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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: 42 in November 28, 2010, 23:52:06 NACHMITTAGS

Titel: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in November 28, 2010, 23:52:06 NACHMITTAGS
Hallo liebe Foristen,

ich arbeite in der Pathologie und würde gerne für den Privatgebrauch öfters mal ein paar schöne Schnappschüsse machen. Ich benutze ein Trinokularmikroskop von Zeiss. Objekte sind unbelebt und gefärbt (Histologie, Zytologie), Betrachtung bei Durchlicht, Vergrößerungen sind 5x, 10x, 20x, 40x (plus Okular mit ca. 10x). Dafür suche ich eine Kamera bis ca. 300 €, die ich ohne größere Bastelarbeiten und technisches Verständnis anbringen kann. Diese Liste habe ich gefunden: http://www.lmscope.com/produkt22/Camera_Ranking_Preisleistung_de.shtml
Die oberste Empfehlung finde ich im Internet für 283 €, weiß allerdings nicht, ob sie für meine Zwecke geeignet wäre. Vielleicht hat jemand Tips.

MfG
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: Werner Jülich in November 29, 2010, 00:13:37 VORMITTAG
Sind in den 300 Euro die Kosten für einen Kameraadapter enthalten? Wenn nicht, ist schon ein Adapter vorhanden, für den es eventuell einen anderen Kameravorschlag gäbe?
Werner Jülich
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in November 29, 2010, 18:30:00 NACHMITTAGS
Das Mikroskop heißt Axioskop 2. Oben sitzt ein Zylinder, auf dem steht: 45 61 40. Ist das so ein Aufsatz?
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: Werner Jülich in November 29, 2010, 23:07:53 NACHMITTAGS
Nein, das ist nur das Anschlußstück 60-44. Das ist recht preiswert, also ist in jedem Fall noch eine Investition in einen richtigen Adapter fällig und dann können Sie noch wählen. Es wird aber eng für Ihren Etat, der Adapter verschlingt schon mehr, als Sie für die Kamera ausgeben wollten.
Werner Jülich
Titel: Lichtmikroskop und Kamera für Zuhause
Beitrag von: 42 in März 04, 2012, 14:45:08 NACHMITTAGS
Hallo, ich melde mich nochmal in diesem Thread zurück, jetzt aber mit einer modifizierten Fragestellung.


Ich würde mit gerne ein gebrauchtes Durchlichtmikroskop zuhause aufstellen mit Fotografieeinrichtung, am liebsten von Olympus, gewünschte Vergrößerungen 4-5x, 10x, 20x, 40x (ggf. noch 100x/Immersionsöl), Objekte wären pathologische Präparate. (Polarisationseinrichtung wäre super, ist aber in der Preislage wahrscheinlich nicht drin).

Bei einem Internethändler habe ich nun das Olympus CH2 entdeckt als Trinokular ab 850 €, das für das Fotografieren wahrscheinlich am geeignetsten wäre.

Produktbeschreibung:
Olympus CH2 Durchlichtmikroskop
4-fach Objektivrevolver
Okulare WHK 12,5x/16L
E10x/ E40x /E100x Olympus Objektive
Trinokulartubus
stufenlos regelbare Beleuchtung
X/Y Kreuztisch
849,00 Euro  


Was würde es ungefähr kosten, diese mit einer Fotografiereinrichtung (Foto und Adapter) und den fehlenden Objektiven (4-5x, 20x) auszurüsten?


Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: JB in März 05, 2012, 18:18:58 NACHMITTAGS
Hallo 42,

Ich bin sicher nicht die beste Quelle fuer Tips, weil ich selbst noch an meiner eigenen Mikrophotoloesung bastle. Aber ein paar Vorschlaege haette ich trotzdem, falls sonst keiner antwortet. Deshalb folgende Fragen:

(1) Ist das Zeiss Axioskop 2 noch zugaenglich fuer Sie? Ich vermute mal es ist gut ausgestattet, zB mit Plan-Neofluaren?

(2) Sollen es Schnappschuesse sein wie Sie oben angegeben haben (zB als Dokumentation) oder wollen Sie die best-moegliche Qualitaet fuer Ihre Mikrophotographien?

