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Didymosphenia

Begonnen von peter-h, September 26, 2011, 17:09:29 NACHMITTAGS

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peter-h

Aus etwas Rohmaterial von N. Schweden, Baggböle Umea, fand ich nach ersten Reinigungsschritten diese nette Diatomee.
Vermutlich Didymosphenia geminata (Lyngbye), aber sicher bin ich mir nicht, denn es gab vor 2 Jahren schon div. Klärungsversuche.

Leitz NPL Fluotar 63/0,9 , schiefe Bel. , 20 Aufnahmen mit HF gestapelt , Kamera DFK72

2 Detailaufnahmen mit CZJ Apo 63/0,95 und UV-LED , monochrome Kamera DMK72




Richtige Auflösung mit immergiertem Objektiv ist für das frische Präparat leider noch zu früh.
Experten gefragt. Ist die Bestimmung richtig  ???

Grüße
Peter

Päule Heck

Hallo Peter,
tolle Aufnahmen! Ich glaube, mit der Bestimmung liegst du richtig. Schau mal hier bei den französischen Kollegen:
http://www.lenaturaliste.net/forum/galerie/index-90-1-375-3.php#topgal

Herzliche Grüße
Päule

Rene

Hi Peter, these are really super shots!!
With spread of D geminata solely in Mitteleuropa and diversity hotspot pretty far away at Lake Baikal, I suppose it is safe to assume D. geminata, pending molecular studies. See also http://www.springerlink.com/content/hr78374v8u456lr5//fulltext.html#Fig1.
Why are you not sure? Unfortunately I haven't got access to Nova Hedwigia for a thorough check of the different species in Didymposphenia.

I hope you are able to show me the mucilage pore area, once you have mounted your material! Until now, I haven't been successful  :(

Best wishes, René



peter-h

An einem anderen Präparat konnte ich nun in Öl gelegt versuchen die Feinheiten am Fuß etwas näher zu beleuchten. Leider gelang es nicht besonders gut, denn die Schale ist dafür zu dick. Ansatzweise ist aber die Feinstruktur erkennbar.

Leitz Apo 90/1,4 Öl , Kondensor NA 1,4 immergiert , UV-LED @365nm , monochrome Kamera , Rauschunterdrückung eingeschaltet , nachgeschärft.

Da kommt der Wunsch nach einem REM auf, nicht nach einem AXIOMAT  ;)
Peter

Diatom

Die gezeigte Diatomee ist nicht D. geminata (Lyngbye) M. Schmidt sondern D. clavaherculis (Ehrenberg) Metzeltin & Lange-Bertalot 1995, siehe Nova Hedwigia 60/3-4 Seite 381-405. D. geminata wird nie so groß und andere Didymosphenia-Arten kommen wegen der Größe überhaupt nicht in Frage. Die Art kommt (nachgewiesen) in Schottland, Skandinavien, Mongolei/Hövsgölsee, Russland/Bajkalsee, (selten in) USA, China und auf der Aleuten-Insel Adak vor. Inzwischen wird eine Revision der Gattung von mir und einem russischen Kollegen vorbereitet. Danach gibt es (derzeit) ca. 15 Arten; die meisten in Sibirien. Bereits bekannt sind D. siberica, D. dentata, D. dentata var. subcapitata, D. curvata, D. pumila, D. curvirostrum (nur fossil), D. lineata, D. tatrensis. 4-5 Arten müssen neu beschrieben werden.
D. geminata var. neocaledonica ist eine Fehlbestimmung und wurde nie im Typenpräparat gefunden (!).
Die hier gezeigte Form wird im Schmidt-Atlas als D. geminata var. stricta M. SSchmidt 1899 bezeichnet; Priorität hat aber Diomphala clavaherculis Ehrenberg 1842; jetzt D. clavaherculis.
Die Foto's sind übrigens sensationell!

Rawfoto

Hallo Peter

Unglaubliche Qualitaet, Gratulation ...

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...