Mikrotommesser schleifen ?

Begonnen von peter-h, Juli 12, 2010, 11:03:55 VORMITTAG

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peter-h

Liebe Schnippelgemeinde,

hier die Frage eines blutigen (nein noch nicht geschnitten  ;D ) Anfängers.
Mein kleines Handmikrotom mit eigenen Modifikationen funktioniert nun so leidlich. Klingenhalter für die Leica Einmalklingen und Klingen sind (noch) vorhanden. Sogar ein neues Rasiermesser und Japanischer Wasserstein 6000 mit Streichriemen ist da.
Allerdings geht es mit dem Rasiermesser fast nicht, da der kleine Glastisch dazu nicht geeignet scheint und das Messer nach wenigen Schnitten fast ruiniert. Glasoberfläche ?
Mit der Einmalklinge geht es so, aber nach jedem Gebrauch wegwerfen ? 

Nun der Gedanke :
Könnte man nicht eine Scheifvorrichtung bauen und diese Klingen wieder neu schärfen? Ist die Idee ganz abwegig ?
Oder was ist der Grund, dass es nicht gehen kann?

Ich würde mich über Ratschläge freuen, denn die Klingen sind ja keine Schnäppchen vom Flohmarkt.  :o

Grüße aus dem heißen Süden
Peter Höbel

Jürg Braun

Guten Tag

Je nach Material sind auch günstigere Klingen geeignet. Einfach mal den Link ansehen.

http://bio.kuleuven.be/sys/iawa/PDF/IAWA%20J%2021-25/24%20(3)%202003/24(3)%20241-245.pdf

Gruss

Jürg

Denis

Hallo Peter,

den Link zu dem sehr aufschlussreichen pdf kann ich dir empfehlen:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6359.0

Gruss
Denis

cicindela

Hallo,

Zitat von: peter-h in Juli 12, 2010, 11:03:55 VORMITTAG
Könnte man nicht eine Scheifvorrichtung bauen und diese Klingen wieder neu schärfen? Ist die Idee ganz abwegig ?
Oder was ist der Grund, dass es nicht gehen kann?
Für herkömmliche Rasierklingen gibt es die Geräte von Allegro,
z.B. ebay 350356324365
mit Stein und Leder, das geht tadellos. Mikrotomklingen passen da allerdings nicht hinein,
aber die Klingen vom Baumarkt werde ich bei Gelegenheit ausprobieren.
Zitat
Oder was ist der Grund, dass es nicht gehen kann?
der Grund, warum sie nicht mehr produziert werden, ist wohl ein kapitalistischer ...

Gruß,
Franz

Detlef Kramer

Hallo,
Zitatder Grund, warum sie nicht mehr produziert werden, ist wohl ein kapitalistischer ...

Nein, der Kapitalismus ist nicht an allem schuld. Der Grund ist ein anderer: die Leica-Klingen, wie auch viele Rasierklingen, erhalten ihre besonderen Eigenschaften durch eine bestimmte Beschichtung, die auch nicht ewig hält, daher die Empfehlung, stets mit einer neuen Klinge zu arbeiten.

Aber niemand muss uns daran hindern, auszuprobieren, ob man die Klingen nicht doch öfter verwenden kann und sie möglicherweise auch wieder geschärft werden können, auch wenn sie dann evtl. einen Tick weniger gut sind.

Ich würde mich über Erfahrungen in dieser Richtung freuen.

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Jan Kros

Hallo Detlef,

In der Mikrokosmos 73 Jahrgang Heft 11/ November 1984 ist durch der Herr Rupp ein Abziehvorrichtung vor einmalklingen dargestellt mit Bauanleitung.
Vielleicht ist das was sie meinen.

Herzlichen Gruss
Jan Kros

Eckhard F. H.

