runde Glasscheiben für Filter

Begonnen von Gerd Schmahl, November 25, 2012, 10:03:09 VORMITTAG

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Gerd Schmahl

Hallo Mikrogemeinde,
ich plage mich seit ein paar Tagen mit folgendem Problem:
Ich möchte selbstklebenden Polfilterfolie auf Glasscheiben kleben, die den richtigen Durchmesser haben. Deshalb habe ich versucht aus Diagläsern selber solche Scheiben herzustellen, was mir aber nicht zufriedenstellend gelungen ist.

Weiß jemand wie das die Prifis (z.B. Optiker) machen, wenn sie ein Brillenglas ans Gestell anpassen, oder wo man solche Glasscheiben mit 32mm Durchmesser preiswert herbekommt. Ich brauche allerdings einen "Klassensatz". Da sollte die einzelne Glasscheibe nicht mehr als 3 € kosten.

Viele Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

liftboy

Hallo Gerd,

rede mal mit dem Glaser Deines Vertrauens :-)
Bei mir hat das gut geklappt, auch mit runden, opalen Plexiglasscheiben für Lomo Beleuchtung (Eigenbau)
Woher beziehst Du die selbstklebende Folie? Ich hab nur die normale und bin damit nicht optimal zufrieden.

Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Gerd Schmahl

Hallo Wolfgang,
ich habe sie geschenkt bekommen, aber ich kann den Hersteller erfragen.
Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Hugo Halfmann

#3
Hallo Gerd,

ich lass das beim Optiker machen, der benutzt dafür eine Rundschleifmaschine. Meiner will dafür 8.-/Stück haben, für Dich also zu teuer (ich brauch ja auch immer nur eins).
Mit Diagläsern (wenn du die Glasrähmchen meinst) wird das nicht gehen, weil zu dünn. 32mm werden beim Glaser schwierig, weil zu klein.

Vielleicht ist das ja was für Dich:
http://www.labocon.de/rund_deckglaeser_rund_durchmesser_32_mm,pid,53,rid,58,kd.html
oder
http://www.medizinal-versand.de/deckglaser-rund-32-mm-durchmesser-geschnitten-starke-1-100-st-box.html
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Lothar Gutjahr

Hallo Gerd,

die Glaser bohren mit Diamantkronenbohrer. Wenn du Glück hast, hat der einen für 35 mm, der dann etwa 32 mm Bohrkern übrig läßt. Nur mal so als Idee.

Schönen Sonntag

Lothar

Nomarski

Hallo Gerd,

ZitatWeiß jemand wie das die Prifis (z.B. Optiker) machen, wenn sie ein Brillenglas ans Gestell anpassen, oder wo man solche Glasscheiben mit 32mm Durchmesser preiswert herbekommt. Ich brauche allerdings einen "Klassensatz". Da sollte die einzelne Glasscheibe nicht mehr als 3 € kosten.

Die Optiker haben dafür eine Schleifmaschine mit Wasserkühlung. Das zu bearbeitende Glas wird zwischen zwei rotierenden Dornen eingespannt, eine Schleifscheibe, die automatisch zugestellt wird, schleift das Glas bis auf den gewünschten Durchmesser herunter. Vom Diaglas (5cmx5cm)auf 32mm dauert das etwas.

Ein bekannter Optiker, der auch schon Werbung im Fernsehen gemacht hat  ;) macht mir das für 5,- pro Glas. Beim Großauftrag könntest du evtl. deinen gewünschten Rabatt aushandeln. ;D

Viele Grüße
Bernd

Nomarski

#6

Forensoft spinnt mal wieder. Nach dem Absenden wird ein Datenbankfehler angezeigt. ::)

Lothar Gutjahr

Ja Bernd, dem ist so. Sieht fast so aus als wäre da so ein Hackerlehrling am Werk. Aber wie du siehst geht der Beitrag trotzdem raus. Reine Gewöhnungssache.

Schönen Sonntag zu dir

Lothar

Werner

Hallo Gerd!

