Wenn DAS Herr Henkel liest........

Begonnen von Peter V., November 22, 2012, 08:32:10 VORMITTAG

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Jürgen Boschert

Hallo Wilfried,

ein wesentlicher Aspekt ist die Reduzierung von Streulicht innerhalb des Objektivs beim Schließen der Aperturblende. Das kann man durch Beobachten der Objektiv-Pupille nachvollziehen und ist recht eindrücklich, wenn man die Blende aus völlig offener Position bis zum Rand der Objektivpupille zuzieht; man erkennt dann auch im Bild einen "Kontrastsprung".

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

Jürgen

Klaus Henkel

Zitat von: wilfried48 in November 22, 2012, 17:53:43 NACHMITTAGS
auf Seite 76 der Mikrofibel steht das noch deutlicher:

http://www.klaus-henkel.de/mikrofibel.pdf

und ist am Beispiel eines kugeligen dickeren transparenten Objekts auch näher erklärt.

Die Michelsche Theorie der nur fiktiven Kontraststeigerung über die Schärfentiefe kommt aber sofort ins Schleudern wenn man Objekte betrachtet die weit dünner als die Schärfentiefe des Objektivs sind.

Also z.B. das Testgitter das ich hier an viele verschickt habe hat eine Dicke von nur 0,1 µm also weit dünner als die Schärfentiefe des Mikroskopobjektivs. Und trotzdem wird man feststellen dass der Kontrast bei Schliessen

der Kontrastblende objektiv gemessen steigt (natürlich unter Verlust an Auflösung). Wie erklärt man dann dies nur mit der Schärfentiefenerhöhung ?

Warten wir mal ab was unsere Experten dazu sagen.

Wilfried


Da mußte ich jetzt selbst erst nachschlagen, was ich damals geschrieben habe!
2.5.8     Die Fiktion des höheren Bildkontrasts

Und tatsächlich da ist auch das erklärt, man muß nur den Abschnitt 2.5.8 ganz zuende lesen! Da ist das erklärt mit dem flachen, dünnen Objekt. Mann, die Mikrofibel ist echt gut!

KH


JB

Hallo,

Da bin ich ja froh, dass ich mit meiner Verwirrung nicht allein war. Die Bezeichnung als Kontrastblende fand ich nicht so schockierend, besonders wenn der ganze Text unter ein Mikroskopstativ passen muss.

Mein Verstaendnis zur Kontraststeigerung durch die Kondensorblende war bisher folgende:

1) Kontraststeigerung durch Ausblenden von Streulicht
- bei leicht zugezogener Blende reduziert man die Strahlen die vom aeussersten Rand der Linsen und anderer Flaechen im Objektiv gesteut werden
- diese Kontrastverbesserung ist, denke ich, einleuchtend

2) Weiteres Zuziehen der Blende erhoeht die Kohaerenz der Beleuchtung; dadurch tragen gebeugte und bebrochene Stahlen staerker zur Bildentstehung bei. Bei Phasenobjekten zB bewirkt dies eine Kontraststeigerung (wenn auch auf Kosten der Aufloesung) bei Zellmembranen etc.
- diese Interpretation scheint die Standard-Erklaerung fuer die Kontrastverbesserung zu sein
[Ref.: - http://www.microscopyu.com/articles/formulas/specimencontrast.html
         - Murphy DB (2001) Fundamentals of light microscopy and electronic imaging. Wiley-Liss; p71 ]

3) Verringerung des Blendendurchmessers erhoeht die Durchmesser der Airy discs
- dadurch werden feine Linien breiter und leichter sichtbar (wie in der Mikrofibel beschrieben)

4) Ueberlagerung von mehreren Tiefenebenen durch Erhoehung der Schärfentiefe
- das war mir neu, erscheint aber durchaus eine nuetzliche Interpretation


Wenn man ein Amplitudenobjekt nimmt, das leicht aufgeloset wird aber dessen Objekttiefe weit unterhalb der Tiefenaufloesung des Objektivs liegt, also zB ein Objektmikrometer dessen Striche aus wenigen nm dickem Metall bestehen, kommen eigentlich nur 1) und 2) zum tragen.

