Möchte mein Panphot auf LED umbauen...

Begonnen von Thomas Böder, April 20, 2011, 13:17:20 NACHMITTAGS

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Thomas Böder

...die Vielzahl der möglichen LEDs lässt mich bei der Suche leicht verzweifeln.

Ich habe am Panphot eine Bogenlampe und das normale Glühlampenlicht.
Dort wo der Lichtbogen normalerweise brennt, sitzt schon lange eine 12V 100W Halogenlampe.
Mein Plan wäre es zwei LEDs einzubauen.
Dort wo die Bogenlampe ist eine 3W(?) kaltweiss/warmweiss(?) LED.
Und an Stelle der Glühlampe eine UV/Blau(?) 3W(oder mehr?) LED.
Klever wäre die Verwendung eines Netzteils und ich schalte bei Bedarf entweder die eine oder die andere LED an.
Und über ein Poti dimmbar sollte es auch sein.
Gibt es da irgendwelche LED-Vorschaltgeräte Kombinationen?

Viele Grüße, Thomas.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Nomarski

ZitatGibt es da irgendwelche LED-Vorschaltgeräte Kombinationen?

Wohl nicht, aber dann kann man sich eben etwas bauen, sei es eine Schaltbox, wo man alle LEDs anschließt und diese entweder gleichzeitig brennen lassen kann, getrennt regelbar oder eben immer umschalten muß. Das Netzteil muß die Leistung aufbringen. Und die Regelung per Potentiometer läßt sich auf verschiedene Arten realisieren.

Nur ist die Beleuchtungsoptik irgendwo auch auf das Original-Leuchtmittel abgestimmt. Im Idealfall sollten die Emitterflächen der LEDs die Flächengröße der Glühwendel oder eben des Kohlelichtbogens haben.

VG
Bernd

hinrich husemann

#2
Hallo, nur mal ein Hinweis: Es gibt auch 5 W-LEDs (von Paulmann), die direkt (mit Kupplung GU 10) an 220 V angeschlossen werden. Mittels eines angeklebten 49mm-Gewindes eines alten Photofilters und der passenden ZEISS-Ringschwalbe kann ich sie an mein ZEISS Universal oder auch Standard anschließen. Sie füllen so die Kondensorapertur ausreichend aus und waren - jedenfalls für meine Zwecke - bisher genügend hell. Ich benutze 6500 K daylight; es gibt sie aber auch in "warm". Ich dimme sie nicht (man kann es aber wohl auch), sondern benutze Graufilter.

 

Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann

Herbert Dietrich

Hallo Thomas,

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damit sehr zufrieden. Ich glaube dass die Grundfarben RGB monochrom sind. Gibt es auch in 12 V

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leider bin ich noch zu dumm, um ein Bild einzufügen!

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Vielleicht hat schon jemand im Forum damit Erfahrung

Viele Grüße
Herbert Dietrich


Detlef Kramer

#4
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derda

#5
Hallo Bernd & Co.,

Zitat"... Nur ist die Beleuchtungsoptik irgendwo auch auf das Original-Leuchtmittel abgestimmt. Im Idealfall sollten die Emitterflächen der LEDs die Flächengröße der Glühwendel oder eben des Kohlelichtbogens haben. ..."

Ich habe schon einige LED-Ersatzleuchten für unterschiedliche Geräte gebastelt und habe anfangs immer nach einer flächenmäßig identischen Brennfläche gesucht, um bei Positionierung in der ehemaligen Glühwendelbrennebene eine möglichst vollständige Ausleuchtung des Sehfeldes zu erreichen. Mein Erfolg war meistens eher mäßig.

Durch Gestaltung der LED-Optik ist es so gut wie unmöglich die ursprüngliche Position der Glühwendel durch ein einfaches Ersetzen, beizubehalten. Man muss dann doch wieder experimentieren, bis alles homogen ausgeleuchtet ist.

Es gibt von verschiedenen LED-Herstellern Aufsetzoptiken, welche die Abstrahlcharakteristik verändern. Hat jemand damit schon mal gearbeitet? Lohnt sich deren Einsatz oder sind sie starke Absorber?

VG, Erik

Nomarski

ZitatDurch Gestaltung der LED-Optik ist es so gut wie unmöglich die ursprüngliche Position der Glühwendel durch ein einfaches Ersetzen, beizubehalten. Man muss dann doch wieder experimentieren, bis alles homogen ausgeleuchtet ist.


