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Reinigung Mikroskop

Begonnen von Reinhard, November 17, 2014, 19:52:14 NACHMITTAGS

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Peter V.

#15
Hallo,

Zitat von: reblaus in November 25, 2014, 00:14:32 VORMITTAG
Hallo Reinhard -

ist ja schon alles gesagt - aber zur Sache:

nach Entfernung solcher Schilder ist es mir selten gelungen deren Restspuren komplett zu beseitigen - so ähnlich wie bei alten Bildern auf sehr alten Tapeten.
Aber bei dem schwarzen Lacke ist das vielleicht kein Problem!

Viele Grüße

Rolf




...deshlab würde ich mir auch gut überlegen, ob ich das Schildchen wirklich entfernen würde. Man kann es auf dem Foto nicht erkennen: Steht denn etwas darauf? Kann man die Aufschrift nicht "neutralisieren"?

Ansonsten wäre Dein Bild ja schon fast geeignet, um es als Poster aufzuhängen.

Schwarz ist einfach "die" Farbe für Mikroskope. Selbst das eher funktional gestaltete Orthoplan ist in Schwarz eine echte Ikone, fast im "Bauhaus-Stil".  Leider wurde es nach Quellenangaben nur 50 mal mit schwarzem Finish gebaut und dann - unfassbar!  - durch einen grün-grauen Hammerschlaglack abgelöst  :o Anscheinend hielt man das damals für "modern". Bei dem hier gezeigten schwarzen Orthoplan (ohne Seriennnummer) handelt es sich offenbar noch um einen Prototypen bzw. eine Designstudie vor Beginn der Serienfertigung, denn es enthält noch Gestaltungslemente und teilweise Maße des Ortholux (Rundungen vorne am Fuß und am Objektivrevolver) die so nie in Serie gingen. Ach ja, von einem Leitz-Banausen wurde dieses Bild leider mit einem kleinen "Fehler" versehen....



Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Reinhard

Hallo Peter,

ich laß das Schildchen, auf dem der Name des Vorbesitzers steht, lieber dran und das eher wegen des Farbtones darunter.
Vielleicht versuche ich es zu schwärzen.

Dein (?) schwarzes Orthoplan ist auch wirklich traumhaft. Wann möchtest Du es mir "überlassen" ? ;D ;D ;D
Der weiße Hintergrund ist zugegebenermaßen erheblich smarter als der meines Photos.  ;D :o
Auch bei dem Photo meines "Patenkätzchens" könnte man die unprofessionelle Photoshop-Bearbeitung sehen. Hier wurde der (grüngraue Dickicht-) Hintergrund in mühevoller Arbeit (um die Fellstruktur nicht allzusehr zu zerstören) geschwärzt.Da ich die Photos aber (bei whitewall) drucken lasse, fallen die Unregelmäßigkeiten des Hintergrundes nicht auf, wie das anscheinend bei entsprechender Bildschirmeinstellung der Fall ist.

viele Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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Werner

Hallo Reinhard!

Vielleicht sind die Befestigungslöcher durchgehend und Du kannst die Stifte von hinten rausschlagen.
Und laß Dir ein Schild mit Deinem Namen machen und befestige es - dann erkennt man den Besitzer dieser Schönheit.

Gruß   -   Werner

Reinhard

Hallo Werner,

das ist gar keine so schlechte Idee.
Ich werde das "Ding" mal auf die Seite kippen und "unter den Rock" gucken. ;D

viele Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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Klaus Henkel

Zitat von: Reinhard in November 25, 2014, 12:42:33 NACHMITTAGS
Hallo Werner,

das ist gar keine so schlechte Idee.
Ich werde das "Ding" mal auf die Seite kippen und "unter den Rock" gucken. ;D

viele Grüße
Reinhard

Reinhard, lege aber alles vorher bereit, was Du glaubst für diese Manipulation brauchen zu müssen. Auch Hammer und Meißel z. B. wenn Du Nieten herausklopfen willst. Dann jedwede Optik, Obj., Okul, und Tubuskopf abnehmen, Beleuchtungsoptik usw. Erst dann klopfen. Weitere Vorbereitungen sind geboten, um die Zeit, die das Stativ unten offen ist, so kurz wie möglich zu halten, damit nirgends Staub eindringen kann. Denn solche Hersteller, die glauben, daß man gewisse Mikroskopmodelle gegen Staub mit einer eng sitzenden Bodenplatte abdichten sollte, wissen warum.

