Verbesserung der Kreuzblickmethode durch Ausblenden der äußeren Bilder

Begonnen von rlu, August 16, 2022, 15:23:23 NACHMITTAGS

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rlu

Verbesserung der Kreuzblickmethode durch Ausblenden der äußeren Bilder
Der Kreuzblick sollte bereits erlernt sein.

Ich versuche immer zu viele Dinge gleichzeitig rüber zu bringen, deshalb habe ich den Beitrag noch mal getrennt gebracht.
Ursprünglich hier:
Hautgrieß, Grießkörner, Milie, 3D - Kreuzblickmethode

Hinweise:
Der Sehabstand beträgt vom Bildschirm bis zur Nase ca. 90cm bei einem 24 Zoll Bildschirm.
Bin ich näher dran, dann strengt mich der Kreuzblick an.

Aufpassen der Kopf muß absolut senkrecht zum Monitor sein, sonst geht es nicht.


Ein 3D-Bild besonders bei durchscheinenden Objekten bietet ein Mehrwert an Infos.
Das ist also mehr als nur eine 3D-Spielerei.
Und hier gibt es keine Farbverfälschung wie beim Anaglyphenbild.


Wer es noch bequemer haben will, der sollte das Programm StereoPhoto Maker Pro testen.
Damit lasen sich die Kreuzbilder auch vergrößern und verschieben. F2 und F3 - Taste
V= Vollbild

Über FastStone Image Viewer läßt sich das Programm über einen Shortcut aufrufen.



Verbesserung der Kreuzblickmethode durch Ausblenden der äußeren Bilder:
Man sieht mit dem Kreuzblick drei Bilder. Das in der Mitte ist in 3D. Man kann den Seheindruck beim Kreuzblick wesentlich verbessern, wenn man die beiden äußeren Bilder ausblendet.









Anleitung, um Rahmenbildung in 3D zu erreichen nach Heribert Cypionka:
Wenn man aber mit dem Daumen und dem Zeigerfinger ein L macht. Und mit der anderen Hand auch ein L und damit mit den Fingern einen Rahmen baut,
dann kann man die beiden äußeren Bilder ausblenden und es bleibt nur das Bild in der Mitte stehen.
Es funktioniert auch mit den beiden Händen gebildetes Rohr. Hände nebeneinander nicht hintereinander!
Der Seheindruck ist beim Ofenrohr noch besser, aber nicht so intuitiv.
Wenn ihr also durch den Fingerrahmen mit dem rechten Auge nach links schaut. Linkes Auge ist zu und man darf dann nur das linke Bild sehen.
Solange den Rahmen verschieben bis es paßt. Der Rahmen ist knapp vor den Augen, berührt eigentlich die Nase.
Rechtes Auge schließen. Dann nach rechts schauen mit dem linken Auge. Man schielt also.
Abwechselnd die Augen schließen, es darf jeweils nur ein Bild sichtbar sein!
Evtl. den Abstand der Hände und die Öffnung des Rahmens anpassen.
Dann beide Augen öffnen.
Das verbessert die 3D-Sicht fundamental.
Wie immer mit Picolay. L- Methode kam vom Heribert.
Das mit der Rahmenverkleinerung ist mir dann beim Rumprobieren aufgefallen.
Ich beschreibe das deshalb so aufwendig, weil ich zuerst dachte, es geht hier um eine Konstruktionsmethode, um ein 3D - Bild zu konstruieren,
wie mit dem Daumen.






Anleitung vom Heribert auf http://www.picolay.de/forum/kreuzblick_De.pdf
Die Breite, also der Abstand der Hände so einstellen, dass wirklich nur ein Bild zu sehen ist.
Die Hände mit dem Rahmen so positionieren, also nach links oder schieben, nach vorne oder hinten, dass bei wechselnd geschlossenen Augen nur immer ein Bild sichtbar wird.
Die Hände werden so gehalten, wie wenn man einen Ball vor dem Gesicht fangen/abwehren will.







Alternative 3:
Ein Ausschnitt in einem Papier oder Tonpapier für einen fixen Rahmen hat die Maße 5cm auf 5cm.
Man kann sich auch zwei L-förmige Papiere ausschneiden und diese verschieben bis es einem paßt.

Man kann sich natürlich auch eine Brille basteln

Liebe Grüße
Rudolf

Hier 3D-Kreuzbilder als Beispiel, alle mit picolay erstellt.
1. Putzbein einer Biene.
2. Armleuchteralge
Bitte wie zuvor in der Vollsicht-Ansicht öffnen.

