Hallo,
hat jemand ein Pdf von der Gebrauchsanweisung für den Phako-Kondensor 46 52 77 - 9905?
Insbesondere würde mich interessieren, wie man die Iris beim Hellfeld verstellt...
Herzliche Grüße
Martin
der grade ein ziemlich (immersions?-)veröltes Exemplar vor sich hat.
Hallo Martin,
das ist doch der Kondensor V Z, gelle?
Da ist am oberen Außenrand des Revolverkörpers ein verchromter Ring, der auf die Iris wirken sollte. Tut er das nicht, dann wende lieber keine Gewalt an. Vielleicht sind ja die Lamellen der Iris verklebt.
Viel Erfolg, Thomas
PS: In dieser Sammlung http://www.science-info.net/docs/zeiss/ gibt es Alles, außer einer Anleitung speziell zu diesem Kondensor :(. Ich meine aber, eine kurze Anleitung hier drin gesehen zu haben: http://www.science-info.net/docs/zeiss/Universal-Transmittedlight.pdf
Lieber Martin,
manchmal ist auch der Ring selbst verklebt, gern in Kombination mit der Ringblendenzentrierung.
Ich habe auch so einen Kandidaten, achromatisch-aplanatisch und schööön klebrig...
Ich drück' die Daumen!
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo Martin,
die Blende wird mit dem kleinen blanken Riffel-Halbkreis am Rande verstellt. Wenn das nicht widerstandlos geht...Prost Mahlzeit....dann ist das Ding wohl verharzt. Meiner hatte auch ´ne Immersionsöldusche abbekommen, das Öl ist aber nicht ins Innenleben gelaufen.
Wenn Du den Plastedeckel abschraubst, wird das Innenleben zugänglich, evtl. helfen Bremsenreiniger, Aceton oder Waschbenzin.
Hallo Martin,
ich hatte mal gezeigt, wie man die Irisblende zerlegt und wieder zusammenbaut, falls sie verharzt ist,
Wenn du die Haube abnimmst (Mittlere Schraube rausdrehen) und den großen Steuerring abnimmst, siehst du auch den kleinen Hebel, der die Iris betätigt. Der sollte leichtgängig sein.
Viele Grüße
Bernd
Nachtrag:
Waschbenzin hilft zwar zum Anlösen, aber nur so lange, bis es verdunstet ist und das harzige Fett wieder alles zusammenpappt.
Hallo,
das war mal wohl wieder ein Griff ins WC....
Die Schraube vom Plastedeckel habe ich entfernt. Der Deckel lommelt aber am Kondensotubus und geht nicht runter. Da müßte ich wohl auch noch die mit 0,32 bezeichnete Frontlinsenhalterung abschrauben. Dejustiere ich da etwas? Dazu gehört übrigens noch eine aufschraubbare Frontlinse 1,4 (46 52 58), die klar ist, aber grasgrün. Ist das ein eingebauter Grünfilter, oder hat da einer mit japanischem Heilöl mikroskopiert?
Grüße
Martin
Hallo Martin,
das ist so normal bei dem achromatisch-aplanatischen Kondensor. Die Abdeckplatte geht erst ab, wenn der gesamte Optikteil entfernt ist. Dies macht man am beste, indem man die beiden Schrauben sozusagen hinten entfernt, die beiden Schrauben, die senkrecht zum Strahlengang stehen. Dann lässt sich der gesamte optische Teilnach hinten herausziehen. Bei manschen dieser Kondensoren finden sich hier auch 2 Zentrierstifte, sodass man beim Wiedereinsetzen exakt die korrekte Position erhält. Bei anderen finden sich keine Zentrierstifte; dafür ist dann die Führung so stramm, dass man auch wieder nur in exakt definierter Position refixieren kann - also keine Gefahr der Dejustage. Anschließend Abdeckplatte abnehmen und den Steuerring senkrecht nach oben herausziehen.
Beste Grüße !
