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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Guy Marson in Mai 18, 2011, 08:58:05 VORMITTAG

Titel: Cree XM-L T6
Beitrag von: Guy Marson in Mai 18, 2011, 08:58:05 VORMITTAG
Hallo LED-Fans,

Hab neulich meine letzte "P1" von SSC ins Mik. eingebaut und parallel eine "Cree XM-L T6" - auf dem gleichen Kühlkörper, verschiebbar - zu Testzwecken. Mit der P1 komme ich auf c. 1/500 " beim 100er-Öl (mit 1/3 zugezogener Feldblende) und mit der Cree auf 1/1250 ". Die Cree ist brutal hell, und ein Dimmer ist hier wirklich angesagt. Der grosse Nachteil: die Cree hat in etwa 3mm Abstand vor der Linse einen Brennpunkt, der Kerzenwachs nach etwa 15 Sekunden zum schmelzen bringt. Ein herkömmliches Streichholz konnte ich damit aber nicht entzünden  ;D ;D. Die P1 bringt dennoch ein sichtbar kontrastreicheres Bild. Schade dass es die P1 nicht mehr neu zu kaufen gibt. Hoffentlich finde ich davon noch einige Exemplare auf ´nem Flohmarkt..  :( .

Ciao,
Guy

PS: Per email geforderter Nachtrag: Das Mik ist ein Olympus CH-2, betrieben in Durchlicht, Hellfeld. Die LED ist unter dem Kondensor angebracht, dort wo sich üblicherweise die Wendel der Halogenbirne befindet, das abgelichtete Objekt sind hyaline Pilze. Tageslichtfilter ist bei LED nicht nötig. Ach ja, die LED wird genau nach Sperzifikation betrieben, mit 10% UNTER Maximum. Alles klar?!
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: peter-h in Mai 18, 2011, 11:19:40 VORMITTAG
Hallo Guy,

wie wär es denn mit der :
http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Cree-High-Power-LEDs/Cree-CXA2011-warmweiss-2600lm.html

Große Fläche und leichlich Licht !

Gruß
Peter
Titel: Re: Cree XM-L T6 / Kontrastunterschiede zur SSC P1
Beitrag von: -JS- in Mai 18, 2011, 11:54:12 VORMITTAG
Hallo Guy,
hast Du vielleicht noch das Datenblatt für die SSC P1 oder einen (gültigen) Link?
Seoul hält sich mit Daten zu älteren Produkten leider sehr bedeckt.
Der Daten-Vergleich zur Cree XM-L T6 wäre sicher hilfreich, insbesondere weil Du von einem Kontrastdefizit
schreibst, obwohl die Cree nach Deinen Verschlußzeiten zweifellos deutlich mehr 'Dampf' macht.
Vielleicht hast Du auch eine Erklärung für das Phänomen der von Dir beobachteten Kontrastunterschiede?
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Guy Marson in Mai 18, 2011, 13:06:15 NACHMITTAGS
@Peter:

ZitatGroße Fläche und leichlich Licht !

jaja.. hmm.. also 40 V ist mir dann doch zuviel (ich betreibe die Dinger mit 10 Watt Schaltnetzteilen, dimmbar per Zusatzpoti von etwa 1,9 - 3,7 Volt Ausgangsspannung - oder weniger, wenn es denn sein muss). Zudem ist die Leistung (Deines Vorschlags) doch recht groß.. um nicht zu sagen zu groß. Die Lichtmenge könnte meine gute alte S70 echt "leichlichen"  ;D (=killen)  :'(. Zudem ist die Leuchtfläche zu gross. Die wirklich benötigte Leuchtfläche (von etwa 3mm Durchmesser) hätte dann auch entsprechen Eingangsleistung. M.E. bringen diese grossen Arrays keine direkte Verbesserung in Sachen Mikroskopie-Beleuchtung. 

