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XXL - Foraminiferen

Begonnen von rheinweib, Juni 12, 2016, 18:47:24 NACHMITTAGS

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rheinweib

Hallo zusammen,
heute ist mein riesiges Foraminiferenbild fertig geworden, das ich Euch mal zeigen wollte.
Es ist aus 133 Einzel(film)stacks zusammengesetzt und hat im Original eine Größe von 14000x14000Px
und satte 196MP. Gemacht wurde es mit dem Zeiss Auflichtmic und dem Nikon M-Plan 20/0,4 ELWD.

Viel Spaß beim zoomen





LG
Heike

Peter V.

Liebe heike,

eigentlich bin ich ja kein arger Computerblödel, aber ich schaffe es einfach nicht, zu zoomen. Steuerelemente finde ich auch nicht. Auf verschiedenen Rechnern, im IE und im FF.
Was mache ich falsch?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

rheinweib

Hallo Peter,
hmmm...verstehe ich nicht. Wenn Du auf den Link klickst, hast Du die Auswahl
zwischen meinen, momentan, drei XXL-Bildern. Klickst Du auf "Foraminiferen",
geht ein zweites Fenster auf, wo das Bild erscheint und unten in der Mitte ist
das Steuerelement.....achja, Java muss aktiviert sein, sonst geht's nicht.

LG
Heike

Heribert Cypionka

#3
Liebe Heike,

jetzt habe ich da aber doch mal eine Frage. Hier gibt es ja auch die 'hohen Priester der Raw-Fotografie', die uns da lehren: "Nimm jeden Stapel im RAW-Format auf, wenn du beste Qualität willst." Du machst das ja auch seit einiger Zeit so. Hier aber zeigst du höchstaufgelöste Bilder unter grober Verletzung des Dogmas. Es handelt sich ja um Video-Stacking (das im übrigen vor langer Zeit in diesem Forum erstmals von mir gezeigt wurde). Die Originale haben nur 2 Megapixel statt 20, und wahrscheinlich extrahierst du dann jpg-Bilder, die unter restriktiven Bedingungen entstanden sind (z.B. muss die Belichtung für 1/30 sec ausreichen, wenn du 30 frames pro sec aufnimmst). Was antwortet uns die Meisterin, wenn ich frage: Wie verhält sich die Qualität im Vergleich zu einer Serie, die mit einem 6.3-fachen Objektiv bei höchster Auflösung klassisch gestackt wurde? Das Sehfeld eines 6.3ers ist 10 mal größer als das eines 20er-Objektivs. Und wenn ich dann 10x mehr Pixel belichte, bin ich bei vergleichbaren Größenordnungen. Dass man bei den extragroßen Objekten dann immer noch stitchen muss, bleibt unbenommen, allerdings nur 1/10 der Stapel aus dem Videostacking.

Mit sehr interessierten Grüßen

Heribert Cypionka

the_playstation

Hallo Heike.

Bei mir funktionieren deine Stich-Stack-Zoom-Bilder super! :) ;D Ein Genuß, da reinzuzoomen. Man muß nur eines der XXL Bilder rechts in der Liste anklicken. Das hatte ich am Anfang auch übersehen.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Stuessi

Zitat von: Heribert Cypionka in Juni 12, 2016, 21:10:54 NACHMITTAGS
... Wie verhält sich die Qualität im Vergleich zu einer Serie, die mit einem 6.3-fachen Objektiv bei höchster Auflösung klassisch gestackt wurde? Das Sehfeld eines 6.3ers ist 10 mal größer als das eines 20er-Objektivs. Und wenn ich dann 10x mehr Pixel belichte, bin ich bei vergleichbaren Größenordnungen. Dass man bei den extragroßen Objekten dann immer noch stitchen muss, bleibt unbenommen, allerdings nur 1/10 der Stapel aus dem Videostacking..

Hallo,

dies ist eine interessante Frage, die eigentlich in einem neuen thread mit aussagekräftigen Beispielbildern diskutiert werden sollte!

Gruß,
Rolf

anne

Hallo Heike,

wunderbare Bilder und tolles neues Projekt!

Aber als Pragmatiker stellt sich mir die Frage, lohnt dieser Aufwand wirklich?
Diese unglaubliche Datenmenge zu handeln, ist doch Wahnsinn...
Ist vermutlich in Anlehnung an Heribert Cypionkas Anregungen zu sehen.

lg
anne

wilfried48

#7
Zitat von: Stuessi in Juni 13, 2016, 11:07:04 VORMITTAG
Zitat von: Heribert Cypionka in Juni 12, 2016, 21:10:54 NACHMITTAGS
... Wie verhält sich die Qualität im Vergleich zu einer Serie, die mit einem 6.3-fachen Objektiv bei höchster Auflösung klassisch gestackt wurde? Das Sehfeld eines 6.3ers ist 10 mal größer als das eines 20er-Objektivs. Und wenn ich dann 10x mehr Pixel belichte, bin ich bei vergleichbaren Größenordnungen. Dass man bei den extragroßen Objekten dann immer noch stitchen muss, bleibt unbenommen, allerdings nur 1/10 der Stapel aus dem Videostacking..

Hallo,

dies ist eine interessante Frage, die eigentlich in einem neuen thread mit aussagekräftigen Beispielbildern diskutiert werden sollte!