Beste Gruesse,

Jon

Klaus Henkel

Zitat von: JB in November 23, 2012, 12:57:22 NACHMITTAGS

Da bin ich ja froh, dass ich mit meiner Verwirrung nicht allein war. Die Bezeichnung als Kontrastblende fand ich nicht so schockierend, besonders wenn der ganze Text unter ein Mikroskopstativ passen muss.

Mein Verstaendnis zur Kontraststeigerung durch die Kondensorblende war bisher folgende:

1) Kontraststeigerung durch Ausblenden von Streulicht
- bei leicht zugezogener Blende reduziert man die Strahlen die vom aeussersten Rand der Linsen und anderer Flaechen im Objektiv gesteut werden
- diese Kontrastverbesserung ist, denke ich, einleuchtend

2) Weiteres Zuziehen der Blende erhoeht die Kohaerenz der Beleuchtung; dadurch tragen gebeugte und bebrochene Stahlen staerker zur Bildentstehung bei. Bei Phasenobjekten zB bewirkt dies eine Kontraststeigerung (wenn auch auf Kosten der Aufloesung) bei Zellmembranen etc.
- diese Interpretation scheint die Standard-Erklaerung fuer die Kontrastverbesserung zu sein
[Ref.: - http://www.microscopyu.com/articles/formulas/specimencontrast.html
         - Murphy DB (2001) Fundamentals of light microscopy and electronic imaging. Wiley-Liss; p71 ]

3) Verringerung des Blendendurchmessers erhoeht die Durchmesser der Airy discs
- dadurch werden feine Linien breiter und leichter sichtbar (wie in der Mikrofibel beschrieben)

4) Ueberlagerung von mehreren Tiefenebenen durch Erhoehung der Schärfentiefe
- das war mir neu, erscheint aber durchaus eine nuetzliche Interpretation

Wenn man ein Amplitudenobjekt nimmt, das leicht aufgeloset wird aber dessen Objekttiefe weit unterhalb der Tiefenaufloesung des Objektivs liegt, also zB ein Objektmikrometer dessen Striche aus wenigen nm dickem Metall bestehen, kommen eigentlich nur 1) und 2) zum tragen.

Beste Gruesse,
Jon

Zu 1: Nein. Die Reduktion von Streulicht ist aufgabe der Leuchtfeldblende bei der Köhlerschen Beleuchtung.

Zu 2: Die sehr ausführliche Beschreibung des Phasenkontrastprinzips in der Mikrofibel fußt auf den Erklärungen von Dr. Kurt Michel, des Chefentwicklers von Carl Zeiss, der die welterste Phako-Einrichtung für das Mikroskop durchdacht und konstruiert hat. Meine ehem. Literaturkenntnis hat mich gelehrt, anderen Erklärungsversuchen á priori zu mißtrauen. Selbstverständlich gibt es auch fachlich gute Erklärungen, sogar im Internet. Doch sind viele davon allzusehr einem als zu gering eingeschätzten IQ eines Durchschnittstudenten der Biologie oder Medizin angepaßt. Nachdem ich glaubte, das erkannt zu haben, habe ich schon 2002 aufgehört, mich damit zu beschäftigen. Auf jenem Kenntnisstand stehe ich noch heute, deshalb kann ich mich zu neueren oder "schöneren" Erklärungen leider nicht äußern.

Beste Grüße an alle Kontrast- und Fasenphreunde!
KH

wilfried48

#19
Zitat von: JB in November 23, 2012, 12:57:22 NACHMITTAGS
Mein Verstaendnis zur Kontraststeigerung durch die Kondensorblende war bisher folgende:

1) Kontraststeigerung durch Ausblenden von Streulicht
- bei leicht zugezogener Blende reduziert man die Strahlen die vom aeussersten Rand der Linsen und anderer Flaechen im Objektiv gesteut werden
- diese Kontrastverbesserung ist, denke ich, einleuchtend

