Tips und Tricks in der Makrofotografie

Begonnen von kribbel krabbel, März 23, 2026, 22:28:34 NACHMITTAGS

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kribbel krabbel

Hallo in die Runde!
Spinnen: man fange eine möglichst große Spinne mit einem Wasserglas und schiebe den passenden Fotohintergrund
(Bastelbogen) in der gewünschten Farbe darunter, dann das Ganze für etwa eine Stunde in den Kühlschrank, NICHT ins Gefrierfach! In der Kälte können sich die Tierchen sich nicht mehr bewegen. Derweil hat man die Zeit die Ausrüstung vorzubereiten. Dann sollte alles recht schnell gehen, die Tierchen werden recht schnell wieder warm und sitzen nicht mehr still. Das klappt auch mit größeren Insekten (Heupferd, Käfer).
Fluginsekten im Feld: Die Blüte stabil halten, Blumendraht ist gut, auch mit Material vor Ort.
Zum anlocken der Flugwesen hat sich eine Mischung aus Honig und Erdnussbutter bewährt. Natürlich so angebracht, das man es auf dem Bild nicht sehen kann.
Welche Tips habt Ihr?
Gute Grüße aus dem Rheingau
 Micha



       

Thomas Böder

Einfach in die Natur gehen und ohne Kühlschrank und Lockmittel fotografieren.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Nochnmikroskop

Zitat von: Thomas Böder in März 24, 2026, 09:15:57 VORMITTAGEinfach in die Natur gehen und ohne Kühlschrank und Lockmittel fotografieren.
💪👍

Wie es ein "Hobbyprofi" macht kann man auf Youtube in zahlreichen Videos sehen.

https://youtube.com/@naturefold?si=88vpq8YQ7qvwfHYc

Er gibt dort auch tolle Tips zur Ausstattung und Finden der Insekten. Die Ergebnisse sind m.A.n. genial.

LG Frank
LG Frank

M59

Hallo Micha,

früh (vor Sonnenaufgang) aufstehen und rausgehen, dann sind die Tierchen noch klamm. Wenn die Sonne noch tief steht  ist das Licht auch schön. Bei großen Maßsstäben und fürs Focusstacking brauchst Du ein Stativ oder eine Vorrichtung, so dass Du bodennah arbeiten kannst. Pflanzen sind recht ortstreu und wenig scheu, da kann man gut den Umgang mit der eigenen Ausrüstung üben, das ist (fast) am wichtigsten.
Nichts für ungut, es gibt Makroforen, da wird das alles ausführlich erörtert.

Und in dem Zusammenhang, wenn Du Dir eine Kamera mit Bildstabilisator sowie ein Objektiv mit 'Stabilisator' kaufst, dann hilft das enorm. Wenn Makrofotografie Dein Hobby werden soll, dann würd ich erst nach einem neuen Makroobjektiv möglichst größer als 105/110 mm Brennweite suchen, da gibt es nicht viel Auswahl und dann den passenden Kamerabody kaufen. Die neuen Kameras (DSLMS) können alle gute Bilder machen. Für mich ist entscheidender was man an passender Optik bekommt. Da haben Landschafts-, Porträt oder Sportfotografen etc. andere Ansprüche als Makrofotografen. Es gibt zwar Kameragehäuse die einen Sensorschutz beim Objektivwechsel haben, ob der wirklich staubdicht ist, weiss ich nicht. Wenn Du im Freiland Objektive wechselst ist es unvermeidlich, dass Du Staub in die Kamera bekommst. Am Mikroskop stört der sonst praktisch unsichtbare Dreck aufgrund der Vergrösserung . Wie man Kamerasensoren putzt ist erlernbar, dennoch ist eine separate Kamera, die am  Mikroskop verbleibt von Vorteil.

Viel Erfolg,

Michael/M59

AlexS

#4
hallo,
die Kühlschrank Geschichte halte ich auch für Tierquälerei , es geht auch gut ohne wenn man früh aufsteht.
Hier Beispiele von mir OHNE Kühlschrank :
https://www.instagram.com/alexander.schwab.macro/
vG Alex
P.S das gehört eher ins Cafe...