(3) Haben Sie schon eine digitale Kleinbildkamera oder eine DSLR?

(4) Ist das Olympus CH2 mit einem silberfarbenen Trinotubus aehnlich diesem ausgestattet? : Siehe Abschnitt "B- Les têtes, oculaires et projectifs" 2. Reihe, ganz links? http://www.lenaturaliste.net/portail/articles-des-membres/5-techniques-diverses/49-caracteristiques-des-microscopes-biologiques-olympus-de-1972-a-2010

Ein Tip zum CH2: wenn Sie das tatsaechlich kaufen wollen sollten Sie sich statt den WHK 12,5x/16 Okularen besser 10x/18 Okulare geben lassen (checken Sie, dass der Okular-Typ zu den Objektiven passt). Bei dem Preis sollte das ohne Aufpreis drin sein. Ein 16er Sehfeld wirkt recht klein, besonders wenn man ein 25er Bildfeld vom Axioskop 2 gewohnt ist. Auch sollten Sie, wenn Sie es kaufen, unbedingt testen ob die Sehfeldebnung der Objektive E10 und E40 fuer Sie ausreicht (d.h. der Haendler sollte Ihnen erlauben das Mikroskop notfalls zurueckzugeben). Da pathologische Schnitte sehr flach sind macht sich manchmal (je nach Groesse des Bildausschnitts) die Bildfeldwoelbung stoerend bemerkbar. Im diesem Fall waeren Planobjektive eine bessere Wahl. Ich persoenlich schneide die unscharfen Bildteile einfach am Computer ab.

Mit freundlichen Gruessen,

Jon


Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 05, 2012, 18:55:16 NACHMITTAGS
Hallo JB

(1) Ist das Zeiss Axioskop 2 noch zugaenglich fuer Sie? Ich vermute mal es ist gut ausgestattet, zB mit Plan-Neofluaren?

-> Ich arbeite mittlerweile mit einem Olympus, das bietet (unter Zuhilfenahme mehrerer dicker Telefonbücher) die bessere Ergonomie (insofern man bei den alten Geräten überhaupt von Ergonomie sprechen kann, aber das ist ein anderes Thema).

(2) Sollen es Schnappschuesse sein wie Sie oben angegeben haben (zB als Dokumentation) oder wollen Sie die best-moegliche Qualitaet fuer Ihre Mikrophotographien?

-> Qualität wäre mir schon wichtig, muss aber nicht high-end sein.

(3) Haben Sie schon eine digitale Kleinbildkamera oder eine DSLR?

-> Ich habe eine Canon Powershot (S50 ?), ca. 7 Jahre alt, für den normalen Alltagsgebrauch, würde mir aber auch fürs Mikroskop etwas besseres kaufen, wenn es sein muss.

(4) Ist das Olympus CH2 mit einem silberfarbenen Trinotubus aehnlich diesem ausgestattet? : Siehe Abschnitt "B- Les têtes, oculaires et projectifs" 2. Reihe, ganz links? http://www.lenaturaliste.net/portail/articles-des-membres/5-techniques-diverses/49-caracteristiques-des-microscopes-biologiques-olympus-de-1972-a-2010

-> Genau, silberfarbeb. Siehe hier: http://www.mikroskop-online.de/IMG_7123.JPG

Ein Tip zum CH2: wenn Sie das tatsaechlich kaufen wollen sollten Sie sich statt den WHK 12,5x/16 Okularen besser 10x/18 Okulare geben lassen (checken Sie, dass der Okular-Typ zu den Objektiven passt). Bei dem Preis sollte das ohne Aufpreis drin sein. Ein 16er Sehfeld wirkt recht klein, besonders wenn man ein 25er Bildfeld vom Axioskop 2 gewohnt ist. Auch sollten Sie, wenn Sie es kaufen, unbedingt testen ob die Sehfeldebnung der Objektive E10 und E40 fuer Sie ausreicht (d.h. der Haendler sollte Ihnen erlauben das Mikroskop notfalls zurueckzugeben). Da pathologische Schnitte sehr flach sind macht sich manchmal (je nach Groesse des Bildausschnitts) die Bildfeldwoelbung stoerend bemerkbar. Im diesem Fall waeren Planobjektive eine bessere Wahl. Ich persoenlich schneide die unscharfen Bildteile einfach am Computer ab.
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: JB in März 05, 2012, 19:01:34 NACHMITTAGS
Hallo,

