen was die Zeit so anträgt :)
Viele Grüße
Bullizist
Hallo!
Herzlich Willkommen hier. Ein schönes und offenbar weit ausgebautes Arbeitsgerät. Gerade das Ortholux bietet für meine Begriffe die ideale Möglichkeit, auch unter Berücksichtigung des heutigen Technikstandes noch auf hohem Niveau mit einem vom Design her schon historischen ( und ebenso grundsoliden wie schönen ) Mikroskop zu arbeiten.
Was mich interssiert: Welche 100W-Halogenleuchte hast Du wie adaptiert?
Kannst Du ggf. ein Foto davon zeigen?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Ortholuxliebhaber,
da melde ich mich doch auch mal als User mit an. Ich verwende ein altes Ortholux 1 ( umschalthebelgesteuertes Auf-oder Durchlicht) mit der Seriennummer 399569 Dazu gibt es noch das große schwere Pathologiestativ welches alle Auflichtvarianten aufnehmen kann und auch schon mal binoähnlich Anwendung findet. Dazu gibt es noch das Ultropaksystem mit drei verschiedenen Haltern und den Objektiven 3,8; 6,5; 11; 23; 32, und 55 x fach. Fotografiert wird mit einem Monotubus mit senkrecht und Schrägeinblick. Hier verwende ich gerne die Ultropakobjektive ohne die Auflichtlinsenhülse, da dies auch bei winzigen Abständen noch eine seitliche Beleuchtung zuläßt. Anspruchsvollere, genau senkrecht anzustrahlende Auflichtaufgaben werden an das daneben stehende große Metalloplan abgegeben. Das ist ein WF Orthoplan mit speziell für die Metallographie gedachtem Beleuchtungssystem.
Egal auf welches Mikroskop, habe ich eine adaptierte Coolpix 5000 mit dem Original Nikon UR-E6 Adapter und dem nicht mehr seitens Nikon lieferbaren 10 xfach WF Projektiv,welches jetzt von Mikroscopes India geliefert wird. In Verbindung mit einem selbst gedrehten 23 auf 30 mm Ring läßt sich überall hin umstecken. Die etwas behäbigere KonicaMinolta SLR wurde mit dem selben Projektiv und einem Retroadapterring der einen stepdownring 58 nach 28 mm aufgeklebt bekam adaptiert.
Ebenfalls vorgesehen ist die etwas neuere Coolpix P100 für eventuelle Videosequenzen. Da macht diese auch bis 200 Bilder pro Sekunde, wenn man die Auflösung reduziert. Schelten muß ich da allerdings als Schritt zurück, dass der elektronische Auslöser und separate Videoausgang eingespart wurde. Die 5000 ist eigentlich ideal für die Mikroskopie. Ich habe einen 32" Flachfernseher an der Wand, der sowohl PC, Videorekorder als auch auf Kameravideo umschaltbar ist. Das erleichtert das Scharfstellen ungemein.
Soviel zu meinem Ortholux erstmal
Gruß Lothar
Zitat von: Lothar Gutjahr in November 08, 2011, 19:24:30 NACHMITTAGS
Seriennummer 399569 Dazu gibt es noch das große schwere Pathologiestativ welches alle Auflichtvarianten aufnehmen kann und auch schon mal binoähnlich Anwendung findet.
Hallo Lothar,
nur mal so zur Information, Dein Ortholux ist von 1948. Das ist die erste Stativvariante. Insgesamt gab es über all die Jahre - es waren immmerhin fast 40 - mindestens 12 verschiedene Ortholux-Stative.
Was meinst Du denn mit "das große schwere Pathologiestativ"? Kannst du mir bitte ein Foto davon zeigen? Als engagierter Leitz-Sammler der 30er-70er Jahre bin ich immer an Dingen interessiert, die ich noch nicht kenne.
Danke Dir und gute Nacht!