Gruß,
Rolf

Hallo,

rein auflösungstechnisch schenken sich die beiden Methoden 6,3/0,2 Objektiv und volle 18 MB Kameraauflösung oder 20/0,4 Objektiv und 2 MB Videoauflösung nichts, man kommt rechnerisch  in beiden Fällen auf eine Endauflösung von ca. 2 µm. Im ersten Fall wird diese Auflösung durch die Objektivapertur begrenzt und im zweiten durch die Kamera. Bei der Rechnung habe ich zugrunde gelegt, dass man wegen dem Niquist Theorem und der Bayer Maske auf dem Chip 3 Pixel für einen optisch aufgelösten Bildpunktabstand benötigt.

Es ist also nur die Frage was ist einfacher:
weniger Stiches mit aufwendigeren Stacks oder mehr Stiches mit dafür weniger aufwendigen Stacks.
Allgemein hängt das sicher vom Verhältnis der Grösse zur Tiefe des Objekts ab.

Heike kann uns das am obigen Beispiel sicher praktisch beantworten.

viele Grüsse
Wilfried

P.S.: Vor lauter grauer Theorie hab ichs ganz vergessen: Super Bilder Heike !!
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

rheinweib

#8
Hallo Heribert

Du schreibst: jetzt habe ich da aber doch mal eine Frage. Hier gibt es ja auch die 'hohen Priester der Raw-Fotografie',
die uns da lehren: "Nimm jeden Stapel im RAW-Format auf, wenn du beste Qualität willst." Du machst das ja auch seit
einiger Zeit so. Hier aber zeigst du höchstaufgelöste Bilder unter grober Verletzung des Dogmas.


Was das Aufnahmeformat der Kamera angeht, so hat man im Vergleich von der max. Auflösung(20,2Mpx.) des APS-C Sensors
zu 2,07Mpx.(im HD Filmmodus) ein um einiges das kleineres Bild (ca. 10 mal die kleinere Bildfläche) im Filmmodus, aber der
Bildausschnitt bleibt in der Breite der selbe, in der Höhe wird er kleiner.

Frage von Dir: Wie verhält sich die Qualität im Vergleich zu einer Serie, die mit einem 6.3-fachen Objektiv bei höchster Auflösung
klassisch gestackt wurde?


Die Frage habe ich heute mit einem ausführlichen Test versucht, zu beantworten (auch mir selber). Den gibts hier.
Aber die Qualität mit dem 20er Objektiv bei höchster Auflösung klassisch gestackt, ist noch um einiges besser, das ist logisch,
weil der gleiche Bildausschnitt anstatt auf 2Mpx.(HD Filmmodus) auf ein Bild mit 20,2Mpx. Auflösung aufgenommen wird.


LG
Heike

MH

Hallo Heike,

mir gefällt Deine Aufnahme sehr gut.

Das Motiv ist perfekt gewählt und technisch umgesetzt. Jeder Lebensraum im Meer hat seine Foraminiferenarten die jeweils zusammenleben. Dein Bild bringt das hervorragend zum Ausdruck und durch das Zoomen, kann man auch die feine Struktur der Formas erkennen. Der Aufwand hat sich aus meiner Sicht mehr als gelohnt. Die Techniker, die im Forum unterwegs sind, machen sich meines Erachtens viel zu wenig Gedanken über das Motiv. Ihnen ist das Motiv egal, Hauptsache die Technik passt. In Deinem Bild kann der Naturliebhaber wie in einem Buch lesen und überlegen, was es zu bedeuten hat.

Woher kommt die Probe ?  von einem Strand, in dessen Nähe die abgebildeten Elphidiums, Quinqueloculinas und Ammonias leben. Runnd 50% der Partikel sind Ammonias

Aus welchem Meer ? - da wird es schon schwieriger, ich tippe mal auf Mittelmeer. Die Artenzusammensetzung gibt es auch anderswo.

Erhaltungszustand der Partikel: alles ist mehr oder minder abgerollt, abgebrochen oder löchrig. Das Material wurde einige Zeit von den Wellen am Strand bearbeitet. Scharfkantiges ist jünger, rundes einige Monate bis Jahre älter.

Vollständigkeit der Foramfauna: alle Objekte sind 0,5mm oder größer. Es wurde eine Größenauswahl getroffen, vermutlich bereits durch die Ablagerung am Strand, verstärkt durch das Wegspülen feiner Partikel beim Säubern und dann dem Legen des Bildes.

Farbgebung: - Mittelmeer, auch fossile Forams der Neogens (Jungtertiär) sehen so aus, ansonsten keine Idee, wie das zustande kommt.

Nicht-Forams: Bryozoen, Seeigelstachel, Muschel, Schnecken, Kiesel

Ich kann nur sagen, weiter so - vielleicht mal mit einer reichhaltigen, vollständigen Probe :)

es grüßt Michael
--
Michael Hesemann
Foraminifera.eu Project
www.foraminifera.eu

rheinweib

Zitat von: MH in Juni 21, 2016, 15:23:54 NACHMITTAGS

Woher kommt die Probe ?  von einem Strand, in dessen Nähe die abgebildeten Elphidiums, Quinqueloculinas und Ammonias leben. Runnd 50% der Partikel sind Ammonias

Aus welchem Meer ?



Hallo Michael,
ich kann leider nicht sagen, woher diese Probe kommt. Die habe ich vor längerer Zeit mal geschenkt bekommen und
das Etikett ist leider sehr abgenutzt und unleserlich.

Vielen Dank für Eure Kommentare, es freut mich sehr, das Euch die XXL-Foras gefallen.

LG
Heike