Welches Olympus ist das mittlerweile, und hat es einen Photoansatz? Ein Bild aus dem Internet wuerde helfen.
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 05, 2012, 19:29:40 NACHMITTAGS
Zitat von: JB in März 05, 2012, 19:01:34 NACHMITTAGS
Hallo,

Welches Olympus ist das mittlerweile, und hat es einen Photoansatz? Ein Bild aus dem Internet wuerde helfen.

Das ist glaube ich auch ein CH2, müsste ich morgen nochmal nachschauen. Aber wie gesagt würde ich gerne zuhause noch eins haben zum Mikroskopieren und Fotografieren.
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: JB in März 05, 2012, 20:14:58 NACHMITTAGS
(5) OK. Bitte schauen Sie mal nach. Ein CH2 kann man mit einer Hand hochheben (4 kg?), ein BH2 (naechsthoehere Klasse) ist deutlich schwerer.

Zum CH2:

(6) Wenn Sie in eine DSLR investieren wollen, dann finden Sie alles was Sie dazu wissen muessen hier:
Olympus microscopes and photomicrographic equipment
http://www.alanwood.net/photography/olympus/microscopes.html
Darunter steht der Link "Attaching a digital SLR camera to an Olympus CH-2, CK2, CK40 or CK40M microscope"

Auch wenn Sie die hohen Pixeldichten der DSLRs fast nie brauchen, haben die Canon-DSLRs den Vorteil, dass Sie die vom Computerbildschirm aus mit Canon's Software steuern koennen, mit LiveView sogar ohne Erschuetterungen durch Spiegelschlag.

Wenn ich das richtig deute (selbst habe ich dieses System nicht), dann brauchen Sie:
PM-ADF eyepiece adapter (Ebay oder Mikromarkt im Forum)
NFK photo eyepiece (am besten 2.5, aber selbst die sind nicht leicht zu bekommen; 1.67x ist extrem teuer); auf der Webseite ist das erklaert
Photomicro Adapter L (ich habe meinem aus dem Mikromarkt)
Adapterring Olympus OM auf Canon EF-S (ca. $10)

Mit dem NKF 2.5 bekommen Sie nur den inneren Bereich des Bildfeldes auf den Sensor aber bei E Achromaten waeren die Randbereiche ohnehin unscharf.

(7) Sie koennen einfach durch ein 10x Olympus-Okular (vom richtigen Typ; der Haendler wird Ihnen sagen koennen welcher das ist) im Phototubus photographieren. Das Prinzip wird gerade in einem anderen Thread vorgestellt: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11764.0
Je nach Wahl des Objektivs an der Kamera kann man damit einen guten Teil des Bildfeldes ablichten.

(8.) Unschlagbar preiswert geht es mit einer einfachen Okularprojektion: Sie brauchen ein 10x Olympus-Brillentraegerokular (je kleiner die Vergroesserung, desto besser) und einen einfachen Adapter ohne Optik (kostet ca. $20 plus Importsteuern) wie hier gezeigt: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11325.0

Die Bilddiagonale mit dem Zeiss-Okular (10x) betraegt gut 2/3 des Bilddurchmessers beim Blick durch die Okulare. Die Okularprojektion fuehrt wohl zu Verzerrungen an den Raendern was bei meinen Objekten nicht auffaellt weil sie nicht flach sind. Bei Ihren Gewebeschnitten koennte das anders sein.

(9) ... es gibt noch ein Dutzend andere Adaptationen
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 06, 2012, 19:33:29 NACHMITTAGS
Zitat von: JB in März 05, 2012, 20:14:58 NACHMITTAGS
(5) OK. Bitte schauen Sie mal nach. Ein CH2 kann man mit einer Hand hochheben (4 kg?), ein BH2 (naechsthoehere Klasse) ist deutlich schwerer.

