Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Dee in Juli 30, 2010, 16:32:45 NACHMITTAGS

Titel: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in Juli 30, 2010, 16:32:45 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopie Freunde,

ich bin auf der Suche nach einem hochwertigen Mikroskop, mit dem ich Blutuntersuchungen und Kotuntersuchungen bei Haustieren durchführen möchte. Dabei geht es unter Anderem um den Nachweis von Kokzidien und anderen Darmparasiten (Kokzidien (Coccidia) sind eine Ordnung der Sporentierchen, einer Klasse der Protozoen, die in der Regel intrazellulär parasitisch in höheren Tieren leben.)

Hier ein Auszug der durchzuführenden Untersuchungen:
http://www.internet-taubenschlag.de/medizin/bericht5/welcome.htm


Für mich ist die Mikroskopie Neuland, ich habe zwar Erfahrungen auf dem Gebiet der Fotografie und Computertechnik, will mich aber selbst einarbeiten und stehe nun vor dem ersten Problem:

Welches Mikroskop ist das Richtige?
Nach einer schalflosen Nacht im Ebay wo man sehr viele Mikroskope erwerben kann, weis ich nun weniger als vorher.
Ich lege größten Wert auf hohe Qualität, die Fotos die ich machen möchte sollen ebenfalls eine ausgezeichnete Qualität aufweisen. Es sollte mindestens ein Stereo Mikroskop sein, nochh besser wäre für den Anschluß der Kamera ein Triokulares Mikroskop. Ein gut erhaltenes gebrauchtes Leitz oder Olympus kann sicher besser sein als ein teureres Neues China Mikroskop. Soweit bin ich schon, aber es soll ja auch sehr gute China Mikroskope geben, die der Qualität des Leitz inzwischen kaum noch nachstehen. 
Nun findet man im Ebay sehr viele NEUE Mikroskope zu sehr günstigen Preisen:

1. Biologisches Labor Mikroskop 40-2000x Kreuztisch Zellen für 269 Euro
http://cgi.ebay.de/Biologisches-Labor-Mikroskop-40-2000x-Kreuztisch-Zellen-/400135371749?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item5d29ed3be5

2. Trinokular Mikroskop biologisch 40-2000x | Kreuztisch für 300 Euro
http://cgi.ebay.de/Trinokular-Mikroskop-biologisch-40-2000x-Kreuztisch-/110564237332?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item19be246014

3. Mein Favorit --> Biologisches Trino Labor MIKROSKOP 40-2000x Kreuztisch für 300 Euro
http://cgi.ebay.de/Biologisches-Trino-Labor-MIKROSKOP-40-2000x-Kreuztisch-/110563401010?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item19be179d32

Das dritte Mikroskop ist unter den NEUEN Geräten mein Favorit, es bietet Trino, 4 Objektive, Kreuztisch, 6V 20 Watt Halogenlampe,


Dann die ALternative, ein gebrauchtes Olympus CH Stereo Mikroskop für 350 Euro
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=350372630972&ssPageName=STRK:MEWAX:IT

Ich bin aber offfen für Eure Ratschläge und hoffe, dass meine Frage auch wenn sicherlich viele vor mir ähnliche Fragen gestellt haben gerne beantwortet wird.

Viele Grüße

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Hugo Halfmann in Juli 30, 2010, 16:43:07 NACHMITTAGS
Zitat von: Dee in Juli 30, 2010, 16:32:45 NACHMITTAGS
ich bin auf der Suche nach einem hochwertigen Mikroskop, mit dem ich Blutuntersuchungen und Kotuntersuchungen bei Haustieren durchführen möchte. Dabei geht es unter Anderem um den Nachweis von Kokzidien und anderen Darmparasiten (Kokzidien (Coccidia) sind eine Ordnung der Sporentierchen, einer Klasse der Protozoen, die in der Regel intrazellulär parasitisch in höheren Tieren leben.)

Ich lege größten Wert auf hohe Qualität, die Fotos die ich machen möchte sollen ebenfalls eine ausgezeichnete Qualität aufweisen. Es sollte mindestens ein Stereo Mikroskop sein, nochh besser wäre für den Anschluß der Kamera ein Triokulares Mikroskop.

Hallo Dee,

Deine Anforderungen schließen die von Dir genannten Mikroskope eigentlich aus.

Für das, was Du vorhast, würde ich aus ganz naheliegenden Gründen ein Mikroskop aus deutscher Produktion (Zeiss West oder neuere Zeiss Jena/Askania, Leitz) nehmen, dann kannst Du auch in ein paar Jahren immer noch Teile dazukaufen.

Hast Du schon einen Blick in die Mikrofibel geworfen ? http://www.mikroskopie-muenchen.de/fibeldown.html

Das ganze Thema haben wir hier schon oft durchgekaut, wühl´Dich mal ein bißchen durch´s Forum, da findest Du alles zu Müller. Die meisten hier bevorzugen Zeiss + Leitz (ich auch !)
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 30, 2010, 16:54:12 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

es wird sich sicherlich für Dich auszahlen, vorher in die Mikrofibel oder ein anderes Buch zur Mikroskopie zu schauen. So sollte Dir z.B. zuerst der Unterschied zwischen einem binokularen Mikroskop und einem Steremikroskop klar werden. Auch die Unterschiede der einzelnen Beleuchtungsverfahren solltest Du kennen, bevor Du ein Mikroskop kaufst. Viele Bilder auf der Seite, die Du verlinkt hast, wurden im Phasenkontrast oder im Dunkelfeld aufgenommen. Du solltest wissen, ob Du diese Verfahren brauchst, bevor Du Geld ausgibst.

Was vestehst Du unter "ausgezeichnete Qualität"? Ein Forschungsmikroskop der Referenzklasse?

Viele Grüße,
Florian
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in Juli 30, 2010, 17:05:06 NACHMITTAGS
Vielen Dank für Deine Antwort, Hugo

da ich seit 1985 Erfahrung auf dem EDV Gebiet habe und dort fast alles in  China gefertigt wird, habe ich grundsätzlich keine Vorurteile was die Qualität eines in China gefertigten Produktes angeht. Es  gibt dort Firmen wo sich deutsche Hersteller eine Scheibe abschneiden könnten aber es gibt ebensogut grottenschlechte Produkte aus billigstem Plastik. Daher würde ich in jedem Fall auf Empfehlungen derer, die ein China Mikroskop einsetzen hoffen. Die Alternative zum Erweitern eines Mikroskopes wäre ja auch der Verkauf und die Neuanschaffung eines "Besseren" wenn sich mal ein Schnäppchen im Ebay findet.
Ich habe jahrelang meine alte analoge Nikon Kamera gepflegt um die nun im Schrank vergammeln zu lassen, da die technische Weiterentwicklung in allen Bereich so rasant fortschreitet dass selbst die alten Objektive inzwischen durch neuste computergesteuerte Herstellungsverfahren nicht mehr mit aktuellen Produkten mithalten können. Es wäre tatsächlich besser gewesen meine alte Ausrüstung damals zu verkaufen und sie nicht zu behalten.

Ich habe in der Mikrofibel natürlich auch schon etwas gestöbert. Dort habe ich die Info gefunden, dass meist Geräte von Zeiss, Olympus und PZO unter den Hobbymikroskopern verbreitet sind. Ein neues Zeiss Mikroskop steht jedoch vom Preis her schon außer Frage, aber ich habe für 350 Euro das ebenfalls in meinem ersten Posting aufgeführt Olympus CH gefunden. Für diesen Preis erscheint es mir mit dem Zubehör akzeptabel. Da es auch für Olympus viel Zubehör im Gebrauchtmarkt gibt und Olympus auch einen guten Ruf im optischen Bereich hat wäre dies eine Gerät das ich eventuell anschaffen würde.

Im Ebay ist derzeit nicht viel an gebrauchten Laboval Geräten zu finden. (Preisbereich bis 500 Euro)

Viele Grüße

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in Juli 30, 2010, 17:18:46 NACHMITTAGS
Hallo Florian,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe mir die Mirkofibel inzwischen auch teilweise durchgelesen.
Die Verwechselung zwischen Bino und Stereomikroskop stammt eigentlich durch meine Ebay Suchergebnisse.

Dieses Zeiss Mikroskop wird als Stereomikroskop auf Ebay angeboten, doch handelt es sich im ein Binokulares Mikroskop. Ich habe schon gelernt :)
http://cgi.ebay.de/Zeiss-Stereomikroskop-Kreuztisch-Beleuchtung-/320565240082?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item4aa32d6112

Ich definiere mal "ausgezeichnete Qualität"
Wie in jedem Bereich wird es bei der Mikroskopie ähnlich sein. Für ein gewisses Budget möchte man die bestmögliche Qualität. Ein Forschungsmikroskop der Referenzklasse wird es wohl kaum für etwa 500 Euro geben. Daher suche ich eben das für den Betrag hochwertigste was man eben dafür bekommen kann. Wenn mir nun jemand sagt für 100 Euro mehr bekommst Du bei dem Fabrikat deutlich mehr an Bildqualität würde ich die 100 Euro mehr auch ausgeben. Mir ist klar dass man irgendwann das doppelte zahlen muss für 10% bessere Qualität und wenn man in den absoluten Referenzbereich vordringt ist sicherlich auch das 10-20 Fache im Preis zu zahlen um das letzte Quäntchen Qualitässteigerugn zu erhalten. Beispiel: Mit einem Auto für 8.000,- Euro kann ich eine ganze Familie recht flott und bequem von A nach B transportieren - für 150.000 Euro geht das im Audi Q8 mit 12 Zylinder Diesel Sparmotor aber auch. Natürlich liegen da auch Welten zwischen was den Komfort angeht, doch brauche ich das wirklich wenn ich nur Kurzstrecken fahre?

Was für ein Mikroskop setzt Du denn ein und was wäre zu dem Olympus zu sagen?

Viele Grüße

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in Juli 30, 2010, 17:32:18 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

ZitatBeispiel: Mit einem Auto für 8.000,- Euro kann ich eine ganze Familie recht flott und bequem von A nach B transportieren - für 150.000 Euro geht das im Audi Q8 mit 12 Zylinder Diesel Sparmotor aber auch. Natürlich liegen da auch Welten zwischen was den Komfort angeht, doch brauche ich das wirklich wenn ich nur Kurzstrecken fahre?

Wie wäre es denn, wenn du die Strecke erstmal mit dem Taxi fährst, bevor du entscheidest, ob mit dem Fahrad oder dem Audi Q8.

Was da heißen soll: gibt es in deiner Nähe nicht mikroskopische Arbeitsgemeinschaften, die du aufsuchen kannst, um dich direkt und vor Ort kundig zu machen und ggf. mal dich vor verschiedene Mikroskope setzt, bevor du dir eins kaufst?

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 30, 2010, 17:37:36 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

ZitatWas für ein Mikroskop setzt Du denn ein?

Nun, da ich beruflich in der Pathologie mit dem Mikroskop arbeite und selbst eine ganze Reihe von Mikroskopen in der unterschiedlichsten "Güte" besitze, habe ich eine Vorstellung davon, was ein sehr gutes Mikroskop leisten kann. Ich bin aber sicher, dass Du mit deutlich weniger absolut zufrieden sein würdest.

Das Olympus ist fraglos ein gutes Kusmikroskop, es hat aber einen gravierenden Haken: es ist praktisch nicht ausbaubar. So wie es da steht, wirst Du im Hellfeld damit gut arbeiten können, theoretisch gibt es für das CH-Stativ auch eine primitive Phasenkontrasteinrichtung, aber die bekommt man eigentlich nicht mehr nachgekauft. Das Modell ist gut und gerne 25 Jahre alt, es wurde später noch in cremefarbenem Finish weiter gebaut, es ist aber schon seit etlichen Jahren vom Markt. Auch einen trinokularen Tubus wirst Du wohl kaum noch irgendwo her bekommen.

Wenn man auf Ausbaubarkeit Wert legt (und ich denke, dass Du ganz sicher irgendwann zumindest Phasenkontrast haben möchtest) kann man eigentlich nur folgende Empfehlung aussprechen:

Das Zeiss Standard. Dieses Mikroskop kannst Du bis zum Forschungsmikroskop hochrüsten, auf ebay bekommt man (allerdings z T. zu idiotischen Preisen) mit entsprechendem Sitzfleisch irgendwann jedes gewünschte Teil. Eine einfache Hellfeldausführung lässt sich so später immer mehr erweitern bis hin zu allem, was das Herz begehrt. Für 350 € bekommt man schon eine Basisausrüstung, für 500 € ist schon einiges mehr möglich. Selbst im Handel (mit Garantie) gibt es eine vernünftige Auswahl. Das Mikroskop wird zwar ebenfalls schon lange nicht mehr gebaut (das graue Standard), es ist aber sehr weit verbreitet; es ist das Mikroskop in Arztpraxen, Kurssälen, Hochschulinstituten etc. und eben auch im anspruchsvollen Amateurbereich.

Viele Grüße,
Florian

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in Juli 30, 2010, 19:29:49 NACHMITTAGS
@Bend

Vielen Dank, das wäre natürlich auch eine Möglichkeit sich mal auf diese Art zu informieren, doch habe ich keine Ahnung ob es in Krefeld solch eine Mikro AG existiert. Wo kann ich das herasufinden?

@Florian
Vielen Dnak für die ausführliche Aufklärung.
Du meinst sicher solch ein Gerät oder?

Habe mal auf Ebay nach dem Zeiss Standard gesucht, aber dieses ist das JUNIOR und soll 375 Euro kosten.
http://cgi.ebay.de/MONOKULAR-MIKROSKOP-ZEISS-STANDARD-JUNIOR-TYP-KF-BW-/280426957756?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item414abfcbbc


für 298 gibt es dann noch eins von nem anderen Verkäufer auch ein EX - BW Gerät
http://cgi.ebay.de/Zeiss-Standard-Mikroskop-ex-BW-/320566502184?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item4aa340a328

Das Olympus scheidet dann für mich schon aus nachdem was Du mir geschrieben hast.


