Hexahydrat des Cobalt(II)-chlorids

Begonnen von Heiko, Januar 25, 2017, 00:00:45 VORMITTAG

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Heiko


Hallo,

bei Fällungen aus Cobalt(II)-chlorid-Lösungen gab es als ,,Nebenprodukt" Cobalt(II)-chlorid-Hexahydrat-Kristalle, von denen diese Achsenbilder stammen:



Meine (spärliche) Literatur nennt kein Kristallsystem. Auch im Netz wurde ich nicht fündig. Hat die Hygroskopie tatsächlich die Zuordnung unmöglich gemacht?

Viele Grüße,
Heiko

Klaus Herrmann

Hallo Heiko,

sind doch perfekt deine Achsenbilder (aus meiner Sicht wenigstens). Was du selbst gesehen hast 2 achsig und Achsenwinkel nicht übermäßig groß - so um die 40°
Hilft nicht viel.
Aber hast du denn auch Bilder der Kristalle? Jetzt wo ich mich etwas genauer rein vertiefe tippe ich auf monoklin! :D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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olaf.med

Lieber Heiko,

leider finde auch ich in meinem Fundus keine Informationen über die kristallografischen und optischen Eigenschaften des CoCl2●6H2O, sondern nur über die des monoklinen Tetrahydrats, das aus diesem bei Dehydrierung oberhalb von 50°C im Eksikator entsteht.

Aus den Achsenbildern, die gewohnterweise von Dir sehr schön sind, können wir allenfalls ableiten, welchem Kristallsystem sie nicht angehören. Klaus als alter Fuchs  ;) vermutet monoklin, aber nur weil er weiß, dass statistisch monoklin häufiger als rhombisch und triklin ist ;D.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Klaus Herrmann

Lieber Olaf,

ZitatKlaus als alter Fuchs  ;) vermutet monoklin, aber nur weil er weiß, dass statistisch monoklin häufiger als rhombisch und triklin ist ;D.

"Alter Fuchs" ist nicht ganz richtig "kleiner Schelm" schon eher. Ich habe natürlich in deiner hervorragenden DOK zur Sammlung von 50 orientierten Schliffen nach einem Achsenbild gesucht, das diesem ähnlich ist. Da war der schon oft zitierte Muscovit nah dran und die Info mittlerer Achsenwinkel ca 40°auch. Und dann habe ich im D´Ans Lax nachgeschaut und da steht es: Monoklin C³2h , C2/m
Übrigens diese Sammlung war das schönste (und köstlichste) Geburtstagsgeschenk meiner Frau zum 50.  :)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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olaf.med

Lieber "kleiner Schelm",

ZitatÜbrigens diese Sammlung war das schönste (und köstlichste) Geburtstagsgeschenk meiner Frau zum 50.

das finde ich wirklich toll, aber, sag' mal, war das wirklich erst so kürzlich??? Nach meiner Erinnerung liegt das doch schon mindestens 5 Jahre zurück  ;D.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

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Klaus Herrmann

 
ZitatNach meiner Erinnerung liegt das doch schon mindestens 5 Jahre zurück  ;D.

Tz,Tz,Tz... meine Frau hat gerade gemeint es müssen schon 23 Jahre her sein. Die DOK ist schon ein wenig abgegriffen, aber die schönen Schliffe haben noch keinen Schimmel angesetzt! Ist halt Qualität! :)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Heiko

Danke Euch für die Antworten.

Der Komplex ist also monoklin – mit dieser Information sehe ich das den Kristallen jetzt natürlich auch an.  ;D
Aber im Ernst: schöne Einkristalle zeigten keine Achsaustritte. Fündig wurde ich irgendwo in einem solchen ,,Kristallpflaster", das sich der Hygroskopie zum Trotz im Lösungsfilm unter dem Deckglas bildete:



Viele Grüße,
Heiko