2) Weiteres Zuziehen der Blende erhoeht die Kohaerenz der Beleuchtung; dadurch tragen gebeugte und bebrochene Stahlen staerker zur Bildentstehung bei. Bei Phasenobjekten zB bewirkt dies eine Kontraststeigerung (wenn auch auf Kosten der Aufloesung) bei Zellmembranen etc.
- diese Interpretation scheint die Standard-Erklaerung fuer die Kontrastverbesserung zu sein
[Ref.: - http://www.microscopyu.com/articles/formulas/specimencontrast.html
        - Murphy DB (2001) Fundamentals of light microscopy and electronic imaging. Wiley-Liss; p71 ]

3) Verringerung des Blendendurchmessers erhoeht die Durchmesser der Airy discs
- dadurch werden feine Linien breiter und leichter sichtbar (wie in der Mikrofibel beschrieben)

4) Ueberlagerung von mehreren Tiefenebenen durch Erhoehung der Schärfentiefe
- das war mir neu, erscheint aber durchaus eine nuetzliche Interpretation


Wenn man ein Amplitudenobjekt nimmt, das leicht aufgeloset wird aber dessen Objekttiefe weit unterhalb der Tiefenaufloesung des Objektivs liegt, also zB ein Objektmikrometer dessen Striche aus wenigen nm dickem Metall bestehen, kommen eigentlich nur 1) und 2) zum tragen.

Beste Gruesse,

Jon

Hallo,

ich sehe das auch so wie Jon

Lieber Herr Henkel, die Leuchtfeldblende kann bei exakt eingestellter Köhlerscher Beleuchtung zwar das Sreulicht aus nicht abgebildeten Objektregionen ausblenden, weil die gar nicht erst beleuchtet werden.
Aber sie kann nicht das Streulicht auf der Abbildungsseite z.B. Streuung an Linsenflächen und Rändern reduzieren. Das tut aber sehr wohl die Kondensorblende durch Begrenzung der Beleuchtungsapertur.

Es bleibt dabei, die Erklärungen von Kurt Michel greifen nicht bei dünnen Objekten und grösseren weit von der Beugungsbegrenzung wegliegenden Gitterabständen. Hier greift nur 1) und 2).

Aber eigentlich war ja die Frage des Themas: Darf die Kondensorblende zurecht Kontrastblende genannt werden ?

Und die Antwort ist ja, egal welcher der 4 von Jon angeführten Gründe für die Kontrastvebesserung vorliegt. Je nach Grad der Schliessung der Blende, Dicke des Objekts oder Ortsfrequenz des Objekts ist es halt ein anderer.

viele Grüsse
Wilfried

vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

rhamvossen

Hallo Herr Henkel,

ZitatMeine ehem. Literaturkenntnis hat mich gelehrt, anderen Erklärungsversuchen á priori zu mißtrauen

Es scheint mir, sie haben fur die Mikrofibel hauptsächlich Deutsche Literaturangaben gebraucht. Ist das nicht ein bischen begrenzt? Grüsse,

Rolf

Eckhard F. H.

Hallo zusammen,
das Wort ´Kontrastblende´ als Synonym zur Aperturblende finde ich auch nicht sooo schlecht. Eine großes Loch in einem Kasten erzeugt auf dessen inneren Rückseite gewiß auch ein (Lochblenden-) Bild. Allerdings ein unsichtbares, weil vom randfernen, ungebeugtem Licht massiv überstrahlt. Erst durch Verkleinerung des Loches und damit Reduzierung dieses Lichtanteils (R/2) wird das Beugungsbild sichtbar. Diese Argumentation rief im interessierten Bekanntenkreis z.T. heftigen Widerspruch hervor. Auch hier genehm.  ;)
Gruß - EFH

Klaus Henkel

Zitat von: Eckhard F. H. Nowack in November 24, 2012, 08:44:08 VORMITTAG
das Wort ´Kontrastblende´ als Synonym zur Aperturblende finde ich auch nicht sooo schlecht.
Gruß - EFH

Guten Morgen Herr Nowack!

