Lupe o. Mikroskop f. Süsswasserplankton im Aquarium gesucht

Begonnen von BUANA, April 11, 2013, 01:15:32 VORMITTAG

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BUANA

Hallo Werner.

Guter Tipp von Dir.

Ich habe auch an verstellbare Lupen-Brillen (Medizin, Modellbau, SMD-Elektronik) gedacht.

Meine Experimente mit Objektiven von einem Preiswerten Mikroskop waren enttäuschend.

Auch Kombinationen von Verschiedenen Adaptern aus Photo, Fernrohr und Mikroskopen brachten
nur wenig Bildqualität.

Die Frontscheibe des Aquariums ist 6mm dick.
Und das Wasser bringt mit seinem Brechungsindex auch noch eine ungünstige Variable mit ins Spiel.

In einigen Regionen des Aquariums haben sich "bewegliche neblige Wolken" von Infusorien gebildet.
Gut, dort kann man mit der Pipette einen Tropfen entnehmen (und auf den OT bringen)............

Aber die sessillen Lebewesen würde ich gern, öfter, im Aquarium beobachten. (ohne zu "stören").
Z.B. Trompetentiere, Rotatorien und "Käfer auf der Hydra)

Grüsse von Günter

Werner

Hallo Günter!

Daß Du mit einem billigen Mikroskop keine guten Ergebnisse bekommen hast, wundert mich nicht.
Mit einem teuren Mikroskop geht das aber auch nicht ! !
Die Auflösungsgleichung 0,61 λ / NA gilt in der gesamten Optik! Du bekommst mit den Frontlinsen von < 8mm bei verlängerter Brennweite einfach keine ausreichende Apertur hin. Dazu sind große Linsen nötig. Also ist ein Stereomikroskop mit großer Frontlinse oder ein Fernrohr / Glas oder eine Makrokamera weitaus besser geeignet. Je größer die Frontlinse, desto besser. Alle evtl. mit Vorsatzlinse.
Vielleicht ist ein großes Objektiv aus einem alten Beamer auch geeignet. Die lieferten nur in Verbindung mit den gewölbten Projektionsröhren ebene Bilder. Aber vielleicht kompensieren sie ja die Verzerrung durchs Wasser - das wäre auszuprobieren.

Anderer Vorschlag: Baue Dir ein Aquarium aus großen Scheiben mit nur 5 cm Abstand (kleben oder klemmen). Dann können die Viecher nicht so weit abhauen.
Ich hatte mir mal eine schmale Küvette aus Diaglas gebaut, um die Wasserfauna im Diaprojektor verfolgen zu können.
Trotz zweier Wärmefilter haben die aber nicht lange überlebt. Damals gab es noch keine LED-Beleuchtung, nur Glühbirnen...

Gruß   -   Werner

BUANA

Hallo Werner.
Danke für Deinen Beitrag.

Habe auch schon einiges ausprobiert.

Das Aquarium hat eine Tiefe von 40 cm.
Einiges spielt sich im Bereich von 5-15 cm hinter der Frontscheibe ab.

Tests haben ein zu dunkles Bild gebracht.
Bis ca. 20-fache Vergr. ist es noch hell genug - je nach Kontrast.
Ich müsste eine zusätzliche Rückwandbeleuchtung anbringen.
Für 30-100-fach, reicht die Beleuchtung in der Abdeckung (2 X 30 W) nicht aus.

Heute habe ich einige Wasserproben, auf OT, unter dem Mikroskop beobachtet. War gut:
Viele (noch schwimmende) Cyclops, waren von Sauginfusorien befallen.
Diese ähnelten Glockentierchen.
Hatte ich noch nicht gesehen so etwas.

Mit blossem Auge konnte man an den Cyclops einen Weiss-grauen Watte-Pilz sehen.

Grüsse von Günter




Werner

Hallo Günter!

Die Helligkeit ist proportional zur Linsen-FLÄCHE (oder der freien Blendenfläche bei Kameraobjektiven).
Auch das spricht für die Verwendung großer Linsen.

Gruß   -   Werner

liftboy

Hallo Günter,

wenn Du den Cyclops unters Mikro packst, wird sich die Watte warscheinlich als Kolonie von Glockentierchen herausstellen (das machen die gerne)
Für die direkte Beobachtung am Aquarium nutze ich die Linse eines alten Episkopes, das geht so bis ca. 3cm ins Becken.
Fotos gehen mit Makroeinstellung.



Weisse Mückenlarve, Frontansicht (Tiere schauen dich an :-)  )

Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

BUANA

Hallo Werner.

Has Recht.

Bin Himmelsbeobachter (auch terristische Beobachtungen: Geflügel, Insekten, Wetter,
Schilder weit weg, und Säuger) mit Teleskop.

Auch dort bringt mehr "Öffnung" (grosse Linsen oder Spiegel) viele Vorteile.
Bin oft mit Feldstecher: 7 X 50, Spektiv: 24 X 80 oder 12 cm APO (Linsenfernrohr 1m lang) unterwegs.

Grüsse von Günter




BUANA

#21
Hallo Wolfgang.

Tolles Photo.

Siehe meinen Beitrag von 17:02 h
Da hatte ich auf Glockentierchen getippt.

Habe gerade mal meinen Ordner (Doku-Mikroskopie, Plankton) dazugenommen:

Länge des "befallenen" Cyclops: 2mm, Rechtes Ei-Paket fehlt.
Epizotisch von 300-400 Saug-Infosorien befallen.
Glocke: 40 µm hoch, 20µm breit. (Skizziert in Ordner, nur auf Papier).
Schlauch (200µm lang, dick, glatt / Stiel zeigt zum Cyclops und haftet daran.
Schlauch-Dicke 1/3 der Glockenbreite.

Glockentier (beobachtete Art im Krauter nicht gefunden (4. Ausgabe von 1978)

Grüsse von Günter

BUANA

Hallo Alle.

Habe mit mehreren "ortsansässigen" Optikern telefoniert:
Die konnten mir auch nicht weiterhelfen.
Diese "Optiker" kennen sich nur mit Brillen u. Contactlinsen aus.

Den "Durchbruch" brachte eine Email mit einem Mitarbeiter von Astro-shop.

Eine Stereolupe ist das Gerät was ich brauche.

Sieht aus wie ein Stereo-Mikroskop, mus nur waagerecht auf ein Stativ montiert werden.

Später mehr.

Nochmals Dank an Alle.

Werde berichten..................

Grüsse von Günter

liftboy

Hallo Günter,

wenn Du nicht weisst, wohin mit Deinem Geld, kannst Du auch ein OPMI (Operationsmikroskop) benutzen, das hat ordentlich Tiefenschärfe und ein eigenes Gestell.

Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

JüSchTü

Hallo Günter,

ZitatDen "Durchbruch" brachte eine Email mit einem Mitarbeiter von Astro-shop.

Meinst Du "Astro-Shop" oder "Astroshop.de"? Dieses Forum heißt "Mikro-Forum", könnte das etwas zu bedeuten haben?

Vielleicht sollte ich mich hier als "Dilettant" aber auch nicht weiter einmischen...

Gruß, Jürgen
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"Die Zukunft rast auf einen zu. Man hat nur den einen winzigen Moment, wenn sie vorüberzieht, um sie in eine freundliche, erkennbare, angenehme Vergangenheit zu verwandeln."   (Ray Bradbury)
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