Erfahrungen mit SwiftCam und Alternativen?

Begonnen von Dirk Schlage, Januar 31, 2020, 21:00:33 NACHMITTAGS

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Dirk Schlage

Hallo Forum,

ich interssiere mich etwas für Mikrophotographie. Das mit dem Smartphone will ich noch weiterverfolgen, evtl. baue ich mir auch mal einen eigenen Adapter.
Aber vorerst würde mich interssieren, was ich denn von einer einfachen Okular-Kamera erwarten kann. Mir schwebt so eine SwiftCam von Swift mit 3MP oder 5MP vor.
Früher habe ich mich an den 5 Megapixeln meiner Canon Powershot G5 berauscht. Aber hier werde ich in aller Regel das Bild beschneiden müssen.

Ist die Qualität überhaupt brauchbar? Bringen die 5MP einen echten Mehrgewinn?

Es gibt recht wenig Beispielbilder im Internet auch sonst kaum Informationen.

Gruß
    Dirk

Mikromanagement

Hallo Dirk

Es ist schon länger her, dass du gepostet hast.
Hast du in der Zwischenzeit eine Swift Kamera erworben?

Ich bin gerade noch etwas unschlüssig, ob ich neben meiner Spiegelreflexkamera, auch noch eine C-mount Kamera anschaffen.

Ein eventuell spannendes Modell wäre die SC1003-CK von Swift.

Viele Grüsse
Oliver

Daniel Scheibenstock

Hi zusammen,

Ich habe ein Swift cam hier. Eine sc1003. Ich starte mal mit dem positiven Punkten:

Apple OS und WIN Kompatibel
Software gut.

Negative Punkte:
Die Bildwiederholrate ist bei voller Auflösung einfach zu wenig (3bps). Das kann vlt. jemand brauchen der ausschließlich fixierte Proben ansieht, aber der Tümmler bekommt eine Krise.

Neutral bewerte ich die Bildqualität, die ist dem Preisangemessen....

Sollten Fragen sein gerne Melden,

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Mikromanagement

Hallo Daniel

Danke für dein Feedback.

Also dann kommt die sc1003 für mich nicht in Frage.

Vielleicht ist die SC2003R-CK eine Alternative?
Theoretisch wäre mit der 20 bps möglich.

vorweihnachtliche Grüsse
Oliver

Marcus_S

Hallo Oliver,

Zitat von: Mikromanagement in Dezember 23, 2025, 17:13:29 NACHMITTAGSIch bin gerade noch etwas unschlüssig, ob ich neben meiner Spiegelreflexkamera, auch noch eine C-mount Kamera anschaffen.

Ich bin überzeugter Nutzer einer Nicht-Fotoapparat-Mikroskopkamera. Aber bei Kameras kann man - meiner Meinung nach - sehr schnell viel Geld versenken. Weißt Du, was Du mikroskopisch machen willst/wirst? Danach würde ich eine neue Kamera auch aussuchen.

Aber laut Werbebildchen kann man mit der Kamera am Lichtmikroskop die DNA-Doppelhelix abbilden... ;-)


Nochmal Grüße von Marcus

Marcus_S

Zitat von: Mikromanagement in Dezember 23, 2025, 18:34:53 NACHMITTAGSVielleicht ist die SC2003R-CK eine Alternative?
Theoretisch wäre mit der 20 bps möglich.

Bei einem kleineren Bildausschnitt angeblich sogar noch mehr!

Aber die hat laut A****n-Bildchen 60 dB (also 10 bit) Dynamikbereich. Angegeben. Und nur 40 dB Signal-Rausch-Abstand. Nach meiner sicher ganz falschen Rechnung bleiben dann 100 nutzbare Helligkeitsstufen je Farbe übrig. Das könnte die Bild-Nachbearbeitung möglicherweise anstrengend gestalten.

Und ich hoffe, daß die mitgelieferte Anpaßoptik zur Qualität Deiner Plan-Neofluare paßt...

Laß das überlegt angehen.

Nochmal Grüße von Marcus


Daniel Scheibenstock

Ich kann da Marcus nur zustimmen ich würde mir das ganze ganz in Ruhe überlegen. Touptek liefert ja auch ganz brauchbare Kameras und was mir dort Sympathisch ist, ist der Fakt das sie für alle Auflösungen die BPS angeben.... Wenn Swift bis zu 20 angibt dann befürchte ich das gilt bei der niedrigsten Auflösung 🫣 die touptek mit Sony 1'' und 20mpx Sensor bringt 15 pbs her...
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Mikromanagement

Hallo zusammen

Also fragt lieber, was ich nicht mikroskopieren will.  :-\

Die Idee zum Mikroskopieren kam bei mir über die Pilze auf, aber nun bin ich dieses Jahr mit den "Einzellern" angesteckt worden. Ist ja schon spannenend, wenn sich etwas im Bild tut.  :)

Ansonsten interessieren mich makroskopisch Heilkräuter, mikroskopisch haben mich Pflanzen aber noch nicht ganz abgeholt.

Und ja irgendwann dann hoffentlich auch mal Bakterien.

Bisher habe ich mit einem Bresser Science Infinity gearbeitet.
Nicht so schlecht, wie viele meinen, aber mit meiner Bastellösung, musste ich für die Kamera immer nachfokusieren.