Ich habe dann noch ein ZEISS KM Mikroskop in Hellfeldausstattung für 550 Euro gefunden:

Zeiss KM Mikroskop in Hellfeldausstattung, Binotubus, 2 Okulare KPL-W 8x/20 foc. Brille, 4-fach Objektivrevolver mit F10/0,22 (semiplan), Achromat 40/0,65 Ph 2, F 100/1,25 Oil (semiplan), Kreuztisch für normale Objektträger, mit tiefliegendem Koaxialtrieb. Durch die einfache Bedienung sehr gut geeignet für die ärztliche Routineuntersuchung.
http://www.atroplan.com/images/IMG_5207_5517.JPG


oder für 700 Euro

Leitz SM-Lux mit Trinokulartubus, 2 Okulare Periplan 10X Brille M, 5-fach Objektivrevolver mit 4 Objektiven: NPL Fluotar 6,3X, NPL Fluotar 16X, NPL 40X, Fl 100/0,95. Hellfeldkondensor mit Klapplinse 0,9 höhenverstellbar, köhlerbar. Alle Triebe weich und ohne Spiel. Trinotubus mit 100% visuell oder 30% visuell/70% Foto. An der Rückseite des Statives kleinerer Lackschaden, sonst auch äußerlich sehr gut. Das 40er Objektiv hat kleinen Glasbruch am Rande der Frontlinse, Kontrast/Schärfe ist nicht gemindert. Beleuchtung 6V 10W mit Regler auf dem Stativfuß.

Viele Grüße

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 30, 2010, 19:37:19 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

nein - nicht die schwarzen Juniors (die bei ebay z. T. für Phantasiepreise angeboten werden) sondern so ein Mikroskop:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.mikroskopie-muenchen.de/standard.jpg&imgrefurl=http://www.mikroskopie-muenchen.de/standard.html&h=343&w=244&sz=13&tbnid=BxjTeZxMYkYraM:&tbnh=120&tbnw=85&prev=/images%3Fq%3Dzeiss%2Bstandard&hl=&usg=__sohJ8sqFy6F3QB_7Jx9cs5hQd0g=&sa=X&ei=Nw1TTMCiOY7qOILOiJ8O&ved=0CDAQ9QEwBA

Gibt es z.B. auch bei Thilo Immel und anderen Händlern, die gute gebrauchte Mikroskope führen.

Das KM ist ein ganz besonderes Mikroskop, über das wir uns hier schon sehr erschöpfend ausgetauscht haben (-> findest Du über die Suchfunktion); für Dich ungeeignet, weil auch nicht ausbaubar.

Das SM wäre für den halben Preis eine Empfehlung...

Viele Grüße,
Florian
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in Juli 30, 2010, 21:29:59 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

ZitatVielen Dank, das wäre natürlich auch eine Möglichkeit sich mal auf diese Art zu informieren, doch habe ich keine Ahnung ob es in Krefeld solch eine Mikro AG existiert. Wo kann ich das herasufinden?

Dann schau mal in der Rubrik Termine nach, die es hier gibt, dort werden einige Veranstaltungen angekündigt.
Krefeld liegt zwar nicht in meiner Nähe, aber vielleicht ergibt sich nun für dich ein Kontakt, der dir einiges vorführen kann im Rahmen eines privaten Treffens.

Den vermeintlichen Ebay-Schnäppchen würde ich an deiner Stelle nur nachgehen, wenn du dich dazu in der Lage siehst, den einen oder anderen Mangel selbst zu beheben. Das fängt an mit Verharzungen an allen Stellen, wo seit Jahrzehnten kein Fett mehr erneuert wurde. Für die Demontage braucht man oftmals Spezialwerkzeuge, die man meist nicht in der Bastelkiste hat.
Bei Neugeräten wirst du diese Probleme nicht haben, aber es gab hier auch schon die eine oder andere Diskussion, bei der jemand gefragt hatte, ob es normal sei, daß bei seinem neuen Mikroskop der Tisch wackelt oder der Rand der Leuchtfeldblende so komische Farbsäume aufweist.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 30, 2010, 21:46:40 NACHMITTAGS
Hallo!

Also, ich bin mir fast sicher, dass dieses Mikroskop ( das man übrigens - und sicher nicht ohne Grund - sehr häufig in Tierarztpraxen  findet! ) für Deine Zwecke vom Preis und der Leistung her das geeignete Gerät wäre!
Es ist ein Will Wilozyt und wird gerade von Herrn Immel angeboten.
Nicht mehr weiter ausbaubar, aber mehr brauchst Du ziemlich sicher auch nicht!

http://www.thilo-immel-optics.de/komplettmikroskope.htm

http://www.atroplan.com/images/IMG_5080_4670.JPG

Der Preis ist für einen Händler o.k.

Es sei denn, es kämen hier Einwände...

Darf man - um das benötigte Gerät noch besser einschätzen zu können - nach dem genaueren Verwendungszweck fragen? Taubenzüchter etc. mit dem Wunsch nach Selbstdiagnose? Tierarzt oder -heilpraktiker? "Forschender"?


Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: -JS- in Juli 31, 2010, 00:12:48 VORMITTAG
Lieber Peter,

Thema fafählt! Fönf! Setzen sä sich!
(Feuerzangenbowle lässt grüßen  :D)

Das Wilozyt ist wahrlich nächt öbel, zugegeben, aber in der Tat nicht weiter ausbaubar, aber unter den
Vorgaben von Dee war doch zu lesen

Zitat... nochh besser wäre für den Anschluß der Kamera ein Triokulares Mikroskop.

Peter ... nix für ungut.

Hallo Dee,
beim Suchen (ebay) nicht vergessen, Europa mit einzubinden. Zur Zeit steht unter Standard (Zeiss) ein meiner Ansicht nach
faires Sofortkauf-Angebot aus UK drin (ebay # 250668676711), das *ist* ausbaubar und hat lediglich den für meinen Geschmack
einzigen Nachteil, dass der Objektivrevolver fest eingebaut ist (es gab Standards mit der Möglichkeit, den Objektiv-Revolver zu
wechseln - eine schicke Sache).
Leider muss ich dann noch anführen, dass Deine angegebene 'Schmerzgrenze' sich in Regionen tummelt, die, sagen wir mal,
einem gebrauchten alten 500er zuzuordnen wären (es ist NICHT das Auto aus Blau-Weiss gemeint  ;D). Sicher, die Leutchen
in Turin haben irgendwie Autos gebaut, die liefen auch, aber das war's dann auch schon.
Du wirst selbst sehen, dass hier im Forum nicht enden wollende Diskussionen zu lesen sind über 'Gut' und 'Böse' hinsichtlich
der Verarbeitungsqualität auf der einen und der Robustheit auf der anderen Seite.
Völlig klar ist, was Peter V. bereits nachgefragt hatte, daß Du Dir sicher sein mußt, für welchen Zweck *genau* Du das geplante
neue Gerät verwenden möchtest.
Auch in der Mikroskopie gibt es ganz zweifellos die eierlegende Wollmilchsau nicht. Allerdings lehrt die Erfahrung, daß das
Schielen anch einer 'erweiternden Verbesserung' des vorhandenen Equipments selten ein Ende findet. Glaub' mir das...
Und eben weil das so ist: lege Dein Augebmerk lieber auf Gebrauchtware der vielzitierten 'großen Vier'. Es wird sich langfristig
zweifellos lohnen.
Danke für's Zulesen.
Lieben Gruß
Joachim


Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in Juli 31, 2010, 06:35:15 VORMITTAG
Vielen lieben Dank an Euch alle !

Es ist echt klasse wie man hier geholfen wird :)
Ich mache mal ein kleines Update nachdem ich Eure Postings geistig vernascht habe, Mit 300 Euro kommt man also nicht weit, das habe ich schon bemerkt, obwohl man immer wieder mal echte Schnäppchen auf Ebay machen kann. Im Moment ist aber Ebay recht leergefegt was diese vermeintlichen Schnäppchen angeht. Vieles dort ist derart überteuert, dass man sich fragt wann denn mal wieder ein guter Deal da reinkommt. Hier im Forum habe ich auch schon in der An- und Verkaufabteilung gestöbert, doch da ist derzeit auch nix im Angebot.

Dann habe ich gestern noch ein sehr informatives Telefonat mit Herrn Immel geführt, wobei ich zwei interessante Geräte bei ihm entdeckt habe. Das eine war besagtes ZEISS KM was mir wegen der einfachen Bedienung sehr zusagte. Der Preis von 550 Euro für ein echtes Zeiss Profimikroskop erscheint mir auch akzeptabel, da es in gutem Zustand ist. Mir ist bewusst, dass ich da etwas mit der Anbringung einer Kamera an einem der Okulare "basteln" muss, da das Gerät nicht mit einem Triokular ausgerüstet werden kann.

Das ebenfalls bei Herrn Immel angebotene Leitz SM ist für 700 Euro dann wohl zu teuer. Es wäre natürlich mit Triokular zum Fotografieren bereits bestens ausgestattet. Das Will Wilozyt kannte ich bislang noch garnicht. Wurde es von Will Wetzlar produziert? Sicher ein gutes Teil, da aber auch der Fototubus fehlt, leider nicht optimal geeignet.

Um Eure Fragen zu beantworten, was ich genau mit dem Gerät anstellen möchte....
Ich habe vor damit Untersuchungen von Frettchenkot auf Parasiten durchzuführen. Aber auch der Nachweis von Ohrmilben soll damit gemacht werden. In erster Linie geht es dabei um die Untersuchung der eigenen 4 Frettchen. Da wir aber auch ein Frettchenforum betreiben und eine spezielle Rubrik zu Krankheiten im Forum eingerichtet haben, war meine Idee die Untersuchungsergebnisse in Wort und Bild zu dokumentieren. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und sehr viele Frettchenhalter interessieren sich für diese Gesundheitsfragen.
Untersucht werden soll also Blut und Kot, Ohrabstriche aus den Ohren. Das ganze möchte ich gerne fotografisch erfassen und zur Besprechung in unserem Forum veröffentlichen.

Ich haue mich nun aber erstmal ins Bett, war die Nacht mal wieder auf.

Danke nochmal an jeden von Euch für die ganzen Infos!

LG

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 07:56:21 VORMITTAG
Hallo!

Ja, das Will wurde von Will Wetzlar produziert. Und es ist ein in Praxen von Tiermedizinern und Ärzten sehr verbreitetes Mikroskop. Es heißt ja auch nicht umsonst WiloZYT ( -zyt komnmt von "Zytologie" ). Das Wilozyt ist bereits als solides Komplettmikroskop für die (tier)ärztliche Routinediagnosik designt worden und bereits mit Phasenkontrast ausgestattet. Es hat eben alles, was der (Tier)Arzt üblicherweise braucht und wäre hier mein persönlicher Favorit.
Wenn Du z.B. nur durch das Okular fotografieren würdest ( beim Zeiss KM ), dann kannst Du das auch am Will.

Das SM Lux erscheint mir auch etwas teuer ( wobei die Immelschen Preise immer noch recht günstig sind!! ), hier schlagen natürlich der Leitz Trinotubus zu Buche.

Das KM habe ich persönlich noch nie in der Hand gehabt und benutzt, allerdings haben sich scheinbar die "Profis" mit dem Kauf seinerzeit sehr zurückgehalten, ein Erfolgsmodell war es jedenfalls nicht! Ich würde es mir persönlich mal, wenn ich es unter 300 EUR in der Bucht bekäme, für meine kleine "Sammlung" als Kuriosum kaufen.
Es ist halt ein fast komplett aus Kunststoffteilen bestehendes Mikroskop, und Kunststoff altert.... Ein z.B. Standard ist da schon eine andere Klasse.

Ein Zeiss KF2 ( wenngleich auch nicht mit Trinotubus erhältlich ) wäre eigentlich auch keine schlechte Wahl für Dich, allerdings hat Herr Immel wohl derzeit keines im Angebot.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 08:14:50 VORMITTAG
Hallo Dee,

das Wilozyt ist  - wie Peter schon sagte - im Grunde genommen das Mikroskop, das Deinen Anforderungen hinsichtlich der Diagnostik weitgehend entspricht. Es wurde exakt für die Nativ-Zytodiagnostik entwickelt, wozu ich zwanglos auch Deinen Einsatzbereich rechenen würde. Einen passenden trinokularen Fototubus gibt es heute noch bei der Will-Nachfolgefirma Hund/Wetzlar, die das Mikroskop bis vor Kurzem noch gebaut hat, zu kaufen; er kostet allerdings über 700 Euro. Bei geringeren Ansprüchen kannst Du die Kamera natürlich direkt an einen Okularstutzen des Binokulartubus andaptieren - das wird Dir aber über Kurz oder Lang lästig werden. Alternativ dürften auch ältere Leitz-Tuben passen (das geht zumindest beim H500 problemlos), solche gibt es schon mal bei ebay. Außerdem brauchst Du für Milben ganz bestimmt ein 4x-Lupenobjektiv (ein 4x-Achromat bekommst Du bei Hund für um die 50 €), wobei Du vielleicht sogar besser mit einem 2,5x fährst (es geht auch ein Fremdfabrikat).
Was ist eigntlich mit dem Kreuztisch des Wilozyt los, das Herr Immel im Angebot hat? Lässt sich der nicht richtig einstellen? Der Kreuztisch ist nunmal ein Teil, das beim Mikroskopieren ständig in Bewegung ist, da sollte er schon in Ordnung sein.

Zum Zeiss-KM ist hier ja schon etliches geschrieben worden. Fest steht, dass es ein gutes Mikroskop ist, allerdings glaube ich nach wie vor, dass Phasenkontrast für Dich Sinn macht. Der ist nicht dabei oder?

Das SM-LUX ist ebenfalls ein gutes Mikroskop (wenn der Fokussiertrieb, wie hier, in Ordnung ist) mit einer etwas schwächlichen Lampe. Die Fluotar-Objektive sind sehr schön, es ist trinokular und man kann darauf hoffen, später (für eine Menge Geld) auf Phasenkontrast hochrüsten zu können. Nun ist es wohl eher nicht angebracht, hier öffentlich die Preise von Herrn Immel zu diskutieren, mag sein, dass ich den Markt nicht so gut kenne.