JB
Hallo Martin,
die 0,32-Optik läßt sich aus der Fassung herausdrehen, oftmals sitzt das Gewinde etwas fest. Zum Lösen über die Stiftlöcher darf nicht zu viel Gewalt angewendet werden, sonst reißen die 3 zentrierenden Madenschrauben häßliche Macken in die Ringnut. Ich würde sie dennoch rausdrehen, um die Optik entnehmen zu können und den Kondensor zu reinigen. Die Optik hinterher neu zu zentrieren ist kein großer Akt. Wichtiger ist, daß die Mechanik leichtgängig wird.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd, hallo Martin,
mit der von mir beschriebenen Technik des Zerlegens legt man sich weder mit Madenschrauben an, noch muss neu zentriert werden.
Beste Grüße !
JB
Hallo Jürgen,
mich stört es aber trotzdem, wenn sich die Optik aus der Fassung nicht leicht herausschrauben läßt, deswegen mache ich es so wie beschreiben und löse die Verschraubung mit formschlüssigem Werkzeug.
Dann habe ich es in Zukunft viel einfacher, den Deckel abzunehmen.
VG
Bernd
Hallo Jürgen und Bernd,
durch Lösen der beiden hinteren Schrauben des Frontlinsenträgers habe ich den Deckel abnehmen können. Es war einiges an Öl hineingelaufen, aber gottseidank nicht auf die Filter. Das Prinzip des Schließen und Öffnens der Iris über den silbernen äußeren Ring habe ich jetzt auch verstanden, es geht schwer, ist also verharzt, sitzt aber nicht fest. Alles Öl, das ich abwische ist grün. Meine Befürchtung, daß in der 1,4 Frontlinse solches grünes Öl drin ist verhärtet sich...
Die Funktion des seitlichen, feststellbaren Hebels interpretiere ich als Zentrierung für die Blenden. Was ich immer noch nicht weiß ist, wofür ist das silberne Rändel (Dm ca. 2cm) vorne am Kondensor?
Grüße
Martin
ZitatWas ich immer noch nicht weiß ist, wofür ist das silberne Rändel (Dm ca. 2cm) vorne am Kondensor?
Damit wird der Kondensor in der X-Richtung zentriert, indem sich der Rastpunkt verschiebt.
Ich sehe schon, da hast du mal wieder ein Teil erwischt, das total zerlegt werden muß.
Aber paß auf, daß du die Farbe auf den PH-Blenden nicht beschädigst!
Nun kannst du die Schraube auf der Unterseite auch noch rausdrehen und das Karussell läßt sich vom Träger abnehmen, aber die Rastkugel dabei nicht verlieren!
Der Zusammenbau wird etwas fummelig werden und bedarf gewisser Fingerakrobatik. Aber das wirst du schon schaffen.
Danke Bernd,
das mache ich heute nicht mehr, ich habe noch zwei Pilze zu mikroskopieren... das geht vor.
Bei den nächsten Schritten werde ich Euch dann weiter nerven. Danke, daß Du mich auf die Rastkugel eingestimmt hast... :D
Herzlich
Martin
Hallo,
hier jetzt mal ein Blick auf die abschraubbare Frontlinse (1.4) um dem Geheimnis des grünen Öls vielleicht auf die Spur zu kommen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/60693_65483340.jpg)
und von hinten:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/60693_462383.jpg)
Es handelt sich offenbar um eine Dauerimmersion mit eingebautem Grünfiltereffekt.
Gab es mal sowas wie grünes Öl für Phasenkontrast ;D ? Die Frontlinse ist wohl ein Zweilinser, die sich satt mit dem Öl gefüllt hat. Und sage mir keiner "Das gehört so...!" >:(
Herzlich
Martin
Hallo Martin,
herzlichen Glückwunsch, ich sag´ nur igittigit. Soweit ich mich erinnere sind das mindestens 3 Gruppen. Offensichtlich ist die Frontlinsenfassung undicht und Öl eingedrungen. Hier wirst Du die Optik auch demontieren müssen, weiß nicht, wie kompliziert die Remontage ist.