Ja, da mögen Sie wohl recht haben, und viele werden Ihnen spontan zustimmen. Doch bitte ich auch zu bedenken, daß der durchaus richtige und bessere Begriff Aperturblende seit über 100 Jahren in der mikroskopischen Fachliteratur wie auch in Bedienungsanleitungen fest verankert und definiert ist. Gelegentlich kommt auch der Begriff Kondensorblende vor, vor allem in Büchern und Anleitungen von und für Amateure. Auch international ist die Aperturblende üblich.

Alles andere würde nur Verwirrung stiften, besonders deshalb, weil in der Technik Synonyme nicht gebräuchlich sind. Technik und ihre Begriffe müssen ein-eindeutig sein, auch noch weitere 100 Jahre. Begriffs- und Wortschöpfer werden eher in der belletristischen Literatur geschätzt. Aus dieser Sichtweise halte ich die ausziehbare Bedienungskurzanleitung des KM für unglücklich, ja verdammenswert. Auf den Index librorum prohibitorum damit!

Grüße von der Zensurbehörde!
KH


Peter V.

ZitatAlles andere würde nur Verwirrung stiften, besonders deshalb, weil in der Technik Synonyme nicht gebräuchlich sind. Technik und ihre Begriffe müssen ein-eindeutig sein, auch noch weitere 100 Jahre. Begriffs- und Wortschöpfer werden eher in der belletristischen Literatur geschätzt. Aus dieser Sichtweise halte ich die ausziehbare Bedienungskurzanleitung des KM für unglücklich, ja verdammenswert. Auf den Index librorum prohibitorum damit!

Ja!!!! Endlich!!! Herr Henkel, das wurde aber auch Zeit! Ich habe so auf Sie gezählt, und dann nur so ein seichtes Geplänkel zu dieser Zeiss'schen Verfehlung, ja, beinahe schon indirekte Zustimmung!
Ich habe schon fast an Ihnen gezweifelt! Mein Weltbild drohte aus den Fugen zu geraten. Bitte, machen Sie das nie wieder....  ;)

Herzliche Grüße
Ihr
Peter Voigt
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

hinrich husemann

Hallo Diskutanten,
vielleicht doch noch einige "Spitzfindigkeiten" zu diesem Thema:
Ein Mikroskop hat nun normalerweise mehrere - meistens zwei - während des Gebrauchs zu betätigende Blenden. Eine viel benutzte davon sitzt nun mal im Kondensor, deshalb ist die Bezeichnung "Kondensorblende" für die Beschreibung und Benutzung des Gerätes durchaus sinnvoll. Ihre optisch-physikalische Funktion ist natürlich die einer Aperturblende (sie regelt die Beleuchtungs-Apertur); Aperturblenden befinden sich aber auch - manchmal sogar als Irisblenden variabel und damit ebenfalls betätigbar - in jedem Objektiv.
Ganz spitz genommen ist damit der ausschließliche Gebrauch der Bezeichnung "Aperturblende" für die im Kondensor befindliche Blende nicht eindeutig. Wer also "Kondensorblende" sagt, dokumentiert damit noch nicht optisch-physikalische "Unterbelichtetheit".
Die Bezeichnung "Kontrastblende" ist mir auch neu. Wenn sie auch eine ihrer optischen Wirkungen beschreibt, halte ich sie für überflüssig. ZEISS hat sie aber - wohl zur Erläuterung - auch nur in Klammern angefügt.

Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann

TPL

Zitat von: Klaus Henkel in November 24, 2012, 10:23:36 VORMITTAGGelegentlich kommt auch der Begriff Kondensorblende vor, vor allem in Büchern und Anleitungen von und für Amateure. Auch international ist die Aperturblende üblich.

Guten Morgen Herr Henkel!
Der Begriff Kondensorblende hat seine Berechtigung dann, wenn es darum geht, die Funktion einer Blende unabhängig von ihrer Position zu betrachten, und das kann sowohl für den Amateur, also den Liebhaber, als auch für den Fachmann von Interesse sein. Wie Sie wissen, wirkt bei schwachen Objektiven ("Suchobjektiven") nicht die Kondensorblende als Aperturblende, sondern diese Funktion übernimt die im Mikroskopfuß oder vor dem Leuchtenkollektor liegende Blende. Dass diese beiden Blendenpositionen pauschal mit ihren jeweils häufigsten Funktionen (Aperturblende, Leuchtfeldblende) gleichgesetzt werden, das, lieber Herr Henkel, sorgt für reichlich Verwirrung.