Wie möchest Du welche Kamera adaptieren? Eine schwere Spiegelreflexkamera würde ich nicht mal eben an ein 30° geneigtes Tubusrohr anflanschen, mit einer Nikon Coolpix geht das schon eher. Wie oft würdes Du tatsächlich fotografieren? Vielleicht reicht Dir ja auch die Möglichkeit, den Binokulartubus zum Fotos machen gegen einen gerade Monokulartubus auszutauschen (habe ich früher auch gemacht)?


Viele Grüße,
Florian

P.S.: Ich sehe gerade, dass Peter zeitgleich mit mir geantwortet hat. Du siehst, dass wir uns hinsichtlich des Wilozyts einig sind!
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 08:26:16 VORMITTAG
Lieber Florian,

Zitatnsichtlich der Diagnostik weitgehend

wie meinst Du das?

Bezüglich des Triebes...das hatte ich glatt überlesen. Hm.."schwergängig" ist relativ, das müsste man schon selbst ausprobieren.

Zum SM-Lux: Die Optik ist sicher ordentlich, der Trino ich auch wirklich schön, aber die 10 W-Funzel würde mich zunächst auch etwas stören. Aber das müsste man wirklich selbst sehen, die Helligkeit ( Leistung ) der Leuchte ( ist es eigentlich Halogen? ) allein sagt oft nichts aus, an manchem Mikroskop bringen 20 Watt Halogen weniger als an 10 Watt an einem Mikroskop mit besserer Lichtausnutzung.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 08:41:53 VORMITTAG
Lieber Peter,

Dee möchte ohne größeren präparativen Aufwand seine Proben nativ untersuchen und ggf. dokumentieren. Es geht ihm dabei um die Entdeckung von Parasiten. Das nenne ich "Diagnostik". Das Wilozyt ist genau für dieses diagnostische Verfahren konstruiert.

Herzliche Grüße,
Florian
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 08:47:18 VORMITTAG
Nochmal lieber Peter,

ich bin mir gar nicht so sicher, dass das SM-Lux eine 10W-Leuchte hat, es könnten auch nur 5W sein (die späteren weißen HM-Lux hatten auch nur 5W). Die Leistung ist natürlich nicht absolut entscheidend, die Glühwendel ist hier zu einem sehr kleinen Quadrat gewickelt, entsprechend hell ist die Birne. Ich habe Phasenkontrast an einem SM-Lux bereits ausprobiert: es geht, toll ist es aber nicht.

Nochmal herzliche Grüße,
Florian
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 09:12:50 VORMITTAG
Zitat von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 08:41:53 VORMITTAG
Lieber Peter,

Dee möchte ohne größeren präparativen Aufwand seine Proben nativ untersuchen und ggf. dokumentieren. Es geht ihm dabei um die Entdeckung von Parasiten. Das nenne ich "Diagnostik". Das Wilozyt ist genau für dieses diagnostische Verfahren konstruiert.

Herzliche Grüße,
Florian

Ach so!

Ich dachte, Du wolltest damit eher das Gegenteil andeuten, nämlich, dass es insgesamt "nicht so gut sei". Tatsächlich gibt es Systeme mit besserer opticher Leistung, wenn es um Fotos auf hohem Niveau geht.
Für den von Dee gedachten Einsatzzweck halte ich aber gerade das Wilozyt für sehr geeignet.
Tatsächlich ist das Mikroskop ja von Will förmlich auf diesen Anwedungsbereich zugeschnitten.
Wenn der X-Trieb etwas schwergängig und das der einzige Mangel ist - vielleicht läßt sich ja noch etwas handeln  ;)?
Das kann man auf jeden Fall reparieren! Zwar eher nicht selbst, aber das kann sowohl der Hersteller Hund als auch die Firma Jülich.

Herzliche Grüße
Peter

Titel: Pro Wilozyt
Beitrag von: Werner Jülich in Juli 31, 2010, 09:56:26 VORMITTAG
Im Gegensatz zu den meisten anderen Gebrauchtgeräten aus grauer Vorzeit hat man beim Wilozyt den Vorteil, dass es praktisch noch alle Komponenten gibt und selbstverständlich auch alle Ersatzteile neu. Zur Ausbaufähigkeit noch ein Hinweis.
- Auflichtfluoreszenz mit LED, zur Zeit sind 4 verschiedene Anregungsfarben inkl. Filtersätze verfügbar.
- Auflichthellfeld mit LED oder Halogen.
- qualitatives POL, also Polarisator drehbar, Analysator drehbar mit Rot1, schaltbar.
usw. usw.
Man kann Hund vorwerfen, dass sie immer noch konservativ an der 160er Optik festhalten, aber wer einmal versucht, für sein gleichaltes Leitz oder Zeiss Ersatzteile zu bekommen, der wird erfreut feststellen, dass man da bei Hund nicht lange suchen muß.
Ich würde wohl auch zum Wilozyt raten, was für den Tierarzt reicht, sollte für den schmalspurigen Anwender ebenfalls ausreichen.

Werner Jülich
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 10:26:53 VORMITTAG
Hallo,

noch ein Nachtrag zum Trinotubus: ich bin mir - wie Florian - ziemlich sicher, dass man einen Leitz-Trinotubus ( und die fndet man gelegentlich bei ebay ) problemlos adaptieren kann, man muss nur auf den richtigen Schwalbendurchmesser achten ( es gab bei Leitz mindestens drei verschiedene Ringschalben für die Tuben ).
Ich gehe davon aus, dass das Wilozyt und das H500 grundsätzlich konstruktiv identisch sind, was die Anschlussmaße betrifft, und auf ein H500 habe ich definitiv schon einmal einen Leitz-Trinotus erforlgreich aufgesetzt.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Werner Jülich in Juli 31, 2010, 12:05:41 NACHMITTAGS
Es gibt zwei verschiedene Ringschwalbendurchmesser, das betrifft auch die frühen H500. Hund hat für eine Übergangszeit einen Adapter geliefert.
Werner Jülich
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in Juli 31, 2010, 12:07:31 NACHMITTAGS
Zitat von: Werner Jülich in Juli 31, 2010, 12:05:41 NACHMITTAGS
Es gibt zwei verschiedene Ringschwalbendurchmesser, das betrifft auch die frühen H500. Hund hat für eine Übergangszeit einen Adapter geliefert.
Werner Jülich

...der dann auch den Tubus verlängert hat. Oder hatte der Optik?

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Detlef Kramer in Juli 31, 2010, 12:13:13 NACHMITTAGS
Hallo,

Ringschwalben kann man ersetzen, man braucht nur eine Drehbank und jemand, der damit arbeiten kann. Wichtig ist dass die optische Tubuslänge am Ende stimmt. Bei Leitz korrespondierten die unterschiedlichen Durchmesser mit 170 resp. 160 mm.

Ein Adapter, wie von Herrn Jülich beschrieben, benötigt keine aktive Optik, sondern lediglich eine planparallele Glasplatte, die in ihrer Dicke genau berechnet sein muss.

Ich hoffe, ich habe das alles richtig verstanden.

Detlef
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 12:22:25 NACHMITTAGS
Zitat von: Detlef Kramer in Juli 31, 2010, 12:13:13 NACHMITTAGS
Hallo,

Ringschwalben kann man ersetzen, man braucht nur eine Drehbank und jemand, der damit arbeiten kann. Wichtig ist dass die optische Tubuslänge am Ende stimmt. Bei Leitz korrespondierten die unterschiedlichen Durchmesser mit 170 resp. 160 mm.

Ein Adapter, wie von Herrn Jülich beschrieben, benötigt keine aktive Optik, sondern lediglich eine planparallele Glasplatte, die in ihrer Dicke genau berechnet sein muss.

Ich hoffe, ich habe das alles richtig verstanden.

Detlef


...mal ganz abgesehen davon, dass ein paar mm Abeichung in der Tubuslänge keine praktische Relevanz haben!

Herzliche Grüße
Peter

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in Juli 31, 2010, 12:39:07 NACHMITTAGS
Zitat...mal ganz abgesehen davon, dass ein paar mm Abeichung in der Tubuslänge keine praktische Relevanz haben!

Das sagst du so in deinem jugendlichen Leichtsinn, lieber Peter. Das Kapitel 2.4 in der Mikrofibel spricht da ganz andere Töne.
Ich erinnere mich ganz dunkel an einem Thread, in dem du gewisse Probleme hattest, die Objekte mit dem Planapo 63/1,4 in Öl richtig scharf zu bekommen. ;)

Beste Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Werner Jülich in Juli 31, 2010, 12:44:39 NACHMITTAGS
Der Adapter verlängert die Tubuslänge minimal, ich schätze, dass es weniger als 2 mm sind. Er enthält keine Optik, wohl in der Gewissheit, dass die damals angebotenen Objektive keine besonders große NA aufgewiesen haben.
Werner Jülich
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 12:46:26 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

Zitatjugendlichen Leichtsinn
Danke für Blumen, Schön wär's.....

ZitatDas sagst du so in deinem jugendlichen Leichtsinn, lieber Peter. Das Kapitel 2.4 in der Mikrofibel spricht da ganz andere Töne.

Ach sooooooo! Ja, wenn es denn so in der "Bibel" steht, dann ist das natürlich etwas ganz anderes......
Aber o.k - mir Banausen erschließt sich ja auch nicht der Unterschied zwischen vergoldeten und normalen Hifi-Steckern...  ;)
Ich jedenfalls habe noch keinen Augenkatarrh und auch keine Kopfschmerzen bekommen, wenn ich ein 160mm-Objektiv an ein 170mm-Stativ ( Ortholux ) geschraubt habe. Und hier dürfte es sich ja noch um eine viel geringere Tubuslängendifferenz handeln.
Deshlab schrieb ich ja auch von der "praktischen" Relevanz  ;)


ZitatIch erinnere mich ganz dunkel an einem Thread, in dem du gewisse Probleme hattest, die Objekte mit dem Planapo 63/1,4 in Öl richtig scharf zu bekommen

??? Das war ein 160mm-Objektiv an einem ordentlichen 160mm-Standard! Was hat das mit der Tubuslänge zu tun? Das Problem lag eher darin, dass der Arbeitsabstand des 63 zu gering war.

Ausserden hatte Will - soweit ich weiss - keine Planapochromate im Programm. Für den High-End-Seher war Will wohl ohnehin nicht der richtige Hersteller, sonderen eher für den Praktiker  ;)

Herzliche Grüße
Peter

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in Juli 31, 2010, 12:56:46 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

ZitatAusserden hatte Will - soweit ich weiss - keine Planapochromate im Programm. Für den High-End-Seher war Will wohl ohnehin nicht der richtige Hersteller  Zwinkernd

Aber sowas hattest du doch Dee empfohlen! :o

ZitatHuch Das war ein 160mm-Objektiv an einem ordentlichen 160mm-Standard! Was hat das mit der Tubuslänge zu tun? Das Problem lag eher darin, dass der Arbeitsabstand des 63 zu gering war.
Ist jetzt hier zwar nicht unbedingt Gegenstand der Diskussion, aber die Sache scheint bis heute noch nicht geklärt zu sein, zumal es ja um Präparate ging vom angeblich namenhaften Hersteller. :D

Aber 2mm Tubuslängendifferenz dürften sich für 99% der Anwendungen noch verkraften lassen.

Beste Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 13:15:56 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

vielleicht bin ich trotz früher Nachmittagsstunde noch nicht ausgeschlafen genug, um Dich zu verstehen...aber ich verstehe Deine Äußerungen hier und in diesem Zusammenhang wirklich nicht!

ZitatAber sowas hattest du doch Dee empfohlen! Schockiert
???  ???  ???

Du meist das "Wilozyt"? Ja, habe ich! Und wo ist das der Widerspruch? Wurde hier nach High-End-Optik ( für einige hundert Euro ) gesucht oder einem "guten" pragmatischen Werkzeug zur Diagnose von Parasiten etc.?
O.k. - ein Axioscope mit EC-Plan-Neofluaren oder gar Planapos wäre vielleicht die bessere Wahl.....  ;D

ZitatIst jetzt hier zwar nicht unbedingt Gegenstand der Diskussion, aber die Sache scheint bis heute noch nicht geklärt zu sein, zumal es ja um Präparate ging vom angeblich namenhaften Hersteller. Lächelnd

Nochmal  ???
Nein, es ging darum, dass ich Diatomeen in einem Luftpräparat eines unbekannten "Herstellers" mit dem 63-Öl ( 160 mm ) am Standard ( 160 mm ) nicht fokussieren konnte. Das hat mit dem Thema Tubuslänge gar nichts zun tun. ich glaube, Du verwechselst hier etwas.

Zudem habe ich die Befürchtung, das wir mit dieser mittlerweile sich völlig vom Ursprungsthema entfernenden Diskussion dem Fragesteller nicht mehr im Geringsten helfen, sondern sich bei Dee, wenn er hier noch mitliest, auch nur noch  ???  ???  ??? einstellen!

@Dee: Vergiss mal alles, was Du in den letzten 4 oder 5 Beiträgen gelesen hast.... ;)

Herzliche Grüße
Peter


Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 13:37:33 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

vielleicht sollte man es noch einmal auf den Punkt bringen:

1. Das Wilozyt scheint für Deine Zwecke gut geeignet zu sein.

2. Ich empfehle Dir, noch ein Lupenobjektiv nachzurüsten.

3. Falls Du irgendwann einen Trinokulartubus benötigen solltest, stehen Dir neben dem Originalteil, das immernoch beim Hersteller erhältlich ist, auch die Tuben älterer Leitz-Mikroskope zur Verfügung, die man gelegentlich bei ebay findet.

Klar soweit?

Herzliche Grüße,
Florian

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Bernhard Lebeda in Juli 31, 2010, 13:57:14 NACHMITTAGS
Zitat von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 13:37:33 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

vielleicht sollte man es noch einmal auf den Punkt bringen:

1. Das Wilozyt scheint für Deine Zwecke gut geeignet zu sein.

2. Ich empfehle Dir, noch ein Lupenobjektiv nachzurüsten.

3. Falls Du irgendwann einen Trinokulartubus benötigen solltest, stehen Dir neben dem Originalteil, das immernoch beim Hersteller erhältlich ist, auch die Tuben älterer Leitz-Mikroskope zur Verfügung, die man gelegentlich bei ebay findet.

