Kameraadaption an ein CZJ Amplival

Begonnen von Maria, August 05, 2026, 12:19:33 NACHMITTAGS

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Maria

Moin,

ich weiß, aber bevor Ihr die Augen nach oben rollt  ::)  ::) : Ich habe zu dem Thema das Forum mit dem Stichwort "Amplival" über drei endlose Seiten durchgescollt. Zu dem Thema habe ich einen Thread von Walter P 2015 und von unserem Ost-Spezialisten Gerd 2024 gefunden. Dagegen gibt es von CZ West eine Menge von Beispielen, optischen Berechnungen etc. Habe einen ganzen Aktenordner davon. Ich Frage mich, warum das mit CZJ so spärlich ist  :o  :o .

Also Zeiss West habe ich hier wunderbar am Laufen. Da ist es aber auch einfacher: Zeiss Trino mit 23 mm Öffnung für ein KPL, Ofenrohr und Kamera mit Pancake DSLR Canon 5000. Bei CZJ gestaltet sich das wohl schwieriger. Also ich kann anbieten einen Trino (muss ich mir noch besorgen). Der hat oben ein Gewinde (s. Foto). Und genau da müsste ich anbinden. Also ein Ofenrohr mit oder ohne Optik (Okular bzw. Projektiv) und eine Kamerahalterung. Also genau wie bei CZ West. Ich müsste allerdings die Zwischenoptik auf der richtigen Höhe zum Halten bekommen. Ich habe im Netz einen Adapter mit festem Projektiv gesehen. Ich habe eine Lösung hier gefunden, die mir sehr aufwendig erscheint. Vielleicht gibt es eine Zwischenlösung? Also den Zwischeineinblick brauche ich nicht (s. Foto). Das Bild geht gleich auf einen Bildschirm. Ich muss immer das, was ich sehe, auch abspeichern und ausdrucken können. Sonst macht es für mich keinen Sinn. Momenteinblicke reichen mir nicht. Aber vielleicht muss der Einblicktubus sein? Aufbauhöhe? Geht es auch ein bisschen einfacher? Sonst bitte einen Hinweis auf einen entsprechenden Thread im Forum...lesen kann ich.... ;) Wie habt Ihr das gelöst...? Das Amplivar ist ja weit verbreitet ähnlich dem Zeiss West Standard.

LG
Maria

Siegfried

#1
Hallo Maria,
ich habe zwar kein Amplival. aber die Fotoadaption an meinem Ergaval dürfte gleich sein. Siehe folgende Bilder auch mit den Projektiven. Anschauen tue ich mir das Kamerabild vor dem Auslösen am Monitor meines PC.  Und hier ein Bericht von mir aus 2023.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=47740.0
  Gruß von Siegfried

mhaardt

Ich habe T2-Verlängerungen auf den Schwalbenschwanz vom Amplival adaptiert und das Projektiv (von Rolf hier aus dem Forum) in den Verlängerungen mit einem Ring dort positioniert, wo ein normales Okular ein scharfes Bild liefert, nachdem ich mit dem Bino fokussiert habe. Ich schaue dann über einen Monitor am HDMI-Ausgang der Kamera und kann direkt aufnehmen, was ich sehe. Dafür brauchte ich einen Adapter von Mini-HDMI auf HDMI, das war alles.

Das war vor langer Zeit eine ziemliche Bastelei, weil ich keinen Adapter von Schwalbenschwanz auf T2 fand und da selbst was gefeilt habe.

Gerd Schmahl

#3
Hallo Siegfried,
sollte das Projektiv nicht eher im unteren Teil des Rohres stecken?

Hallo Maria,
es führen viele Wege zu einer funktionierenden Fotoadaption. Die bisher gezeigten, illustrieren die klassische Adaption mit Projektiv (Auflagefläche 160mm über der Auflagefläche des Objektives) und einem "Ofenrohr", um den richtigen Abstand zum Sensor/ der Filmebene zu realisieren.

Du kannst aber natürlich genauso mit einem Okular anstelle des Projektives und einem Pancake-Objektiv an der Kamera arbeiten, wie bei der von Dir für Zeiss-West skizzierten Lösung. Beides hat gewisse Vor- und Nachteile. So ist mit einem Pancake-Objektiv an der Kamera eine Blitzlösung oft leichter zu realisieren, weil manche Kameras nicht (richtig) blitzen, wenn kein Objektiv angeschlossen ist. Außerdem umgeht man das Problem der Zwischenoptik, das löst das Kameraobjektiv. Die Lösung ohne Kameraobjektiv hat weniger Glas zwischen Objektiv und Kamera, was i.d.R eine etwas bessere Lichtausbeute erlaubt (weniger Reflexionsflächen). Es ist allerdings nicht ganz einfach passende Projektive zu finden, weil diese noch aus der Zeit der analogen Fotografie stammen, als man entweder mit "Kleinformat" 36x24mm oder mit 6x6cm Mittelformatkameras gearbeitet hat. Da greift ein kleinerer Sensor-Chip natürlich nur einen viel kleineren Teil davon ab. Du brauchst, je nach Größe des Kamera-Chips deshalb ein 2,5:1- oder 3,2:1-Projektiv.

LG Gerd

Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Siegfried

Hallo Gerd,
du hast natürlich recht. Im unteren Teil zum anschrauben an den Fototubus ist natürlich die Projektivaufnahme. Habe es oben geändert.
  lG von Siegfried

Maria

Siegfried, mhaardt und Gerd,

danke für die Hinweise und Fotos zur Adaption. Besonders die Tipps von Gerd sind sehr hilfreich. Aber auch die Fotos. Das Amplival steht auf meinem Tisch. Da ich mich damals mit der Zeiss West Adaption sehr ausführlich beschäftigt habe, müsste ich nun mit Euren Informationen gut klar kommen.

Danke!

LG
Maria

Gerd Schmahl

Hallo Maria,
ZitatDas Amplival steht auf meinem Tisch.
Arbeiten die Treibe und der pankratische Kondensor ordentlich, oder sind sie verharzt?
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Maria

#7
Gerd,

ich kann das Amplival zurück geben. Es sind einige gravierende Mängel dran. Der Beleuchtungseinschub hat wohl schon mal Bekanntschaft mit der Rohrzange gemacht.... :o  :o  und immer noch nicht drin. Dadurch sitzen die Klemmen für die Lampe nicht stramm. Und noch einiges mehr, wo ich jetzt nicht näher drauf eingehe. Das Planetengetriebe (?) scheint mir auch mehr Service zu brauchen als beim Zeiss Standard. Pankraten ohne Linse P....usw. Aber wir haben uns ja geeinigt. Ich werde es in den nächsten Tagen zurückschicken. Damit habe ich auch das Thema Amplivar beendet. Es ist wohl wie ein 6er im Lotto ein voll intaktes Amplivar auch im Forum zu bekommen. Also ich habe mich von der Idee verabschiedet..... :'(  :'( . Wie die Stones schon richtig heraus gefunden hatten "You can't always get what  you want..... ;).  Man kann nicht alles haben.... ;)

...bin dann mal weg
LG
Maria 

Gerd Schmahl

Hallo Maria,
es ist toll, wie Du uns beschäftigst! Natürlich berate ich Dich gerne (auch ohne Beratungsvertrag  ;) )
Ich würde Dich auch vor einem Kauf beraten. Das hätte viel Zeit gespart. Wenigstens DHL, oder wer immer das Ding transportiert, hat profitiert. Das Mikroskop wird davon leider aber auch nicht besser, wenn man es hin und her schickt.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.