International ist der Begriff Aperturblende keineswegs üblich, auch nicht als Übersetzung in die jeweilige Landessprache ;).

Freundliche Wochendgrüße,
TPL

Peter V.

Hallo Herr Husemann,

exakt SO habe ich es gemeint!!!!

Mal folgenden Vergleich: Einen Stützbalken in einem Fachwerkhaus würde man ja auch nicht "Bilderbalken" nennen, obwohl er sich natürlich auch hervorragend dazu eignet, ein Bild daran aufzuhängen.

Und wir sind uns ja einig, dass die "primäre" Funktion der Blende nicht der "Konrast" ist, sondern die Aperturregelung  die sekundär auch den Effekt der (virtuellen) Kontrastvertsärkung hat. Aber genau so gut könnte man sie dann auch "Artefaktblende" nennen, weil man mir ihr so hervorragende Artefakte erzeuegn kann.

Natürlich war meine "Kritik" an dem Bedienungsanleitungblech eine kortinthenkackerkische Spitzfindigkeit (die mir sonst als Pragmatiker so gar nicht eigen ist), aber ich fand es halt etwas kurios, dass Zeiss selbst die Blende hier so nannte. Natürlich würde ich Anfägern der Mikroskopie auch nur erklären, dass man mit dieser Blende den "Kontrast einstellt".
Ich fand es zunächst "witzig", als ich das auf dem Blech las. Vermutlich war ich da aber wohl doch der Einzige.... :-\

Herzliche Grüße
Peter


Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Eckhard F. H.

ZitatTechnik und ihre Begriffe müssen ein-eindeutig sein, auch noch weitere 100 Jahre.

Jawohl, lieber Herr Henkel,
nicht nur die! Konfuzius formulierte (angeblich?) schon vor ca. 2000 Jahren:
"Wenn die Sprache nicht stimmt, so ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist". Diesbezüglich schlußfolgerte er (angeblich?) noch wesentlich weiter: "..." Aber das kann jeder Interessierte dank Google selbst lesen.
Gruß vom Bodensee
EFH

Klaus Henkel

Lieber TPL, lieber Herr Husemann!

Aus dem von Ihnen genannten Grund sind ja auch mir die Bezeichnungen Kondensorblende und Leuchtfeldblende eigentlich am liebsten. Allerdings halte ich diese Umkehrung der beiden Blendenfunktionen für ein eigentümliches Merkmal der Zeiss-Standard-Serie, das ich mit meinem Beitrag zur Terminilogie nicht verallgemeinern wollte.

Na, denn sind wir uns ja wieder einmal alle einig.
Ich geh jetzt wieder Krimi gucken.
Schönen Abend!
KH

Herbert Dietrich

Apertur- und Kontrastblende

Falls noch Interesse besteht: Beim Zeiss KM gibt es sowohl  eine Apertur-Blende, als auch eine Kontrastblende.

Die Apertur-Blende  (eine Lochblende, angepasst an das jeweilige Objektiv) wird automatisch beim Objektivwechsel zugeschaltet,
die Kontrast-Blende ermöglicht zusätzlich ein verkleinern der Kondensor-Apertur und somit ein Kontrasterhöhung auf Kosten der Auflösung.

Ebenso wie die Apertur-Blende wird automatisch beim Objektivwechsel die entsprechende Leuchtfeldblende zugeschaltet, voraus-
gesetzt die entsprechenden Blenden-Einsätze sind auch vorhanden! sonst nachkaufen oder basteln.

Das KM (für Kein-Mikroskop fiel beim WAF durch) bietet doch wesentlich mehr bastlerische Eingriffsmöglichkeiten als ich mir dachte,
sogar ein zuschaltbarer Analysator für POL ist realisierbar.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

Herbert Dietrich