Klar soweit?

Herzliche Grüße,
Florian



Hallo Kollegen

ich bin schon der Ansicht, wer viel fotografieren will, dem soll man gleich zum Trino raten!!

Und von wegen anflanschen von Kameras an den Bino: eine Canon 450D wiegt 475 g, eine Coolpix 990 390g! So riesig ist der Unterschied also nicht und die Option durchs Okular stellt auf jeden Fall eine ungesunde Kompromisslösung dar.

Nur mal um die Verwirrung wieder ein bisschen in Gang zu bringen!  ;)


Viele Grüsse

Bernhard
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: -JS- in Juli 31, 2010, 14:01:53 NACHMITTAGS
Florian, Bernhard,

ein sauberes Statement von Euch beiden...

Leider noch ein leises ...ABER... zum Nachrüsten eines Leitz-Trinotubus.

Das Thema 'Codierung der Leitz-Ringschwalben' war hier Anfang des Jahres ja schon einmal besprochen
worden, und ich möchte die wichtige Zentralaussage von HCLange hier erneut einbringen:

ZitatHallo Peter,
mit den unterschiedlichen Ringschwalbendurchmessern hat Leitz die Tuben so kodiert, daß sie nur an
die dafür vorgesehenen Geräte passen. Grund: Die Abstimmungslängen sind sehr unterschiedlich.
Es gab folgende Ringschwalbendurchmesser:

41 mm für ältere Labolux/Laborlux/Dialux/SM etc., Tubuslänge 170 mm, Okularabgleich 18 mm.
43 mm für Ortholux2/Dialux/HM-Lux/SM-Lux/Diavert etc., Tubuslänge 170 mm, Okularabgleich 18 mm.
42 mm für neuere Dialux/Diaplan/Ergoplan/Aristoplan etc., Tubuslänge 160 mm, Okularabgleich 10 mm.
50 mm für Orthoplan, Tubuslänge 170 mm, Okularabgleich 18 mm.

Die Versionen 41 mm und 42 mm haben zufällig dieselbe Länge vom Tubuskopf bis zum Zwischenbild.
Dennoch dürfte der FSA-Tubus 41 mm um 8 mm längere Okularstutzen haben. Stimmt's?
Gruss
Christoph
Letzte Änderung: Januar 12, 2010, 18:36:55 von HCLange

Damit ist die Umrüstmöglichkeit des Wilozyt (TL = 160 mm) unter Verwendung von Leitz-Trinotuben
nur auf Tuben älterer Leitz-Mikroskope mit der gleichen Tubuslänge eingeschränkt, lt. der oben
zitierten Aussage auf diejenigen mit 42mm Ringschwalbe.

Gruß,
Joachim
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 14:11:53 NACHMITTAGS
Lieber Bernhard,

okay - dann hilft nur Ausprobieren, ob die Adaptation an den Okularstutzen des Binokulartubus funktioniert. Und Dee sollte wissen, wie oft er tatsächlich fotografieren will (ich könnte mir denken, dass wirklich interessante Befunde eher selten sein werden, aber mit "Koproskopie" kenne ich mich auch nicht aus).

Lieber Joachim,

machen wir es einfach: Tuben für das hammerschlaglackierte Dialux, das SM-Lux sowie das Diavert sollten passen; das sind nach meiner Einschätzung (neben den alten schlittegeführten Tuben für die schwarzen Ortholux I und II) wohl auch die am häufigsten bei ebay angebotenen Trinokulartuben von Leitz.

Herzliche Grüße,
Florian
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in Juli 31, 2010, 14:32:02 NACHMITTAGS
Hallo,

diese Ringschwalbenchaotik hat man bei Zeiss (endlich) jedenfalls nicht. Dort sind die Schwalbenanschlüsse alle kompatibel von den alten schwarzen GFLs aus den 50ern bis zu den Pyramiden-Standards aus den 80ern und 90ern.
Auch den Wechsel der Tubuslängen von 170mm auf 160mm gab es dort nicht.
Lediglich den Farbwechsel von Schwarz über Hammerschlag nach Lichtgrau zu Cremefarben.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in Juli 31, 2010, 15:40:32 NACHMITTAGS
Hallo und guten Morgen aus Krefeld :)

habe mich erstmal ausgeschlafen, da es mal wieder sehr spät war letzte Nacht. Nicht wegen Party sondern mal wieder Arbeit ....
Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich soeben hier all die Antworten und Diskussionen wegen Tubuslängen usw. las. Auch wenn ich das ganze nicht so verstehe wie ihr, es zeigt mir schon jetzt einige Dinge die da irgendwann auf mich zukommen werden, wobei ich aber auch sehe dass ich dann mit meinen Problemen nicht ohne Hilfe bin! Das gibt mir ein gutes Gefühl und ich bin echt froh hier gelandet zu sein.

Das Wilozyt ist demnach Eure Empfehlung für das was ich machen möchte.
So habe ich das als Ergebnis der Diskussion auch verstanden. Wie gut sind denn die Objektive, die das Immel Wilozyt besitzt? Mit Herrn Immel hatte ich gestern ein wenig über Optiken gesprochen und er hat mir erklärt das Planachromate das Bild bis zum Rand ohne Wölbung abbilden. Da ich auf die Qualität beim Fotografieren großen Wert lege, um möglichst gute Fotografien für unser Forum zu erhalten ist es ja nicht unwichtig wie gut die Optiken dieses Gerätes sind. Aus der Beschreibung sehe ich nicht ob es sich bei den Optiken um diese Planachromate handelt:

"Will Phasenkontrast-Mikroskop, Lackschäden am Stativ, Binokular mit WF 10X Okularen, 4-fach Objektivrevolver mit 10X, 20X Ph-p, 40XPh-p Objektiven, Kreuztisch (re/li Trieb etwas schwergängig), höhenverstellbarer Phasenkontrastkondensor, Triebe alle ok, Leuchtfeldblende, köhlerbar"

Das einzige Manko sehe ich nach der Diskussion nur darin, dass kein Trinokulartubus vorhanden ist. Ein Neuer für 700 Euro würde mein Budget sprengen und wann im Ebay ein PASSENDER auftaucht ist ja leider auch fraglich. Für 700 Euro + 450 Euro könnte man dann auch sicher ein noch besseres Mikroskop finden mit Tubus und Zubehör. Das Fotografieren ist für mich mindestens so wichtig wie die Untersuchung der Präparate.
Eventuell ist es aber ein guter Einstieg für mich mit diesem Teil einfach anzufangen und Erfahrungen zu sammeln. Man kann Mikroskope ja auch wieder gebraucht verkaufen, sogar hier im Forum.
Ich hatte ganz zu Anfang einmal geschrieben, dass ich auch bereit bin etwas mehr auszugeben, wenn ich dafür eine spürbar bessere Qualität (z.B. durch kontrastreichere, schärfere Abbildung) erziele. Nur kenne ich auch das Problem, dass man je höher man in den Referenzbereich vordringt auch sofort ein teilweise Mehrfaches für nur wenige % Qualitätszuwachs zahlt.

Da ich beruflich mit Computern arbeite, dachte ich mir bei der Fotografie mit einer speziellen Mikroskop USB Kamera zu arbeiten.
Ich besitze zwar auch eine Nikon D300 Digital SLR, doch bin ich mir nicht sicher ob es Sinn machen würde diese Kamera an das Mikroskop zu adaptieren. Sie hat 12 Millionen Pixel, was sicher eine Nummer zu viel ist bei Mikroskopaufnahmen und von der Handhabung vermutlich auch nicht optimal im Vergleich zu einer Mikroskop USB Kamera.

Ich habe mir auf folgender Webseite einmal die Kameras von Tucsen angesehen: http://www.tecmon.de/vmchk/USB-Kameras-c-mount/Zeige-alle-Produkte.html
Wichtig finde ich vor allem, dass der Anbieter auf der Seite Fotos zeigt, die mit den Kameras entstanden sind. Im Ebay findet man auch eine Reihe von USB Mikroskopkameras, doch meist von dubiosen Allesimporteuren ohne auch nur ein Demo Foto zu sehen.

In meine nähere Wahl fiel dann dieses Modell: 3MP TCA-3.0 Tucsen Kamera  für 179 Euro inkl. MwSt.
Für meinen Fall gäbe es sogar einen Okularadapter: "Mit Hilfe des optional erhältlichen Okularadapters kann die Kamera an Mikroskope mit einem Okulartubus von 23mm / 30mm und 30.5mm verwendet werden. Mit der mitgelieferten Software TSView wird das Livebild in Echtzeit auf ihrem Monitor dargestellt."
Was mir sehr gefällt, ist die Tatsache, dass diese Kamera in der Auflösung 1024 x 768 noch 30 fps liefert. Damit ist dann auch ein Video ohne Ruckeln zu erstellen.
Die Frage ist auch die, ob man nicht die Kamera auf dem Okular belassen kann und sich das Bild auf einem 17" TFT anschaut, statt direkt durch das Okular zu arbeiten. Dazu kann ich natürlich nicht viel sagen, da ich natürlich in der Hinsicht null Erfahrung besitze.

Bin mal auf Eure Meinungen gespannt!

LG

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: rhamvossen in Juli 31, 2010, 15:42:14 NACHMITTAGS
Zitatund die Option durchs Okular stellt auf jeden Fall eine ungesunde Kompromisslösung dar.

Hallo Bernhard,

Warum findest Du dass? War mein bild von Spirogyra dan so schlimm? Freundlichen Grüßen,

Rolf
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Werner Jülich in Juli 31, 2010, 16:27:42 NACHMITTAGS
"Will Phasenkontrast-Mikroskop, Lackschäden am Stativ, Binokular mit WF 10X Okularen, 4-fach Objektivrevolver mit 10X, 20X Ph-p, 40XPh-p Objektiven, Kreuztisch (re/li Trieb etwas schwergängig), höhenverstellbarer Phasenkontrastkondensor, Triebe alle ok, Leuchtfeldblende, köhlerbar"


Die Objektive sind typische Achromate, zeigen also Bildfeldwölbung, ich schätze so ab Sehfeld 14 mm sind Unschärfen  nicht mehr zu übersehen.
Zu diesen Objektiven existiert kein kompensierender C-Mount Adapter, wohl aber ein wenigstens teilkompensierendes Fotookular. Nachteil, es ist auf die Bilddiagonale 44 mm ausgelegt, man verliert also beim APS-C Format viel Fläche.
Der schwergängige Trieb kommt vor.
Es kann eingedrungene und ausgehärtete Flüssigkeit sein, verharztes Fett oder, nicht selten, verbastelt. Das sollte sich mit etwas Geduld am Küchentisch lösen lassen.
Meistens ist der Fokustrieb ebenfalls mehr als einen Blick wert, er sollte ausgebaut, gereinigt, neu gefettet und eingestellt werden. Dazu sind Kenntnisse hilfreich, es ist aber auch kein Hexenwerk, geduldige Anwender schaffen das auch ohne Werkstatt.
Es gibt 3 verschiedene Kondensorversionen für Phako. Klassisch wäre der Revolverkondensor für 5 Positionen, den würde ich als Amateur nicht aufmachen, der gehört in die Werkstatt. Dann gibt es den simpler aufgebauten 3fach Kombikondensor, den man ruhig zerlegen und reinigen kann.
Als 3. Variante wurde eine Sparlösung geliefert, da sitzt der Phakoeinsatz einfach im Filterhalter, ein ewiges Ärgernis, weil die Rastung fehlt und die Justage ein Quell der Freude ist.

Wichtig ist, die aktuellen Hund PH-Planachromaten passen nicht zum Kondensor.

Dee, wenn ich Sie richtig verstehe, ist der ganze Kram für Sie noch etwas undurchschaubar und Sie sind noch weit davon entfernt, die meisten Beiträge zu verstehen.
Deshalb einmal etwas deutlicher.
Die Mikroskopkamera können Sie vergessen, so verlockend auch Sonderangebote und Schnäppchen zu sein scheinen, die Adaption ist nicht gut und es wäre unfreundlich wenn ich argumentieren würde, mit dieser hochwertigen Kamera würde man die mangelhafte Anpassung sowieso nicht merken.

Mein Vorschlag lautet daher:
Probieren Sie mit diesem Mikroskop, ob das überhaupt etwas für sie ist. Das wissen Sie ein paar Monate später und dann tauschen Sie das Wilozyt gegen ein anderes Mikroskop ein, das bessere Voraussetzungen für die Dokumentation bietet.

Ein Wilozyt läßt sich immer noch verkaufen und den kleinen Verlust buchen Sie auf das Konto Erfahrung.

Werner Jülich
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 17:03:58 NACHMITTAGS
Lieber Herr Jülich,

ich könnte mir vorstellen, dass die Bildfeldebnung bei der Untersuchung von Kotproben und Parasiten aufgrund der zwangsläufig höheren Schichtdicke der Präparate nur wenig oder gar nicht ins Gewicht fallen sollte.

Der Wilozyt-Kondensor empfiehlt sich ja gerade aufgrund seiner sehr einfachen Handhabung für den geplanten praxisorientierten Einsatzbereich; diesen Kondensor kann man sogar bedienen, ohne jemals gelernt zu haben, was Phasenkontrast ist und wie man in richtig einstellt.

ZitatProbieren Sie mit diesem Mikroskop, ob das überhaupt etwas für sie ist. Das wissen Sie ein paar Monate später und dann tauschen Sie das Wilozyt gegen ein anderes Mikroskop ein, das bessere Voraussetzungen für die Dokumentation bietet.

Ihrer Empfehlung schließe ich mich gerne an!