Es gibt LEDs mit offener Leuchtfläche, wie sie oft in den Taschenlampen verbaut werden. Bei denen hätte man nicht das Problem mit der störenden Optik. Bei den LEDs von Luxeon kann man die Kuppen plandrehen und im Anschluß polieren oder mit Klarlack überziehen.
Bei den LEDs von Cree geht das leider nicht, da sich das harte Material nicht bearbeiten läßt. Man kann höchstens diese Linsenkuppe abhebeln, aber darunter befindet sich ein klebriges Gelee, das man wegspachteln müßte.
Ich weiß aber nicht, ob man diese LED dann auch noch so betreiben kann, da ich die Linse nur mal bei einer defekten LED entfernt hatte.

VG
Bernd

Thomas Böder

Das heißt jetzt, wenn ich es richtig machen will, müsste
ich recht starke Flächen-LEDs verwenden?!
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

grovea

#8
Hallo Herr Böder,

für Hellfeld sind die angesprochenen LEDs mit 3W bis 5W gut geeignet. Eine Leuchtfläche der LED in ähnlicher Größe, wie die der zu ersetzenden Halogenlampe erleichtert die optische
Anpassung - typisch sind 2...6 mm^2. Bei Nutzung von optischen Kontrastierungsverfahren wird die erreichbare Helligkeit aber schnell knapp. Grob geschätzt gilt: LED-Leistungsaufnahme x Faktor 3.5
entspricht in etwa der äquivalenten Helligkeit, welche durch eine Halogenlampe dieser berechneten Leistung erreichbar ist. Beispiel: Eine 5W-LED kann somit maximal eine 20W-Halogenlampe ersetzen.
Für neue Konstruktionen empfehle ich deshalb LEDs mit höherer Leistung, wie z.B. die Seoul P7 mit etwa 12W maximaler Leistungsaufnahme. Die leuchtende Fläche ist hier etwa 2,5 x 2,5 mm und in vier quadratische Segmente aufgeteilt. Das dabei enstehende dunklere Kreuz auf den Kondensorlamellen (bei korrekter Beleuchtung nach Köhler) stört nicht, und erhöht auch noch geringfügig den Kontrast im Bild (Zentralabschattung). Leider ist die Verlustwärme hier nicht mehr durch Wärmeleitung und/oder freie Konvektion abführbar. Das heißt, die i.d.R. auf einem Kühlkörper befestigte LED muß mit einem Miniaturlüfter gekühlt werden.  

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Nötzel




Thomas Böder

Stört diese wasserklare Linse über den LEDs eigentlich?
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Nomarski

Zitat von: Thomas Böder in April 21, 2011, 11:46:50 VORMITTAG
Stört diese wasserklare Linse über den LEDs eigentlich?
Ich komme damit zurecht, aber ich kenne deine Ansprüche nicht. Deswegen ist es am besten, man probiert sowas selber am eigenen Gerät raus.

wilfried48

Hallo,

dass es eine gut angepasste 5 W LED auch mit einer 100W Halogenlampe aufnehmen kann hatten wir doch schon mal disskutiert:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=7034.0

Ob die Linse der LED bei der Anpassung stört hängt davon ab, ob man die zusätzliche Linsenwirkung beim Köhlern durch Verschiebung der Leuchtfläche gegenüber der früheren Lage der Halogenlampenwendel kompensieren kann.
In der Zeiss Leuchte 60 geht das beisplielsweise einfach in dem man die LED ca. einen cm weiter von der Kollektorlinse entfernt plaziert. Das kann man durch wegklappen der Mattscheibe und Beobachtung des Quellenbilds in der hinteren Brennebene des Objektivs mit der Hilfslinse sehr gut justieren.
Bei der Niedervolt Einbauleuchte 15W lässt sich die Quelle zwar auch verschieben aber das Quellenbild ist wegen er festeingebauten Mattscheibe schwieriger zu beurteilen. Bei allen im Fuss eingebauten Leuchten bei denen man die Entfernung Kollektorlinse Leuchtfläche nicht einstellen kann ist es daher ratsam die LED Linse planzumachen. Dies kann bei der harten Linse der Cree auch durch Planschleifen mit SiC Papier geschehen.
Man muss nur aufpasen, dass man rechtzeitig aufhört und nur nur die Linsenkrümmung wegschleift sonst läuft die darunter befindliche  gelartige Flüssigkeit aus und die LED ist höchstwahrscheinlich defekt. ;D

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

Nomarski

ZitatDies kann bei der harten Linse der Cree auch durch Planschleifen mit SiC Papier geschehen.
Man muss nur aufpasen, dass man rechtzeitig aufhört und nur nur die Linsenkrümmung wegschleift sonst läuft die darunter befindliche  gelartige Flüssigkeit aus und die LED ist höchstwahrscheinlich defekt.


Hallo Pan Wilfried,

warum sich die Mühe machen mit dem Planschleifen der harten Linse, wenn man sie doch auch abnehmen kann. um sie durch einen planes passendes Deckglassplitterchens zu ersetzen? ;D

Viele Grüße/Grüsse
Bernd