Unbekannte Faden-Grünalge - vermutlich Oedogonium

Begonnen von Fahrenheit, August 16, 2013, 21:35:43 NACHMITTAGS

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Fahrenheit

Liebe Leser,

beim gestrigen Tümpeln der MKB im Melbweiher am Bonner Schloss haben wir eine Grünalge gefunden, die ich leider nicht weiter bestimmen kann. Vielleicht weiß hier ja jemand Rat.

Die Alge bildet derbe Fäden, die über und über mit verschiedenen Diatomeen besetzt sind und fühlt sich recht rau an. Die Fäden liegen nebeneinander und sind leicht verflochten, ohne jedoch Knäule zu bilden. Soweit hätte ich nach meiner Literatur (Wassertropfen und Kosmos Algenführer) auf eine Oedogonium-Art getippt. Leider fehlen jedoch die für diese Gattung typischen Kappenzellen.

Möglich wäre aus meiner Sicht auch noch die Bündel-Grünalge (Rhizoclonium hieroglyphicum), ich habe aber auch keinerlei Zweige gesehen. Die Zellgrößen sind in den Bildern unten angegeben.

Schon einmal herzlichen Dank
Jörg

Bilder der unbekannten Alge:








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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Detlef Kramer

Lieber Jörg,

da sich hier offenbar niemend angesprochen fühlt tippe ich mal auf Cladophora.

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Fahrenheit

Lieber Detlef,

ahh, die Numemrn 16 und 17 im Wassertropfen!  ;)

Danke Dir für Deinen Tipp! Ich werde heute Abend noch mal schauen, ob sich in dem olivgrünen Wust nicht doch die eine oder andere Abzweigung finden lässt. Bisher war meine Suche da erfolglos.
Leider hab' ich so gar keine Ahnung von Algen und die in Frage kommenden Arten auch noch nie als gesicherte Probe gesehen. Ich bin da also völlig unbemittelt ...

Herzliche Grüße
Jörg
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Bernd Kaufmann

Lieber Jörg, lieber Detlef,

der erste Verdacht, dass es sich um Oedogonium handeln könnte, ist viel wahrscheinlicher als Cladophora. Bei rund 80 heimischen Arten sind auch viele dabei, bei denen die Kappen kaum oder nur an wenigen Stellen zu sehen sind. Cladophora dagegen ist immer mehr oder weniger stark verzweigt und die Verzweigungen sind auch leicht zu finden.

Jörg, wenn Du noch genug Probenmaterial hast, lege mal einen Teil in destilliertes Wasser und stelle es in die Sonne. Dann kann man lt. Sommers Naturführer "Tiere und Pflanzen im Wassertropfen" die Entwicklung von Eizellen beobachten. Ich habe mich auch schon sehr oft mit Oedogonium auseinandersetzen dürfen: http://aquamax-weblog.blogspot.de/search?q=Oedogonium

Viel Glück!
Viele Grüße
Bernd ©¿©
www.aquamax.de
Lieber per Du.

Detlef Kramer

Hallo Bernd,

Du hast wohl recht. Das letzte Foto hat mich auf Cladophora gebracht. Die anderen sprechen sehr für Oedogonium.

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Fahrenheit

Lieber Bernd, lieber Detlef,

nochmals vielen Dank für Eure Hinweise! Den Trick mit dem destillierten Wasser werde ich probieren und die Ergebnisse hier zeigen.

Herzliche Grüße
Jörg
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Fahrenheit

Lieber Bernd,

seit heute morgen steht nun ein Teil der Probe in destilliertem Wasser. Nur mit der Sonne tut sich heute nicht viel ...  ;D

Ein Großteil der Diatomeen ist von den Fäden abgefallen - sonst tut sich noch nichts. Daher meine Frage: ab wann ist mit einer Reaktion der Algenzellen auf diesen Umgebungsstress zu rechnen?

Herzliche Grüße
Jörg
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Bernd Kaufmann

Lieber Jörg,

gezielt probiert habe ich das selbst noch nicht, kann also leider keine Zeitangabe machen. Da in den nächsten Tagen die Sonne wohl nicht gedenkt, unsere Versuche zu unterstützen, würde ich es an Deiner Stelle mal mit einer kleinen Probe und intensiver Jansjö- oder Blau-LED-Bestrahlung versuchen.
Viele Grüße
Bernd ©¿©
www.aquamax.de
Lieber per Du.

Fahrenheit

Lieber Bernd,

na, die Sonne soll ja bald wieder kommen und ich habe Zeit. Werd' zwischendrinn mal das Wasser wechseln, damit es auch schön Nährstoffarm bleibt.

Herzlich eGrüße
Jörg
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Bernd Kaufmann

Zitat von: Fahrenheit in August 19, 2013, 11:30:20 VORMITTAG
Lieber Bernd,

na, die Sonne soll ja bald wieder kommen

Lieber Jörg,

ja, voraussichtlich "kommt" sie so alle 12 Stunden mal, aber ob sie auch durchgelassen wird zu Deiner Oedogonium, ist die große Frage.  ;D :D Als bekennender Sonnenanbeter, Warmduscher, Winterhasser und den Klimawandel sehnlichst Erwartender wünsche ich uns viel Glück!  :D
Viele Grüße
Bernd ©¿©
www.aquamax.de
Lieber per Du.

Fahrenheit

lieber Bernd,

mh, hat leider nicht geklappt. Vielelicht wurde es den Algen in der Sonne auch ein wenig zu warm - Algengrütze! :-)

Ich vermute allerdings, dass ein paar Schnecken, die ich übersehen habe, das Wasser schnell wieder gesalzen haben - die Spuren sind deutlich zu sehen. Und der UV-Reiz war zumindest nicht ausreichend ...

Herzliche Grüße
Jörg
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