Herzliche Grüße,
Florian Stellmacher
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 18:25:48 NACHMITTAGS
Hallo Herr Jülich,

genau so sehe ich es auch! Wir können bei Herr Immel davon ausgehen, dass das Mikroskop bis auf den etwas schwergängigen Kreuztisch, der er beschreibt, in Ordnung ist. Wilozyts werden mit sicher höherem Risiko von privat bei ebay etc. in der Regel nicht preiswerter angeboten. Schwergängig bedeutet zudem ja nicht "unbrauchbar" und ist sehr relativ. Für den Preis, der verlangt wird, bekommt man es ohne jeden Zweifel sogar privat wieder verkauft, ich denke, sogar, praktisch verlustfrei. ich bin mir sicher, dass es bei ebay sogar schon für deutlich mehr Geld verkauft wurde - und nicht vom Händler!
Es hat Hellfeld, Dunkelfeld zumindest bis zum 20er und Phasenkontrast. Was will ein Anfänger mehr?
Sicher - es gibt planere Optik, "bessere" Optik, ein Trino wäre gut.....
Ich denke aber dennoch, dass das ein ideales Grät zum Einstieg ist. Genau wie sie es beschreiben, kann Dee damit Erfahrungen sammeln und jederzeit - wenn er eben diese hat - auf ein ggf. höherwertiges Mikroskop umschwenken. Eben, weil man mit dieser geammelten Erfahrung dann viel genauer weiss, was man eigentlich braucht bzw. möchte. Und vielleicht reicht es ja doch erst einmal?
Das für Dee vielleicht "optimale" Mikroskop werden wir hier ohnehin jetzt nicht finden, da er selbst vermutlich ( wie die meisten Anfänger ) nicht so genau weiss, wohin die Reise "anspruchsmäßig" gehen soll, und dann auf dem Gebrauchtmarkt hier und jetzt die eierlegende Wollmilchsau noch zu einem anfängefreundlichen Preis sofort zu finden, ist quasi unmöglich.
Es wurde immerhin bis vor ein oder zwei Jahren - meine ich - noch von Hund fast identisch gebaut und kostete doch immerhin so um die 2000 EUR, oder?
Ich stimme daher Ihrer Sichtweise voll zu!!! Ich würde es an Dees Stelle kaufen! Dass man bei Herrn Immel natürlich Gewährleistung ( und wie ich meine, sogar bedingtes Rückgaberecht ) hat, brauche ich eigentlich nicht zu erwähnen.
Hier kann Dee eigentlich nichts wirklich falsch machen.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in Juli 31, 2010, 19:03:05 NACHMITTAGS
Vielen Dank nochmal für Eure Infos,

der einzige Grund, warum ich das Will noch nicht gekauft habe ist mein Fotografiewunsch.
Da ich zu je 50% fotografieren und Untersuchen wollte, habe ich noch ein Problem damit nun zuzuschlagen.

Wie ja auch Herr Jülich anmerkt, ist eine Adaptierung einer Kamera an das Mikroskop so gut wie nicht möglich. Das beziehe ich einmal auf meine NIKON D300 aber auch auf die speziellen USB Kameras.

Damit ist bei mir einfach ein für mich sehr wichtiger Punkt, der auch zu 50% in die Kaufentscheidung fließt nicht erfüllt.
Sicherlich ist das Gerät auch zu dem Preis ein guter Deal und wieder gebraucht zu verkaufen, doch wolltte ich auchh schon zu Beginn mit den Fotos beginnen.
Ich sehe es so, dass ich aber bei dem Gerät vermutlich nur minderwertige Fotos machen kann, wenn überhaupt eine akzeptable Adaptierung einer Kamera möglich ist.
Würde ich nicht fotografieren wollen, hätte ich das Gerät schon bestellt, da auch Herr Immel mich sehr freundlich beraten hat und ich mich bei ihm auch gut aufgehoben fühle.

Auf Ebay UK habe ich, allerdings in einer ganz anderen Preisklasse ein Leitz DMLB 30S gefunden.
http://cgi.ebay.co.uk/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=190424225838&fromMakeTrack=true&ssPageName=VIP:watchlink:top:en
Was ich bereits hier so gelernt habe versuche ich nun mal in eigeneen Worten auszudrücken.
Die Objektive bei dem Gerät sind wohl wie ich es sehe echte PLAN FLUOTARE mit UNENDLICH Auslegung.

Mich würde einfach eine Art Einstufung dieses Gerätes zum Will Gerät intersssieren.

Auf einer Skala von 0 - 100 - wo liegt die optische Qualität des Will und wo die des Leitz?
Wie sieht es mit der Ausstattung beider Geräte im Vergleich aus?

Ich möchte einfach einmal einschätzen, wie groß der Qualitätsunterschied bei diesem Preisunterschied ausfällt.


LG

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 19:09:59 NACHMITTAGS
Hallo!

Ah----ja!  ???

Das Gerät hat keinen Trino! Viel Erfolg bei der Suche danach. Auf dem privaten Gebaruchtmarkt NIE erhältlich, beim Händler gebraucht praktisch NIE vorhanden, Neupreis so um die 1500 EUR, mindestens  ( nur für den Tubus, wohlgemekrt ).

Ansonsten: Kein Vergleich!!!
Das Gerät liegt in vielerlei Beziehung Klassen über dem Will.

Aber wieso bewegen wir uns jetzt in dieser Klasse?

Das kommt mir etwa so vor, als wenn jemand beim Autohändler zwischen einer S-Klasse und einem Polo hin und herläuft! Ich glaube, so kommen wir wirklich nicht weiter..... ( nicht böse gemeint ).

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in Juli 31, 2010, 19:16:53 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

das Leica steht seit Ewigkeiten im Netzt - für DEN Preis will es keiner haben!

Grobe Einschätzung am Beispiel Auto:

Will Wilozyt -> Golf TDI DSG, 5-Türer (das Mikroskop hat tarsächlich eine Art Automatik, das ist der Witz!)

Leica DMLB mit Planfluotaren und Ergotubus -> Audi A6 3.0, Sechszylinder, Leder, Holz

So ungefähr in der Art...

Florian
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Werner Jülich in Juli 31, 2010, 19:19:59 NACHMITTAGS
Wie soll man denn diese Volte verstehen? Troll? Einfach mal Zeit am Samstag? Ich sollte doch Lotto spielen.
Peter Voigt hat schon erwähnt, dass da ein Fototubus fehlt. Er liegt etwas zu hoch mit seiner Schätzung aber vierstellig wird es schon und gebraucht gibt es das Ding sehr selten, meistens hängt dann da ein ganzes Mikroskop dran.
Leica liefert übrigens keinen eigenen DSLR-Adapter, da müßte man zu Promicon gehen und dann sind wir schon bei ca. 2000 Euro.
Sie wollen wissen, wie groß der Unterschied zum Will ist?
Wenn die Profis, in diesem Fall Veterinäre, in der normalen Kleintierpraxis die typische Routine fahren und sich nicht aus Spaß oder verwegener Zukunftsplanung etwas Besonderes gönnen, dann würden die die moderne Variante dieses Will kaufen, wahrscheinlich etwas anders bestückt und gut is.

Werner Jülich
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in Juli 31, 2010, 19:21:20 NACHMITTAGS
Hallo!

ich bin ja wirklich hilfsbereit und was ich jetzt sage, ist nicht so böse gemeint, wie es klingt, aber ich denke, so kommen wir wirklich nicht weiter. Das ganze Theoretisieren nützt bei dieser letzten Frage gar nichts!
Das muss man dann wirklich gesehen haben ( oder besser gesagt: durchgesehen haben), da muss man einfach mal seine Hände an die Geräte gelegt haben.
Ich denke, hier geht es jetzt um Unterschiede, die man nicht mehr einfach so erklären kann.....

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Robert Götz in Juli 31, 2010, 19:27:55 NACHMITTAGS

Ist das Leica wirklich ein Polarisationsmikroskop, wie es in der Überschrift heißt?
Sind K490 und K470 nicht Sperrfilter für die Fluoreszenzmikroskopie?

Gruß
Robert Götz

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Detlef Kramer in Juli 31, 2010, 20:29:18 NACHMITTAGS
Hallo,

wollen wir an dieser Stelle nicht einfach mal eine Pause machen und DEE Zeit geben, seine Wünsche, Gedanken und Möglichkeiten zu überdenken? Ich werde das Thema nicht schließen, aber appelliere an Euch alle, Eure wertvolle Zeit sinnvoller zu nutzen, bis DEE mit seinen Analysen weiter gekommen sein wird.

Herr Götz, die Frage ist bestimmt interessant, für mich aber 1. nicht beantwortbar und 2. für DEE völlig irrelevant; sorry!  :)

Ich wünsche einen wunderschönen, ruhigen und sommerlichen Sonntag,

Detlef
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 01, 2010, 02:43:41 VORMITTAG
Hallo zusammen,

ich finde es ehrlich gesagt traurig, dass mir manche User etwas unterstellen was absolut nicht zutrifft (Troll).
Ihr versucht Neulingen klar zu machen, dass man für wenig Geld auch nur wenig Qualität bekommt. Wenn nun so ein Neuling wie ich dies verstanden hat und nicht wie manch Anderer dann jede Menge China Mikroskope aus dem Netz virtuell an schleppt und nach deren Qualität fragt, sondern den einzig sinnvollen Weg geht, nämlich das Budget deutlich höher anzusetzen, wird man als Lottogewinner, Troll oder verrückt abgetan? Kein Problem, ich bin Frettchenhalter und die haben sowieso alle einen an der Murmel, sonst hätten sie andere Haustiere. Das ich also ein wenig anders reagiere als der typische Neuling überrascht viele hier vermutlich mehr als mich Euer Verhalten überrascht. Ich nehme das keinem übel :) So etwas kommt vermutlich nicht so oft. Im Lotto habe ich übrigens nicht gewonnen, schön wäre es...

Es gibt ein sehr schönes Sprichwort das mir oft bei Entscheidungen geholfen hat:
Wer etwas anschaffen möchte und bei der Anschaffung spart, kann letztendlich seine gesamte Investition verlieren, da die angeschaffte Sache den Zweck zu dem sie angeschafft wurde nicht oder nur teilweise erfüllt. Wer also bei der Anschaffung denkt, er habe Geld gespart verliert eventuell Alles, denn die Sache kann den Zweck nicht erfüllen zu dem sie gekauft wurde.


Ich erinnere an mein Anfangsposting:
Ich habe bereits in meinem ersten Posting geschrieben, dass ich mit dem anzuschaffenden Mikroskop auch fotografieren will. Dabei sollten die Ergebnisse jedoch qualitativ hochwertig sein. Für alle, denen mein erstes Posting nicht mehr geläufig ist, zitiere ich mich einfach mal selbst:

"Ich lege größten Wert auf hohe Qualität, die Fotos die ich machen möchte sollen ebenfalls eine ausgezeichnete Qualität aufweisen."

Wenn ich nun von Herrn Jülich diese für mich extrem wichtige Info erhalte, ist für mich recht klar, dass ich mit der Bildqualität beim Fotografieren unter Verwendung des Will Mikroskop sicher nicht glücklich sein werde:
"Die Objektive sind typische Achromate, zeigen also Bildfeldwölbung, ich schätze so ab Sehfeld 14 mm sind Unschärfen  nicht mehr zu übersehen.
Zu diesen Objektiven existiert kein kompensierender C-Mount Adapter, wohl aber ein wenigstens teilkompensierendes Fotookular. Nachteil, es ist auf die Bilddiagonale 44 mm ausgelegt, man verliert also beim APS-C Format viel Fläche."


Weiterhin zog ich auch bereits das Leitz SM in meine nähere Wahl, wobei das schon 700 Euro kosten würde. Also lag mein Budget auch schon bei 700 Euro.

Florian, vielen Dank für Deine ausgezeichnete und verständliche Hilfe seit Beginn meines ersten Postings!
Du hast mir auch meine letzte Frage so beantwortet, dass ich als "noch nicht Profi" die Leistung beider Systeme einschätzen kann. Durch diesen bildlichen Vergleich mit den Autotypen kann ich mir vorstellen, was ich für diesen Mehrpreis erhalten würde. Danke auch an Peter, denn Deine Aussage dass dieses Leica Mikroskop Klassen über dem Will liegt hilft mir auch sehr viel. Klar hat es auch keinen Trinotubus, ebenso wie das Will. Das hatte ich schon gesehen. Ich habe das Forum bereits etwas durchforstet. In den USA gibt es einen Spezialisten der sich auf die Herstellung von Tuben auf seiner Drehbank spezialisiert hat, der fertigt ALLES an und das zu Preisen zwischen 150 $ und 700 $.

Worum es mir aber vor allem ging, war die optische Qualität beider Geräte. Nicht umsonst besitze ich für mein Fotografie Hobby eine Nikon und keine NoName Digi Knipskamera.
Das Will ist sicher wie Florian beschreibt ein ideales Mikroskop für die Tierarztpraxis und die täglichen Jobs. Ich sagte schon es wäre bereits mein, wenn da nicht mein Wunsch wäre hochwertige Fotos zu machen. Ich kann doch nicht so einfach alle Infos zum Thema Mikrofotografie ignorieren, die von Euch kamen und ein Gerät kaufen, das dann 50% meiner Wünsche zwar perfekt erfüllt aber viel Glück erforderlich sein wird um mal im Ebay den passenden Fototubus zu ergattern. Womöglich dann noch zu einem utopischen Preis.

@Detlef
Deinen Schlusssatz muss ich also so verstehen, als würdest du allen Usern den Mund verbieten wollen, die mir bei meinen Anfängerfragen zum Thema Mikroskopie helfen möchten?
Zeit benötige ich eigentlich keine, denn ich wollte mir recht kurzfristig ein Mikroskop zulegen. Ich weiß auch genau was ich will, das habe ich mehr als deutlich definiert.  Da ich aber als Neuling, der weiß was er will so wenig wie möglich falsch machen möchte, habe ich hier auf Hilfe bei der Wahl der optimalen Hardware für mich gehofft. Da ich selbst auch Administrator eines großen Forums bin, in dem es natürlich um Frettchenhaltung, Ernährung, Krankheiten usw. geht, verstehe ich nun sehr gut wie sich Neulinge bei uns fühlen müssen, wenn ihnen in unserem Forum Stammuser entgegen treten und deren Kompetenz in Frage stellen. Natürlich ist ein Neuling dann schnell geschockt, weil er doch nur Hilfe suchte und seine Fragen loswerden wollte um sich optimal zu informieren. Viele der Profis, egal ob es ums Mikroskopieren geht oder um die Frettchenhaltung, vergessen leider nach einiger Zeit, dass sie selbst auch mal Anfänger auf dem ein oder anderen Gebiet waren. Verstehe mich bitte auch nicht falsch, ich lerne gerade am eigenen Leib und es schadet nie dazuzulernen.