Wolfgang
PS: Falls Du Sie noch nicht kennst - mehr Infos zum schönsten Mikroskop aller Zeiten gibt's auf meiner Website: http://www.leitz-ortholux.de
Hallo Wolfgang,
danke für die Erläuterung. Ich muß das Stativ, welches ich in meiner "Spielwiese" (ehemalige Büroräume in einer von meinem Freund angemieteten Halle) beherbergt habe, erst mal fotografieren. Grundsätzlich handelt es sich um einen schweren Teller mit Mittelachse und verschiebbarem Querausleger, an dessen Ende sich die selbe Aufnahme wie am Ortholux befindet. Das muss natürlich nichts mit dem Ortholux zu tun haben. Falls du ein Ortholuxstativ egal aus welcher Serie zum vertauschen hättest, würde ich das gerne dafür tauschen, wenn es dich interessieren sollte. Ich fahre nachher mal in die Halle und werde es fotografieren.
Gruß Lothar
Hallo Wolfgang,
ich habe dir die Fotos von dem Stativ gemailt. Ich habe noch keinen extra webspace für Forenbilder geschaffen und befinde mich da noch in der Trotzphase wegen dem Bilder hochladen.
Das geht normalerweise mit dieser Forensoftware problemlos über die "Erweiterten Optionen" links unten. Soeben kam die Post zurück. Hatte da wohl etwas zu viel kopiert. Ist wieder unterwegs.
Gruß Lothar
Hallo,
hier eine Anleitung zum Einstellen von Bildern.
Zitathttp://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=653.0#eins
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
vielen dank für deinen Hinweis und auch für die Arbeit, die du dir gemacht hast. Ich habe mir das angeschaut. Ich selbst könnte einen nichtöffentlichen Ordner in der fotocommunity einstellen oder auf meinem eigenen webspace nichtöffentliche webs erstellen, für jedes besuchte Forum meinetwegen eines.
Solange mir aber niemand sagt warum das "hier im Forum leider nicht geht", werde ich auf "trotziges Büble" schalten und meine Fotos eventuellen Interessenten zumailen.
Begründung: seit 2003 moderiere ich unter dem Pseudonym "Erfinderlein" zeitweise auch als Admin das Forum transistornet.de. War ein paar Jahre Admin und Mod in Insektenforum.com ( vorbei). Dann unterstütze ich seit 2004 das Forum von Wasser.de als "gute Seele". Überall habe ich mich über plötzlich verschwundene Fotos ärgern müssen. Im Insektenforum wimmelt es noch von Fotos von mir, welche aber allesamt weg wären, wenn sie bei meinem damaligen Provider gespeichert gewesen wären. Selbst eine veränderte Organisation der Speicherung führt zum sofortigen Verlust von Bildern im Forum. Ich bekämpfe auf breiter Front das verlinken zu externen Hostern und soll es jetzt selbst tun? Verstehe bitte das mir das erst mal gegen den Strich geht.
Wenn der Speicherplatz auf dem Server die Rolle spielt, habe ich eine bessere Lösung parat. Auch wäre ich der letzte, der sich an den Kosten nicht beteiligen würde.
Hoffe auf Verständnis und grüße alle
Lothar
Hallo Lothar,
dann wirst Du -zumindest hier - wohl auf ewige Zeiten das trotzige Büble bleiben müssen.
Ich antworte mal für Christian, der er sich nicht ganz so oft meldet. Nicht, weil ich "für ihn sprechen", sondern, damit Du eine Antwort erhältst, da ich die geschichte des Forums ja nun auch schon ein paar Jahre mitverfolge.
All diese Dinge wurden hier anfangs diskutiert und es wurde vom Administrator so entschieden. Christian ist beruflich sehr eingespannt und möchte so wenig administrativen Aufwand wie möglich haben. Wir sind alle heilfroh, dass er uns dieses Forum ( das EINZIGE relevante Mikroskopieforum in Deutschland ) zur Verfügung stellt. Ergo müssen wir akzeptieren, dass es so ist. Es ist seine Entshciedung. Wer damit nicht leben kann oder will, kann dann eben keine Bilder einstelle.
