Lumipan Kondensorjustierung

Begonnen von felix, August 30, 2009, 22:27:07 NACHMITTAGS

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Nomarski

Hallo felix,

ZitatGenau das ist es!  Was ist die "entsprechende Stellmöglichkeit"? Meinen Sie die Verschiebung für die schiefe Beleuchtung?

Was Sie von oben im Fuß verstellen können, ist die Aperturblende. Es ist eine Iris, die man verstellen kann.
Um diesen Stellring befindet sich ein Rahmen mit einer Stellschraube. Durch das Drehen der Stellschraube wird der Aperturblendeneinsatz in der Rahmenführung bewegt. Desweiteren läßt sich noch der Rahmen drehen, daß man die Aperturblende also in alle Richtungen bewegen kann.
Vielleicht ist die Führung bei Ihnen festgeharzt, so daß sich deswegen die Aperturblende nicht bewegen und somit auch nicht zentrieren/dezentrieren läßt.

Gruß
Nomarski

felix

OK, verstehe.  Das ist das was ich "Simulation" einer richtig zentrierten Iris genannt habe.
"Du" angenehm.

Nomarski

Na fein,
haben Sie auch schon den Kardeoiden ausprobiert? Der nimmt nur Öl und ist nicht so tolerant wie der Ultra-Kondensor von Zeiss-West. Man könnte meinen, der ist für dünnere Objektträger gerechnet.

felix

Hallo Nomarski,

es tut mit leid, daß ich so schwerfällig Ihre Unterscheidung zw. Leuchtfeldblende und Leuchtfeldiris nachvollzogen habe.  (Bei "Blende" dachte ich, von der Photographie kommend, ohne weiteres an eine Iris.)  Die Unterscheidung ist beim Luimipan in mindestens einer weiteren Hinsicht wichtig:

"Normalerweise" (zB bei meinem Zeiss Standard) bewegt man beim Köhlern den Kondensor bis die Lamellen der Leuchtfeldiris scharf erscheinen.  Nicht so beim Lumipan (wie ich irrtümlich geschrieben habe)!  Hier muß tatsächlich (bei weit geöffneter Iris) die Leuchtfeldblende scharf erscheinen.  Die sieht man übrigens nur gut bei Verwendung eines schwachen Okulars (etwas 5x).  Erst dann hat man die optimale Beleuchtung hergestellt.  Beim pankratischen System muß man also etwas umdenken: Die Leuchtfeldiris spielt hier gewissermaßen die Rolle der Kondensoriris bei Mikroskopen mit Kondensoren fixer Apertur.

Zum Kardioid:  Ja, den habe ich auch schon ausprobiert.  Das Dunkelfeld bekomme ich hin (mit einem Objektiv  60/0,7-1).  Da ich aber keine Erfahrung mit richtigen (im Ggs. zu selbstgebastelten) Dunkelfeldkondensoren an anderen Geräten habe, kann ich leider keinen Vergleich anstellen.  Die Auflösung des 60/0,7-1 (beidseitig immergiert) im DF ist ausgezeichnet.  Vermutlich werde ich mir dieses Vergnügen jedoch nur ausnahmsweise gönnen.  Das Ölen ist halt ein bissel aufwendig.

Dank u. Gruß!
"Du" angenehm.

Nomarski

Hallo felix,

Zitates tut mit leid, daß ich so schwerfällig Ihre Unterscheidung zw. Leuchtfeldblende und Leuchtfeldiris nachvollzogen habe.
Kein Problem! Ich kenne jemanden, der sein Lumipan verkauft hat, weil er die Bedienung nicht richtig verstanden hat, obwohl ihm das von Fachleuten mehrfach gezeigt wurde.

ZitatNicht so beim Lumipan (wie ich irrtümlich geschrieben habe)!  Hier muß tatsächlich (bei weit geöffneter Iris) die Leuchtfeldblende scharf erscheinen.  Die sieht man übrigens nur gut bei Verwendung eines schwachen Okulars (etwas 5x).
Die Leuchtfeldblende sitzt vor dem Lampenkollektor im Fuß. Das mit den 5x-Okular habe ich nicht ausprobiert, aber wenn ich die Kondensorapertur (Skala) höher stelle als die des Objektivs, wird das Sehfeld irgendwann nicht mehr ausgeleuchtet. Der runde Lichtkreis ist das Leuchtfeld, was sich durch die Stellschrauben zentrieren läßt!
ZitatBeim pankratischen System muß man also etwas umdenken: Die Leuchtfeldiris spielt hier gewissermaßen die Rolle der Kondensoriris bei Mikroskopen mit Kondensoren fixer Apertur.
Richtig, beim Pankraten ist das die Aperturblende! Beim West-Pankraten zum Zeiss-Standard ist das übrigens nicht anders.
ZitatDas Ölen ist halt ein bissel aufwendig.
Sie werden dafür aber auch mit einer höheren Auflösung belohnt! ;)

Weiterhin noch viel Spaß und Freude an diesem Gerät,
das mit den modernen Mikroskopen durchaus noch mithalten kann.