Eine Bitte noch an Euch:
Ich möchte daher, weil ja eine weitere öffentliche Hilfestellung nicht gewünscht ist, alle User die mir Ihre Unterstützung zukommen lassen möchten darum bitten mir eine PN zu senden, um eventuell einmal miteinander zu telefonieren. Natürlich würde ich auch anrufen, um keine Kosten für Euch zu verursachen. In einem Telefonat kann man oft sehr viele Dinge noch viel besser klären, als bei dem schreiben von Postings. Ich halte das auch so in meinem Forum wenn es um Frettchenprobleme geht und bin jederzeit bereit einen hilfesuchenden Frettchenfreund anzurufen, wenn ich irgendwie helfen kann.
Was mir besonders helfen würde, wäre natürlich ein Besuch bei einem von Euch. Mein Standort ist Krefeld. Ich bin aber mobil.


Vielen Dank nochmal an alle für die Hilfe. Hätte ich die nicht erhalten, wäre ich nun sicher Besitzer eines 300 Euro China Mikroskopes von Müller.


Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

Dee

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in August 01, 2010, 08:06:36 VORMITTAG
Hallo Dee,

Uff - das muss man jetzt erstmal verdauen.....

Ich denke mal, dass Herr Jülich den "Troll" nicht wirklich ernst gemeint hat, da er Dir ja weiterhin noch zur Sache geantwortet hat, es klang eher etwas "genervt" ( was ich bedingt nachvollziehen kann ).
Herr Jülich ist Mikroskophändler und sicher der Letzte, der nicht erfreut wäre, wenn jemand sein Budget erhöht.
Und Detlef Kramer möchte hier sicher nicht den Mund verbieten, sonder eher eine Eskalation verhindern, wenn ich es recht interpretiere.

Um die Reaktionen zu verstehen, musst Du wissen, dass hier recht häufig Neueinsteiger auftauchen und sich hier immer wieder viele Mitglieder sehr große Mühe geben, das ganze Thema "Mikroskopkauf" - obgleich zig Male durchdekliniert - neu aufzurollen und auf den Einzelfall einzugehen, wobei die Ernsthaftigkeit den Fragestellers nicht immer ganz klar ist.

Leider erleben wir in sicher mehr als 80 % der Fälle Folgendes:

1) Nach umfangreichster - auch individueller Beratung - hören wir nie wieder etwas vom Fragesteller.
2) Trotz intensiver Beratung wird dann doch ein bestimmtes Mikroskop gekauft, von dem zuvor dringend abgeraten wurde.
3) Es wird sich freundlich bedankt und der Mikroskopkauf dann doch erst einmal zurückgestellt, war dann "irgendwie doch nicht so wichtig" oder man stellt fest "dass man das Geld doch auf einmal für andere Dinge braucht".


Das ist natürlich für Jene, die sich für einen Anonymus sehr viel Mühe gegeben und viel Zeit investiert haben, ein wenig frustrierend. Wir sind ja nicht alle gelangweilte Stubenhocker, sondern größtenteils noch Berufstätige, die sich aus Engagement für die Mikroskopie trotzdem hier immer wieder um Anfänger sehr bemühen.

In Deinem Fall hatte sicher niemand den ernsthaften Eindruck, einen Troll im eigentlichen Sinne vor sich zu haben. Nur mutet es wirklich seltsam an, wenn zunächst vom 300 EUR Chinamikroskop die Rede ist, das Budget dann auf vielleicht 700 EUR erweitert wird und wir plötzlich in die Klasse um 2500 EUR vordringen. Dass das etwas "merkwürdig rüberkommt" hast Du aber bereits selbst erkannt.....
Und es verwundert, dass für den Einsatzzweck ( Parasitennachweis ) eine solche Hochrüstung nötig sein soll. Aber das will ich gar nicht in Zweifel ziehen, wenn die Ansprüche halt sehr hoch sind.
An Deiner fast professionellen lokalmeteorologischen Website www.krefeldwetter.de ( die mir übrigens ausserordentlich gut gefällt! Glückwunsch! ) sieht man ja, dass Du offenbar hohen Wert auf Qualität und sehr gute Ausrüstung legst und die Dinge offenbar mit der notwendigen Ersthaftigkeit angehst.

Das, was ich in meinem letzten Posting schrieb, kann ich aber nur wiederholen: Wir sind jetzt, wo wir Deine Ansprüche und finanzielle Potenz, die Du nun - zumindest für mich - "deutlicher" formuliert hast als zuvor, kennen, an einem Punkt, an dem eine Beratung im Forum tatsächlich nicht mehr möglich ist.
Nun musst Du tatsächlich selbst durch Mikroskope schauen, vergleichen, am bestens sogar mit den Präparaten, die Du mikroskopieren möchtest. Und Du brauchst persönliche Beratung. Zudem ist die Anpassung einer DSLR alles andere als trivial und aus verschiedenen Gründen schwieriger als die Adaption einer Consumer-Digicam.
Übrigens setzt hohe Fotoqualität absolut keinen finanziellen Overkill voraus, sondern ein wirklich durchdachtes System. Man kann locker 2500 EUR ausgeben und bringt nur "Mist" zustande, andererseits gibt es hier im Forum Mitglieder, die mit einem gebrauchten Zeiss Standard 14, einem Billig-Trinotubus vom "Inder" und Chinaachromaten ( alles zusammen für insgesamt unter 500 EUR )  sowie der Anpassung einer bereits vorhandenen DSLR der Einsteigerklasse wirklich hervorragende Fotos gepostet haben!!! Das setzt aber intensive Beratung durch eine "Erfahrenen" und auch etwas Geduld voraus.
( Preiswerte USB-Kameras kannst Du in diesem Zusammenhang bei Deinen Ansprüchen übriegns komplett vergessen! )

Hinzu kommt, dass es offenbar "eilt". Das ist natürlich ein ganz großes Problem, denn "passende" Mikroskope sind zwar durchaus auf dem privaten Gebaruchtmarkt erhältlich, aber es dauert. Bei hohen Qualitätsnsprüchen, gewünschter DSLR-Adaption und "Eile" wird Dir vermutlich sogar nur der Gang zu einem Gebrauchthändler bleiben.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Detlef Kramer in August 01, 2010, 08:12:49 VORMITTAG
Hallo Dee

1. es ging mir überhaupt nicht darum, die Diskussion abzuwürgen oder jemand den Mund zu verbieten. Gestern sah es zeitweilig so aus, dass sich die Diskussion verselbständigen und von der eigentlichen Frage entfernen würde. Das wollte ich etwas lenken.

2. Die Angabe KREFELD ist ganz wesentlich. Im Ruhrgebiet sind einige unserer aktivsten Teilnehmer zu Hause, auch viele, die sich bisher an der Diskussion nicht beteiligt haben, die aber ganz hervorragende Fotos produzieren. Und die sind mit Sicherheit hilfsbereit.

3. stellte sich für mich im Verlauf der Diskussion heraus, dass bei Dir noch erhebliche theoretische Lücken bestehen, die Du abarbeiten musst - am besten, indem Du Dich mit jemand zusammensetzt, der Dir diese Dinge, am besten am Objekt, erklären kann. Z.B., was eine USB-Kamera ist und wieso man damit keine hervorragenden Fotos hinbekommt.

Also, ich denke, wir alle haben gezeigt, dass wir Dir helfen wollen - also kein Grund, hier plötzlich die beleidigte Leberwurst zu spielen.

Beste Grüße

Detlef
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 01, 2010, 09:23:11 VORMITTAG
Hallo Detlef,

beleidigt bin ich keinesfalls, ich habe doch ein :) hinter meine Bemerkung gemacht.
Also nix für Ungut, wir beide haben gesagt was wir loswerden wollten und nun ist ja alles im Grünen.

Ich habe übrigens hier im Forum einen Beitrag bzw. Erfahrungsbericht gelesen über eine Industrie USB Kamera, die scheinbar doch sehr passable Ergebnisse bei den Fotoaufnahmen brachte. Das Teil kostet aktuell so um die 450 Euro.
Inzwischen habe ich auch erfahren, dass man mit einer an das Okular angeflanschten Nikon Coolpix  extrem gute Resultate erzielen kann. Da ich selbst noch eine NIKON D70 "übrig" habe weil ich das gute Stück nach Kauf einer D200 nicht für 120 Euro im Ebay verkaufen wollte, würde ich die natürlich, wenn ich sie an das Mikroskop adaptiert bekäme auch nutzen.

Zuerst muss ich jedoch ein Mikroskop haben :)

Was die Hilfsbereitschaft angeht bin ich super glücklich. Mal sehen ob sich hier jemand findet bei dem ich mal vorbei schauen darf.

Euch allen noch einen schönen Sonntag.

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 01, 2010, 09:45:40 VORMITTAG
Hallo Peter,

vielen Dank für Deine erneute ausführliche Antwort. Diese kam so schnell, dass ich noch mit der Antwort auf Detlefs Posting beschäftigt war. Danke für das nette Kompliment zu meiner Krefeldwetter Webseite. Daran ist ein wenig zu erkennen, das es bei mir auch in anderen Bereichen meiner Hobbies nur ganz oder garnicht gibt.
Ich habe beispielsweise zwei redundante Wetterstationen in Betrieb, falls eine ausfällt werden von der zweiten immer noch alle relevanten Messwerte geliefert. Da ich eine trägheitslose Windmessung vornehmen wollte, habe ich ein System beschafft, das sonst nur auf Flughäfen und professionellen Meteorologischen Stationen eingesetzt wird. Mit etwa 3000 Euro schlägt allein der Messsensor für die Ultraschall Windmessung zu Buche. Aber was tut man nicht alles wenn man Perfektionist ist.

Ich lasse mich sehr schnell davon überzeugen, dass meine Vorstellungen wenn ich Neuland betrete eventuell nicht dem entsprechen, was ich mir vorgestellt habe. Das war bereits nach der ersten Antwort hier klar. Ich habe die China Geräte anhand der technischen Daten ausgesucht, die mir nicht schlecht erschienen. Aber genau das kann in der Praxis weit nach hinten rücken, wenn trotzt guter ethnischer Daten das Mikroskop nicht korrekt justiert ist oder zu viel Spiel aufweist.

Ich bin  tatsächlich einer der so verrückt ist, wenn nötig auch ein vielfaches des geplanten auszugeben, wenn es denn für die Erfüllung meiner Ansprüche nötig wird. Irgendwo habe natürlich auch ich meine Schmerzgrenze.
Bei der Fotografie, das hatte ich Florian per PN schon erklärt, wird es sicher so sein dass ich mit dem Mikroskop zwar auf Suche nach Würmern, Darmparasiten usw. gehen werde. Doch habe ich auch vor, solch schöne Fotos von Wurzelschnitten und anderen Objekten durchzuführen wobei dann wiederum die Qualität der Objektive eine größere Rolle spielen wird.

Ich sauge förmlich jede Information in mich hinein. Gelesen habe ich im Forum ja auch schon Einiges. Nur so lernt man doch erst. Ich verstehe auch, dass es nun sicher wichtig wäre einmal praktische Erfahrungen zu sammeln. Eventuell meldet sich ja jemand der aus der nähren Umgebung stammt und mir ein wenig Praxis Erfahrung zeigen kann. Keine Sorge ich verstehe Euch sehr gut. Wir haben bei den Frettchen Hilfesuchenden ähnliche Probleme und beraten sehr gern, dennoch kommt es dann vor dass sich User Frettchenwelpen anschaffen auch wenn alle sie zuvor davor gewarnt haben und eine andere Empfehlung ausgesprochen haben. Vieles wird in Foren leider auch falsch verstanden, da die Mimik und Gestik fehlt die bei einem persönlichen Gespräch natürlich ausschlaggebend sein kann für das Verständnis.

Ich wünsche Euch jedenfalls einen schönen Sonntag, muss erstmal ins Bett.

Danke und liebe Grüße

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Detlef Kramer in August 01, 2010, 09:59:17 VORMITTAG
Hallo,

ich denke, ich muss meine Aussage zu den USB-Kameras etwas konkretisieren. Es geht nicht um den elektrischen Anschluss, sondern mir ging es um diese USB-Okular-Kameras, die man nur statt des Okulars in den Tubus schieben muss und schon klappte es bei allen Systemen.

Peter Höbel hat hier eine Video-Kamera mit CMOS-Sensor vorgestellt und auch beschrieben, wie man sie mit etwas Bastelgeschick universell anpassen kann. Sie kostet ca. 400 € und macht recht gute Fotos.

Die Anpassung einer DSLR ist frickelig, aus den verschiedensten Gründen. Wenn man es aber hinbekommt, ist das im Augenblick der Königsweg. Die Probleme sind stichwortartig: das passende Projektiv (für Endlich-Systeme) ist praktisch nicht zu bekommen und Spiegel- und Verschlussschlag verbieten praktisch eine starre Verbindung zwischen Mikroskop und Kamera - es sei denn, man baut auch einen Blitz ein. Das sind nur Stichworte; alles ist hier ausführlich beschrieben, stöbern lohnt sich.

Detlef
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nutzer nicht mehr aktiv in August 01, 2010, 10:03:10 VORMITTAG
Hallo Dee

Du darfst es hier einigen nicht übel nehmen. Wie ich immer sage, versteht man das geschriebene Wort meistens anders, als es gemeint war.

Zu deinem Vorhaben, ein Mikroskop zu kaufen, kann ich dir nur mal berichten, wie es für mich 2008 war, als ich angefangen habe.

