Liebe Schnippelgemeinde,
hier die Frage eines blutigen (nein noch nicht geschnitten ;D ) Anfängers.
Mein kleines Handmikrotom mit eigenen Modifikationen funktioniert nun so leidlich. Klingenhalter für die Leica Einmalklingen und Klingen sind (noch) vorhanden. Sogar ein neues Rasiermesser und Japanischer Wasserstein 6000 mit Streichriemen ist da.
Allerdings geht es mit dem Rasiermesser fast nicht, da der kleine Glastisch dazu nicht geeignet scheint und das Messer nach wenigen Schnitten fast ruiniert. Glasoberfläche ?
Mit der Einmalklinge geht es so, aber nach jedem Gebrauch wegwerfen ?
Nun der Gedanke :
Könnte man nicht eine Scheifvorrichtung bauen und diese Klingen wieder neu schärfen? Ist die Idee ganz abwegig ?
Oder was ist der Grund, dass es nicht gehen kann?
Ich würde mich über Ratschläge freuen, denn die Klingen sind ja keine Schnäppchen vom Flohmarkt. :o
Grüße aus dem heißen Süden
Peter Höbel
Guten Tag
Je nach Material sind auch günstigere Klingen geeignet. Einfach mal den Link ansehen.
http://bio.kuleuven.be/sys/iawa/PDF/IAWA%20J%2021-25/24%20(3)%202003/24(3)%20241-245.pdf
Gruss
Jürg
Hallo Peter,
den Link zu dem sehr aufschlussreichen pdf kann ich dir empfehlen:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6359.0
Gruss
Denis
Hallo,
Zitat von: peter-h in Juli 12, 2010, 11:03:55 VORMITTAG
Könnte man nicht eine Scheifvorrichtung bauen und diese Klingen wieder neu schärfen? Ist die Idee ganz abwegig ?
Oder was ist der Grund, dass es nicht gehen kann?
Für herkömmliche Rasierklingen gibt es die Geräte von Allegro,
z.B. ebay 350356324365
mit Stein und Leder, das geht tadellos. Mikrotomklingen passen da allerdings nicht hinein,
aber die Klingen vom Baumarkt werde ich bei Gelegenheit ausprobieren.
Zitat
Oder was ist der Grund, dass es nicht gehen kann?
der Grund, warum sie nicht mehr produziert werden, ist wohl ein kapitalistischer ...
Gruß,
Franz
Hallo,
Zitatder Grund, warum sie nicht mehr produziert werden, ist wohl ein kapitalistischer ...
Nein, der Kapitalismus ist nicht an allem schuld. Der Grund ist ein anderer: die Leica-Klingen, wie auch viele Rasierklingen, erhalten ihre besonderen Eigenschaften durch eine bestimmte Beschichtung, die auch nicht ewig hält, daher die Empfehlung, stets mit einer neuen Klinge zu arbeiten.
Aber niemand muss uns daran hindern, auszuprobieren, ob man die Klingen nicht doch öfter verwenden kann und sie möglicherweise auch wieder geschärft werden können, auch wenn sie dann evtl. einen Tick weniger gut sind.
Ich würde mich über Erfahrungen in dieser Richtung freuen.
Herzliche Grüße
Detlef
Hallo Detlef,
In der Mikrokosmos 73 Jahrgang Heft 11/ November 1984 ist durch der Herr Rupp ein Abziehvorrichtung vor einmalklingen dargestellt mit Bauanleitung.
Vielleicht ist das was sie meinen.
Herzlichen Gruss
Jan Kros
ZitatLeica-Klingen, wie auch viele Rasierklingen, erhalten ihre besonderen Eigenschaften durch eine bestimmte Beschichtung, die auch nicht ewig hält
Hallo Detlev,
als ´besondere Eigenschaft´ ist aber nur Härte denkbar, keinesfalls aber Schärfe. Denn Kanten erfahren - zumindest in meiner Vorstellung - durch Beschichten eine Verrundung, also eher Minderung der Schärfe. Belehrung erwünscht.
Gruß - Eckhard
Danke Jan Kros,
der Artikel ist mal eine Überlegung und ein Versuch wert. Falls es mir glückt, werde ich berichten. Sicher nicht die Qualität von einem neuen Messer, aber schön, dass es schon diese Vorschläge gab.
Gruß
Peter Höbel
Wer kann eine Kopie des Artikels verlinken?
Gruss Horst
Eine solche Kopie würde mich auch interessieren, ich zähle mich auch nicht zur "Wegwerfgesellschaft" :D
Herr Isele und Herr Halfmann,
Sie haben eine PN.
Gruß
Peter Höbel
Hallo Eckhard,
Die Klingen sind mit kleinen Teflonkügelchen beschichtet, ich vermute, um die auftretenden Scherkräfte zu mildern. Beim nassen Schneiden von Frischmaterial löst sich die Beschichtung. Bei Paraffinschnitten kann die Klinge deutlich länger benutzt werden.
Scharfe Grüsse
Eckhard
Hallo Namensvetter,
das wird ja immer phantastischer! Kunststoffkügelchen zur Erhöhung der Schneidfähigkeit? Wasser zudem noch nachteilig? Da sträubt sich mein altgedienter Grindpförtner, die Schranke zu heben. :o
Gruß - Eckhard N.
Hallo Eckhard,
Zitat von: Eckharddas wird ja immer phantastischer! Kunststoffkügelchen zur Erhöhung der Schneidfähigkeit? Wasser zudem noch nachteilig?
ZitatMade from high quality stainless steel. High and low profile disposable blades for use with all Leica microtomes as well as the Cryocut and Cryostat. A "PTFE" resin-coated edge allows sections to slide off the edge without distortion. They minimize compression. Comes 50 blades in a dispenser box.
Quelle: http://www.emsdiasum.com/microscopy/products/histology/sectioning.aspx
Schau unter Leica auf der o.a. Seite. Vielleicht solltest Du Deinen Pförtner mal updaten.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo Namensvetter,
danke für den interessanten Link.
ZitatVielleicht solltest Du Deinen Pförtner mal updaten.
Das wäre vergeblich´ Liebesmüh´. Der ist noch von altem Schrot und Korn und läßt nur durch, was seinem Weltbild entspricht. ;D
Gute Nacht - Eckhard N.
Zitat von: Eckhard in Juli 18, 2010, 17:23:28 NACHMITTAGS
Hallo Eckhard,
Zitat von: Eckharddas wird ja immer phantastischer! Kunststoffkügelchen zur Erhöhung der Schneidfähigkeit? Wasser zudem noch nachteilig?
ZitatMade from high quality stainless steel. High and low profile disposable blades for use with all Leica microtomes as well as the Cryocut and Cryostat. A "PTFE" resin-coated edge allows sections to slide off the edge without distortion. They minimize compression. Comes 50 blades in a dispenser box.
Quelle: http://www.emsdiasum.com/microscopy/products/histology/sectioning.aspx
Schau unter Leica auf der o.a. Seite. Vielleicht solltest Du Deinen Pförtner mal updaten.
Herzliche Grüsse
Eckhard
die schneide selber wird sicher nicht beschichtet sein (besonders nicht mit teflon das absolut keine lasten aushält)
ich gehe mal davon aus das der bereich hinter der schneide beschichtet ist um die reibung zu minimieren.