Viel Glück !
JB
Hallo Martin,
so eine Frontlinse mit grüner Gravur habe ich ja noch nie gesehen! 8)
War bestimmt speziell für Phasenkontrast ausgelegt... ;D
Was zu tun ist, siehst du wohl selber: Die Schlitzmutter rausschrauben und die Linsen vorsichtig herausnehmen und gründlich säubern. Einbau geht in umgekehrter Reihenfolge.
Wenn du den Kondensor dann irgendwann wieder immergierst, wäre es wohl ratsam, den nach der Sitzung nicht allzulange im Öl stehen zu lassen wie es scheinbar der Vorbenutzer gemacht hat.
Bei Objektiven gibt es sowas übrigens auch. ::)
Frohes Schaffen!
Bernd
Hallo zusammen,
ich denke, es wäre empfehlenswert, das Frontelement mit Kanadabalsam oder einem anderen Eindeckmittel in die Fassung einzukleben und damit wieder abzudichten.
Beste Grüße !
JB
Aber wieso ist das grün!!??
War das ein säurehaltiges Öl, das mit dem Messing reagierte?
Aber dann dürfte die Gravur ja nicht auch grün sein. Der Vorbesitzer hat einfach grünes Öl benutzt (Kürbiskern?).
Frustrierte Grüße
Martin
Zitat von: Jürgen Boschert in März 09, 2011, 20:55:15 NACHMITTAGS
ich denke, es wäre empfehlenswert, das Frontelement mit Kanadabalsam oder einem anderen Eindeckmittel in die Fassung einzukleben und damit wieder abzudichten.
Wenn ich soweit bin, das Ding wieder zusammenzusetzen, werde ich viele Ratschläge diesbezüglich brauchen! Deshalb schon jetzt: Danke!
Trotzdem ist mir nicht ganz klar, warum eine hochaperturige Frontlinse, bei der es klar ist, daß sie immergiert werden muß, nicht dicht konstruiert ist.
Herzlich
Martin
Hallo Martin,
was für eine Sauerei ! Hast Du den Kondensor bei Ebay erstanden ?!
Bei Zeiss ist man seinerzeit wahrscheinlich davon ausgegangen, daß die Besitzer und Nutzer solch teurer Optiken auch sorgfältig damit umgehen. Das ist heute leider nicht mehr selbstverständlich, normal ist eher die Einstellung "gehört mich nich, interessiert mich nich..."
Was ich wohl nie kapieren werde, warum so´n Ferkelskram auf ebay vertickt wird. Ich bin da eigen, wenn ich was verkaufe, dann mach ich das vorher wenigstens mal grob sauber und liefer nicht noch 20 Jahre Hausstaub frei Haus ::)
Viel Erfolg beim Reinigen!
Nimm Ariel, das macht nicht nur sauber, sondern rein ! 8)
ZitatTrotzdem ist mir nicht ganz klar, warum eine hochaperturige Frontlinse, bei der es klar ist, daß sie immergiert werden muß, nicht dicht konstruiert ist.
Hallo Martin,
so verquanzt wie die Linse aussieht könnte auch durch "Flutimmersion" das Salatöl von unten in die Optik eingedrungen sein.
Wenn die inneren Linsen draußen sind und nur noch die Frontlinse in der Fassung, kannst du doch einfach mal einen Tropfen normales Immersionsöl auf der Frontlinse über nach belassen und mal schauen, ob es durch die Linsendichtung eingedrungen ist.
Viele Grüße
Bernd
Ja Hugo,
der ist aus der Bucht...
Ich habe den Verkäufer schon angeschrieben und ihm den Zustand beschrieben. Bisher hat er sich nicht dazu geäußert. Der Kauf wurde allerdings über Paypal getätigt. Deshalb schraube ich jetzt auch noch nicht an dem Teil rum, um es im "Originalzustand" zu erhalten. Ich hab ja schon viel bei ebay gekauft, aber das ist bis jetzt der größte Reinfall.