@ Joachim:
Tja, das Datenblatt der P1 hab ich, ist aber grad irgendwo sedimentiert. Wenn ich es finde, melde ich es. Die Kontrastunterschiede kann ich mir so erklären:
1) das CH-2 hat keinen Köhler der die etwas zu große Leuchtfläche der Cree aufs benötigte Minimum einschränkt, was den Kontrast anheben würde.
2) die Abstrahlcharakteristik der P1 ist quasi kugelförmig. also von Oben betrachtet: hell im Zentrum der Linse und dunkler am Rand. Und diese Ausleuchtung wirkt sich bis auf das Bild aus, was die abgebildeten Elemente (Zellwände, Zellinhalte, Lipide usw..) kontrastreicher erscheinen lässt.
Wenn ich ausreichend Exemplare der P1 Reserve hätte, würde ich mal eine Linse platt schleifen und könnte das vergleichen. Dem ist aber leider nicht so. Es gibt hier ja einige Forumsteilnehmer, die die Linse ihrer LED abgefeilt/-geschliffen haben. Möglicherweise hat ja jemand berichtenswerte Beobachtungen/Erfahrungen gemacht..?
Demnächst muss ich mir einige REM-Sessionen antun, deren Vorbereitungen auf einem köhlerbaren Aristoplan vorgenommen werden. Dem ollen Ding werde ich mal die beiden LEDs "unterschieben" .. Mal sehen was sich da rausfinden lässt.

Ciao,

Guy
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Guy Marson in Mai 19, 2011, 09:34:00 VORMITTAG
Hallo Joachim,

Hab meine alten Festplatten durchforstet, aber ich konnte das Datasheet der P1 von SSC nicht mehr finden. Hab nur noch ein Datenblatt der P4 gefunden mit dem Namen "W42180.PDF". Das Datenblatt der P1 sollte laut Binning "W10492.PDF" oder "W11492.PDF" oder auch noch "W12492.PDF" heißen. Im WWW - das ja bekanntlich nichts vergisst  :-\ konnte ich dennoch nichts dergleiches finden, auch nicht in den großen Datenbanken mit allen möglichen e-Datenblättern. Die Sache mit dem köhlerbaren Aristoplan mache ich später mal.. komme drauf zurück.

Ciao,
Guy
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: -JS- in Mai 19, 2011, 10:59:58 VORMITTAG
Hallo Guy,
vielen Dank für die Hilfe. Auch meine 'LED-kirminalistischen' Nachforschungen haben leider nichts
Brauchbares ergeben - offensichtlich gehört die P1 von SSC bereits zur LED-Kreidezeit und die zugeordneten
Datenblätter sind bereits sämtlich aus den Archiven verbannt.
Ich hoffe, daß die Cree XM-L T6 an einem Zeiss-Standard hinsichtlich ihrer Leuchtfläche mit der dort
vorhandenen Köhler-Einrichtung besser eingrenzbar ist, um die wie von Dir beschriebenen am CH-2 von Oly
offensichtlich vorhandenen (Rand-)Überstrahlungen zu vermeiden. Vielen Dank auch für diese Infos.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: peter-h in Mai 19, 2011, 15:29:30 NACHMITTAGS
Liebe Hochleistungs-LED-Freunde,

die neuere Cree XM-L T6 ist bei mir angekommen und so konnte ich doch sofort einen ersten kleinen Vergleich anstellen.
Es fällt sofort die größere Leuchtfläche auf ! Im Farbton leider noch etwas kühler (stört mich nicht) und durch den größeren Abstrahlwinkel nicht wesentlich heller bei einem Olympus BH-2 Stativ. Ich kann leider nur die Lux an der Leuchtfeldblende messen und nicht die ges. Lumen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/65104_17189970.jpg)

Aber :
Diese LED darf bis 3 A betrieben werden und wenn das Netzteil dafür umgebaut ist, dann zeigt sich ganz sicher der Zugewinn. Für Pol, DIC, Phase, Dunkelfeld ist eine Reserve immer gut.

Leuchtende Grüße
Peter (H)
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Nomarski in Mai 19, 2011, 16:20:17 NACHMITTAGS
Hallo,

ich habe die Cree XM-L T6 vor ein paar Monaten mal testhalber in die Leuchte 60 für das Zeiss Standard eingebaut. Der Emitter hat zwar noch nicht ganz die Fläche der Lampenwendel der 12V/60W-Lampe, aber die Ausleuchtung der Pupillen ist auf jeden Fall besser als mit der XR-E 7090.