Das Schneiden von Diaglas geht schon, man braucht dazu aber einen Glas-Diamanten (Rädchen geht nicht).
Vor dem Schleifen benutzten die Brillenoptiker früher auch das Ritzen mit Diamant nach Schablone und Wegbrechen des Glases außerhalb des Ritzes.
Das Nachschleifen geht mit einem Schleifstein oder Carborundumpapier unter Wasser.
Das Wasser dient beim Handschleifen weniger der Kühlung als mehr zur Schwingungsdämpfung gegen Bruch.
Als Schablone zum Ritzen kann eine runde mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebte Scheibe dienen. Besser ist aber ein passendes Kugellager oder sonstiges drehbares Teil, auf das die Scheibe geklebt und bei festgehaltenem Diamant gedreht wird.
Entfernen des Überstandes mit einer (zum Schutz die Backen beklebt) Flachzange unter "ziehendem Brechen". Bei Diaglas ist der Ausschuß ja verschmerzbar.

Gruß   -   Werner

olaf.med

Hallo Gerd,

könntest Du Dich auch mit 31 mm Durchmesser anfreunden? Die hätte ich auf Lager.

Gruß, Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Gerd Schmahl

Hallo und Danke an alle, die geantwortet haben.

@Hugo: Die Deckgläser sind mir dann doch etwas zu dünn.

@Lothar: Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber damit bisher keine Erfahrung. Müsste sicher auch gekühlt werden und hübsch langsam laufen.

@Werner: So ähnlich habe ich es probiert: Zum rotieren der Diagläser habe ich den Spannbock benutzt, mit dem ich früher die Dias gerahmt und verklebt habe. Leider habe ich keine Diamantspitze. Ich habe die Kante einer Diamantfeile benutzt. Für gerade Schnitte ging das immer super. Damit habe ich schon manchen Objektträger "zerhackstückt", aber bei den Rundungen hat es nie auf der ganzen Linie geklappt. Das höchste war 2/3 des Kreises. Mit der Diamantfeile lassen sich die Bruchränder dann auch wunderbar weiterbearbeiten, wenn ich nur einen einigermaßen sauberen Kreis hin bekäme beim Brechen. 10 Diagläser hab ich bestimmt schon geschrottet und dabei alle möglichen Sachen versucht: Tangenten an den Kreis ritzen und so. Es beruhigt mich allerdings zu wissen, dass ich schon nahe dran bin an dem, wie es richtig gemacht wird. Ich werde mich mal auf die Suche nach einem Glasdiamanten machen und vielleicht auch noch eine glattere Zange ausprobieren als die Kombizange, die ich benutzt habe.

Nochmals Dank an alle und einen schönen Abend!
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

knipser009

hallo Gerd

das was Du brauchst ist eine Kröselzange.
Gib mal in die Suchmaschine "Kröselzange" ein und Du findest viele Beispiele aus der Tiffany-Glaskunst.

Vorgehensweise :

mit dem Glasschneider grob zuschneiden - mit der Kröselzange den Zuschnitt in die gewünschte Form abknabbern - mit Schleifstein die Kanten abschleifen - fertig


Wolfgang
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Gerald

Hallo Gerd,

über die Suchfunktion bin ich auf Deinen Beitrag gestossen. Ich hatte genau die gleiche Problematik und bin bei Uhrengläsern fündig geworden. Ist zwar nicht ganz in Deinem Kostenrahmen, doch es hat super bei dem Anbieter geklappt und die Uhrengläser eignen sich perfekt für Eigenbaufilter. Die Kommunikation und Lieferung hat bei dem Anbieter perfekt geklappt (ich bin nicht verwandt oder verschwägert mit ihm oder habe einen sonstigen Vorteil durch meine Empfehlung  ;))

http://www.ebay.de/itm/370367745790?ssPageName=STRK:MESOX:IT&_trksid=p3984.m1559.l2649

Vielleicht konnte ich Dir nach einem Jahr doch noch helfen.

Viele Grüße

Gerald