Bildbearbeitung und Muskeln beim Rädertier

Begonnen von Michael Plewka, März 03, 2014, 11:54:06 VORMITTAG

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Michael Plewka

hallo zusammen,

die Untersuchung von Muskeln mittels CLSM (confacal laser scanning microscopy) und die Einfärbung mittels geeigneter Fluoreszenzfarbstoffe (Phalloidin) gehört sicher nicht zu den Standard-Beobachtungsmethoden des Hobby-Mikroskopikers. Ebenso übertrieben wäre es sicherlich zu behaupten, das DIK-Verfahren wäre das CLSM des "kleinen Mannes". Allerdings kann man bei bestimmten Rädertieren (hier eine Notommata cyrtopus aus einer Pfütze vom letzten Wochenende)  zumindest einen Teil der Muskeln mittels DIK recht schön sichtbar machen. Um diese dann "plakativ" in Szene zu setzen, habe ich das DIK-Bild in Photoshop in eine neue Ebene kopiert, die untere Ebene in der Farbe verändert  (mit einem Magenta-Farbton) und in der oberen Ebene die Muskeln weg"radiert". Somit sieht man nun diejenigen Teile des Bildes, an denen sich die Muskeln befinden, in dieser anderen Farbe. Trivial vielleicht, ermöglicht diese Vorgehensweise  aber die Visualisierung bestimmter ausgewählter Flächen in einem Präparat.



Ich bin imer wieder fasziniert  davon, wie schon vor langer Zeit  Forscher (innen) zu ihren Ergebnissen gekommen sind. Hier ein Bild der Muskeln (rot) von Asplanchna aus der Doktorarbeit von Helena Waniczek von 1918:


Weitere Bilder zu Notommata cyrtopus hier:
http://www.plingfactory.de/Science/Atlas/KennkartenTiere/Rotifers/01RotEng/source/Notommata%20cyrtopus.html

Übrigens: die Rädertier"forschung" schreitet fort  ;-)    Eine Übersicht über weitere von mir neu gefundene bzw. dokumentierte Rädertier-Arten findet sich hier:

http://www.plingfactory.de/


viel Spaß beim Anschauen & beste Grüße Michael Plewka

reblaus


Martin Kreutz

Hallo Michael,

das Muskelgeflecht, welches ich auch schon oft life gesehen habe, sehr eindrücklich dargestellt! Aber noch besser finde ich Deinen link zu Deiner fortgeschrittenen Rädertierforschung in der plingfactory. Meine ich nur, oder ist die Seite neu gestylt? Allerdings finden sich noch ein paar Algen unter den Rädertieren (z.B. Lagerheimia). Absicht?

Bis bald!

Martin

Kambiz

Hallo Michael,

immer wieder zutiefst beeindruckend!

Herzlichen Gruß
Kambiz

Michael Plewka

hallo zusammen,
vielen Dank für die +++  Rückmeldung!

@ Rolf:
dass die o.a. Dissertation mit diesem Prädikat benotet wurde, ist anzunehmen, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Bemerkenswert finde ich, dass die Arbeit in deutscher Sprache verfasst ist, obwohl sie vom Polnischen Zoologischen Staatsmuseum herausgegeben wurde (Vorteil für mich: so verstehe ich wenigstens was).

@ Martin:
nach und nach soll die plingfactory-site auf englisch umgestellt werden, das macht den Kontakt mit Mikroskopikern in aller Welt  deutlich einfacher (und auch in Deutschland können die meisten Mikroskopiker englisch). Leider bin ich webdesigntechnisch noch auf dem Stand vom Jahr 2000 und kaum änderungsbereit (da möchte ich nicht noch eine Zeitvernichtungsbaustelle eröffnen), dennoch ist diese Umstellung mit einem gewissen facelifting verbunden.  Weiterhin soll die Seite aber nicht nur Rädertiere präsentieren, sondern alles, was mir beim Tümpeln unter die Linse kommt, soweit es sich seriös bestimmen lässt.

beste Grüße Michael Plewka