Mikroskoptisch: Der XY Trieb verstellt sich zu leicht

Begonnen von Günther Langer, Februar 08, 2013, 16:00:54 NACHMITTAGS

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Günther Langer

Hallo,

ich habe  einen Tisch (Zeiss West) mit tiefliegender koaxialer XY Verstellung, den ich an einen StackShot montiert habe. Die Verstellung des Tisches geht so leicht, dass ich bei der leichtesten Berührung nachjustieren muss.

Bisher habe ich keine Möglichkeit gefunden die den Tisch schwergänger machen könnte. Ich  spiele mit dem Gedanken irgendein zähes Fett o.ä. auf die Zahnstangen zu schmieren :-\.

Weiss jemand Rat?

Viele Grüße

Günther L.
Zeiss Standard WL, 14 und Phomi II
Zeiss DRC und SV 8
Leitz Laborlux 12
Makro-Setup: Leitz Aristophot mit Balgen u. StackShot
Nikon D90, D700, Canon EOS 600D, EOS 5D Mark III
Suche: Leitz Photar 12,5 mm

Lothar Gutjahr

Hallo Günther,

da bin ich auch erst bei der Verwendung des Schrittmotors dahintergekommen. Bei meinem großen Leitz WF Tisch kann ich vorne und rechts ein Stück Visitenkarte zwischen die beweglichen Teile stopfen. Das bremst und man kann trotzdem noch im notwendigen Bereich verstellen. Mußt mal schauen, wo du da dazwischen kommst. Auch die Objekte verrutschen gerne etwas durch "Minierschütterungen". Da bin ich inzwischen dabei mit Knetmasse zu fixieren.  Hoffe daß ich dir helfen konnte.

LG Lothar

reblaus

Hallo Günther -

mit Fett an den Zahnstangen ist da praktisch nichts zu bewirken, die sollten relativ leicht, aber spielfrei laufen und die Gängigkeit muss an den Reibscheiben des Koaxtriebes eingestellt werden. Hier im Forum existieren dazu einige Beschreibungen, er ist nicht allzu schwer zu demontieren.

Ein sehr zähes Fett wirkt eine Minute - ähnlich wie Sägemehl im Oldtimer-Getriebeöl um die Geräusche der abgenutzen Zahnräder zu dämpfen.

Viele Grüße

Rolf



Detlef Kramer

Lieber Günther, lieber Rolf,

zähes Fett hilft auch nach meiner Erfahrung wenig auf den Zahnstagen, aber auf den Gleitlagern (mit oder ohne Kugeln). Könnte es sein, dass der Tisch einmal in seinem Vorleben neu und falsch gefettet worden ist? Nur ein Gedanke!

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Günther Langer

Hallo,

@Lothar: Ähnliche Versuche habe auch schon gemacht. Z.B.  Tesafilm auf die Zahnstangen geklebt. Das geht ein paar Mal ganz gut und dann muss ich die Aktion wiederholen. Das ist recht mühselig, weil auf dem eigentlich Tisch noch eine größere Platte montiert ist.

@Rolf: Wo sind die Reibscheiben genau?  Irgendwo "innerhalb" der Triebknöpfe? Ich müsste demnach die Knöpfe demontieren - richtig?  Du erwähntest auch mal Haftöl. Haftöl für Kettensägen habe ich da ergoogelt. Das könnte ich auch in kleinen Mengen bekommen.

@ Detlef: An den Zahnstangen ist keinerlei Öl oder Fett. Sie laufen ganz trocken.

Vielen Dank erstmal für Antworten und

viele Grüße

Günther L.
Zeiss Standard WL, 14 und Phomi II
Zeiss DRC und SV 8
Leitz Laborlux 12
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Nikon D90, D700, Canon EOS 600D, EOS 5D Mark III
Suche: Leitz Photar 12,5 mm

reblaus

Hallo Günther -

der kleine untere Knopf ist mit einer Kontermutter gesichert, die mit einem Steckschlüssel entfernt werden kann, der Knopf lässt sich dann abschrauben, danach kommt meiner Erinnerung nach eine Stirnlochmutter aus Messing, die mit Madenschraube gesichert ist, darunter dann Unterlagsscheiben aus Kunststoff und Federscheiben, welche mit dem richtigen Fett und bei gefühlvollem Anzug der Stirnlochmutter die nötige Reibung bewirken. Wenn der kleine, untere Knopf mit Zubehör ab ist, kommt der größere, obere dran - das Demontieren ergibt sich eigentlich von selbst. Es empfiehlt sich aber, die Reihenfolge der Demontage gut zu protokollieren um die Scheibchen nachher wieder an den richtigen Platz zu bekommen!
An den Zahnstangen sollte natürlich schon etwas leichteres Fett sein!

Aber wie gesagt - es muss im Forum auch eine Fotoserie dazu existieren.

Viele Grüße

Rolf

Hugo Halfmann

Hallo Günter,

hier ist das beschrieben. Bernd (Nomarski) hatte das an anderer Stelle auch beschrieben, das finde ich aber auf die Schnelle nicht.

Wenn das ordentlich justiert ist, brauchts keine Visitenkarten und Tesafilm.

Ich habe kürzlich auch den großen Kreuztisch von Zeiss komplett zerlegt und gewartet und dabei Leichtlauffett verwendet. Ich fand´s jetzt nicht nachteilig, allerdings flutscht der Tisch jetzt wie Schmidt´s Katze  ;D was sicher auch von Nachteil sein kann.

Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Nomarski

#7
Hallo Hugo,

ZitatIch habe kürzlich auch den großen Kreuztisch von Zeiss komplett zerlegt und gewartet und dabei Leichtlauffett verwendet. Ich fand´s jetzt nicht nachteilig, allerdings flutscht der Tisch jetzt wie Schmidt´s Katze  Grinsend was sicher auch von Nachteil sein kann.
das Fett hat zwischen den Reibscheiben eine Art Druckpolsterwirkung. Ist das Fett zu dünn, läuft der Tisch zu leicht, so lange die Muttern nicht richtig gekontert sind. Die richtige Gängigkeit läßt sich somit gar nicht finden, weil beim weiteren Kontern der Antrieb zu schwergängig wird. Es muß also das Fett mit der richtigen Zähigkeit verwendet werden. Das ist etwa vergleichbar, als wenn du auf einer weichen Matratze oder einem harten Brett schläfst, das nur mit einem Laken belegt ist.

VG
Bernd

Hugo Halfmann

Hallo Bernd,

da habe ich mich mißverständlich ausgedrückt:

Ich habe lediglich die Gleitbahnen mit den Lagerrollen neu abgeschmiert, das alte Fett war dort grün & bröselig und hatte Betonkonsistenz. Von den Triebknöpfen mit den Reibscheiben hab ich die Finger gelassen, die waren ok so wie sie waren. War die einzige Stelle, die der Vorbesitzer nicht mit Immersionsöl getränkt hatte.... ::)
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Nomarski

Hallo Hugo,

sorry, das konnte ich aus deinen Ausführungen nicht genau entnehmen, daß es sich hier um die Gleitbahnen handelt. Die müssen natürlich möglichst leichtgängig sein. Ob die Reibscheiben behandelt werden müssen, ist natürlich Ermessenssache, aber oftmals bewirkt auch dort eine Verharzung eine unnötige Schwergängigkeit. Deswegen fette ich, sofern es geht, lieber alles neu anstatt 10x auseinanderbauen zu müssen.

Viele Grüße
Bernd

reblaus