Hab nachgeschaut, es ist ein BH2 Trinokular.
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: JB in März 06, 2012, 20:05:46 NACHMITTAGS
OK. Zum BH2 (mit Phototubus?) gibt es auch eine Website, "Attaching a digital SLR camera to an Olympus BH-2 microscope" http://www.alanwood.net/photography/olympus/digital-slr-bh2-microscope.html

Ist die Website hilfreich?

Je nach den Objektiven am BH2 werden Sie dort moeglicherweise bessere Ergebnisse erziehlen als am CH2 mit E Achromaten. Wie auf der Website gezeigt koennen Sie ja Teile der Photoadapation an beiden Geraeten benutzen.

Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 07, 2012, 19:54:59 NACHMITTAGS
Vielen Dank für Deine Hilfe. Mir ist jetzt wieder eingefallen, warum ich vor einem Jahr den Gedanken nicht weiter verfolgt habe. Es war mir zu kompliziert. Ich hätte gerne eine Komplettlösung, die ich einfach bestellen, drauf schrauben und loslegen kann ohne zig Einzelkomponenten, die aufeinander abgestimmt werden müssen und wo ich garantiert etwas falsch mache. Mal gucken, vielleicht steige ich da noch durch...   ???
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 07, 2012, 20:23:11 NACHMITTAGS
Also eine neue Kamera bräuchte ich auf jeden Fall. Da sagt mir im Moment die Sony NEX-3 am meisten zu (Test (http://www.lmscope.com/produkt22/Sony_NEX5_on_microscope.shtml)). Kostenpunkt ab ca. 400 € wenn ich richtig sehe.

Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: Peter V. in März 07, 2012, 20:34:41 NACHMITTAGS
Hallo,

schon mal über eine Canon EOS 500D/550/600D nachgedacht?
Meines Wissens stellen die Canons in der Summe ihrer Eigenschaften derzeit immer noch das Optimum für die Verwendung am Mikroskop dar. Zwar gibt es einige Alternativen ( die angeführten Sonys, die spiegellosen Nikons), aber bislang habe ich - wenn ich entsprechende Threads gelesen habe - immer wieder in Einzelpunkten Nachteile gegenüber den oben erwähnten Canon-Modellen gefunden. Zumindest habe ich bislang noch von keiner Kamera gelesen, dass sie in der Summe der für Mikroskpiker positiven Eigenschaften die Canons übertrifft.

Edit: sehe gerade zu meinem Schrecken auf Amazon, dass die 500D und 550D als Neugeräte (unerwarteterweise) im Preis noch nicht nenneswert gesunken sind.... :-\

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: JB in März 07, 2012, 21:09:56 NACHMITTAGS
@Peter V.

Die sind erstaunlich wertstabil :)

@42

Der Test schreibt: "Einziges Manko ist die derzeit noch fehlende Remote Control Software." Ich find die Canon 500D ein bisschen unhandlich fuer den Gebrauch 'draussen, aber die Software, zusammen mit dem LiveView, ist der groesste Vorteil der Canon's. So kann man wirklich am 15' Computerbildschirm scharfstellen. Unbezahlbar!

"Es war mir zu kompliziert. Ich hätte gerne eine Komplettlösung." Immerhin ist es aber die Original-Olympus Loesung fuer die Photographie, nur die Groesse des Bildausschnittes ist fuer die Canon 500D nicht ideal. Die Komponenten koennen Sie spaeter ja wieder verkaufen.

Die Loesung (8.), die preiswerteste wenn auch nicht perfekte, kostet ca.: CWHK 10x Okular: 30-40 Euro plus Adapter: $20 bei Ebay.

Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 13, 2012, 09:35:27 VORMITTAG
Ich habe mir nun bei Amazon die Canon EOS 600D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) schwenkbares Display, Full HD) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II  für 486,95 € inklus. Versand geschossen, also rund 150 € günstiger als normal!  ;D Ich bin mal gespannt wo der Haken ist...  :-\ Der Verkäufer hat halt noch keine Referenzen, vielleicht ein Lockangebot. Das Objektiv sollte dabei sein lt. Produktbeschreibung.