Peter V.

Hallo Reinhard,

ZitatWann möchtest Du es mir "überlassen" ? Grinsend Grinsend Grinsend

aha! Du bist also tatsächlich der voll angefixte Gierschlund, für den ich Dir mittlerweile halte. Ich bin zwar auch im Vollstadium, aber die Entwicklung der Krankheit dauerte bei mir etwas länger. Bei Dir hat sie ja wirklich einen erschreckend fulminanten Verlauf genommen, wenn ich bedenke, dass Dein erster Phomi-Erwerb ja noch gar nicht so lange zurückliegt. Und die dramatisch zunehmende Symptomatik erkennt man daran, dass sie sich auf andere Hersteller ausweitet. Bedauernswert!

Und, um zu Deiner o.a. Frage zurückzukommen: Mir ist schon klar, dass sich für Dich nicht die Frage nach dem "ob", wodern nur nach dem "wann" stellt. Aber ich kann Dir versichern: Da musst Du Dich hinten anstellen, es gibt noch so eine leitzabsorbierende Stelle im Bergischen...

Was die Photoshop-Pfuschmarken betrifft: An meinem Monitor hier sehe ich sie auch nicht, nur an meinem Glasmonitor zuhause und auf dem Handy. Glasfrontmonitore sind da erbarmungslos.
Dein WL-Bild läßt sich aber sehr leicht korrigieren. Weisse Flächen mit Zauberstab auswählen und mit Füllwerkzeug mit Weiss füllen. Geht bei dem Montiv mit den starken Kontrasten sehr gut.

Herzliche Grüße
Peter
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Reinhard

Hallo Herr Henkel,

danke für die Tips. Ich würde das sehr vorsichtig oder gar nicht machen oder aber das Ganze an Jürgen (Stahlschmidt) oder Frank (Donat) schicken und dann Symptome an den Tag legen, die eine Mutter zeigt, die ihren Jüngsten zum Chirurgen gebracht hat. ;D ;D

Hallo Peter,

nicht nur der Phomi-Erwerb liegt erst kurz zurück, sondern die Beschäftigung mit der Mikroskopie überhaupt. Nach einer OP hatte ich (aus gelinder Langeweile) ein Spielzeugmikro herausgeholt und festgestellt, daß die Beleuchtung kaputt war. Das war im März und im April hatte ich dann mein Junior vor mir stehen. Vielleicht ist es aber auch der nahende Ruhestand, der mich umtriebig werden läßt. Aber die schwarzen Dinge üben auch sonst (vielleicht berufsbedingt) eine große Anziehungskraft auf mich aus. So bin ich immer auch auf der Jagd nach selteneren schwarzen Varianten alter Spiegelreflexkameras (z.B. Zeiss Ikon Contaflex/Icarex/Contarex /Canon usw.).Und außerdem habe ich ein schwarzes Bakelit (?)-Telefon mit Wählscheibe zum ständigen Gebrauch. ;D ;D

a propos Zauberstab: das geht nur erschwert, da immer auch Teile der glänzenden Objektive mit erfasst werden. Dazu fehlt mir dann noch genügend Routine mit PS.

viele Grüße
Reinhard
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Peter V.

Hallo Reinhard,

einfach die Toleranz des Zauberstabes auf niedrige Werte stellen. Ich habe es bei Deinem Bild gut mit einem Wert zwischen 5 und 10 auswählen können.

