Canon EOS 550D an 23,2mm-Tubus anschliessen?

Begonnen von Nochwas, November 27, 2013, 20:06:23 NACHMITTAGS

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the_playstation

Hallo,

Ich glaube die ganze Thematik Kameraadaption ist recht problematisch und komplex.
Welche Objektive werden verwendet,
welches Okular, Projektiv oder welcher Adapter.
Welche Chipgröße, ...

Der eine hat mit Setup xy super Ergebnisse. der andere mit sehr ähnlichem Setup ein schlechtes Ergebnis.

Glaube, der beste Weg ist das vorherige, provisorische Ausprobieren oder die Hilfe eines anderen Mikroskopikers in der Nähe,
der einem mit der Adaption hilft oder vieleicht zum Testen Adaptionskomponenten mitbringt.

Je nach Objektiv muß auskorrigiert werden. In wieweit das verwendete Okular, die Relais-Linse, ... das auch 100% tut?
Und das Sichtfeld an die Chipgröße anpaßt?

Leider gibt es von der Industrie (merkwürdigerweise) noch kein passenden, halbwegs günstigen, universellen Adapter.
Dabei dürfte das doch eigentlich kein Problem darstellen.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

JB

Zitat von: the_playstation in Dezember 13, 2013, 12:39:40 NACHMITTAGS
universellen Adapter

;D

Wie soll denn das gehen? Ein universeller Adapter, der alle Objektiventwicklungen und Kompensationsokulare, von den 80ern (1880ern, bei Lomo) bis zu den Nikon CFN abdeckt??

Eine universelle Loesung gibt es ja: Okular des Herstellers+Kameraobjektiv. Warum man sich nur so gegen diese optisch fast ideale und auch noch kostenguenstige Loesung stemmt??

Jon

TPL

Zitat von: the_playstation in Dezember 13, 2013, 12:39:40 NACHMITTAGS(...)Leider gibt es von der Industrie (merkwürdigerweise) noch kein passenden, halbwegs günstigen, universellen Adapter.
Dabei dürfte das doch eigentlich kein Problem darstellen.(...)

Hallo Jorrit,

anders 'rum wird ein Schuh draus: leider überfallen uns Industrie und Handel gelegentlich mit vermeintlichen Universal-Adaptern, die zwar mechanisch einigermaßen universell sind, aber optisch nur zu ganz bestimmten Mikroskopen passen.

@ Dominik (Nochwas): Soweit ich weiß, verwendete LOMO (wie nahezu alle anderen Herrsteller dieser Zeit) kompensierende Optik. Bei diesem System der Fehlerkorrektur erfordert ein Objektiv zur Reduzierung seiner Restfehler ein darauf abgestimmtes, nämlich kompensierendes, Okular (oder Projektiv). Solange Du keine kompensierende Optik für Deine Adaption einsetzt, ist es egal, ob Du Achromaten oder Apochromaten einsetzt: ein erheblicher Teil der optischen Fehler (chromatische Vergrößerungsdifferenz, Bildfeldebnung) bleibt dann unkorrigiert. Das kann im Einzelfall gut ausgehen, besonders wenn man duch einen vergrößernden Adapter nur den fehlerärmeren Mittelteil zur Bildgebung nutzt. In der Regel sind Ergebnisse mit solchen Lösungen aber unbefriedigend.

Grüße, Thomas

Klaus Herrmann

#33
Hallo zusammen,

ZitatEine universelle Loesung gibt es ja: Okular des Herstellers+Kameraobjektiv. Warum man sich nur so gegen diese optisch fast ideale und auch noch kostenguenstige Loesung stemmt??

Was Jon schreibt ist absolut richtig. Nur gibt es den wirklichen "Universaladapter" schon deshalb nicht, weil die mechanische Adaption fast immer individuelle Lösungen erfordert.