Auch im kleinen Leuchtrohr läßt sich diese LED noch unterbringen, aber braucht man dann überhaupt noch die größeren Lampenhäuser? ???
Manchen ist dort nämlich die XR-E 7090 R2 schon zu hell...

VG
Bernd
Titel: Re: Cree XM-L T6 / Lampenhaus / Vorwiderstand
Beitrag von: -JS- in Mai 19, 2011, 17:38:12 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,
Nachfolgendes bezieht sich auf Zeiss-Endlich-Mikroskope (Standard-Serie):
Zitataber braucht man dann überhaupt noch die größeren Lampenhäuser?
* Wenn es um die Beleuchtung im Fuß geht: dort sicher nicht.
Es sei denn, das vorhandene Mikroskop war bereits von Anfang an mit Erhöhungsplatte
und Leuchte 100 bestückt - in diesem Fall wäre ein Rückbau zwar möglich, aber würde
zusätzliche Arbeit bedeuten (passendes kleines Leuchtrohr besorgen etc.)
Außerdem ist bei dem kleinen Leuchtrohr eine der Linsen leider mattiert, so daß sich
Zentrieraufgaben etwas problematisch darstellen. Dies ist bei den Optiken der Leuchten
100 nicht der Fall, zwar ist im Leuchtrohr eine Streuscheibe vorhanden, die läßt sich aber
mittels Steckschlüssel aus dem Strahlengang drehen.
* Wenn es um die Auflicht-Beleuchtung für Fluoreszens geht: da ist ja die Leuchte 100
(oder 60) für den Flansch des Tubus 46 63 00 vorgesehen - hier ist die Verwendung
des 'kleinen' Leuchtrohres nicht möglich - also braucht man  :D
* Dann gibt es noch den Epi-Auflichtkondensor, der wiederum (meiner jedenfalls) nimmt
nur das 'kleine' für die 6V-Halogen-Leuchtmittel konstruierte Leuchtrohr auf und hat meines
Wissens auch keine Vorrichtung für Leuchte 100 oder 60 - aber ganz sicher bin ich mir
da nicht.
Fazit: Manchmal braucht man die größeren Lampenhäuser - manchmal aber auch nicht.
Noch eine Frage:
Welcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ein regelbares 12V / 3A Labor-Netzteil
als Versorgung für die Cree XM-L T6 verwendet werden soll?
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Detlef Kramer in Mai 19, 2011, 17:47:51 NACHMITTAGS
ZitatWelcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ein regelbares 12V / 3A Labor-Netzteil
als Versorgung für die Cree XM-L T6 verwendet werden soll?

Gar keiner!

Herzliche Grüße

Detlef
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Nomarski in Mai 19, 2011, 18:01:26 NACHMITTAGS
Zitat von: Detlef Kramer in Mai 19, 2011, 17:47:51 NACHMITTAGS
ZitatWelcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ein regelbares 12V / 3A Labor-Netzteil
als Versorgung für die Cree XM-L T6 verwendet werden soll?

Gar keiner!

Herzliche Grüße

Detlef
:o :o :o
Das würde ich aber nicht riskieren, sooo schnell schaltet das Netzteil bei 3A Belastung auch nicht ab!
Da müssen mindestens 3 Ohm in Reihe!

Zitat* Wenn es um die Auflicht-Beleuchtung für Fluoreszens geht: da ist ja die Leuchte 100
(oder 60) für den Flansch des Tubus 46 63 00 vorgesehen - hier ist die Verwendung
des 'kleinen' Leuchtrohres nicht möglich - also braucht man
Eben nicht, lieber Joachim!

