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Okular-Mikrometer

Begonnen von schneewitchenrot1, Oktober 31, 2015, 16:11:08 NACHMITTAGS

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schneewitchenrot1

Hallo Herbert,

danke nochmal. Schau ich mir auf jeden Fall mal an. Ich bin gerade noch auf eine Software gestoßen, mit der ich vielleicht auch im Nachhinein am Bildschirm die Größe bestimmen kann. Sie heißt " Digam". Ich muss nur mal schauen, wie ich diese kallibriere. Dafür schau ich oben nochmal in die Anleitung, vielleicht läßt sich da was machen.

Viele Grüße, Kirsten

Gerd Schmahl

#16
Hallo Kirsten,
genauso wie ein Okularmikrometer:
Objektmikrometer mit allen Objektiven einmal fotografieren und dann die Pixel einer Strecke auszählen, um zu berechnen welche Strecke ein Pixel bei welcher optischen Kombination abdeckt. Falls Du verschieden Projektive benutzt, musst Du das für jede Objektiv-Projektiv-Kombination machen. Dazu muss die Kameraadaption aber fix und immer gleich sein. Mit Digikam ans Okular und vielleicht noch reinzoomen bekommt man natürlich keine reproduzierbaren Ergebnisse.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

talrand

#17
<Ihre Bemühung um die Ein-Eindeutigkeit und Reinhaltung des Begriffs Eichen verstehe ich sehr wohl. Aber weil man in jedem Gesundheitsladen eine geeichte Waage kaufen kann, aber keine "kalibrierte", ist es ein Kampf auf verlorenem Posten.>

Hallo lieber Klaus Henkel,
falsch, das sind wirklich geeichte Waagen mit mehreren Jahren Gültigkeit der Eichung, gleiches gilt z.B. für Fieberthermometer, egal ob digital oder Hydrargyrum-analog.
Und es geht keinesfalls um "korrekte" Begriffe wie Schraubendreher anstatt -zieher, oder Inbus bzw. fälschlicherweise Imbus und richtigerweise Innensechskantschrauben.

Griaß Gottle
Randolf
Und sorry for being off topic
Randolf aus Duisburg

Hund Medicus HF mit schiefer Beleuchtung (Kreutzblende) und Dunkelfeld.

schneewitchenrot1

Hallo Gerd, vielen Dank für die Informationen. Dann werde ich vermutlich das zuerst mal ausprobieren.

Viele Grüße, Kirsten

treinisch

Hallo Herr Henkel,

Zitat von: Klaus Henkel in November 02, 2015, 13:21:46 NACHMITTAGS
Sie und Ihre Branchenkollegen können noch so sehr auf korrekte Anwendung von gesetzeskonformen und branchenüblichen Begriffen beharren, dennoch werden Sie keinen durchschlagenden Erfolg haben. Der Begriff Eichen ist schon längst allgemein in die Alltagssprache übernommen worden, populär.

ich hoffe, man erlaubt mir eine kleine Anmerkung! Der Begriff ,,eichen" ist keinesfalls in die Alltagssprache übernommen worden, sondern ist schon seit Jahrhunderten standardsprachlich. Es handelt sich schlicht und ergreifend um das deutsche Wort für den später aufgekommenen ehedem bildungssprachlichen Romanismus ,,kalibrieren". Und noch etwas mehr ...

Da DIN, Gewerbeordnung und UWG außerhalb des gewerblichen Verkehrs keinerlei Befugnis für eine solche Okkupation besitzen, finde ich es einmal mehr schade, dass der sprechende Bürger sich derlei einfach so gefallen lässt, insbesondere bei so einem hübschen alten Wort.

Streng genommen müsste es ja eigentlich sogar umgekehrt sein. Eichen bedeutet mensurare / probare der Abgleich mit einer vorgegebenen Norm, dem caliber, steckt ja eher im Kalibrieren. Aber naja, so ist das halt.

vlg

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Lupus

Hallo Timm,

ZitatDa DIN, Gewerbeordnung und UWG außerhalb des gewerblichen Verkehrs keinerlei Befugnis für eine solche Okkupation besitzen, finde ich es einmal mehr schade, dass der sprechende Bürger sich derlei einfach so gefallen lässt, insbesondere bei so einem hübschen alten Wort.
muss er sich auch nicht gefallen lassen. Es ist im Übrigen nicht neu, dass Begriffe sich ändern oder für einen beschränkten Kreis eine doppelte Bedeutung bekommen, da regt sich keiner darüber auf. Früher sagte man Weib statt Frau, Jäger nennen Blut Schweiß, und für Juristen bedeutet "grundsätzlich" etwas anderes als für die Allgemeinheit. Nur weil "eichen" durch eine DIN 1319 und das Eichgesetz in Beschlag genommen wurde, ist es nicht verwerflich, es auch anders zu verwenden - auch wenn es von "Technokraten" so gesehen wird. Übrigens: bereits ab dem Mittelalter gab es bei uns das Eichwesen, ein schönes Beispiel ist der Ulmer "Keplerkessel", der zur Kontrolle der alltäglichen Maßgefäße verwendet wurde. Wer weiß, ob der Begriff "eichen" nicht schon damals auch dafür verwendet wurde?

Hubert

talrand

#21
Hallo Timm,
Interessant ist, dass der Begriff Kalibrieren aus der Militärtechnik kommt, und zwar zum Einen bezüglich des Ausmessens des Kalibers eines Geschützrohres und aus dem Bemühen einheitliche, d.h. genormte Munition bzw entsprechende Kanonenrohre zu erstellen. Davor gab es ein wüstes Durcheinander von Kalibern und unpassenden Kartuschen/ Geschossen in der Kanonentechnik bzw. Geschütztechnologie.
Das führte übrigens zur Erstellung erster Normen für die Rüstungsindustrie im damaligen deutschen Kaiserreich,
den sogenannten DIN-Normen.

Randolf
Randolf aus Duisburg

Hund Medicus HF mit schiefer Beleuchtung (Kreutzblende) und Dunkelfeld.

Oecoprotonucli

Hallo Freunde des Offtopics,

mich würde nun noch interessieren, was der Begriff eventuell mit dem Baum Eiche zu tun hat.

Ich finde übrigens, dass man beides nicht so eng sehen sollte:

1) Wenn der Begriff "Eichen" umgangssprachlich verwendet wird,

2) Wenn hier auf die spezielle, festgelegte Bedeutung hingewiesen wird. Hier sind ja einige Wissenschaftler/Ingenieure, und die sollten schon wissen, dass der Begriff "reserviert" ist. Ich wußte es bereits, aber trotzdem Danke für den Hinweis...

Und Entschuldigung an Kirsten, die nun die für sie relevanten Fragmente aus dem Faden fischen muss...

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Herbert Dietrich

Hallo Sebastian,

laut Wikipedia "Eichung (von mhd. īchen ,,abmessen, visieren", das auf lat. aequus ,,eben, gleich" zurückgeht"
demnach ist das also verwandt mit Äquator, Äquinoktien und so weiter.

Herzliche Grüße
Herbert

Oecoprotonucli

Hallo Herbert,

also Mittelhochdeutsch und Latein - Danke. Auch wenn ich die Ähnlichkeit zwischen "aequus" und "ichen" nicht so ganz erkenne...

Besten Gruß

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)