Gruß
Martin
Zitat von: Nomarski in März 09, 2011, 22:43:42 NACHMITTAGS
so verquanzt wie die Linse aussieht könnte auch durch "Flutimmersion" das Salatöl von unten in die Optik eingedrungen sein.
Nee, das glaub ich nicht, denn drunter ist alles sauber. Dann müsste das Öl auch auf der 0,32 Linse liegen. Das kommt von oben...
Hallo Martin,
versuch´das Ding zurückzugeben. Diese Kondensoren sind immer wieder mal drin, man muss sich nicht alles antun. Der Reinigungsaufwand + Ärger steht nachher in keinem vernünftigem Verhältnis mehr zum Wert des Kondensors, schlimmstenfalls sind die Glasflächen auch angegriffen. Wer weiss, was das für eine aggressive (?) Brühe war. Bei solch einem Grün schrillen bei mir die Alarmglocken, normal ist das nicht.
Zitat von: Hugo Halfmann in März 09, 2011, 22:54:38 NACHMITTAGS
Hallo Martin,
versuch´das Ding zurückzugeben. Diese Kondensoren sind immer wieder mal drin, man muss sich nicht alles antun. Der Reinigungsaufwand + Ärger steht nachher in keinem vernünftigem Verhältnis mehr zum Wert des Kondensors, schlimmstenfalls sind die Glasflächen auch angegriffen. Wer weiss, was das für eine aggressive (?) Brühe war. Bei solch einem Grün schrillen bei mir die Alarmglocken, normal ist das nicht.
Schonmal auf dein Avatar-Bild da oben links geschaut? ;D ;D ;D
Die Frage, ob Zurückgeben oder Behalten wurde an anderer Stelle nun auch hinreichend diskutiert. Ist eben eine Frage des Kaufpreises im Verhältnis zum Marktpreis und der Machbarkeit, das Teil wieder instand zu setzen.
So eine Frontlinse habe ich mit einem Quersprung, der sich bei der Hellfeldbeobachtung noch nichtmal sonderlich bemerkbar macht. Aber beim Phasenkontrast eben schon. >:(
Viele Grüße
Bernd
Zurückgeben ist wohl das Vernünftigste. Ich habe weder die Fähigkeit noch die Erfahrung oder die Zeit solche zu erwerben, um dieses Altölteil wieder instandzusetzen.
Mal sehen ob der Verkäufer da einsichtig ist...
Grüße
Martin
Der Verkäufer hat angeboten, den Kondensor zurückzunehmen. Ich werde dieses Angebot wahrnehmen....
Grüße
Martin
Zitat von: beamish in März 11, 2011, 09:51:08 VORMITTAG
Der Verkäufer hat angeboten, den Kondensor zurückzunehmen. Ich werde dieses Angebot wahrnehmen....
Grüße
Martin
Dann schauen wir doch mal, wer ihn als nächstes bekommt...
Hallo,
Dieses grünes Phänomen habe ich auch zwei mal gesehen, aber in Objektive, und das waren keine oel-immersion Objektive. Habe mich dan auch verwundert was es sein könnte. Grüsse,
Rolf
Hi,
Ich habe ebenfalls ein Iris-Problem mit Phako-Kondensor 46 77 55 - 9905. Der Kondensor ist allgemein in gutem Zustand, die beiden Zentrierungen funktionieren. Allerdings laesst sich die Iris nicht bewegen. Ich habe die Optik und die Abdeckung abgenommen wie oben beschrieben. Die Iris ist sehr sauber, kein Oel zu sehen, aber sie bewegt sich nicht (siehe Photo 1).
Meine Frage: Kann es sein, dass die Iris mithilfe des kleinen Metallhebels fixiert wurde? Der hat naemlich einen kleinen Schrauben-Schlitz am Ende (Photo 2). Kann man dort womoeglich durch drehen fixieren?