Es gab schon von vielen Seiten Ratschläge, was man alles wie ändern und "verbessern" könnte, und auch auch das Thema "Wo lagrt man Bilder", "Was kostet Webspace" und "Wer würde dafür zahlen wollen" wurde bereits ausführlichst diskutiert und es wurden Entscheidungen getroffen. Da hilft auch kein weiteres Argumentieren, Diskutieren, Lamentieren.
Und manchmal ist es auch gut, wenn Dinge so bleiben, wie sie sind.
Sicher besteht hier immer die gefahr, dass Bilder veschwinden. Wird Photobucket mal "gecrackt", sind hier vemrutlich 80% der Betiträge bilderlos.
Aber nochmal: Ich garantiere Dir, dass das nicht geändert wird.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Lothar und Peter,
das Problem mit den verschwundenen Bildern verstehe ich nicht so richtig. Alles was ich extern für das Forum ablege habe ich doch selbstverständlich nochmal in einem separaten Ordner auf meinem Server - wenn es dann irgendwo anders verloren geht dann existiert es bei mir doch eh weiter und ich kann es auf Wunsch wieder irgendwo ablegen. Oder habe ich das Problem falsch verstanden?
Danke für erleuchtende Worte,
Olaf
Hallo Peter,
dann schau mer mal, wie man da an meinem jüngsten Wohnort sagt. Ich habe ja angedeutet, dass ich mit eigenem webspace gesegnet bin und so betrachtet keine Probleme habe. Aber das realisieren geht mir zunächst noch mächtig gegen den Strich. Man könnte noch über den ideelen Wert von geposteten Fotos nachdenken; erst recht in Verbindung mit Anleitungen und Ähnlichem. Wenn nicht das Argument>>>was willst du alter Sack überhaupt hier<<< kommt, sind die Fakten so, dass mein webspace spätestens einige Monate nach meinem Ableben wegen nichteinzahlen der Gebühren erlischt. ;D
LG Lothar
Nachtrag:
Hallo Olaf,
ich sehe gerade du hast zwischenzeitlich noch geantwortet. Sehe das bitte mal aus der Sicht des Forums und dich als mangels Interesse nicht mehr aktives Mitglied. Die Ilustration eines Beitrags ist dann unwiderruflich weg. Ich bin inzwischen sogar dazu übergegangen, externe Verlinkungen aus diesem Grund zu löschen.
Lieber Olaf,
sicher hast Du die Fotos auf Deinen Rechnern - aber wenn Du Hunderte Bildbeirträge eingestellt hast und der Provider wie z.B. Photobucket - wodurch auch immer - "weg" ist...wie willst Du je alle Fotos wieder einstellen?
Du müsstest all Deine Beiträge aufsuchen, Dich erinnern, welche Fotos da eingestellt waren, diese auf einen anderen Host hochladen und in Deinen Beiträgen neu verlinken. Eine "unschaffbare" Herkulesaufgabe, die Fall des Falles auch sicher nieamnd auf sich nimmt / nehmen kann.
Wenn jemand in 5 Jahren nur drei oder vier Fotos eingestellt hat - o.k., da geht das vielleicht. Aber nur dann....
