Reinigung Mikroskop

Begonnen von Reinhard, November 17, 2014, 19:52:14 NACHMITTAGS

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Reinhard

Hallo Freunde,

ich möchte Eure gesammelten Erfahrungen bezüglich Reinigung von (schwarzen) Mikroskopen abrufen. Meine Neuerwerbung scheint gut "im Lack" zu sein, ist aber ein bißchen knüsselig (internationale Lautschrift: ['knüzelich] ), das heißt, es zeigen sich Schmierfilme, wahrscheinlich durch altes Fett.
Mit warmem Wasser und etwas Spüli geht das nicht ab, es verteilt sich nur anders. Wie würdet ihr vorgehen? Mit Waschbenzin ja wahrscheinlich nicht. Wie wär's mit Xylol? Oder Alkohol?
Danke für Tips!

viele Grüße
Reinhard

seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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reblaus

Hallo Reinhard -

Mich wundert, dass Spüli (= Schmierseife) nicht funktioniert - nimm es als zunächst konzentriert, ohne zusätzliches Wasser, auf Mikrofasertuch, diese Fasern heben Fett etc. besser ab als Baumwolle.
Wenn das nicht geht:
Kalter Alkohol löst Fett nicht, Xylol ist gut, aber stinkt.  Nimm Wundbenzin = Petrolether (Kp 40-60 °C), das riecht weit angenehmer und verfliegt im Nu, ohne dass ein ekliger Rest schwerflüchtiger Substanzen zurückbleibt, wie das beim "Reinigungsbenzin" der Fall ist. Außerdem habe ich nie beobachtet, dass der Lack davon angegriffen wird.

Viel Erfolg!

Rolf

Werner


Ein preiswertes Reinigungsmittel ist auch Petroleum (Lampenöl - aber ohne Duft!).

Einige Minuten wirken lassen, dann mit Klopapier oder einem Tuch trockenwischen. Ein eventueller verbleibender Film kann leicht mit Isopropanol oder Alkohol entfernt werden.
Petroleum läßt sogar Reste von Klebeschildern oder Klebeband so quellen, daß alles leicht abgerubbelt werden kann.

Gruß   -   Werner


Reinhard

Hallo Freunde,

danke für die Tips!!
Werde alles ausprobieren.
Vielleicht hatte ich das "Spüli" zu sehr vedünnt.

schönen Abend noch
Reinhard
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Peter V.

Hallo Reinhard,

mein Lieblingsmittel für derartige Zwecke ist das bereits von Dir erwähnte Wundbenzin.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Hugo Halfmann

Hallo Reinhard,

für die allermeisten Fälle nehme ich auch Wundbenzin, PZN 0728379, oder, wenn keine optischen Teile gereinigt werden sollen, Waschbenzin aus´m Baumarkt (oder Kodi), das kostet die Hälfte.
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Michael L.

Hallo Reinhard,

Ich habe schon viele Geräte gereinigt ich fange immer mit klarem Fensterreinigungsspray an um die Grundverschmutzung zu entfernen (nicht die Optik!) dann nehme ich Wundbenzin das löst alle Schmierstoffe, manchmal sind noch Rückstände vorhanden die dann mit 70% Alkohol löslich sind. Diese Mittel haben bei mir noch keine Lackierung geschweige denn Emailierung angegriffen. Vorsicht ist geboten bei Aceton und Xylol denn diese greifen Lacke an, manchmal braucht man aber auch diese Lösungsmittel die sollten dann aber vorwiegend auf vernickelten oder verchromten Teilen zum Einsatz kommen. Meistens verwende ich am Schluss noch einen fusselfreies Tuch um mit Balistol übrigen Schmurtz zu entfernen und alte, etwas matte Lacke aufzufrischen, das kann Wunder wirken. Ich höhre jetzt die Aufschreie derjenigen die Angst vor Ölen haben😀 Natürlich nur hauchdünn anwenden, niemals Optik damit berühren und nach der Behandlung mit trockenem Tuch gründlich abreiben. Es ist erstaunlich wie schön insbesondere die schwarzen Geräte nach einer solchen Reinigung wieder werden.

Viele Grüße

Michael

Reinhard

#7
Hallo Freunde,

aus dem leicht "knüseligen" Teil ist dank Eurer Hilfe ein ansehnliches WL geworden. Nun würde ich noch gerne das Namensschild des Vorbesitzers entfernen, ohne daß es Löcher hinterläßt. Wie könnte das Schildchen festgemacht sein?
Schräubchen sind es jedenfalls nicht.Kleine Nieten?



viele Grüße
Reinhard

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l'œil armé

Wenn man so etwas sieht, dann fängt man an, die grauen , beigen und hammergeschlagenen Lacke zu verfluchen.

