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strahlende Schönheit

Begonnen von Reinhard, Oktober 04, 2017, 19:05:36 NACHMITTAGS

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wilfried48

#15
Hallo Reinhard,

ich habe die Energieüberlappungen der Röntgenlinien zwischen Thorium und Uran nochmal genauer nachgeschaut.

Die U-Ma1 Linie (3171 eV) liegt nur ca. 20 eV neben der Th-MB Linie (3149 eV).

Man könnte natürlich die U-Ma2 (3329 eV) nehmen die weiter weg liegt aber wir haben ja einen Thorit Kristall vorliegen und da ist auch Kalium drin.
Und die K-Ka (3312 eV) überlappt sich dann mit dieser Linie.

Mit EDX ist also auf jeden Fall da nichts zu holen und auch mit WDX wäre es sicher schwierig.

Bleibt also nur noch Mikro - Massenspektrometrie oder deine Mikrochemie aber ich glaube bei Spuren von Uran in einem so kleinen Kristallit
hat das auch seine Grenzen.

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

peter-h

Liebe strahlende Foristen,

ich hoffe ich darf auch noch eine seltene Schönheit zeigen. Natürlich strahlend  ;D
Allanit-Ce





Allgemein wird beschrieben, dass Thorium eingelagert ist. Aber nur Thorium ?  Das war die Frage für mich.
So wurde ein Gammaspektrum aufgenommen. Da die Probe nur sehr schwach ist hat es eine Meßzeit von über 10 Stunden beansprucht. Hier das Spektrum.


Mit den roten Punkten markiert die Zerfallsprodukte aus der Thorium-Reihe, mit grün die der Uran-Radium-Reihe. Also hat auch Uran etwas beigetragen. Auch weitere Linien bei 1764keV und 2119keV sind Bi214 zuzuordnen und somit ein Hinweis für Uran.

Die Probe stammt aus der Eifel, Laacher See bei Mendig.

Strahlende Grüße
Peter


Reinhard

Hallo Wilfried,

auch mikrochemisch würde das schwierig, schon wegen der sehr schlechten Löslichkeit des Silikat-Minerals.
Danke für Deine Zusatzinformationen.

Hallo Peter,

sehr asthetische Kristalle und gekonnt dargestellt!
Sehr interessant auch wieder Deine Messung der Zerfallsprodukte;
Auch auf dieses Verfahren werde ich gerne noch einmal zurückkommen, wenn sich wieder Kristalle
aus der U- und Th-Branche unter mein Mikro verirren.

actinophile Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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