Natürlich wäre es "besser", wenn man die Fotos hier im Forum ablegen könnte, aber den damit verbundenen Aufwand und die Kosten möchte unser Administrator eben nicht auf sich nehmen.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Lothar Gutjahr in November 10, 2011, 15:19:55 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
dann schau mer mal, wie man da an meinem jüngsten Wohnort sagt. Ich habe ja angedeutet, dass ich mit eigenem webspace gesegnet bin und so betrachtet keine Probleme habe. Aber das realisieren geht mir zunächst noch mächtig gegen den Strich. Man könnte noch über den ideelen Wert von geposteten Fotos nachdenken; erst recht in Verbindung mit Anleitungen und Ähnlichem. Wenn nicht das Argument>>>was willst du alter Sack überhaupt hier<<< kommt, sind die Fakten so, dass mein webspace spätestens einige Monate nach meinem Ableben wegen nichteinzahlen der Gebühren erlischt. ;D
LG Lothar
Nachtrag:
Hallo Olaf,
ich sehe gerade du hast zwischenzeitlich noch geantwortet. Sehe das bitte mal aus der Sicht des Forums und dich als mangels Interesse nicht mehr aktives Mitglied. Die Ilustration eines Beitrags ist dann unwiderruflich weg. Ich bin inzwischen sogar dazu übergegangen, externe Verlinkungen aus diesem Grund zu löschen.
Hallo Lothar,
Du hast ja recht! Genau so ist es. Ist aber nicht zu ändern - wie gesagt, es wurde alles ausdiskutiert und die Argumente sind bekannt. Auch der "ideelle Wert" von Fotos und Beiträgen, die ihren Wert verlieren, wenn Fotos verschwinden ( oder ehemalige Moderatoren auf trotzig auf Löschung all ihrer eigenen Beiträge bestehen, was wir auch schon hatten >:( ).
Herzliche Grüße
Peter
Hallo & Guten Abend,
die Bilder lassen sich ja durchaus "retten" - alles, was man als Privatmann dazu braucht, ist ein webcrawler. Ich habe es mal kurz angetestet mit WebSpider. Nach Eingabe der URL und der Benutzerkennung kopiert er das vollständige Forum inkl. aller Bilder auf den eigenen PC.
mfG
Peter
Hallo Mikroman,
dabei werden auch nur die links zu den Bildern kopiert oder ? Wenn ich die Bilder auf meinem Server lösche. was siehst du dann ? Ich würde vorschlagen wir kehren in diesem thread zum Ortholux zurück, für das und von dem der thread angedacht ist.
Schönen Abend
Lothar
Nein, da werden die Bilder selbst kopiert
Kleiner Beweis:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/77133_62772462.jpg)
Wie man sieht, ist hier das Foto auf meiner Festplatte gelandet. So könnte / kann sich also jeder einen kompletten Thread auf die Festplatte laden, um dann offline in aller Ruhe zu "stöbern".
Schönen Abendgruß an alle
Peter
Hallo Peter,
dazu bedarf es aber keines Spezialprogramms. Das Bild wird schon beim normalen Abspeichern eines Thread mit "Speichern unter" im Browser mit gesichert.
Das ganze Forum zu sichern ( hatte ich auch mal überlegt ) würde aber vermutlich Tage dauern und einen großen leistungsstarken Rechner erfordern. Ich habe das mal mit einem entsprechenden Programm versucht, eine solche Sicherung selbst viel weniger umfangreicherer Webauftritte dauerte -zig Stunden und ich habe das irgendewann abgebrochen.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
dein screenshot zeigt Firefox mit dem URL zum Bild. Mache bitte den Test auf ein eigenes externes Test-Foto im Forum, nehme das mit deinem Progi auf und lösche dann das Testbild auf dem externen Server. Ist dann wirklich das Foto noch da ? Ich denke eher nicht.
Gruß Lothar
Nachtrag: vermutlich reicht es die Internetverbindung zu kappen für den Test.
Hallo.
Das Crawling läuft noch ... schätze mal, es werden 1 GB an Daten sein mit einer Gesamtladezeit von ca. 6 - 8 h. Danach werde ich offline gehen und mal sehen, was ich sehe. Für reinen Text scheinen mir aber 1 GB zuviel zu sein. Ich halte Euch auf dem laufenden.
Gruß
Peter
Lieber Lothar, lieber Peter,
ich bin gespant auf Peters Test. Allerdings - nur um ein bißchen klugzuscheißen ;) - zeigt die URL in Peters Screenshot auf eine php-Datei, die lokal auf dem Laufwerk C im "temp"-Ordner liegt. Eine Bild-URL ist nicht zu sehen.