ZitatLeica-Klingen, wie auch viele Rasierklingen, erhalten ihre besonderen Eigenschaften durch eine bestimmte Beschichtung, die auch nicht ewig hält

Hallo Detlev,
als ´besondere Eigenschaft´ ist aber nur Härte denkbar, keinesfalls aber Schärfe. Denn Kanten erfahren - zumindest in meiner Vorstellung - durch Beschichten eine Verrundung, also eher Minderung der Schärfe. Belehrung erwünscht.
Gruß - Eckhard

peter-h

Danke Jan Kros,

der Artikel ist mal eine Überlegung und ein Versuch wert. Falls es mir glückt, werde ich berichten. Sicher nicht die Qualität von einem neuen Messer, aber schön, dass es schon diese Vorschläge gab.

Gruß
Peter Höbel

Horst Isele

Wer kann eine Kopie des Artikels verlinken?

Gruss  Horst
das freundschaftliche Du ziehe ich vor

±  µ ∞ λ ¼  ½  ¾   ν  δ  π  σ  φ  ψ  Փ ‰  ‱ ℃  Ω   √  ∛  ∜  ∑  ≤  ≥  ⋲  ♀  ♂

Hugo Halfmann

Eine solche Kopie würde mich auch interessieren, ich zähle mich auch nicht zur "Wegwerfgesellschaft"  :D
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

peter-h

Herr Isele und Herr Halfmann,

Sie haben eine PN.

Gruß
Peter Höbel

Eckhard

Hallo Eckhard,

Die Klingen sind mit kleinen Teflonkügelchen beschichtet, ich vermute, um die auftretenden Scherkräfte zu mildern. Beim nassen Schneiden von Frischmaterial löst sich die Beschichtung. Bei Paraffinschnitten kann die Klinge deutlich länger benutzt werden.

Scharfe Grüsse
Eckhard

Zeiss Axioscope.A1 (HF, DF, DIK, Ph, Pol, Epifluoreszenz)
Nikon SE2000U (HF, DIK, Ph)
Olympus SZX 12 (HF, DF, Pol)
Zeiss Sigma (ETSE, InLens SE)

www.wunderkanone.de
www.penard.de
www.flickr.com/wunderkanone

Eckhard F. H.

Hallo Namensvetter,
das wird ja immer phantastischer! Kunststoffkügelchen zur Erhöhung der Schneidfähigkeit? Wasser zudem noch nachteilig? Da sträubt sich mein altgedienter Grindpförtner, die Schranke zu heben. :o
Gruß - Eckhard N.

Eckhard

Hallo Eckhard,

Zitat von: Eckharddas wird ja immer phantastischer! Kunststoffkügelchen zur Erhöhung der Schneidfähigkeit? Wasser zudem noch nachteilig?


ZitatMade from high quality stainless steel. High and low profile disposable blades for use with all Leica microtomes as well as the Cryocut and Cryostat. A "PTFE" resin-coated edge allows sections to slide off the edge without distortion. They minimize compression. Comes 50 blades in a dispenser box.
Quelle: http://www.emsdiasum.com/microscopy/products/histology/sectioning.aspx

Schau unter Leica auf der o.a. Seite. Vielleicht solltest Du Deinen Pförtner mal updaten.

Herzliche Grüsse
Eckhard
Zeiss Axioscope.A1 (HF, DF, DIK, Ph, Pol, Epifluoreszenz)
Nikon SE2000U (HF, DIK, Ph)
Olympus SZX 12 (HF, DF, Pol)
Zeiss Sigma (ETSE, InLens SE)

www.wunderkanone.de
www.penard.de
www.flickr.com/wunderkanone

Eckhard F. H.

Hallo Namensvetter,
danke für den interessanten Link.

ZitatVielleicht solltest  Du Deinen Pförtner mal updaten.

Das wäre vergeblich´ Liebesmüh´. Der ist noch von altem Schrot und Korn und  läßt nur durch, was seinem Weltbild entspricht.  ;D

Gute Nacht - Eckhard N.