Herzliche Grüße
Peter

PS: Mehrere W48 stehen hier natürlich auch herum.... ;)
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beamish

Hallo Reinhard,

wenn du das Schild entfernst, vielleicht sogar spurlos, hast du das Mikroskop seiner Geschichte beraubt. Dann ist es nur noch irgendein Standard WL (wenn ich nicht irre).
Zu den spannenden Eigenschaften "gebrauchter" Mikroskope gehört ja doch, wem haben sie und wozu gedient.

Sorry, ich bin halt Archäologe...

Grüße
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

ortholux

#24
Zitat von: Peter V. in November 25, 2014, 15:20:41 NACHMITTAGS
einfach die Toleranz des Zauberstabes auf niedrige Werte stellen. Ich habe es bei Deinem Bild gut mit einem Wert zwischen 5 und 10 auswählen können.

Warum so kompliziert?

Ebene duplizieren -> in der neuen Ebene mit der Tonwertkorrektur den Weiß-Schieber etwas nach innen schieben. Fertig. Sollten jetzt irgendwelche Spitzlichter ausfressen, einfach die neue Ebene mit Maskierung versehen und die "spitzgelichteten" Stellen wegrubbeln.





Und dann noch etwas Schatten drunter, damit es nicht schwebt.



Zum Schild:
Es ist ja Ansichtssache, aber das Schild ist nunmal da. Und es demonstriert Geschichte. Nämlich einen Teil der Geschichte dieses Mikroskops. Da hat Martin recht. Und wenn es nicht allzusehr verhaut ist, würde ich lieber das Schild restaurieren, als es zu entfernen und die Löcher und den Lack zu restaurieren.

Ich gehe sogar so weit, daß ich unversehrte Geräte gegen solche mit Gravur oder Schild tausche.
So habe ich inzwischen ein Ortholux mit Bundeswehr-Gravur einen Heine mit "Frauenklinik München" und Hufeisenstative mit "Z.I." (zoologisches Institut?) aus verschiedenen Städten, außerdem "Hyg. Inst. Tübingen", "M.P.I. f. Biol.", Objektive aus der Leitz'schen Musterfasserei....

Aber jeder Jeck is anders.

Viele Grüße
Wolfgang

Michael L.

Hallo Wolfgang,

Ich bin beeindruckt wie professionell das jetzt geworden ist, toll! Wie bekommt man denn diesen Schatten hin?

Viele Grüße

Michael

the_playstation

Hallo.
Und ich dachte immer, nur Frauen seien eitel. Mikroskope auch (Make Up)? ;) Mich stören kleine, minimale Schönheitsmakel nicht, wenn Sie vom normalen Gebrauch stammen. Sie zeigen, daß es auch benutzt wurde. Kleber, Schmutz, ... müssen natürlich runter. Wärme bringt bei der Reinigung (z.B. dem Ablösen von Klebern/Schildern) schon viel.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Peter V.

Lieber Wolfgang,

"Wer Mikroskope nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Fast Food-Ernährung nicht unter 5 Jahren bestraft"

Das ist jetzt schon der zweite domkumentierte Fall!  :o  >:(

Herzliche Grüße
Peter
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Reinhard

Hallo Peter,

immerhin!
Er hätte ja auch ein chinesisches Schriftzeichen anbringen können.
Aber dann hätte ich ihn vor dem Standesgericht des Forums wegen groben Unfugs und Mikroskop- bzw. M.Besitzerquälerei verklagt!
Jawohl!
>:( >:( ;D

viele wildentschlossene Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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ortholux

Zitat von: Michael Lüttgen in November 26, 2014, 06:46:15 VORMITTAG
Ich bin beeindruckt wie professionell das jetzt geworden ist, toll! Wie bekommt man denn diesen Schatten hin?

Ohne gutes Ausgangsmaterial geht sowas nicht. Das Lob gebührt also Reinhard.

Den Schatten malt man sich, verzerrt ihn ein bißchen, malt noch einen zweiten und verzerrt ihn in die andere Richtung. Dann stell man die Transparenz ein und radiert mit einem ganz weichen Pinsel alles überflüssige weg.

Naja - das in aller Kürze.

Wolfgang