Bei weitgehend auskorrigierten Unendlichsystemen hat man es oft leichter: da braucht man keine Kompensationsoptik. Ich habe so am Axioplan eine Canon EOS 600 adaptiert und am Olympus BX 50 ebenfalls. Diese Adaption hatte ich auch schon vorgestellt. Das sind nur "Ofenrohre" im richtigen Abstand (Auflagemaße sind zu beachten)

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=14927.0
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Nochwas

Hallo,
gerade hatte ich Zeit, meinen neuen Amscope-Canon-Adapter zu testen.
Konfiguration: Lomo-Biolam-Mikroskop mit Kondensor 1,4 N.A., 70fach Wasserimmersions-APO-Objektiv (Lomo), Canon EOS 550D, LED-Beleuchtung, Amscope-Mikroskop-Adapter.
Alle Aufnahmen im RAW-Modus gemacht und in Lightroom entwickelt.
Mein erster Test ist hier eine Pleurosigma angulatum. Die Poren im Kalkskelett dieser Kieselalge sind etwa 0,6 Mikrometer im Durchmesser. Daher wird sie gerne als Test-Diatome verwendet, mit deren Hilfe man das Auflösungsvermögen eines Objektivs nachkontrollieren kann.

http://i1036.photobucket.com/albums/a444/Nochwas/PLeurosigmaangulatum-1_zpsa86df5a9.jpg

Und nun ein mit CombineZ gestacktes Bild der Kieselalge (aus 4 Aufnahmen):

http://i1036.photobucket.com/albums/a444/Nochwas/Pleuro_out_zps8e347422.jpg


Ich bin mit der Qualität des Adapters zufrieden. Für 100,- Euro kann man nicht meckern...

Nochwas

P.S.: bei Photobucket hochgeladene Bilder werden automatisch deutlich "eingedampft" - weswegen Ihr leider nicht die volle Originalauflösung der Bilder bekommt...


hinrich husemann

Zitat von: hinrich husemann in Dezember 05, 2013, 18:11:26 NACHMITTAGS
Hallo,
ich mache es seit Langem mit einem "selbstgestrickten" Stativ (siehe Bilder). Es nimmt nicht viel Platz ein und man kann beliebige Kameras mit beliebigen passenden Objektiven freischwebend - also berührungslos - über dem Photo-Tubus anbringen. Zumindest für Endlichoptik gut brauchbar. Was man zusätzlich benötigt, ist nur ein Kamera-Adapter für astronomische Fernrohre; Letzterer durchaus erschwinglich.
Ist vielleicht nicht so "elegant", aber m. E. sehr flexibel.

P.S.: die schwarze "Tasse" unterm Kamera-Objektiv verhindert nur störenden Licht-Einfall.



Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann


Klaus Henkel

Zitat von: Nochwas in Februar 26, 2014, 22:13:46 NACHMITTAGS

Mein erster Test ist hier eine Pleurosigma angulatum. Die Poren im Kalkskelett dieser Kieselalge sind etwa 0,6 Mikrometer im Durchmesser. Daher wird sie gerne als Test-Diatome verwendet, mit deren Hilfe man das Auflösungsvermögen eines Objektivs nachkontrollieren kann.

Ja, Nochwas. Da hätten Sie recht, wenn Sie das 1920 geschrieben hätten. Damals verwendete man noch oft Objektive unbekannter Herkunft, die von miserabler Qualität waren, ausgenommen solche von Carl Zeiss, Jena, oder Ernst Leitz, Wetzlar. Später nach 1945 war Pleurosigma angulatum eigentlich out. Da gab es keine Objektive mehr, die bei einer num. Apertur von 0,60 bis 0,65 die Areolen von Pl. ang. nicht aufgelöst hätten. Hinzu kommt, daß gerade diese Diatomee in ihrer Länge bei der vegetativen Vermehrung stetig abnimmt, bis ihre Nachkommen nur noch etwa 70% der Länge ihrer Urururgroßmutter haben. Die Areolen haben also keine konstante Größe.

Heute dient Pl. ang. oft als willkommenes Objekt, um die Eigenart, Justierung und Qualität des Beleuchtungsstrahlengangs im Mik zu prüfen.

Grüße!
KH

reblaus

Das hat mich auch schon gewundert, dass mir vorher nie ein Hinweis auf die recht variable Größe der Individuen und Areolen von P. angulatum begegnet ist - zumindest nicht im Zusammenhang mit deren Eignung als Testobjekt.

Viele Grüße

Rolf