Detlef (Dr. Kramer) hat mir damals ein Mikroskop zusammen gebaut. Ich habe ein Zeiss Standard 14 mit einem Inder Trinotubus.
Diesen Trino gibt es immer wieder bei ebay und kostete mich damals glaube ich 130€. Dieser passt an das Zeiss Standard 14.
Klar war bei mir auch, das ich nicht wirklich genug Geld übrig hatte, für das ganze. Aber Detlef hatte damals das maximale für mich heraus geholt.

http://flechtenmikroskopie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4&Itemid=9&lang=en

Danach hatte ich China Objektive bekommen, damit ich damit mal erst testen konnte, den Umgang mit dem Mikroskop zu lernen.
Durch einen Zufall bin ich im selben Jahr an einen Satz Apochromate von Zeiss Jena gekommen. Somit war ich mit dem Mikroskop sehr gut ausgerüstet.
Auch wollte ich auf jeden Fall Bilder machen, aber mit meiner Canon EOS 30D. Viele hatten mir damals eher zu einer Digi Knipse geraten, was ich aber nicht machen wollte.
RAW Formate lassen sich einfach besser bearbeiten, als JPG.

Nach vielen Tests, wo mir Detlef zur Seite stand, habe ich bei Charles Krebs http://www.krebsmicro.com/ gesehen, wie er das so macht.
Wir haben uns einige male per Mail geschrieben und ich habe mir daraufhin einen Vergrößerer bei ebay gekauft und diesen durch Detlef umbauen lassen.

http://flechtenmikroskopie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8&Itemid=24&lang=en

Seit dieser Zeit nutze ich mein Zeiss Standard 14 genau so wie auf den Fotos, um meine Bilder zu machen.
Durch die Kreutzblende von Martin Kreutz http://de.wikipedia.org/wiki/Kreutzblende , konnte ich auch Schiefe Beleuchtung machen, was einen schöneren Effekt für die Bilder hat.
Hier kannst du mal einige Bilder von mir sehen

http://mikroskopie-main-taunus.de/index.php?option=com_phocagallery&view=categories&Itemid=5

Ende 2008 habe ich Matthias Burba (Hier im Forum als CMB) und Thomas Kittel (Im Forum als Capovau) kennen gelernt.
Durch sie habe ich erst mal gesehen, das man auch mit einem guten alten Zeiss Jena Amplival, eine sehr gute Ausbau Möglichkeit für später hat.
Man kann das Amplival von Endlich auf Unendlich ausbauen und es gibt immer wieder Teile bei ebay. Die Überlegung für den Schritt sich noch ein Amplival an zu schaffen, war damit geboren. Also habe ich immer wieder bei ebay oder hier im Forum einige Teile zusammen gekauft und habe erst seit diesem Jahr mein Amplival komplett. Danke auch noch an Michael Kallmeyer (Im Forum als Michael Kallmeyer), der mir noch fehlende Teile besorgen konnte.

Damit möchte ich dir nur zeigen, das es auch möglich ist für dich ein gutes und gebrauchtes Mikroskop zu bekommen. Man muss nur Zeit mit bringen, bis man alles erforderliche zusammen hat.
Und auf das hören, was hier im Forum geschrieben wird. Peter V. hat hier im Forum einige Test Berichte mal geschrieben.

Nur durch die freundliche Hilfe hier im Forum und der vielen Fragen und Antworten die ich bekommen habe, konnte ich vor einem Jahr mit einem Mikroskopiker hier im Forum (Dr. Ralf Wagner) ein Flechten Projekt aufbauen.

http://flechtenmikroskopie.de/

Dr. Felix Schumm hatte hier im Forum mal geschrieben, das wir unsere Bilder doch zusammen als Buch veröffentlichen sollten. So ist die ganze Idee entstanden.
Wir haben seit dieser Zeit 50 Flechten zusammen und zeigen sie in einer Form, in der es diese Bilder bisher noch nicht gegeben hat. Und wenn wir unsere 100 Flechten haben, soll danach unser erstes Buch über die Flechten erscheinen. Ich schätze es wird noch 1-2 Jahre dauern.

Damit möchte ich dir nur zeigen, wie so was hier im Forum laufen kann. Es gibt hier einige, die mit einfachen Mikroskope wunder schöne Bilder machen.

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6575.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6481.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6303.0

Nur mal ein kleiner Teil.
Such dir einen Verein oder Arbeitskreis, geh dort mal hin und schaue dir das einige male an. Du wirst danach schon dein Mikroskop finden.








Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in August 01, 2010, 11:00:34 VORMITTAG
Hallo Dee,

nachdem Du nun dargestellt hast, in welcher Weise, mit welchem Qualitätsanspruch und mit welchem Perfektionismus Du Deine Hobbys anzugehen pflegst, gebe ich Dir bzgl. des Einstiegs einen wirklich wichtigen Rat:

Nimm Dir Zeit!!!!

Informier Dich, schau Dir verschiedene Mikroskope an, schau hindurch, fass sie an. Nur so bekommst Du ein Gefühl dafür, was es überhaupt auf dem Markt gibt und kannst einschätzen, welcher Gerätetyp das Richtige für Dich ist.
Brich nichts über's Knie.
Ich weiss, dass man, wenn Interesse erwacht ist, gerne alsbald zur Tat schreiten würde und möglichst schnell ein Gerät haben möchte. Aber einen Impulskauf solltest gerade Du nicht tätigen!

Übrigens: Hast Du schon mal mikroskopiert, durch ein Mikroskop hindurchgesehen ( bei Freunden etc. )?

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 01, 2010, 11:07:11 VORMITTAG
Hallo Mike,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Es ist wirklich klasse was Du da für tolle Fotos auf Deiner Flechtenseite zeigst. Kompliment!
Ich habe mir auch die anderen Links zu Deinem Umbau und dem Vergrößerungsstativ angeschaut.
Das Fazit nachdem ich Deinen Bericht gelesen habe ist für mich klar. Auch mit preiswerten Komponenten kann man sher gute Fotos machen.

Ich habe mir vorgenommen einen Mikroskopie Verein oder ein Forenmitglied aus der Nähe einmal zu besuchen, damit ich mir ein solches Gerät einmal anschauen und auch hindurchschauen kann.

Ich nehme es keinem Übel wenn hier einmal etwas falsch verstanden wurde. Es ist in Foren so der Fall, dass etwas anders verstanden wird als mom Verfasser beabsichtigt war. Da ich selbst ein Frettchenforum betreibe kommt es auch dort ab und zu zu solchen verbalen Mißverständnissen. Also keine Panik - alles wieder im grünen Bereich.

Ich muss nun aber echt ins bett war die Nacht wieder auf.

LG

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nutzer nicht mehr aktiv in August 01, 2010, 11:15:34 VORMITTAG
Hallo Dee

Na gute Nacht  ;)
Eines nur! Die Flechten Seite ist nicht nur von mir, sondern Ralf Wagner zeigt dort auch seine Arbeiten.
Eine Gemeinschafts- Produktion  :)
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Choms in August 01, 2010, 19:08:22 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

ein interessantes Angebot bei ebay Deutschland:

http://cgi.ebay.de/Zeiss-Mikroskop-PH-Vergroserungsring-/260644310506?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item3caf9c8dea

Sofortkauf 600 Euro, Spitzenoptik (soweit in Ordnung), Zeis Standard 16; sofort für Durchlicht einsetzbar;es fehlt nur ein Ph-Kondensor für Phasenkontrast.

Zu dem Preis ein Schnäppchen.

MFG
Andreas Choms
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in August 01, 2010, 19:29:07 NACHMITTAGS
ZitatSchnäppchen.

Na, hoffentlich "schnappt" es jetzt keiner dem noch schlafenden Dee vor der Nase weg....  ;)
Warum müssen eigentlich solche Tips immer vor der ganzen Internetöffenlichkeit gegeben werden und nicht per PN???
Ist doch eher kontraproduktiv.

Übrigens: Der Preis ist gerade o.k., wenn alles funktioniert - aber unter Berücksichtigung des ebay-Niveaus kein Schnäppchen! Nur 4 Objektive, kein Trino, der Phasenkondensor fehlt, nur ein einfacher Objektführer mit unergonomisch hochliegenden Triebknöpfen, und für den Phasenkondensor muss man nochmal ca. 150 EUR hinzurechnen.
Mit ordentlichem Kreuztisch und Phasenkondensor erzielen diese Mikroskope eigentlich nicht über 750 EUR.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Florian Stellmacher in August 01, 2010, 19:39:05 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

folgendes sollte man vielleicht auch nicht unterschätzen: Ein Anfänger wird vielleicht gar nicht in dem Maße das Planapo und das Optovar schätzen können, wie er sich mit dem Stecktrafo und dem vorsintflutlichen Kreuzobjektführer schwer tut. Auch das kann - und sollte  - man über Kurz oder Lang ersetzen und in die Kostenkalkulation einplanen. Auch mit den Fadenkreuz im Okular (kann man bestimmt irgendwie ausbauen, ich weiß aber nicht wie) hätte ich so meine Schwierigkeiten. Ist das 100er wirklich von Zeiss? Zwei gerändelte Ringe sehen für mich nach Leitz 170 mm aus...

Herzliche Grüße,
Florian
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in August 01, 2010, 19:50:47 NACHMITTAGS
Lieber Florian,

ZitatIst das 100er wirklich von Zeiss? Zwei gerändelte Ringe sehen für mich nach Leitz 170 mm aus...

Stimmt! Habe gar nicht so genau hingeschaut. Sieht verdammt "leitzig" aus....und dann noch 170 mm... wieder ein Minuspunkt.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in August 01, 2010, 20:11:34 NACHMITTAGS
Außerdem muß man auch nicht SOFORT KAUFEN, sondern kann auch DEN PREIS VORSCHLAGEN, besonders, wenn man nicht weiß, was da so alles delaminiert ist.
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Mila in August 01, 2010, 20:25:01 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

hättest Du das gedacht? Fünf Seiten, über 60 Antworten und fast 900 mal gelesen...

Ich hatte nur auf 30, später auf 50 Antworten gewettet..., hm, verloren >:( ;D

Viele Grüße
Mila
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in August 01, 2010, 23:48:46 NACHMITTAGS
Liebe Mila,

das darfst du nicht so verkniffen sehen. Immerhin könnte für dich oder für mich noch ein schönes Zweitmikroskop dabei rausspringen bei diesen vielen guten Tips! ;)

Beste Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 02, 2010, 14:26:19 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

zuerst einmal etwas "Off Topic"
Gestern war bei uns Familienplanungstag angesagt, da waren wir unterwegs weil wir Familienzuwachs erwarten. Wir haben uns bei einem Freund zwei Baby Frettchen ausgesucht die in 2 Wochen bei uns einziehen werden und unser Frettchenzimmer etwas mehr durcheinander bringen werden.
Wer da mal per fernsteuerbarer Kamera reinschauen mag: http://frettchen4you.de/html/frettcam.html

Als wir dann wieder zu Hause waren war ich total hinüber und habe nur noch kurz den Thread überflogen und mit im Ebay das 600 Euro Zeiss angeschaut. Dann nach den auch erwähnten Einschränkungen von Florian mal wieder überlegt ob man sich nicht doch etwas mehr Zeit lassen sollte bei der Auswahl und ein paar weitere Ebay Schnäppchen abwarten soll. Heute muss ich erstmal die Arbeit nachholen, die liegen geblieben ist seit ich mehr hier im Forum und im Ebay herumdüse als meine Arbeit zu tun.

Peters ROT gefärbten Rat "NIMM DIR ZEIT" werde ich mir zu Herzen nehmen.

Tja und sorry Mila wenn Du die Wette verloren hast, manchmal geht es bei uns im Frettchen4You Forum auch nicht anders zu als hier, wenn ein Frettchen Neuling seine Fragen stellt wird ein Thread auch gerne schnell sehr lang und innerhalb kurzer Zeit auch über 1000 mal aufgerufen. Das kenne ich gut, nur weiss man das meist nicht schon zu Beginn der Diskussion.

Liebe Grüße an Euch alle und vielen Dank für die Hilfestellung.
Wenn ihr mal Frettchen Hilfe braucht könnt ihr auf mich zählen!

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Robert Götz in August 02, 2010, 14:40:23 NACHMITTAGS

ZitatWer da mal per fernsteuerbarer Kamera reinschauen mag: http://frettchen4you.de/html/frettcam.html

Da heißt es aber: "Authentifizerung erforderlich" und dann wird ein Passwort verlangt.

Gruß
Robert

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in August 02, 2010, 15:41:14 NACHMITTAGS
Hallo Dee,

bevor du beurteilen kannst, welches Ebay-Angebot evtl. für dich infrage kommt, solltest du erstmal ausgelotet haben, welches Modell für dich nun das Geeignetste ist. Bislang sind wir von Willozyt nach Zeiss Standard gesprungen, wobei dir ein paar Modelle von Leitz auch noch gefallen haben.
Man kann sich zwar fürs erste ein Mikroskop zulegen, das den Anforderungen und Wünschen halbwegs gerecht zu sein scheint, aber es wird sich doch erst in der Praxis herausstellen, ob es das nun ist, oder ob es doch was Besseres gibt, was man hätte nehmen sollen. Mir ging es jedenfalls so. Beim ersten Mikroskop sollte man es sinnvollerweise so machen wie beim Autokauf: Reinsetzen und Probefahren bevor man den Kaufvertrag unterschreibt.
Was die Ausbaufähigkeit anbelangt, wäre es hilfreich, wenn du dir zu den Mikroskopen, die gerade im Angebot sind, mal die Broschüren anschaust, in denen die Möglichkeiten beschrieben werden. In vielen Fällen lassen sie sich aus dem Netz runterladen oder noch vom Hersteller, sofern noch nicht pleite, beziehen. So läßt sich am besten ersehen, ob es z.B. dafür neben den Achromaten noch Planachromate gibt und ob dafür überhaupt Beobachtungstuben mit einem Fotoausgang hergestellt wurden.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 02, 2010, 19:19:00 NACHMITTAGS
Zitat von: Robert Götz in August 02, 2010, 14:40:23 NACHMITTAGS

ZitatWer da mal per fernsteuerbarer Kamera reinschauen mag: http://frettchen4you.de/html/frettcam.html

Da heißt es aber: "Authentifizerung erforderlich" und dann wird ein Passwort verlangt.

Gruß
Robert



Hallo Robert,
auf der Kameraseite findest Du eine kurze Anleitung. Dort habe ich Username und Passwort in ROTER SCHRIFT  hervorgehoben.
Da die kleine Anleitung auch für die Installation des Kamera Plugins im Browser wichtig ist, bitte zuerst durchlesen.