Wenn nicht, hat jemand eine Empfehlung wie ich weiter vorgehen koennte?
Vielen Dank!
Photo 1:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/78354_37743654.jpg)
Photo 2:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/78354_3985944.jpg)
Hallo JB,
nein das Hebelchen fixiert nicht. der Schraubenschlitz ist nur dazu da das Hebelchen durch herausdrehen abzunehmen.
Ich würde in die Blende und ihren äusseren Vertstellring WD 40 eindringen lassen und dann immer wieder ohne Gewalt versuchen die Blende wieder gängig zu bekommen. (WD40 in ein Gläschen sprühen und mit Pinsel sukzessive
auftragen).
Ich habe früher mal eine total festgerostete Irisblende im selben Kondensor wieder so gängig gemacht. Eine der dreizehn Lamellen war sogar schon durchgerostet und daher so dünn, dass sie bei der ersten Blendenbewegungen sich dann vollends herausgearbeitet hat und abfiel. Aber der Rest läuft bis jetzt wie geschmiert. Man merkt praktisch nicht, dass eine Lamelle fehlt. Die neueren Zeiss Irisblenden haben sowieso nur noch 6 Lamellen, die restlichen wurden dem Profitstreben geopfert, weil Zeiss inzwischen auch Blendenlöcher mit 6 Lamellen als ausreichend rund ansieht ;D.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo -
bei dir ist (hoffentlich nur) der Verstellring in den das Hebelchen eingeschraubt festgeklebt (auf der anderen Seite, die man im Foto nicht sieht). Wenn die WD 40/Petroleum-Behandlung nichts bringt, musst du weiter zerlegen um von der anderen Seite ranzukommen. Dort ist ein Ring eingeschraubt, den man mit geeignetem Werkzeug (Blechscheibe) etwas herausschrauben kann.
Aber nicht ohne zuvor eine winzige Madenschraube im Ring gelockert zu haben, die dieses Herausschrauben verhindern soll !!!!
Erst mal den Ring nicht ganz herausschrauben, sondern nur lockern und dann wieder Petroleum drangeben.
Wenn man ihn ganz herausschraubt, kann man den Verstellring und die Lamellen ganz herausnehmen, putzen und trocknen - das Wiedereinsetzen der 13 Lamellen ist aber einem getrennten Kapitel vorbehalten ;D.
Gruß
Rolf
Hallo JB,
der Metallhebel ist als 'verlängerter Schraubenkopf' anzusehen und hat keinen Einfluß auf die Beweglichkeit des Blendenringes. Der Schlitz ist lediglich für den Ein- und Ausbau dieses Hebels vorgesehen.
Die von Dir geschilderte Unbeweglichkeit der Iris ist mit Sicherheit auf eine Veharzung des Blendenringes zurückzuführen. Zur Abhilfe muß die Zentralschraube an der Unterseite des Kondensors gelöst und die Revolverplatte abgenommen und umgedreht werden.
Die Verstelleinheit der Irisblende wird durch eine mittels Gewindestift(en) gesicherte Ringmutter gehalten, also dort Gewindestift(e) lösen und die Ringmutter mit geeignetem Schlüssel herausdrehen. Das kann schwer sein, da sich auch im Gewinde dieser Mutter bereits verharztes Öl befinden kann. Wenn das Herausnehmen der Mutter erfolgreich war, ist bei unverändert belassenem Zustand von Blendenring und Blendensegmenten zunächst einmal der Einsatz von mit Pinsel (Größe 01) reichlich aufgetragenem Reinigungsbenzin angesagt, denn das Wieder-Hineinfummeln der Blendensegmente ist wirklich nur etwas für jemanden, der sich längere Zeit mit Zen oder Ähnlichem beschäftigt hat (Ommmm...)
Irgendwann wird sich der Ring wieder drehen lassen.