Auch die kleinen Stemi-Kollektoren, die es auch nicht mattiert gibt, lassen sich mit entsprechendem Adapter nach der Kläusle'schen Methode an den IV-FL für die Auflichtfluoreszenz ansetzen. ;)

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Winfried Todt in Mai 19, 2011, 18:21:17 NACHMITTAGS
Hallo,

Zitatvon Bernd [Nomarski]
Das würde ich aber nicht riskieren, sooo schnell schaltet das Netzteil bei 3A Belastung auch nicht ab!
Da müssen mindestens 3 Ohm in Reihe!

hier mal eine kleine Rechnung:
P [Leistung in Watt] = I² [Strom in Ampere] x R [Widerstand in Ohm]
P = 3A x 3A x 3 Ohm
P = 27 Watt

U [Spannung in Volt] = R [Widerstand in Ohm] x I [Strom in Ampere]
U = 3 Ohm x 3 Ampere
U = 9 Volt

Bei der Reihenschaltung bleibt da nicht mehr viel Spannung für die Leuchtdiode übrig.
Viele Grüße
Winfried
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: treinisch in Mai 19, 2011, 18:37:17 NACHMITTAGS
Hallo,

ich würde auch gern mal eine LED ausprobieren, da ich seit einiger
Zeit ein Mikroskop mit Lampenhaus habe, sollte das ja ziemlich simpel
sein? Ich würde einfach Drähte anlöten und statt der Halogenbirne einstecken.
Platz sollte dafür reichlich vorhanden sein.

Als Stromquelle würde ich erstmal ein Labornetzteil im
Konstantstrombetrieb nehmen.

Was ich mich frage: Was für eine Kühlfläche muss ich denn vorsehen, wenn
ich z.B. die Cree XM-L T6 nehmen wollte?  3A sind ja doch recht viel?

Viele liebe Grüße

Timm
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: peter-h in Mai 19, 2011, 18:38:21 NACHMITTAGS
Wie bei Radio ERIWAN , es kommt darauf an  :o

Welcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ...

Ist es ein in Spannung und Strom regelbares Netzgerät, so sind beide Parameter unabhängig einstellbar. Also reicht eine Einstellung von z.B. 5 Volt und den Strom dreht man hoch bis die LED glüht.

Mein Netzteil war schnell verstärkt und ich bin nun bis 1,9A gegangen.
Ein praktischer Test sollte zeigen was an Licht wirklich noch durchkommt. Mit 1,9A an einem BH-2 Stativ, Kondensor auf NA 0,45 gestellt, Objektiv PlanApo 25/0,63 , Präparat ein recht dicker Schnitt Eibe mit Etzold grün Färbung , Kamera DFK72 von ImagingSource über einen Adapter mit Faktor 0,4x brachte eine Belichtungszeit von 1/10 000s !
Mit bisheriger Cree XR-E waren es bei 700mA Zeiten um 1/3333s, auch noch kurz, aber die Reserve tut gut  ;D

Gruß
Peter

Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: peter-h in Mai 19, 2011, 18:46:22 NACHMITTAGS
Hallo Timm,

bei 3A werden in der LED etwa 10Watt umgesetzt. Die müssen abgeführt werden. Da gibt es nur nach Kühlkörper mit entsprechendem Wärmewiderstand zu suchen und die LED sehr gut an das Kühlblech zu montieren. Lösungen gibt es sicher wie Sand am Meer. Würde mal um die 5°/Watt vorschlagen, aber je kleiner die Zahl um so günstiger für die LED.

Peter
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Nomarski in Mai 19, 2011, 19:00:19 NACHMITTAGS
Hallo Winfried,

ZitatBei der Reihenschaltung bleibt da nicht mehr viel Spannung für die Leuchtdiode übrig.
Nun hast du aber auch nicht den Innenwiderstand des Netzteiles berücksichtigt.
Bei den LED-Taschenlampen gehen wird die LED direkt an die drei AAA-Zellen angeschlossen. Deren Innenwiderstand ist der Vorwiderstand.
Im Zweifelsfalle läßt sich der Strom immer noch mit einem Amperemeter kontrollieren.

Es war übrigens kein 3-Ohm-Widerstand, sondern ein 3,3-Ohm-Zementklotz, mit dem ich den ersten Versuch gefahren habe an einem regelbaren 12V-Netzteil.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: peter-h in Mai 19, 2011, 21:53:22 NACHMITTAGS
@ Bernd,

Innenwiderstand Netzteil ? Reden wir jetzt von einem Altgerät von 1950 ?
Heutige Netzteile (Labornetzteile) haben an den Ausgangsbuchsen wenige mOhm (Milliohm!), da spielt maximal die Zuleitung noch eine Rolle.
Oder habe ich etwas falsch verstanden?