@Nomarski
Meine Vorstellung gehen genau dahin was Du beschrieben hast. Wenn ich mir jetzt ein gebrauchtes Gerät kaufe, kann ich damit einfach mal loslegen. Dann sehe ich wie mir das ganze Spass macht und ob ich zufrieden bin. Bekomme ich ein Gebrauchtes zu gutem Preis kann ich es auch wieder gut verkaufen. Da ich meine Ansprüche etwas in Richtung Mikrofotografie konkretisiert habe und ich daher wohl mit Planachromaten besser bedient bin, da auch Aufnahmen nicht nur von Parasiten sondern auch von Pflanzenschnitten oder anderen interessanten Proben gemacht werden sollen und vor allem da ich mit der Fotografie auch schon von Anfang an dabei sein möchte, werde ich vermutlich ein Gerät mit Planachromaten und Fototubus auch wenn es ein Olympus ist in Erwägung ziehen. Dann wird eben wenn ich weitere Ansprüche habe ein zweites Gerät angeschafft oder das erste verkauft nachdem ich ein Besseres gefunden habe.

Viele Grüße

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Robert Götz in August 02, 2010, 19:56:08 NACHMITTAGS
Zitat
auf der Kameraseite findest Du eine kurze Anleitung. Dort habe ich Username und Passwort in ROTER SCHRIFT hervorgehoben.

Sorry! Bei mir muss es offenbar nicht nur rote Schrift sein, sondern auch noch blinken und hupen!  ;)

Typischer RTFM-Fehler.  ;D

Gruß
Robert



Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Ortholuxianer in August 02, 2010, 21:54:44 NACHMITTAGS
Hi Dee,

evtl. wäre das hier noch ein interessantes Angebot für Dich:

http://cgi.ebay.de/Zeiss-Standard-Phase-Mikroskop-Microscope-/290460204681?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item43a0c6fe89

Zeiss Standard mit hervorragenden Ausbaumöglichkeiten; Phasenkontrast schon inklusive.
Habe bei dem Händler auch einmal gekauft, kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Trinotubus kannst du dann bei Gelegenheit nachrüsten.

Axel
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in August 02, 2010, 22:06:08 NACHMITTAGS
Auch hier ist noch ein schönes Angebot:

http://cgi.ebay.de/Carl-Zeiss-Standard-binocular-phase-microscope-/250668676711?cmd=ViewItem&pt=UK_Collectables_Scientific_MJ&hash=item3a5d047667
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Detlef Kramer in August 02, 2010, 22:34:18 NACHMITTAGS
Auch der letztere Bieter ist absolut seriös,

Detlef
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in August 02, 2010, 22:44:35 NACHMITTAGS
Zitat von: Nomarski in August 02, 2010, 22:06:08 NACHMITTAGS
Auch hier ist noch ein schönes Angebot:

http://cgi.ebay.de/Carl-Zeiss-Standard-binocular-phase-microscope-/250668676711?cmd=ViewItem&pt=UK_Collectables_Scientific_MJ&hash=item3a5d047667

...besonders der Objektführer ist ein Leckerbissen  ;D  ;)
Herzliche Grüße
Peter

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in August 02, 2010, 23:09:41 NACHMITTAGS
Zitat von: Peter V. in August 02, 2010, 22:44:35 NACHMITTAGS
Zitat von: Nomarski in August 02, 2010, 22:06:08 NACHMITTAGS
Auch hier ist noch ein schönes Angebot:

http://cgi.ebay.de/Carl-Zeiss-Standard-binocular-phase-microscope-/250668676711?cmd=ViewItem&pt=UK_Collectables_Scientific_MJ&hash=item3a5d047667

...besonders der Objektführer ist ein Leckerbissen  ;D  ;)
Herzliche Grüße
Peter



Oh ja! Dieser Tisch mit dem Objektführer scheint so heiß begehrt zu sein, daß es im Mikromarkt deswegen erst einen fürchterlichen Krach zwischen zwei Forumsmitgliedern gegeben hat. 8) ;D

Beste Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in August 02, 2010, 23:14:05 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

ZitatOh ja! Dieser Tisch mit dem Objektführer scheint so heiß begehrt zu sein, daß es im Mikromarkt deswegen erst einen fürchterlichen Krach zwischen zwei Forumsmitgliedern gegeben hat. 

Beste Grüße
Bernd

Hmmmmmm.........was es nicht alles gibt  ???

Das ist doch die primitivste Form eines Objektführers überhaupt, den hatte ich schon an meinem Schüler - Junger-Swift.....

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in August 02, 2010, 23:44:27 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

ZitatDas ist doch die primitivste Form eines Objektführers überhaupt, den hatte ich schon an meinem Schüler - Junger-Swift.....
Warum? Weil man für X- und Y-Bewegung zwei separate Knöpfe hat und keinen Koaxialantrieb? Das ist auch bei jedem Drehtisch so. Und immer noch 10x komfortabler, als den OT von Hand bewegen zu müssen. Bei starken Objektiven ab 40-fach kann man schon fast von Glückstreffern reden. Wenn man bei 100-fach exakt positionieren kann, kann es an die Legepräparate gehen. ;D

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Bernhard Lebeda in August 02, 2010, 23:57:43 NACHMITTAGS
Zitat von: Nomarski in August 02, 2010, 23:44:27 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

ZitatDas ist doch die primitivste Form eines Objektführers überhaupt, den hatte ich schon an meinem Schüler - Junger-Swift.....
Warum? Weil man für X- und Y-Bewegung zwei separate Knöpfe hat und keinen Koaxialantrieb?

Hallo ihr zwei!!

Dabei beschreibt er ihn ja als "stage with drop down co axial controls" ! Und ich hatte den immer für einen seriösen Händler gehalten, er hat  oft schöne Sachen im Angebot.


viele Grüsse

Bernhard
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: reblaus in August 02, 2010, 23:58:16 NACHMITTAGS
Hallo -
wenn jemand tauschen möchte? Ich hätte hier noch einen Tisch mit Koax-Trieb für einen mit getrenntem X und Y abzugeben!
Gruß
Rolf
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: -JS- in August 03, 2010, 00:03:20 VORMITTAG
Hallo *.*,
ganz kleine Nachdenklichkeiten am Rande:
a) DEE dürfte in der Lage sein, die diversen weltweiten Foren und Marktpätze zu durchleuchten, denke ich mal so für mich hin...
[der Junge ist groß und kann ganz bestimmt schon ohne Zettel einkaufen gehen  ;D ;D]
b) was immer das nun soll: Liebe Leute, welche gesellschaftspolitische Relevanz hat bitteschön die Form und Ausführung
eines (sorry) wie auch immer konstruierten  KREUZTISCHES auf das in diesem Thread im Vordergrund stehende Thema?
(Herr, vagippse, zement iss zu teuer...)
c) Lieber DEE: Du siehst selbst, dass Du eine fast mathematisch-stetige Entwicklung hinter Dir hast. Die am Anfang von
Dir gestellten Fragen hinsichtlich eines Mikroskopes aus fernöstlichen Gefilden haben sich genau davon weg bewegt.
Viele Vorschläge wurden genannt, der von Peter in Rot dargestellte 'Nimm Dir ZEIT' kann gar nicht oft und laut genug
wiederholt werden.
Es gab Telefonate, die den Eindruck hinterliessen, auch nicht so recht helfen zu können.
Meinerseits verbleibt ein Wunsch für Dich: Daß Dir diese erschöpfende Diskussion hat helfen können, Klarheit für Deine
Entscheidung zu finden. Nur eine unangenehme Sache muss ich Dir leider mit auf den Weg geben: Es ist egal. wie viele
Ratschläge Du hier bekommen hast und vielleicht noch bekommen wirst. Am Ende liegt die Entscheidung bei Dir.
Und. lieber DEE, letztendlich wird Dir zu diesem Schritt kein Mensch helfen können.
Aber eines solltest Du nun wirklich wissen:
Wir sind alle ZIEMLICH gespannt, was du nun hinsichtlich einer Neuinvestition vorhast  :D
Ich zumindest wünsch Dir viel Erfolg dabei.
Herzlichen Gruß
Joachim


Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Bernhard Lebeda in August 03, 2010, 00:32:32 VORMITTAG
Zitat von: -JS- in August 03, 2010, 00:03:20 VORMITTAG
Hallo *.*,
ganz kleine Nachdenklichkeiten am Rande:
a) DEE dürfte in der Lage sein, die diversen weltweiten Foren und Marktpätze zu durchleuchten, denke ich mal so für mich hin...
[der Junge ist groß und kann ganz bestimmt schon ohne Zettel einkaufen gehen  ;D ;D]
b) was immer das nun soll: Liebe Leute, welche gesellschaftspolitische Relevanz hat bitteschön die Form und Ausführung
eines (sorry) wie auch immer konstruierten  KREUZTISCHES auf das in diesem Thread im Vordergrund stehende Thema?


Einspruch, Euer Ehren!!

Dee kann bestimmt ohne Zettel einkaufen gehen, nur eben kein Mikroskop!!

Der Hinweis auf den Kreuztisch war schon wichtig, alldieweil das Mikroskop auf den ersten Blick nach einem "muss man einfach kaufen" aussah. Der Hinweis auf den Nachteil einer unbequemen Objektführung ist berechtigt, da ein typisches Detail das dem Anfänger entgeht!

Hugh, ich habe gesprochen und nu geh ICH mal zur Abwechslung ins Bett  ;D

Gute Nacht

Bernhard

Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 03, 2010, 06:22:16 VORMITTAG
Hallo zusammen,

also zuerst möchte ich einmal sagen, dass mir das alles hier und auch die Telefonate sehr wohl enorm viel gebracht haben. Vor einer Woche wusste ich nicht einmal worauf ich bei der Anschaffung eines Mikroskops achten muss, dass die billigen USB Kameras wohl eher Schrott sind und dass ich mit einem China Mikroskop wohl doch nicht gut bedient bin.

Es hat sich da etwas ergeben woran ich heute wohl noch etwas arbeiten werden und dann berichte ich Euch davon.
Bis dahin noch etwas Geduld.

Bernhard hat schon Recht. Klar kann ich einkaufen und ich kenne mich im Internet auch schon recht gut aus. Ich habe sogar in den USA eine Plattform gefunden wo sehr interessante Geräte angeboten werden. Mein Problem dabei ist aber, dass ich noch nicht in der Lage bin ein Schnäppchen von einem überteuerten Ladenhüter zu unterscheiden. Da war ich sehr auf Hilfe angewiesen.
Ich fand auch den Hinweis auf den Kreuztisch sehr wichtig, denn ich hätte mich vermutlich erst darüber gewundert, wenn ich das Teil gekauft und vor mir auf dem Tisch gehabt hätte.

Wie gesagt ich hoffe heute Abend mehr schreiben zu können, denn es hat sich da etwas ergeben an dem ich gerade dran bin.

Viele Grüße

Dee
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Peter V. in August 03, 2010, 08:21:13 VORMITTAG
Hallo Dee,

ich wünsche Dir bei Deinem nunmehr recht konkret geplanten Kauf viel Erfolg!!!
Es wäre schön ( und eine Rarität ), wenn unsere umfangreiche Beratung ( die ja wohl auch außerhalb des Forums telefonisch und per PN stattgefunden hat ) in diesem Fall einmal zu einem wirklichen und schnellen Erfolg führen würde.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Nomarski in August 03, 2010, 09:30:37 VORMITTAG
ZitatIch fand auch den Hinweis auf den Kreuztisch sehr wichtig, denn ich hätte mich vermutlich erst darüber gewundert, wenn ich das Teil gekauft und vor mir auf dem Tisch gehabt hätte.

Ist aber, wenn man die beiden Angebote vergleicht, nur ein Unterschied in der Bedienung, man kann mit beiden Objektführern arbeiten. Wäre etwa so wie beim Auto der Unterschied zwischen Mittelschaltung und Lenkradschaltung. ;D
Gut, das eine Mikroskop hat modernere Komponenten (Siedentopf, Kreuztisch mit Koaxialantrieb, Neofluare), während das andere eben noch die Schiebebrücke, den einfacheren Kreuztisch und mit Achromaten bestückt ist und dafür auch um 200 Euro günstiger.
Die Planapochromate für beste Bildqualität werden sowieso meist nur einzeln angeboten, so wie man einen Achromaten, einen Tubus oder Tisch auch einzeln veräußern kann.
Das ist eben der Vorteil bei Zeiss, daß man sich auf diese Weise das "Wunschmikroskop" zusammenstellen kann.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Jens Jö in August 03, 2010, 09:56:20 VORMITTAG
Ich kenne einen Musiker, der auf einer Kinder-Mundharmonika für €3,95 einen umwerfenden Blues hinlegt. Könnte man ohne weitere Bearbeitung brennen und verkaufen . . .
Wenn ich mich nicht irre, sind die phantastischen Bilder von Monsti auf solch einem China-Mikroskop gemacht ?

Nichts für ungut
Alfred
Titel: Re: Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.
Beitrag von: Dee in August 03, 2010, 14:25:38 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

tja wie heute morgen schon geschrieben, hatte ich etwas in Planung. Um Haaresbreite hat es nicht geklappt.
Dieses gute Stück habe ich per E-Mail heute morgen bei einer Firma in England erwerben wollen.
Der Preis: 553 GBP + MwSt. und Fracht. Das wäre das ideale Teil für meine Wünsche gewesen zu einem TOP Preis.

Leider erhielt ich dann eine E-Mail, dass es gestern an eine UNI verkauft wurde. Ich habe soeben zur Sicherheit nochmal dort angerufen und nachgefragt, da es immer noch auf deren Webseite steht und keine Verkaufs Notiz zu finden ist, doch auch telefonisch wurde mir bestätigt, dass es verkauft ist. 

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/45354_7530847.jpg)

a quality microscope by any standard. this is a good example of the olympus work horse. kohler illumination with voltmeter control. semi plan objectives x10, x20, x40 and x100 (oil) and plan x40.  zernicke phase contrast condenser with bright field position. external 12v 100 watt halogen illumination system. electronic 35mm camera with the power leads but no power box. truly excellent optics in a microscope in very good condition.

... und die Suche geht weiter.

Viele Grüße

Dee