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Objekt/ Okularmikrometer

Begonnen von ulrich, Dezember 26, 2015, 00:39:02 VORMITTAG

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Klaus Herrmann

Hallo Uli,

auf dem letzten Bild sieht man innen einen Sprengring mit Schrägschlitz. Diesen raus drücken (von hinten) und die Messplatte einsetzen. Schriftseite zum Auge hin und mit dem Sprengring festsetzen. Problem ist immer: fussel und abdruckfrei! Das Okular ist aber eigentlich nicht geeignet, weil nicht fokussierbar!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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ulrich

Hallo Klaus,
werde dann wohl nicht um ein fokussierbares Okular herumkommen.
Danke für die Erhellung!
Uli

Herbert Dietrich

Hallo Uli,

Klaus schreibt ganz richtig, dass das Okular nicht fokusierbar und daher nicht unbedingt für ein Okularmikrometer geeignet ist.
Kpl 12,5 stellbar laufen Dir aber vermutlich nicht so häufig über den Weg, deshalb
wenn nur Du das Okular benutzt, kannst Du versuchen, das Mikrometer in einem Abstand zu positionieren, bei dem Du es mit entspanntem Auge scharf siehst.
Miss doch auch mal nach, ob da nicht das  Mikrometer mit 19 mm Durchmesser passen würde. Würde mich sehr wundern wenn nicht!

Herzliche Grüße
Herbert

ulrich

Hallo Herbert,
der untere Teil hat einen Einsatz (siehe 3. Bild ), der an der ringförmigen Engstelle 18 mißt, darunter im Einsatz 20, und drüber im Tubus 21. Dort könnte das Okular wohl liegen, ohne durchzufallen aber doch recht lose. Unter der Engstelle im 20 mm- Bereich wär`s schon besser, aber ohne Auflage. Oder läßt sich der Einsatz umdrehen? Und wie bringe ich ihn raus?
Uli

liftboy

Hallo erstmal,

nur so als Tip:
um Dinge in Rohren zu befestigen, benutze ich handelsübliche O-Ringe. Die mit dem etwas dickeren Durchmesser sind stabil genug, um an der eingesetzten Position zu verbleiben, sitzen aber noch so, dass sie verschoben werden können.

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

ulrich

Hallo Wolfgang,
meinst Du O-Ringe aus Gummi?
Uli

Lupus

Hallo Uli,
er meint Gummi-O-Ringe. Allerdings ist es nicht ganz so einfach, den richtigen Durchmesser zu besorgen. Die gibts zwar in feiner mm-Abstufung (notfalls mit Sekundenkleber selbst anfertigen), ich würde aber erst einmal testen, ob das Mikrometer-Plättchen überhaupt in den Innendurchmesser an der richtigen Stelle passt. Alternativ kann man sich auch einfache Klemmringe aus abgesägtem, geschlitztem Kunstoffrohr, z.B. Elektroleerrohre M20 oder M25 (gibts für 1 €) machen.  ;)
Ich würde erst einmal die richtige Position bestimmen, die müsste etwa 10 mm unterhalb des Außengewindes des langen, dritten Okularbauteiles liegen, da dort die Bildebene des Mikroskop-Tubusrohres ist (Zeiss West). Einfach mal mit einem kleinen Gegenstand, z.B. einem Holzstäbchen, das bis zur Scharfstellung in das Okularende hineingeschoben wird, die Position austesten. Dort müsste eigentlich die Stufe von 18 mm auf 21 mm Innendurchmesser des von Dir vermessenen Okularteiles sein, die ist gleichzeitig die Bildfeldbegrenzung.

Hubert

Herbert Dietrich

Hallo Uli,

ich verwende bei solchen Gelegenheiten gerne die roten Fiberringe vom Bauhaus (Sanitärabteilung)
die gibt es in ganz schmaler Ausführung. Mit dem Seitenschneider aufgezwickt können die mit etwas Spannung eingeschoben werden.
Durch die Spannung halten die von selbst.

Herzliche Grüße
Herbert

reblaus

Hallo -

für dem bastelnden Mikroskopiker gehört ein Satz O-Ringe sozusagen zur unentbehrlichen Grundausstattung. Man löst damit deine Aufgaben  (Einbau von Linsen und Glasplättchen in Röhren), nimmt sie als Abstandshalter für Okulare, den Fotoadapter, Aufschlagdämpfer auf Stativstangen ......
Da man damit weder ein Getriebe abdichten will noch sie lebensmittelecht sein müssen, braucht man nicht die besonders teuren aus der Installationsabteilung, sondern es genügen auch billige. Meine stammen von A..I. Das 420teilige Sortiment mit 32 Größen zwischen 3,15 und 50,0 mm hat weniger gekostet als 2 Fahrten zum Baumarkt um einige passende Ring im Plastiktütchen zu erwerben.

Viele Erfolg im neuen Jahr!

Rolf

ulrich

@all
werde jetzt O- Ringe ordern (Super- Tip), ferner Strichplatte erstehen(feine Adresse entdeckt), und, wenn alles klappt, berichten (wenn nicht, auch).
schöne Grüße,
Uli

ulrich

Zitat von: ulrich in Januar 03, 2016, 23:19:09 NACHMITTAGS
@all
werde jetzt O- Ringe ordern (Super- Tip), ferner Strichplatte erstehen(feine Adresse entdeckt), und, wenn alles klappt, berichten (wenn nicht, auch).
schöne Grüße,
Uli

Hallo an alle Mikrometersucher,
hier mein Suchabschlußbericht, vielleicht hilft er anderen Anfängern:
Zunächst fand ich in der e-Bucht ein komplettes Mikrometer-Okular, in der Meinung es einfach gegen mein vorhandenes Okular auszutauschen.
Es war aber um 1 cm kürzer.
Der Einbau der Mikrometerskala aus diesem Okular in das vorh. Okular scheiterte zunächst am zu geringen Durchmesser (der Rand des Glases war sichtbar) und am zu großen Abstand zwischen Skala und oberer Linse.
Dank der Beilagscheiben-Tips hier im Forum habe ich die Skala mit 2 flachen O-Ringen in die richtige Höhe gehoben und mit einem Gummi-O-Ring als Halt von oben her gleichzeitig festgeklemmt und zentriert. Zufall ohne große Experimente.
Danke nochmals in die Runde!
Uli
(Pilzsporenvermesser)