Gruß
Peter
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: reblaus in Mai 19, 2011, 22:13:07 NACHMITTAGS
Hallo Peter -

welcher Durchschnittssmikroskopiker hat schon ein sündteures Konstantstrom-Labornetzgerät rumstehen bzw. den nötigen Platz auf den Schreibtisch, wo doch en masse Konstantspannungsquellen von ausrangierten Elektronikgeräten (z.B Laptops, DVD-Playern) herumliegen, die für erste Versuche völlig ausreichen?

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: peter-h in Mai 19, 2011, 22:33:17 NACHMITTAGS
Sorry,  :(

bin leider von meiner Ausrüstung ausgegangen. Aber so teuer sind heute gute Netzteile nichtmehr. Müssen nicht unbedingt die großen Namen draufstehen.

Gruß
Peter
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Nomarski in Mai 19, 2011, 22:47:40 NACHMITTAGS
ZitatMüssen nicht unbedingt die großen Namen draufstehen.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/65145_8366509.jpg)

Das sehen die Nostalgiker aber anders.  ;D

VG
Bernd
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Detlef Kramer in Mai 19, 2011, 23:39:06 NACHMITTAGS
Lieber Rolf,

nur, dass hier nicht noch mehr Missverständnisse entstehen:
Zitatwelcher Durchschnittssmikroskopiker hat schon ein sündteures Konstantstrom-Labornetzgerät rumstehen bzw. den nötigen Platz auf den Schreibtisch, wo doch en masse Konstantspannungsquellen von ausrangierten Elektronikgeräten (z.B Laptops, DVD-Playern) herumliegen, die für erste Versuche völlig ausreichen?

Das sind samt und sonders Konstant-Spannungs-Netzteile. Zu Konstant-Strom-Quellen werden sie erst durch eine nachgeschaltete entsprechende Schaltung und das ist für die Ansteuerung der LED eben so wichtig, so weit ich das verstanden und bisher beherzigt habe.

Herzliche Grüße

Detlef
Titel: Re: Cree XM-L T6 / Labornetzgerät
Beitrag von: -JS- in Mai 19, 2011, 23:53:26 NACHMITTAGS
Hallo!
ZitatMüssen nicht unbedingt die großen Namen draufstehen.
Das stimmt.
Bitte z.B. mal bei Reichelt schauen (Reichelt Art.-Nr. Peaktech 6080).
Labornetzgerät 0-15 V, 0-3 A regelbar (bi), Restwelligkeit 0.5 mV / 3 mA eff.
Das Gerät ist sehr schön klein und m.E. sehr schön billig...
Und: Es baut auf einem Trafo auf, ist also kein Schaltnetzteil.
Zusätzlich noch mit einem temperaturgeregelten leisen 9cm-Kühlventilator
als Erweiterung ausgestattet, können die rund 60°C, die bei Voll-Last am
Kühlkörper auf der Rückseite des Gerätes durchaus mal anstehen, auf
absolut moderate 30°C zurückgeführt werden.
In Zusammenhang mit einer Cree XRE 7090 waren bei mir jedenfalls
Wabern und Streifen auf dem Bild nach Einsatz dieses Netzgerätes
endgültig Vergangenheit. Und das wirklich bei *jeder* Verschluß-Zeit.
Ich bin mit dem Winzling jedenfalls sehr, sehr zufrieden.
Viele Grüße
Joachim


Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Nomarski in Mai 19, 2011, 23:58:11 NACHMITTAGS
Hallo,

LEDs lassen sich auch mit Konstant-Spannungsnetzteilen betreiben. Nur muß dabei der Strom begrenzt werden, da der Widerstand der LED immer niedriger wird und gegen 0 Ohm geht. Wenn man eine konstante Spannung von 12V hat und einen Widerstand von 4 Ohm in Reihe zur LED schaltet, kann niemals ein höherer Strom als 3 Ampere fließen. Je größer der Widerstand wird, sei es durch den Vorwiderstand oder den geringeren Spannungsabfall an der LED, desto niedriger wird der Strom im Kreis.