Lothar, wegen Deinem Stativ melde ich mich noch. Muß mir erst ein paar Gedanken dazu machen.
Viele Grüße
Wolfgang
Hallo.
Jetzt hat mich doch glatt der Ehrgeiz gepackt und ich habe es mal mit einem anderen Tool getestet: Teleport Pro.
Hier der Beweis, daß das Tool auch die zugehörigen verlinkten Fotos speichert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/77163_24874320.jpg)
Mit Rechtsklick auf das Foto suche ich den Dateinamen der Grafik. Und hier der konkrete Speicherort:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/77163_13214168.jpg)
Aber ich fürchte, das Programm schaufelt jetzt doch ziemlich viel Daten auf mein Notebook. Ich halte Euch auf dem laufenden.
Gutes Nächtle
Peter
Hallo Peter,
und...nach mehr als 24 Std....rödelt Deine Festplatte immer noch? ;)
Im Ernst: Ist es Dir gelungen, das ganze Forum zu sichern?
Grundsätzlich würde mich das auch interessieren, denn natürlich ist es schade, wenn durch verschwundene Bldbeiträge ganze Threads sinnlos werden.
Das ist natürlich auch ein wenig ein Problem der "Photobucket"-Monokultur hier im Forum. Wenn dieser Dienst einmal ausfällt, ist der größte Teil der Beiträge bilderlos, denn hier vernweden Viele Photobucket.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo in die Runde.
Also nach wenigen Stunden hatte ich das gesamte Forum gesichert - leider nur auf der ersten Ebene, d.h. alle Threads, aber leider nur die Seite 1 - dafür vollständig mit allem. Ich werde noch mal weitertesten und mich bei Bedarf melden.
Gruß
Peter
p.s. Bin leider auch Photobucket-"Kunde"
Ja an so etwas ähnliches habe ich auch schon mal gedacht und zwar mehr in Richtung "erhaltenswertes Kulturgut". Danach sollte man Fachforen aller Art mit einbeziehen und auf Antrag auch persönliche websites, die etwas diesbezügliches bieten.
Also mehr via Kultusministerium. Oder sagen wir mal die Stiftung erhält Zuschüsse von denen. Meiner Meinung nach muß so etwas kommen. Wäre aber in unserem Falle dann doch notwendig, Bilder auf dem Server zu speichern. Sonst müßte man die ganzen externen mit unter Naturschutz stellen.
Laß da ruhig mal ein wenig drann herum denken. Auch könnte eine Richtlinie erlassen werden, dass aufzulösende accounts mit Foren oder größeren webs nur nach einer eingehenden Prüfung gelöscht werden dürfen. Dann ziehen die Hoster die so mit durch, grins.
Na ja kommt Zeit kommt Rat
LG Lothar
Guten Morgen leitzige und Ortholuxianer,
jetzt habe ich mal wieder eine Frage zum Ortholux. Ich meinte zwar meine Mikroskopteile nach den letzten drei Umzügen insgesamt wieder vereinigt zu haben, trotzdem findet sich da gerade in einer kleinen Box einiges lange nicht mehr gesehenes. Dabei sind drei mir sonst nicht geläufige Ultropakobjektive mit 50; 32 und 4. Sind die aus einer der letzten Serien ? Das U O 4/0,10 ist auch mit festeingebautem sechseckigem prismatischem Beleuchtungsring (Pressling)aufgebaut und nicht wie üblich mit den davorgeschraubten. Es hat auch nicht das Kügelchen am Hebel; der Hebel ist zylindrisch. Da fällt mir ein, das ist noch nicht alles. Da waren früher auch noch Einsteck und Vorsteckhülsen mit Blenden und zur Reliefbeleuchtung sowie einige Imersionstuben zum Vorschrauben. Also auf das nächste Fundereignis warten. ;D ( auch ein Vorteil bei einem Sammler und Jäger)
Dann noch die allgemeine Frage zur Qualitätseinschätzung dieser koaxialen Auflichtobjektive. Wenn da sonst nichts draufsteht, sind das dann einfach alles Achromate ?
