Frage zu Zeiss Plan Neofluar 60/0.9

Begonnen von ImperatorRex, Februar 03, 2013, 01:27:52 VORMITTAG

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ImperatorRex

Hallo,
an dem Objektiv gibt es eine Skala zum Einstellen der Deckglaskorrektur. Und dann ist da noch so eine kleine, etwa 1mm in Durchmesser große Markierung (kleine Mulde/Bohrung):



Natürlich habe ich (mal wieder) keine Ahnung was es mit dieser auf sich hat. Vielleicht ist ein Forumsmitglied so nett und kann mich diesbezüglich aufklären?

Vielen Dank

Jochen

Detlef Kramer

Hallo Jochen,

schau Dir doch die "Mulde" mit einer guten Lupe mit Beleuchtung an. Dann solltest Du eine kleine Madenschraube entdecken. So ist es jedenfalls mei meinem. Ich nehme an, die fixiert den Einstellring - ich werde es nicht ausprobieren!

Schönen Sonntag
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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reblaus

Hallo Jochen und Detlef -

sie fixiert den festen Ring unter dem beweglichen Einstellring - ich habe es ausprobiert  ;D

Viele Grüße

Rolf

P.S. Falls der Einstellring nämlich festgerottet ist, musst du die untere Hülse abschrauben, dann die Madenschraube lockern ..... usw.

Nomarski

Hallo Jochen,

gerade bei diesem Objektiv ist es wichtig, daß der Stellring für die Deckglaskorrektur leichtgängig ist und beim Drehen die innere Optik bewegt wird, um die beste Abbildungsleistung zu erzielen. Nebenbei sollte der Objektschutz durch Einfedern und wieder Zurückfedern funktionieren. Oftmals liegen immer Verharzungsprobleme vor, die man aber beheben kann.

Die Bohrung ist tatsächlich für eine Madenschraube, die den Skalenring in Position bring und dabei fixiert.
Sollte sie nur fehlen, kann man sie ersetzen. Wenn die Hälfte noch drinsteckt, weil etwas davon abgebrochen ist, wird es schon schwieriger. Bei Madenschrauben passiert das leider sehr schnell, daß etwas wegbricht und nur noch Ausbohren hilft.

Viele Grüße
Bernd

ImperatorRex

Vielen Dank für die Informationen. Ich sollte mir doch langsam eine Lesebrille zulegen...

Also sogleich die Stereo-Lupe geholt, aber da war immer nur ne schöne runde Mulde zu sehen...wo ist nur die kleine Madenschraube? Detlef, Rolf und Bernd können sich doch nicht alle zugleich irren!

Also frisch ans Werk: mit einer Nadel nachgeholfen...ein Schicht aus irgendwas Zähem bergmännisch abgetragen und siehe da: da ist auch ein winziges Madenschräubchen! Bingo!

Der Skalenring lässt sich ganz gut drehen, nicht zu locker aber auch nicht zu fest...irgendwie "satt und angenehm zu drehen. Ich glaube das passt.

Bin ja mal gespannt wie das in der Praxis funktioniert. Ist ja dann wohl ein "try and error" solange bis man die richtige Dicke gefunden hat.

Viele Grüße

Jochen

Klaus Herrmann

ZitatIst ja dann wohl ein "try and error" solange bis man die richtige Dicke gefunden hat.

aber es lohnt sich, wenn man die Schichtdicke (DG+Harz) nicht exakt einstellt, dann ist die Auflösung deutlich schlechter!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Gunther Chmela

Zitat von: ImperatorRex in Februar 03, 2013, 18:42:50 NACHMITTAGS
Ist ja dann wohl ein "try and error" solange bis man die richtige Dicke gefunden hat.

Hallo Jochen,

ja, das ist es. Aber es gibt einen Trick, der zumindest so weit helfen kann, damit man nicht völlig blind herumprobiert. Man sucht einen möglichst kleinen schwarzen Punkt im Präparat (z.B. Dreck). Der sollte allerdings in der Ebene liegen wie das, was man genau untersuchen will.

So, die Deckglasdicke ist dann richtig eingestellt, wenn sich beim Durchfokussieren die Form der Unschärfe dieses Punktes in beiden Richtungen (also oberhalb und unterhalb der Schärfeebene) auf die gleiche Weise ändert.

Viel Spaß!
Gunther