VG
Bernd
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: reblaus in Mai 20, 2011, 02:15:21 VORMITTAG
Hallo Joachim -

was dein Reichelt-Netzgerät gekostet hat und wie groß es ist, weiß ich nun nicht.
Um aber das Wabern meines Bildschirms bei einer 700 mA LED-Beleuchtung  zu beseitigen, habe ich ein 5V-Steckernetzgerät verwendet, das astreine Gleichspannung liefert, und im Fuß meines Standard 16 die gesamten Innereien durch einen 10 Ohm Drahtpoti in Serie mit einem 1 Ohm Festwiderstand ersetzt. Funxt tadellos bei jeder Belichtungszeit und hat nix gekostet, da alles aus der Grabbelkiste stammt.

Trotzdem wäre ich heftig an näheren Daten und Bezugsquellen deines Netzteils interessiert!

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: -JS- in Mai 20, 2011, 07:32:29 VORMITTAG
Hallo Rolf,
eine e-mail mit den gewünschten Daten ist an Dich unterwegs.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Guy Marson in Mai 20, 2011, 12:06:09 NACHMITTAGS
Hallo´le,

Vorsicht, die LED ist eine 2 Watt LED, will sagen: nur bei 2 Watt (bei 2,9V und 700mA) hat sie eine angenehm lange Laufzeit.
Betreibt man sie mit 3A, produziert sie schneller Hitze als die Wärmeübergangswiderstände von passiven Kühlungen (........) abführen können. Sie wird dann sehr schnell "Altern", um es mal nett zu formulieren. Mit 2 Watt betrieben, sollte sie den anfänglichen Lichtstrom ( -> Datenblatt) über gut 2000 Stunden abgeben, danach aber kontinuierlich und bereits sichtbar nachlassen. Diese "50.000 Stunden", die viele Hersteller ihren LEDs zusprechen, beziehen sich auf das pure Abgeben von Photonen. Volle Lichtleistung nach 50.000h ist reines Wunschdenken der Käufer/Anwender  ::)
OT: Autos halten im Durchschnitt auch bloss 5000 Stunden und auch die lassen nach >2000 Stunden in der Leistung oft spürbar nach. Mikroskope halten bei sachgemässer Anwendung oft länger als 10 Autos  ;D.
Ciao,

Guy
Titel: Re: Cree XM-L T6 / OT
Beitrag von: -JS- in Mai 20, 2011, 13:34:06 NACHMITTAGS
Hallo Guy,
zu Deiner OT-Berechnung (auch OT):
ZitatAutos halten im Durchschnitt auch bloss 5000 Stunden und auch die lassen nach >2000 Stunden in der Leistung oft spürbar nach.
Oha.
Kalku: 5000 / 24 = 208 Tage oder 0,58 Jahre...
Redest Du über FIAT ( 'Fehler in allen Teilen' ) oder über BMW ('Bring mich Werkstatt')
oder fehlt da vielleicht bloss eine Null? ;D ;D ;D
Dann wären das 5,78 Jahre ... und das käme dann auch schon eher hin, wenn ich meinen Blechhaufen auf 4 Rädern draußen vor
dem Haus so betrachte....
(OT - Ende)
Wie dem auch sei: Das mit der Lebensdauer eines Mikroskops
Zitatlänger als 10 Autos
ist zweifellos korrekt, wenn da nicht die leidige Ersatzteil- oder (bei bestimmten Fabrikaten) Delaminationsfrage aufkäme.

Zur Cree XM-L T6:
Vielen Dank für den Hinweis mit den 2 Watt und den 2,8V/700 mA. Dies relativiert die Aussagen im Anbieter-Datenblatt ja denn doch ein wenig.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Werner Jülich in Mai 20, 2011, 14:11:34 NACHMITTAGS
Die Angaben zur LED-Lebensdauer beziehen sich auf die Anwendungsdauer, bis zu der sich die Lichtleistung auf 50% reduziert hat. Nach den Erfahrungen mit einigen Anwendungen im Dauerbetrieb halte ich die Angabe von 2000 Betriebsstunden bis zur Erreichung dieser 50% Marke für viel zu pessimistisch. Wir haben z.B. die ersten 365nm LED's  in Hund Auflichtilluminatoren 1997 ausgeliefert, damals noch mit bescheidener Leistung. Darunter sind auch Anwendungen in der Industrie und da wurden inzwischen > 10.000 Betriebsstunden erreicht, ohne das die Belichtungszeit der Kameras verändert werden mußte. Eine gebräuchliche Variante ist auch, die Dioden von Anfang an nicht mit der vollen Leistung zu betreiben und die langsam nachlassende Lichtleistung automatisch nachzuregeln.
Damals war Hund ganz vorne dabei, wer es nicht glaubt kann ja mal alte Kataloge wälzen.