Aber vor einigen Jahren hat mir mal ein Außendienstler einer renommierten deutschen Optikschmiede gesagt:"Ach wissen Sie, die Geräte sehen mit den hellen, modernen Lacken schneller hässlich aus. Meine Hoffnung ist, dass sich der Kunde dann auch schneller von seinem Altgerät verabschiedet. Darum finde ich die schwarzen Lacke eher - naja, gut dass die Zeit vorbei ist."

In diesem Sinne: Gut geputzt!

Wolfgang
"Du" fänd' ich absolut in Ordnung

das schönste: Zeiss Lumipan
das liebste: Leitz Ortholux/Panphot
das beste: Zeiss Axiomat

Ich bin übrigens keineswegs mit meinem Umfang an Intelligenz zufrieden; ich bin lediglich froh, mit meiner Dummheit so weit gekommen zu sein.

Peter V.

Hallo Reinhard,

sag mal - bist Du im Nebenjob Werbefotograf? Das Gerät ist zweifellos schön - aber wie Du es in Szene gesetzt hast, ist ja der helle Wahnsinn  :o  Abgesehen davon, dass ich es niemals schaffen würde, das Gerät so in Szene zu setzen, habe ich einen kleinen Mangel entdeckt: Das alte Problem mit dem Hintergrund  ;) Man sieht die Photoshop-Spuren, er ist nicht homogen weiß. Ansonsten bewundere ich wirklich Deine Aufnahmetechnik, letztens hattest Du schon so ein "geiles" Foto (ich meine, Deines GFL) gepostet.

Ws das namensschild betrifft: Es wird wohl genietet sein. Ohne, dass es Löcher hinterläßt, wird es wohl kaum entfernbar sein.  :-\

Herzliche Grüße
Peter




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Werner

Hallo Reinhard!

Das sind keine Nieten, sondern "Kerbstifte", die werden einfach in ein vorgebohrtes Loch genagelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_%28Maschinenbau%29

Zum Entfernen ein Messer unter das Schild nahe dem Stift stecken und diesen heraushebeln.
Oder ihn mit einem Elektronik-Seitenschneider (Schneidkante ganz unten) packen und rausziehen.

Das verbleibende Loch mit schwarzem Siegellack oder rußgeschwärztem Wachs verschließen.

Gruß   -   Werner

P.S. Wie heißt der Lehrling beim Zoll?  -->  Filzstift

Reinhard

Hallo Peter,

die Aufnahmen wurden in der Tat mit einigem Aufwand gemacht, d.h. mit zwei Studioblitzen, Lichtwannen von 120 x 80 cm und einem größeren weißen Hintergrund. Die Struktur des Hintergrundes wurde mit Photoshop entfernt, ebenso der Name auf dem Schildchen.
Das Rohbild hat dann etwa so ausgesehen:



wenn ich nicht gerade Sachphotographien mache, hole ich mir gelegentlich kleine Tiere aus dem Garten und portraitiere sie, wenn sie so lieb und freundlich sind wie dieses Jaguarkätzchen "Rica" (aus dem Krefelder Zoo) ;D ;D ;D



viele Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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Jürgen H.

Lieber Peter, wie kann man nur bei so einem schönen Mikroskop noch auf den Hintergrund schauen, tsss...

und ich bin immer noch geblendet..... so ähnlich muss es wohl ausgesehen haben, das gute Stück, wegen dem ich mir als Jugendlicher mit begehrlichem Blick die Nase an der Schaufensterscheibe platt gedrückt habe... Und was habe ich jetzt? Ein langsam gilbweisses statt diesem edlem Schwarz. Grrrr....

Reinhard ich gratuliere zu diesem  schönen Stück!


Jürgen

Reinhard

Hallo Werner,

danke für den Tip; ich weiß aber nicht, ob ich mich das traue.

schönen Abend noch allen

Reinhard
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reblaus

Hallo Reinhard -

ist ja schon alles gesagt - aber zur Sache:

nach Entfernung solcher Schilder ist es mir selten gelungen deren Restspuren komplett zu beseitigen - so ähnlich wie bei alten Bildern auf sehr alten Tapeten.
Aber bei dem schwarzen Lacke ist das vielleicht kein Problem!

Viele Grüße

Rolf