Mikroskop wird nun Olympus CH30 von einem vertrauenswürdigen Forenmitglied. Und als Zwischenstücke dienen dann PM-ADF adapter, NFK photo eyepiece 2.5, Adapter L und OM/EOS Adapter.  8)
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 14, 2012, 07:36:30 VORMITTAG
Hallo, kann mir noch mal jemand bestätigen, dass das hier die richtigen OM/EOS-Adapter sind?

http://www.ebay.de/itm/260973466303?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649

http://www.ebay.de/itm/390395897439?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649

Vielen Dank!
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: JB in März 14, 2012, 17:57:46 NACHMITTAGS
Hi,

Im Prinzip sind das die richtigen (fuer Nutzung von OM Linse and Canon EOS). Der Ring sollte 2mm Abstand zwischen Adapter L und Canon Kamerakoerper bringen.

Wenn Du alles zusammen hast solltest Du erst den OM/EOS Ring auf den Adapter L machen und das alles zusammen an die Kamera (anders herum gehet es seltsamerweise schwer :)

Jon
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 15, 2012, 13:37:22 NACHMITTAGS
Vielen Dank für die bisherigen Tips. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, die das Mikroskopieren bietet und meines generellen Interesses für die Biologie werde ich mich wahrscheinlich auf Dauer doch nicht nur darauf beschränken, mir "Arbeit" mit nach Hause zu holen. ;D Leider sind meine finanziellen Möglichkeiten für die nächsten Monate nun erschöpft und eine größere Laborausstattung will ich mir auch nicht einfach mal so in die Wohnung stellen. Da muss ich mich erst mal gründlich belesen, sparen und meine Frau überzeugen.  ;D

Also Heuaufgüsse und Tümpeln kostet ja zum Glück (fast) nichts. Ansonsten würde mich zu Beginn die Botanik interessieren, von der ich leider überhaupt nichts verstehe.

Also falls jemand günstig botanische Präparate abzugeben hat (gerne auch Ausschußware) oder Leihgabe gegen geringe Leihgebühr und Kaution oder sonstige geeignete Bezugsquellen kennt, bitte melden.
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 16, 2012, 08:23:17 VORMITTAG
Sehr interessant was im Aquarienfilter alles lebt. Mikroskopisch finden sich zahlreiche kleine wurmartige Lebewesen (Mehrzeller?), die sich ständig bewegen und zeitweise mit einem Ende am Detritus festhängen. Daneben egelartige Tiere, die sich Raupenartig bzw. egeltypisch bewegen und zwei Saugnäpfe zu haben scheinen. Am beindruckendsten fand ich Tiere die in der Kopfregion zwei rotierende Propellerartige Reusen (?) haben, mit denen sie scheinbar Nahrungspartikel heranstrudeln und dann diese blitzschnell einziehen, wenn sie was ergattert haben. Sowas habe ich noch nie gesehen. Anonsten Diatomeen, Pflanzenreste und wahrscheinlich viele Bakterien, denen ich noch keine Aufmerksamkeit gewidmet habe.

Ich muss mich für meine Laienhafte Beschreibung entschuldigen, Bilder folgen natürlich demnächst.
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: reblaus in März 16, 2012, 11:03:56 VORMITTAG
Sowohl die egelartigen Tiere als auch die Propellerwesen sind Rädertierchen (Rotatorien)  - du wirst noch viel Vergnügen damit haben, es gibt viele Arten davon. Achte auch mal auf ihren Kauer, der sich in der Magengegend meist in lebhafter Bewegung befindet und den Kleinkram homogenisiert, der durch die Saugpropeller in den Schund gestrudelt wird.

Gruß

RB
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 17, 2012, 10:06:32 VORMITTAG
Hallo,

ich habe mich nun doch entschlossen eigene botanische Experimente zu wagen, nachdem ich gelesen habe, dass ich dafür kein (teures) Mikrotom brauche.

Vielleicht hat jemand Lust meine Bestell- und Einkaufsliste (basierend auf Mikrofibel und auf der Anleitung von Jörg Weiß) für die Basisausstattung durchzuschauen, ob ich was wesentliches vergessen habe.