Werner Jülich
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: Guy Marson in Mai 20, 2011, 14:53:32 NACHMITTAGS
Hallo Joachim,

Zitatoder fehlt da vielleicht bloss eine Null?

:o ne, also Betriebsstunden sind das.. und 5000h ist ?weltweites Mittelmaß (für Otto- und Dieselmotoren, aber nur für KFZ-Motoren (...).

Zitatbei bestimmten Fabrikaten) Delaminationsfrage aufkäme

oh wie wahr.. hab vor Tagen einem delaminierten Zeiss-Okular (W10x/25 Brille #464002 - 9901) den Plastikstutzen abgesägt und missbrauche es nun als achromatische Vorsatzlinse. Die Bildmitte ist noch brauchbar. Es ist doch immer das gleiche: vergisst man diese Zeiss´ianer mal eine Zeitlang zu drehen und zu wenden, tropft der Linsenkitt "unten" raus und oben zieht Luft rein.. ein Trauerspiel!

ZitatDies relativiert die Aussagen im Anbieter-Datenblatt ja denn doch ein wenig.

Oh, sieh an.. im Datenblatt des Herstellers ist alles eindeutig dargestellt: 100%-Betrieb  (und weniger)  vs. Maximalwerte.

Ciao,
Guy
Titel: Re: Cree XM-L T6 / Labornetzgerät
Beitrag von: Stephan Hiller in Mai 21, 2011, 04:05:40 VORMITTAG
Hallo Joachim,

Zitat von: -JS- in Mai 19, 2011, 23:53:26 NACHMITTAGS
Ich bin mit dem Winzling jedenfalls sehr, sehr zufrieden.

Habe ich da was falsch verstanden?

"Winzling"?
Verpackungsgewicht 3,2 kg, Maße: (BxHxT) = 90 x 160 x 225 mm.

das Thema hatten wir doch glaube ich schon mal, oder?

http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,45005,45050#msg-45050

Beim Preis kann ich  nicht mehr mithalten, aber mein Anspruch war und ist eben auch ein Anderer.

mit kompakten Grüßen

Stephan
Titel: Re: Cree XM-L T6
Beitrag von: -JS- in Mai 21, 2011, 08:00:47 VORMITTAG
Hallo Stephan,
nein, Du hast da wirklich nichts falsch verstanden.
Ich hatte bei meinem Thema lediglich Bezug genommen auf PETER-H
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9191.msg65144#msg65144
sowie insbesondere auf NOMARSKI
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9191.msg65145#msg65145.
Im Vergleich zu dem von Nomarski gezeigten Leitz-Regeltrafo sowie auch zu manchem kommerziell erhältlichen
Labornetzteil aus heutigen Tagen (siehe auch REBLAUS:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9191.msg65141#msg65141)
macht sich meiner Ansicht nach das von mir als Beispiel genannte Labornetzteil (und einzig um diese Kategorie
ging es im Thread-Bereich vom 19.05.2011) in der Tat winzig aus.
Es lag und liegt mir absolut fern, Themen oder Ansprüche in Abrede zu stellen oder zu diskreditieren,
welche am 01.05.2008 hier im Forum einmal aktuell waren und es offensichtlich ja auch heute noch sind.
Als Newbee mit Eintrittsdatum 24.05.2010 bitte ich daher um Entschuldigung, den von Dir verwiesenen
nunmehr drei Jahre alten Thread in der hier gegenwärtig laufenden Diskussion nicht umfassend recherchiert
bzw. berücksichtigt zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim