Frage zur Behandlung von Federn

Begonnen von Rawfoto, Juni 06, 2014, 22:08:19 NACHMITTAGS

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Rawfoto

Guten Abend

Ich habe eine ungewöhnliche Frage, es geht um die Behandlung von Federn nach dem Rupfen. Als Vorstufe für das Fotografieren ...

Vor einer Viertelstunde habe ich einen Bienenfresser gerupft (von unterschiedlichen Körperstellen Federn entnommen). Er/Sie wurde Opfer eines Autounfalls und ein netter Bekannter hat mir den Tipp gegeben ...

Jetzt frage ich mich ob die Federn gereinigt werden müssen?!? Oder gehen die so zum Rausziehen das da keine Nachbehandlung mehr nötig ist ...

Mein Ziel ist natürlich die Lupenfotografie und ich möchte einen Teil der Federn in meinem Unterricht verwenden, der findet aber erst in der Sommerakademie statt. Konkret im August ...

Hat da wer Erfahrung oder kann sich noch auf einen Vortrag auf der UNI erinnern ...

Danke & liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Oecoprotonucli

#1
Hallo Gerhard,

ornithologische (tierpräparatorische) Spezialtipps kenne ich leider auch nicht (andere Antworten abwarten) - wenn ich trotzdem etwas dazu sagen darf:

Federn sind ja aus Keratin (Horn, Protein). Daher wohl eher so etwas wie Daunenwaschmittel oder Wollwaschmittel verwenden - falls überhaupt - warum willst Du sie überhaupt reinigen? Aus hygienischen Gründen?

Ich würde sie möglichst so lassen, wie sie sind, um alle Strukturen im Originalzustand zu erhalten. Vielleicht mal kurz mit klarem Wasser abspülen.

In einem Naturbuch habe ich noch den Tipp gefunden, sie mit einem harten Pinsel zu strählen. Das natürlich trocken und als Minimalreinigung.

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Eckhard

Moin Gerhard,

die Feder nehmen und in ein lauwarmes Wasserbad mit Geschirrspülmittel geben. Feder etwas schwenken und dann in ein Ultraschallbad mit Aqua dest. geben. Danach mit Aqua dest. die Reste des Geschirrspülmittels auswaschen und die Feder trocknen.

Das geht übrigens genauso mit Insekten. Getrocknete Insekten werden vorher wieder gewässert. Die Prozedur muss u. U. wiederholt werden. Manchmal erzielt man mit einem Fensterreiniger ("streifenfrei") bessere Ergebnisse.

Herzliche Grüsse,
Eckhard
Zeiss Axioscope.A1 (HF, DF, DIK, Ph, Pol, Epifluoreszenz)
Nikon SE2000U (HF, DIK, Ph)
Olympus SZX 12 (HF, DF, Pol)
Zeiss Sigma (ETSE, InLens SE)

www.wunderkanone.de
www.penard.de
www.flickr.com/wunderkanone

Oecoprotonucli

Hallo noch einmal,

falls es sich "nebenbei" machen lässt, wäre ich wirklich interessiert an ein paar "Vorher - Nachher" -Fotos dazu. Schließlich tragen ja einige Vögel Talg auf die Federn auf. Der wird sich wohl durch die von Eckhard vorgeschlagene Methode lösen.

Viele Grüße

Sebastian
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Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Rawfoto

Danke Euch

Mir geht es eigentlich um die Kiele, da bin ich mir nicht sicher ob die in der Präparaten behandelt/gereinigt werden. Die Federn selbst sehen unter dem STEMI (WILD M3) gut aus. Ich Abe nur von unverletzten Stellen Federn genommen und der Vogel war maximal eine Stunde tot bevor ich ihn eingesammelt habe ...

Ich komme jetzt in Bulgarien leider nicht mehr zum Fotografieren der Federn, muss morgen das Studio wieder abbauen und für eine Woche nach Rumänien übersiedeln. Dann gehts für 2 Wochen nach Tirol ...

Also eine Arbeit für den Sommer .-)

Mir ist es jetzt nur wichtig nichts falsch zu machen und wenn überhaupt dann sind die Problemstellen sicher die Kiele, die ja im Vogel gesteckt sind ...

Der Ultraschallreiniger steht im wiener Studio/Labor, der steht mir jetzt nicht zur Verfügung. Aber Ethanol und co. hätte ich mit ...

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Oecoprotonucli

#5
Falls es um "Fleischreste" an den Kielen geht, kann man evtl. auch biologisch abbauen: Kiel in (nicht steriles) Wasser stellen und ein Weilchen gammeln lassen, dann den weichen Rest mechanisch ablösen.

Als Desinfektionsmethode fällt mir noch UV-Licht ein. Aber nicht so lange, dass die Federfarben leiden.

Viele Grüße

Sebastian

P.S.: Warum sollen die Kiele die Problemstellen sein? Hinsichtlich schädlicher Keime halte ich "die Außenwelt" für mindestens genauso problematisch.
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Detlef Kramer

Lieber Gerhard,

mach mit den Federn gar nichts! Bewahre sie trocken auf, dann passiert sicher nichts. Wenn dir das nicht reicht, tränke ein Kleenex (Kosmetiktuch) mit Alkohol bzw. Spiritus (Wodka tut's sicher auch) und wisch die Kiele damit ab. Ich bin gespannt, was Du letztlich damit vor hast?

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Demodexi

http://www.farbenkanarien.homepage.t-online.de/fk/themen/artikel_micro.htm

vielleicht findest du hier was an infos

ps: hast du eh geschaut, dass du dir nicht "mikrotierchen", die sich unter umstaenden auf voegeln/federn aufhalten, mitnimmst?  (Nur so ne frage, da ich ja selbst vogelhalterin bin)
ps2: schreib vom tablett, sorry wegen kleinschreibung

viel spass mit deinen federn, lg, demodexi