Schon mal vielen Dank im Voraus
Lothar
Lieber Lothar,
hier findest Du einiges an Infornationen zum Ultropak:
http://www.leitz-ortholux.de/pdf/Ultropak_1968.pdf
http://www.leitz-ortholux.de/pdf/Ultropak_1961.pdf
Leider habe ich keine Hinweise auf die Korrektion der Objektive finden können. Da man aber davon ausgehen kann, daß man H(alb-Apochromat) oder APO auch auf dem Objektiv erwähnen würde, (wie bei den äußerlich identischen Stiftobjektiven für die Metallmikroskope) glaube ich daß es sich um Achromate handelt.
Die verschiedenen Ausführungen der Objektive findest Du hier:
http://www.leitz-ortholux.de/komponenten_revolver.php -> Ulropak/Panopak
Von frühen vernickelten bis zu den späten aus den 60er und 70er Jahren. Ich habe mir allerdings noch nicht die Mühe gemacht, diese zeitlich einzuordnen.
Vielleicht hilft's!
Viele Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
inzwischen habe ich bis auf die Steckzylinder für Reliefbeleuchtung fast alles wieder beienander. Da tauchen nun zwei Fragen auf:
a) Da sind zum Beispiel diese Einsteckhülsen für die Objektive mit verschiedenen Blenden. Gibt es da beschriebene Anwendungen oder hat man die einfach zum Experimentieren, wenn die Tiefenschärfe erhöht werden soll ? Ich vermute mal, daß da mehr dahinter steckt.
b) für die niedrigen Vergrößerungen bis 11 habe ich auch die Imersionsvorsätze. Wird so etwas trocken Glas gegen Glas geschraubt oder tut man gut daran, etwas Öl dazuzugeben ? Oder darf/muß da ein Luftspalt sein ?
Lieben Gruß und gutes Neujahr
Lothar
Lieber Lothar,
erstmal ein gutes Neues!
Schau doch nochmal in der Anleitung von 1968 ab Seite 8. Dort steht eigentlich alles, was ich auch weiß. Parallel schaue ich in meinen Unterlagen, ich habe noch eine ältere Anleitung. Vielleicht findet sich dort noch etwas.
Bis dahin
Wolfgang
Ja lieber Wolfgang man wird "alzt".
Ich habe diese Anleitungen beim letzten mal auf meinen Rechner geladen. Nur aus den Augen aus dem Sinn. Danke für den Hinweis.
Einen schönen Abend
Lothar
Hallo Ortholuxfreunde,
>> und einer, der es vielleicht werden will << Da ich gerade eine Laminar-Flow-Box für meine Mikroskopiearbeitsplatz plane, und platzmäßig schon umräumen muß, wenn Frauchen eine Tasse Tee bringt, denke ich daran, meine "Ortholuxbrocken" abzugeben. Das kann im Tausch oder als Verkauf geschehen. Zunächst dachte ich mir, frage mal, ob da jemand drauf lauert, oder ob ich das besser in Fragmenten "ver-ebaye".
Es ist genaugenommen kein Kompettgerät sondern eher ein Sammelsurium von Teilen, die an das alte etwas verbastelte Ortholux I Gestell passen und lange Zeit für meinen Bedarf ausreichten, bis das Orthoplan-Metalloplan Einzug hielt. Die prozentuale Nutzung hielt sich seither in Grenzen und der Platzbedarf ist bei mir fast quälend.
Da eine Auslagerung in die von mir immer weniger genutzte Halle einem "aus den Augen aus dem Sinn" gleichkommt, dachte ich warum nicht gleich ganz weg ? Bevor ich es aber in Biete / Suche einstelle, dachte ich frag mal hier.
Gruß Lothar