Selber habe ich:

Skalpellklingen
Skalpellklingenhalter
Präparierschere spitz/stumpf

Aktueller Warenkorb bei Biologie-Bedarf Thorns

   Präparierpinzette, spitz, gerade, 12 cm   1 St.
   Deckglaspinzette, gerade, 11,5 cm   1 St.
   Präpariernadel mit Holzgriff, spitze Form   1 St.
   Haarpinsel, fein, Gr. 1   1 St.
   Schleifstein, Original Arkansas, allseitig geschliffen   1 St.
   Objektträger, bekantet   Pkg. à 50 St.
   Deckgläser, 15 x 15 mm   Pkg. à 100 St.
   Deckgläser 18 x 18 mm   Pkg. à 100 St.
   Färbetrog nach Coplin   1 St.
   Glyceringelantine, Einschlussmittel   Fl. à 50 ml
   Entellan, Einschlussmittel   Fl. à 25 ml
   Präparatetafel, für 20 Objektträger   1 St.
   Präparatekasten, für 100 Objektträger   1 St.
10x   Pasteurpipette aus Kunststoff, 3 ml   1 St.
   Haftetiketten 16 x 22 mm   Pkg. à 420 St.
   Linsenputzpapier, 90 x 75 mm   Pkg. à 500 Bl.
   Weithalsflasche mit Schraubdeckel, 50 ml   1 St.
3x   Weithalsflasche mit Schraubdeckel, 100 ml   1 St.
   Rührstab, Glas, 150 x 4 mm   1 St.


Apotheke:

Ethanol 70 % 100 ml
Isopropanol 100 ml
Wundbenzin 100 ml für Reinigung der Objektträger
Formalin 4% gepuffert (höherprozentiges Formalin und hochprozentige Essigsäure will ich nicht im Haus haben. In der Pathologie verwenden wir übrigens fast ausschließlich Formalin 4% gepuffert als Fixans, bei bestimmten Fragstellungen auch mal Bouin oder Glutaraldehyd, aber keinen Alkohol. Säure (HCL) nur in Ausnahmefällen zum Entkalken, aber da wird EDTA bevorzugt. Hat das einen bestimmten Grund, dass für botanische Präparate Alkohol und Säure benötigt wird? Edit: Die schnelle Alkoholfixation wird bei zytologischen Abstrichen/Ausstrichen eingesetzt, hatte ich verdrängt.)


Diverses:

Leinenläppchen
Fineliner
Maschinenmuttern Größ M8
Teelichtbehälter aus Glas


Was mir fehlt:
Einseitige Rasierklinge mit Griffschutz (scheint es bei o.g. Versand nicht zu geben)
Etzold FCA (kann mir jemand eine Bezugsquelle nennen?)
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: RainerTeubner in März 17, 2012, 21:05:46 NACHMITTAGS
Hallo,

die Rasierklinge mit Griffschutz kannst Du Dir einfach durch Bekleben der einen Schneide der Rasierklinge mit Heftpflaster (oder stabilem Tesa-Band o.ä.) aus einer normalen Rasierklinge herstellen. Das Brechen einer Rasierklinge in zwei Hälften ist mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden.

Etzold FCA gibt's bei Klaus Herrmann, hier im Forum.

Viele Erfolg!

Rainer
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 24, 2012, 08:08:14 VORMITTAG
Der OM/EOS-Adapter ist mittlerweile da, Kamera leider nocht nicht. An diesem Adapter befindet sich eine kleine lange Kreuzschraube, die weit in den Ring hineinragt. Beim Anbringen am Adapter L hat sie nicht gestört. Aber stört sie vielleicht beim Anbringen der Kamera. Muss ich mir dafür noch einen Schraubenzier besorgen?
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 26, 2012, 20:12:14 NACHMITTAGS
Tja, mit der Kamera zum Schnäppchenpreis wird es wohl nichts.  >:( Lieferung ist nicht angekommen und der Verkäufer hat sich scheinbar kurz nach der Anmeldung schon wieder verabschiedet. E-Mail von amazon.de: "Wir konnten Ihre E-Mail(s) leider nicht zustellen. Der oder die Empfänger hat/haben sich von der Amazon.de-Plattform abgemeldet oder darf/dürfen keine weiteren E-Mails mehr empfangen." Hab mir doch gleich gedacht, dass da was faul ist. Bin mal gespannt, ob und wie schnell ich mein Geld zurück bekomme.  ??? Tja, no risk, no fun.  ;D
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: Peter V. in März 26, 2012, 21:14:38 NACHMITTAGS
Hallo,

zum Glück habe ich ihn noch nie benötigt, aber Amazon hat doch auch einen Käuferschutz, oder?