Gerd Schmahl

#1
Hallo Rudolf,
danke für die Anleitung. Ich schaffe das schon lange ganz gut ohne jedes Hilfsmitte, jedoch kann der Erzeuger von Kreuzblickaufnahmen es dem Betrachter schon dadurch ganz enorm erleichtern, dass er Rahmen um die Einzelbilder zieht. Dann merkt man sofort, wenn die Bilder übereinander liegen und das Auge hat auch eine klare Höhen-Bezugsebene.
Hier liegt die Glühwendel einmal hinter und einmal vor der Bezugsebene. An dem Beispiel sieht man auch sehr schön: Nicht jedes Objekt ist geeignet aus der Ebene heraus zu gucken. Immer dann, wenn das Objekt beschnitten ist, also den Rand berührt, tut man gut daran es nicht vor die Bildebene zu setzten, denn wenn wir durch einen Rahmen auf ein dahinter liegendes Objekt schauen, erscheint die Beschneidung normal. Wenn das Objeket vor der Hauptebene liegt wirds am Rand "komisch"
LG Gerd
Mikroskopischer Allesfresser

rlu

Hallo Gerd,

vielen Dank für die Rückmeldung.
Das mit dem Rahmen hat tatsächlich mehrere Vorteile.

Wenn man den Kopf schief hält, dann bekommt man das sofort mit, weil sich die oberen Linien verschieben und nicht mehr auf einer Linie liegen.
Somit kann man den Kreuzblick besser kontrollieren.

Dann ist mir bei Dir aufgefallen, dass du es richtig gemacht hast.
Man muss auch bei Kreuzbildern einen Abstand lassen. Mit Rahmen sieht man das besser.
Dadurch trennen sich die Bilder besser. Mein Bienenbein bräuchte in der Mitte einen neutralen Abstand. Bzw. Rahmen und die Rahmen haben dann einen Abstand.
Wenn man sich ein Kreuzbild über die Software StereoPhoto Maker Pro ansieht, dann kann man den Abstand zwischen den Bildern einstellen.

Das mit der Glühwendel ist ein guter Tipp und funktioniert mit Objekten die nicht durchscheinend sind.
Ich habe oft Objekte, die durchscheinend sind. Wenn ich hier etwas umdrehe, sieht es irgendwie falsch aus.

Liebe Grüße
Rudolf

Anhang: Dein Bild in StereoPhoto Maker geöffnet mit Abstand zwischen den Rahmen.

Peter Reil

Hallo,

meine Meinung dazu: Ein Rahmen mit Abstand der beiden Bilder ist tatsächlich eine Erleichterung für das räumliche Sehen mit Kreuzblick.
Die Hände als Hilfsmittel um die unerwünschten Bilder links und rechts auszublenden, stellt beim Betrachten einen Mehrwert dar.

Viel schwerer fällt das Erlernen der Methode überhaupt. Das kann tatsächlich nicht jeder. Wer es aber einmal geschafft hat, für den tun sich neue, wunderbare Welten auf (auch wenn er auf die oberen Hilfsmittel dann eigentlich verzichten könnte).

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Gerd Schmahl

#4
Hallo Rudolf,
Zitat von: rulDas mit der Glühwendel ist ein guter Tipp und funktioniert mit Objekten die nicht durchscheinend sind.
Ich habe oft Objekte, die durchscheinend sind. Wenn ich hier etwas umdrehe, sieht es irgendwie falsch aus.
Ich glaube hier hast Du was falsch verstanden: Ob das Objekt vor oder hinter dem Rahmen liegt hat nichts mit vertauschten Bildern zu tun. Das sind Einstellungen in PICOLAY, wo es in der Maske für die Erstellung von 3-D-Bildern ein Fensterchen gibt, wo ich den Abstand zum Rahmen bzw. zur Bildschimebene einstellen kann. Negative Werte rücken das Bild nach vorn, positive nach hinten. Wenn ich die Bilder vertausche, werden Vorder- und Hintergrund getauscht und das sieht dann auch bei nicht durchsichtigen Objekten ziemlich falsch aus, wie das nachfolgende Bild demonstriert, in dem ich das linke Bild nach rechts gerückt habe und umgekehrt.
LG Gerd
Mikroskopischer Allesfresser

rlu

Hallo Gerd,

welche Einstellung in picolay verwendest du, um das Bild vor bzw. hinter den Rahmen zu plazieren?
Ich habe etwas rumgespielt so richtig erschlossen hat sich das mir nicht.