Wenn das der Fall ist: trocken tupfen, erneut Gängigkeit prüfen, nicht ölen oder fetten und dann Rückbau der Ringmutter und anschließendes Neusetzen der (des) Gewindestifte(s).
Wenn nicht: Dann musst Du wohl oder übel den Beitrag von Bernd zu diesem Thema nacharbeiten.
Viele Grüße
Joachim
Edit: Wilfried und Rolf waren schneller...sorry...
Hallo Wilfried, Rolf und Joachim,
Danke fuer die Tips. Ich werde es zuerst einmal mit dem Einwirken von aussen versuchen.
Ich schwanke noch zwischen Reinigungsbenzin und WD40. Besteht die Gefahr, dass WD40 ueber lang die umliegenden Plastikteile oder die Farbe angreift? Wenn dem so waere wurde ich vielleicht zuerst mit Hexan beginnen.
Wenn das nicht klappt, werde ich wohl versuchen die Rueckseite zu oeffnen. Hat einer von Euch zufaellig ein Photo davon was mich dort erwartet? Ich habe vor kurzem einen PZO Kondensor zerlegt und es gerade so geschafft die Iris wieder zusammenzuschieben ... das sollte mir besser mit dem 46 77 55 mit passieren. Waere gut eine Idee von der Anatomie zu haben bevor ich den Bauchraum eroeffne : )
Jon
Bittesehr, der Herr:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6872.0
Danke Bernd,
Genau wonach ich gesucht habe. Da kommt ja was auf mich zu.
Hallo Jon,
bevor du dir die Arbeit machst und die Lamellen ausbaust, was vielleicht gar nicht notwenig ist, lockere zuvor etwas diese Schlitzmutter, nachdem die kleine Madenschraube gelöst wurde. Vielleicht bewegt sich dann schon was und sie war nur etwas zu fest angezogen, daß der Irisring quasi geklemmt hat.
Viele Grüße
Bernd
Zitat von: JB in November 23, 2011, 23:09:01 NACHMITTAGS
Danke fuer die Tips. Ich werde es zuerst einmal mit dem Einwirken von aussen versuchen.
Ich schwanke noch zwischen Reinigungsbenzin und WD40. Besteht die Gefahr, dass WD40 ueber lang die umliegenden Plastikteile oder die Farbe angreift? Wenn dem so waere wurde ich vielleicht zuerst mit Hexan beginnen.
Hallo Jon,
nein WD40 ist ein Reinigungs- und Pflegeöl und greift keine Lacke und Kunststoffteile an. Das ist der Unterschied zu härteren Rostlösern wie z.B. Caramba. Im Unterschied zu Lösemitteln die das verharzte Fett nur anlösen und wieder festbacken lassen bleibt das Ganze nach meiner Erfahrung dauerhaft gängig. Wenigstens hatte ich noch keinen anderen Fall und ich habe schon viele Teile mit WD40 gängig gemacht.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo,
ich habe keine Erfahrung mit WD40 an Kunststoffteilen, aber
der Hersteller sagt, es verhalte sich hinsichtlich der Materialverträglichkeit
wie sauberes Reinigungsbenzin.
Daraus folgt schon mal zwingend, dass mit Hexan statt WD40 jedenfalls kein
Gewinn entsteht.
Aber WD40 dürfte also sehr wohl Kunststoffe angreifen. PE und PP sollten
geringfügig angegriffen werden, PS vermutlich stark. Alle Kunststoffe die
Weichmacher enthalten dürften angegriffen werden und oberflächlich
rissig und spröde werden. Polycarbonate werden durch Hexan, also auch
durch WD40, meines Wissens bröselig.
Aber Du willst Das WD40 ja vermutlich auch nicht 5 Jahre im Kondensor
lassen?