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: Klaus Herrmann in März 26, 2012, 22:09:16 NACHMITTAGS
ZitatTja, mit der Kamera zum Schnäppchenpreis wird es wohl nichts

Hallo Christian,

und ich hatte mich schon geärgert, dass ich 100 Euro mehr bezahlt habe!

Dann ist bei mir die Welt wieder im Lot und bei dir hoffentlich auch bald wieder!
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: 42 in März 31, 2012, 20:20:20 NACHMITTAGS
Ja, ich habe mit die Kamera jetzt woanders bestellt und bin guter Dinge, dass ich das Geld von Amazon zurückbekomme.

Ich hätte noch eine Frage: Sollte ich für jedes Präparat eine neue Rasierklinge benutzen? Dann wird das auch kein billiges Unterfangen...

Abziehriemen und Rasiermesser würden andererseits auch mit fast 130 Teuro zu Buche schlagen.

Ideen?
Titel: Re: Welche Kamera bis ca. 300 € ?
Beitrag von: Detlef Kramer in März 31, 2012, 22:34:32 NACHMITTAGS
Hallo Christian,
ZitatIch hätte noch eine Frage: Sollte ich für jedes Präparat eine neue Rasierklinge benutzen? Dann wird das auch kein billiges Unterfangen...

Da gehen die Meinungen auseinander. Und was meinst Du mit "jedes Präparat"? für jeden Schnitt benötigst Du mit Sicherheit nicht jedes Mal eine neue Klinge. Ich komme locker einen Abend lang mit einer (halben) Klinge klar. Hängt natürlich auch vom Objekt ab. An einem Buchenzweig nutzt sich die Klinge schneller ab, als an einem grünen Spross z.B. einer Taubnessel. Da musst Du Erfahrung sammeln und ich kann dir nur raten, einfach mal anzufangen. Die "AHA-Effekte" stellen sich sehr schnell ein.

Herzliche Grüße
Detlef
Titel: Mikroskopie
Beitrag von: 42 in April 01, 2012, 21:13:03 NACHMITTAGS
Das Buch "Das Leben im Wassertropfen" ist sehr hilfreich. Die Tiere lassen sich damit sehr leicht identifizieren. Interessant ist die Variabilität, von dem was man findet. Im Heuaufguss mit Leitungswasser hatte ich massenhaft Heutierchen (Colpoda cucullus), die unter dem Deckglas jedoch sehr schnell den Geist aufgegeben haben. Im Tümpelwasser fand ich heute viele "wallendes Blatt" (Loxophyllum maleagris), daneben auch ein Tonnentierchen (Coleps) sowie ein fragliches Lauftierchen (Euplotes muscicola), Rädertiere und einiges andere.

Für die Botanik habe ich "Botanisches Praktikum", ebenfalls gebraucht und ältere Auflage.

PS: Wo trocknet ihr eigentlich Eure Schnitte? Das Euparal duftet bei mir die halbe Wohnung aus.
Titel: Re: Mikroskopie
Beitrag von: Bernhard Lebeda in April 03, 2012, 23:25:05 NACHMITTAGS
Zitat von: 42 in April 01, 2012, 21:13:03 NACHMITTAGS


PS: Wo trocknet ihr eigentlich Eure Schnitte? Das Euparal duftet bei mir die halbe Wohnung aus.

Hallo Christian

ich nehme sowas hier:

http://www.amazon.de/dp/B000FMQDW2/ref=asc_df_B000FMQDW27272482?smid=A3JWKAKR8XB7XF&tag=googledeprodu-21&linkCode=asn&creative=22494&creativeASIN=B000FMQDW2


Geht vorzüglich und die Schraubgläser kann der Tümpler auch immer brauchen.

Viele Mikrogrüße

Bernhard