Mit Distance oder Abstand kann man die Objekte weiter nach hinten legen, glaube ich.
Der Standard ist gefühlt hinter dem Rahmen. Die Einstellung habe ich noch nie verwendet.

Liebe Grüße
Rudolf

Gerd Schmahl

#6
Hallo Rudolf,
genau, mit  Distance! Negative Werte heben das Bild an, positive rücken es weiter nach hinten. Dabei ist auch dieser Wert wie der z-Achsenwert scheinbar ein Prozentwert zur Bildhöhe.
LG Gerd
Mikroskopischer Allesfresser

witweb

Hallo Gerd,

die Rahmen kann man ja in Picolay erzeugen, geht das auch mit dem Abstand zwischen den Bildern, oder braucht es dafür ein separates Programm?

Beste Grüße

Michael
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Lupus

Hallo Michael.

Zitatdie Rahmen kann man ja in Picolay erzeugen, geht das auch mit dem Abstand zwischen den Bildern ...
ich sehe keinen Vorteil in einem größeren Abstand zwischen den Bildern, sogar Nachteile. Ein Problem beim Kreuzblick ist die anstrengende Konvergenz der Augenblickrichtung. Ein Querformatfoto ist da besonders unbequem, weil das Bildpaar sehr weit auseinander liegt, das sollte man nicht auch noch verstärken. Dazu kommt dass mit zunehmender Breite die Bildpaare von der jeweiligen Augenposition aus trapezförmig verzerrt werden, was kritisch für das Stereosehen ist. Außerdem ist so ein breites "Panorama" empfindlicher bei der richtigen horizontalen Ausrichtung der Augen.

Ich habe zum Vergleich die drei hier gezeigten Bilder etwas hochformatiger zugeschnitten, nach meinem Eindruck sind die Bilder dadurch angenehmer zu betrachten.

Hubert


witweb

Hallo Hubert,

im Prinzip gebe ich dir recht. Allerdings hat es sich gezeigt, dass die Leute sich schon unterschiedlich schwer mit dem Stereosehen tun. Ich z.B. brauche überhaupt keine Rahmen, Trennlinien o.ä. Mit dem von Rudolf gezeigten Bild mit Abstand zwischen den Rahmen komme ich aber auch gut klar.
Andere kommen ohne diese Hilfen nicht aus. Manche wünschen sich wohl auch eine Trennung des Bildpaares in zwei Einzelbilder. Natürlich sollte der Abstand nicht zu groß sein. Dabei spielt sicher auch die Größe der Bilder und die Entfernung des Betrachters vom Bildschirm eine Rolle. Und ob es sich um Parallel- oder Kreuzblick-Bilder handelt.

Ich denke aber auch, es gibt noch einen Unterschied zwischen "krampfhaftem" Erkennen des Steroeffektes und dem angenehmen Betrachten der Bilder. Das "Hochformat" hat da was.

Viele Grüße

Michael
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Lupus

Hallo Michael,

nach meiner Erfahrung ist es sehr entscheidend, wie breit das Bildpaar ist (natürlich bei jeweils gleichem Betrachtungsabstand bzw. Betrachtungswinkel des Monitors). Gerade bei Menschen die Probleme mit dem Kreuzblickverfahren haben ist ein geringer Abstand wichtig. Dazu kommt, dass bei Querformatbildern automatisch die Bildschirmhöhe nicht ausgenutzt werden kann, man betrachtet das Bild dadurch aus einem zu großen (relativen) Abstand und der Stereoeffekt wird geringer. Und der ist sowieso bei Mikrobildern immer etwas schwach ausgeprägt. Ich habe kein Betrachtungsproblem mit breiten, abstands- und rahmenlosen Bildern, nur finde ich dass man bei dem Aufwand den man bei der Stereobilderstellung macht auch gleich die Darstellung optimieren sollte.

Der Parallelblick funktioniert sowieso nur auf einem kleinen Smartphonebildschirm oder mit einem "Miniaturbild" auf dem PC-Monitor da der Augenabstand vom Bildpaar eingehalten werden muss.

Hubert

witweb

#11
Hallo Hubert,

na ja, man weiß ja auch nicht, was für ein Display/Monitor der geneigte User hat. Ich habe auch keine Ahnung, wie das Verhältnis von Parallelblick- zu Kreuzblick-Blickern ist.
Auf jeden Fall ist es eine Überlegung wert, bei den Bildern, soweit möglich, etwas in die Höhe zu gehen.

Viele Grüße

Michael 
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