Viele Grüße
Timm
Hallo,
hier noch mal ein link zu der Internetseite des Hersteller mit den Angaben über Nebenwirkungen
auf Kunsstoffe und Lacke:
http://www.wd40.de/markenportfolio_wd40_faq_de.php
Ausser bei hochpolierten klaren Kunststoffoberflächen kann ich mir keine relevanten Nebenwirkungen vorstellen, man taucht das ganze ja schliesslich nicht tagelang in WD40.
Und nach verdunsten der leichtflüchtigen Bestandteile bleibt die korrosionschützende und schmierende Wirkung des Rests übrig.
Das ist ja gerade der Unterschied zu Reinigungsbenzin und Hexan wo man zu Reinigen auf jeden Fall zerlegen muss und anschliessend neu fetten oder ölen.
WD40 ist etwas für faule Mikroskopiker ! Zerlegen, reinigen, neu fetten und wieder zusammenbauen kann man bei
Scheitern mit WD40 immer noch ;D
Wichtig ist in jedem Fall, sparsam verwenden, also nicht einfach drübersprühen, sondern in Gläschen sprühen und dosiert von dort mit Pinselchen oder Zahnstocher auftragen. Aber man muss auch nicht übertriebene Angst davor haben aus versehen Optikflächen zu verunreinigen, denn WD40 ist frei von Silikon und Teflon und kann daher mit Wundbenzin auch von Optiken rückstandsfrei entfernt werden.
viele Grüsse
Wilfried
Zitat von: wilfried48 in November 24, 2011, 11:04:05 VORMITTAGman taucht das ganze ja schliesslich nicht tagelang in WD40.
... äh... doch :-[: zumindest ich mache das so.
Hallo Wilfried,
ich nutze WD-40 auch gerne zum "Einlegen" über Tage und Wochen, bis sich verbackene Teile auch ohne Gewalt lösen lassen. Allerdings zerlege ich die Teile vorher, so weit es geht. Nach dem WD-40 kommen die Teile nacheinander in zwei unterschiedlich saubere Waschbenzin-Bäder oder in Xylol (z.B. Blendenlamellen).
Wo das nicht möglich ist, mache ich es wie Du:
gaaaaanz sparsam, aber teilweise häufig wiederholt.
ZitatWichtig ist in jedem Fall, sparsam verwenden, also nicht einfach drübersprühen, sondern in Gläschen sprühen und dosiert von dort mit Pinselchen oder Zahnstocher auftragen.
Zum Abfüllen in ein Weck-Glas gehe ich extra nach draußen, denn das Sprühen erzeugt ein feines Aerosol, dass sich auch in einiger Entfernung auf optischen Flächen niederschlägt - sehr lästig!
Gruß, Thomas
Hallo ,empfehle "Break free".ist ein Waffenöl aus USA,in guten Jagdsportgeschäften erhältlich ,macht fast jedes eingetrocknete Schmiermittel über Nacht wieder geschmeidig,greift weder Kunststoff noch Metalle an und hat gute Schmiereigenschaften.Sparsam dosieren! Weis nicht,wie man ggf.letzte Reste von diesem Zeug entfernt. Habe aber damit mein verharztes Optovar ohne Demontage kuriert.
Hallo Klaus,
"Break Free" ist laut diesem Artikel (S. 48) : http://www.brunox.com/website/daten-brunox/prospekte-pdf/BRUNOX-Waffenpflege-Artikel.pdf
teflonhaltig (z.B. im Gegensatz zu Ballistol). Da warte ich auf die Bedenken/Nichtbedenken der Kenner der Materie.
Grüße
Martin
Hi,
Fuer's erste funktioniert die Iris jetzt wieder. Ich habe zusammen 25 Microliter fluessiges WD40 mit einer Pipette von aussen auf den Zahnkranz und die Lamellen aufgetragen und nach 6 Tagen Einwirkung liess sich die Iris wieder bewegen. Entfernen laesst sich das WD40 kaum wieder ohne alles auseinander zu nehmen; ich werde es also erst einmal lassen wo es ist und sehen ob die Verharzung wieder zum Problem wird.
Vielen Dank fuer Eure Hilfe!