Viele Grüsse
Oliver

Daniel Scheibenstock

Mit dem infinity scope würde ich ein MFT System Kamera ohne Optik empfehlen!

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Marcus_S

Hallo Oliver,

Zitat von: Mikromanagement in Dezember 23, 2025, 20:59:45 NACHMITTAGSAlso fragt lieber, was ich nicht mikroskopieren will.  :-\

Ist doch nicht schlimm! :-)

Zitat von: Mikromanagement in Dezember 23, 2025, 20:59:45 NACHMITTAGSDie Idee zum Mikroskopieren kam bei mir über die Pilze auf, aber nun bin ich dieses Jahr mit den "Einzellern" angesteckt worden. Ist ja schon spannenend, wenn sich etwas im Bild tut.  :)

*kicher* genau so geht sowas. Deshalb noch einmal meine dringende Anregung: überstürz das mit der Kamera nicht, auch wenn es schwerfällt und Du gleich hübsche Bilder machen willst. Überleg Dir, _was_ Du für Bilder machen willst.

Du hast Dir da ein wirklich hübsches Mikroskop angelacht, das ist Werkzeug, kein Spielzeug. Da hätten vor 30 Jahren so einige Forscherlein davorgesessen und gesabbert. Montier da nicht einfach irgendwas drauf.

Aber Du _kannst_ da wegen der auskorrigierten Optik so ziemlich alles oben auf den Fotorüssel draufmontieren, was irgendwie einigermaßen zentrisch und rechtwinklig und wackelfrei ist, das gibt dann erstmal ein praktisch farbfehlerfreies Bild, wenn auch möglicherweise nicht optimal abgetastet.

Der Sensor einer (vorhandenen) Spiegelreflex wird wahrscheinlich (oder ehr ganz sicher) nicht vollständig ausgeleuchtet werden und es kann (wenn man nicht irgendwie im live-View rummacht, damit kenne ich mich aber überhaupt nicht aus) Probleme (Verwacklungen) mit dem klappenden Spiegel und dem Verschluß geben. Aber für den Anfang sollte selbst das einigermaßen funktionieren.

Eine Astrokamera oder eine Mikroskopkamera mit Kabel zum Rechner dran hat zumindest die Verwackelungsproblematik nicht. Dafür braucht man aber eben einen Rechner am Mikroskopplatz und muß sich ggf. mit der Software rumschlagen. Aber die Chips sind klein genug, daß die komplett ausgeleuchtet werden. Eigentlich so klein, daß man zu wenig vom vom Objektiv erzeugten Bild abbilden kann. Oder man kauft eine Kamera mit großem Chip, aber das kostet dann richtig. Und da bei den Chips wird es dann unübersichtlich und bei den Spezifikationen der Kameras teils noch unübersichtlicher.

Und damit kommt man bei Astro- und Mikroskopkameras (aus Kostengründen) zu dem Problem der optischen Anpassung. Entweder kauft man sich einen zu den Chipdaten passenden Zeiss-C-mount-Adapter (kostet richtig Geld) und schraubt da was drauf oder man bastelt sich was. Oder hofft, daß die mit der Kamera mitgelieferte Optik taugt. Die muß ja nur so gut sein, wie die Plan-Neofluare. Die darf keine neuen Farbfehler oder Verzeichnungen oder Bildfeldwölbungen sowas reinbringen, das ist ja ganz einfach...

Ich hab mich da für Ausprobieren und Basteln entschieden und bin mit dem Resultat zufrieden, das braucht aber Möglichkeiten dazu. Und die (Astro-)Kamera war schon da.

Wenn Du mit mittleren bis höheren Vergrößerungen unterwegs bist/unterwegs sein wirst, dann schiele nicht nach zu vielen Pixeln, das ist völlig unnötig. Mit 6 - 8 MPix bei ordentlicher Anpassung kommt man sehr schön hin (vielleicht nicht mit einem PlanApo 10x/0,4 - es gab hier im Forum vor Kurzem eine Diskussion dazu, es ging da irgendwie um die Abbildung von Cilien. Die Hobbyastronomen sagen: 3 bis 3,5 Pixel je Beugungsring reichen bei Farbkameras. Ein gutes 10x löst etwa 1 µm auf, vergrößert 10fach, also wird ein Beugungsring 10 µm groß, dreifach abgetastet, da kommt man mit einer Pixelgröße von 2,4 µm ohne Anpaßoptik gut hin, bei höheren Vergrößerungen wird es deutlich unkritischer). Und solche - dann kleinen - Bilder saugt man dann auch flott in den Rechner, da können die Tierchen auf dem Objektträger dann auch ein wenig rumzappeln.

Es lohnt, sich das alles mal in Ruhe aufzumalen und die Kameras daraufhin gründlich zu begucken. Und mal etwas konstruktiver: ich schleiche seit ein paar Wochen gedanklich um eine Farb-Astrokamera mit einem Sony IMX676-Chip rum. Soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht... Quadratischer Chip, 10 mm Chip-Diagonale, bei meiner 0,45x-Anpassung also gute Nutzung des 22 mm -Sehfeldes... sabber!


Nochmal Grüße von Marcus