Nochnmikroskop

Hallo Micha,

mit etwas weniger Investition kannst Du ggf. einen Umkehrring gebrauchen und die älteren Objektive weiter benutzen. 
Mit elektrischer Weiterleitung z.B. von Novoflex, ohne natürlich viel billiger.
https://www.novoflex.de/Makro/Umkehrringe/

LG Frank
LG Frank

Robert G.

Hallo Micha,

um Spinnen zu fotografieren, braucht es eigentlich keinen Kühlschrank, mit etwas Geduld und in der natürlichen Umgebung sind auch sehr schöne und spannende Momente einzufangen.
Hier ein Beispiel.

Krabbenspinne auf Beutefang
https://www.flickr.com/gp/138950639@N05/W8hCCU3863

Fotografiert mit der Panasonic Lumix G9 und dem Olympus Macro 30mm F1:3,5 Objektiv, mit 1,25-facher Vergrößerung.

Viele Grüße
Robert
Krabbenspinne.jpg
Robert
Gerne verwende ich das vertraute ,,Du".

kribbel krabbel

Hallo, zusammen! Ihr habt mich überzeugt, in der DSLR Technik hat sich einiges geändert, ich wußte nicht, das Olympus wieder ein neues Systhem aufgelegt hat. Was haltet Ihr von einem Zuiko ED 60 2,8 Objektiv?
Für etwa 475 € neu zu bekommen.
( Tierquälerei,  Einzeller, Mehrzeller, Wirbellose, Wirbeltiere...; ein Thema für sich. )
Gute Grüße aus dem Rheingau, Micha

Nochnmikroskop

Hallo Micha,

das genannte 60er Objektiv ist sehr gut, ich benutze es sehr gerne für die Insekten-Fotografie. Das wiegt übrigens fast nix und kann auch gut manuell ohne Autofokus bedient werden.
Ich benutze es an einer Panasonic G9, aber natürlich sind die OM / Olympus (MFT-Sensor) auch gut geeignet.

Übrigens kann man unter my.omsystem.com eine Kamera mit Objektiv ausleihen, kostenlos.
LG Frank

rlu

Hallo,

das Zauberwort heißt Focus Bracketing:
Man stellt auf den nächsten Punkt scharf, man hat Bracketing aktiviert. Die Kamera macht automatisch eine Tiefenschärfereihe, die dann mit Picolay, Zerene, Helicon, Affinity Photo verrechnet werden kann.

Methode 2, während man "umfällt", also auf das Objekt zu, filmt man, oder schießt im Burst-Modus viele Bilder. Diese werden dann wie oben auch verrechnet.

Methode3. Man hat eine Olympus OM-1 oder Om-1 Mark II. Und verwendet noch dazu einen Blitz mit Reflektor. Die Olympus kann mit elektronischen Verschluss mit 1/250s synchronisieren. Vorteil perfektes Licht und Farben, die Objekte werden eingefroren. Es geht so schnell, dass man hoffen kann, dass sich das Insekt in der Serie nicht bewegt hat.
Lumix und Olympus-Objektive sind kompatibel.

Liebe Grüße
Rudolf

Thomas Böder

Die Olympus Kamera ist nicht auf 1/250 beim Blitzen beschränkt.
Die kann auch HSS!
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

rlu

Hallo Thomas,

HSS ist ja sowas wie ein Dauerlicht.

Beim Blitzen passiert ja etwas anderes. Die Synchronzeit ist die Zeit, wo der Schlitzverschluss offen steht und der ganze Sensor gleichzeitig vom Blitz belichtet werden kann. Das ist wichtig, weil sonst ein Teil vom Sensor vom Lamellen-Verschluss abgeschattet wird. Beim elektronischen Verschluss hat das was mit der Auslesegeschwindigkeit zu tun. Dabei ist die "Einfrierzeit" beim Blitz mit Synchronzeit wesentlich kürzer als die eigentliche Synchronzeit, da ein Blitz z.B. nur für eine 1/10.000 Sekunde aufleuchtet.
Dazu mehr hier:
Die Zeit einfrieren – Blitzen mit dem elektronischen Verschluss < 1/12.000 Sek
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48106.0

Liebe Grüße
Rudolf

Thomas Böder

Ich finde das HSS Blitzen schon sehr hilfreich.
Gerade bei viel Licht, um Schatten aufzuhellen.
Ohne würde mir echt was fehlen.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...