Wo setzt Ihr einen BEREK Kompensator ein?!?

Begonnen von Rawfoto, Juli 08, 2011, 23:58:19 NACHMITTAGS

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Rawfoto

Liebe ForumskollegInnen

Ich bin durch glueck bei einem meiner Einkauffeldzuege zu einem BEREK- kompensator gekommen. Meine suche im Internet haben zu hochtechnischen Beschreibungen gefuehrt, aber leider nicht zu einem Ueberblick der Anwendungen. Die gefundene Bescreibung behandelt Gesteinsuntersuchungen ...

Ich habe ein Olympus BH2 Pol, bisher habe ich aber nur mit den beiden Tintblades gearbeitet um bei Gesteinsduennschliffen huebschere Farben, mein Ziel ist ja die Fotografie....

Meine Untersuchungen haben gezeigt, mit dem Drehrad schwenkt man die optische Einheit ...

Mich wuerde ein Ueberblick ueber die Anwendungsfaelle sehr weiterhelfen ...

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

TPL

Hallo Gerhard,
nicht böse sein, aber das klingt mir schon ein bisschen skurril, dass Du auf einem Einkaufsfeldzug einen Berek-Kompensator bekommst und nun nach einer Anwendung suchst: nach diesem Gerätchen suchen Andere jahrelang!
Der Berek-Kompensator dient zur Ermittlung von Gangunterschieden, v.a. in Gesteinsdünnschliffen, und damit zur Bestimmung der Doppelbrechung eines Minerals. Vorsicht übrigens beim Einsetzen und v.a. Herausnehmen aus dem Tubus: davor sollte die Kompensatorscheibe in Nullstellung gebracht werden, denn ansonsten bleibt sie im Tubus :'(

Übrigens wirst Du an modernen Mikroskopen mit einem breiten Strahlengang keine rechte Freude mit dem recht zierlichen Kompensator haben, denn der wird - zumal in geneigter Stellung - das Gesichtsfeld heftig beschneiden.

Den Begriff 'tintblade' habe ich - obwohl Geologe mit gar nicht so oberflächlicher mineralogischer Ausbildung - noch nie gelesen. Sind damit die Hilfsobjekte Rot1 ('lambda') und lambda/4 gemeint? Meine persönliche Meinung zu dieser Sorte "Einfärbung" von Präparaten habe ich hier gelegentlich schon zum Besten gegeben, und beim Berek-Kompensator gilt das erst recht: das sind Messgeräte. Ob man die Farben mag, ist natürlich subjektiv. Ich finde sie meist kitschig - so als ob man ein schönes schwarzes Mikroskopstativ in metallic-pink lackieren würde ::).

Herzlichen Gruß, Thomas


PS: ich tausche übrigens gerne Deinen Kompensator gegen einen schönes Hilfsobjekt Rot1 mit einem größeren Durchmesser ;D

Rawfoto

Hallo Thomas

Ich suche nicht nach "einer" sondern nach "weiteren" Anwendungen! ==> die von Dir beschrieben kenne ich ja schon :-)

Das mit dem Suchen, tja, da bin ich entweder gut oder habe viel Glück ...

Der Begriff "Tintblade" kommt aus den Olympusmanual, der Preisliste und den Prospekten und wird auch bei anderen Firmen in der USA eingesetzt und es sind die beiden Lambdas gemeint ...

Die habe ich natürlich auch & so wird's mit Deinem Angebot nix! Aus dem würde auch so nicht's werden ==> da spricht der Menschenverstand dagegen! Die Relation passt einfach überhaupt nicht und man müsste schon ordentlich dumm sein und darauf einzugehen ...

:-)

Gerhard
Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

olaf.med

#3
Hallo Thomas,

ZitatDen Begriff 'tintblade' habe ich - obwohl Geologe mit gar nicht so oberflächlicher mineralogischer Ausbildung - noch nie gelesen. Sind damit die Hilfsobjekte Rot1 ('lambda') und lambda/4 gemeint? Meine persönliche Meinung zu dieser Sorte "Einfärbung" von Präparaten habe ich hier gelegentlich schon zum Besten gegeben, und beim Berek-Kompensator gilt das erst recht: das sind Messgeräte. Ob man die Farben mag, ist natürlich subjektiv. Ich finde sie meist kitschig - so als ob man ein schönes schwarzes Mikroskopstativ in metallic-pink lackieren würde Augen rollen.

Ich glaube hier liegt eine (typisch amerikanische ???) Sprachverwirrung zugrunde. In der Pol-Mikroskopie im ausgehenden 19.JH benutzte man die teinte sensible zur Visualisierung kleinster Gangunterschiede. Das ist ein sehr empfindliches Violett, das bei Überlagerung geringer Gangunterschiede  nach Rot oder Blau umschlägt. Zur Erzeugung  benutzte man aber eine Kleinsche-Platte, einen 3,75 mm dicken Quarz-Kristall senkrecht zur optischen  Achse geschnitten, der zwischen parallelen Polarisatoren diesen Farbton erzeugt. Künstliche Zwillinge aus jeweils einem links-drehenden und einem rechts-drehenden Kleinschen Quarz-Kristall sind die Soleil-Platten, die man als Halbschattenplatten z.B. in Polarimetern einsetzt.

Ich bin sicher, dass das Wort tintplate daraus abgeleitet wurde und heute fälschlich für ein Rot I benutzt wird, das ähnliche Wirkung zeigt.

Gruß, Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

TPL

Zitat von: Rawfoto in Juli 11, 2011, 15:23:58 NACHMITTAGSIch suche nicht nach "einer" sondern nach "weiteren" Anwendungen! ==> die von Dir beschrieben kenne ich ja schon :-) (...)

Der Begriff "Tintblade" kommt aus den Olympusmanual, der Preisliste und den Prospekten und wird auch bei anderen Firmen in der USA eingesetzt und es sind die beiden Lambdas gemeint ...

Die habe ich natürlich auch & so wird's mit Deinem Angebot nix! Aus dem würde auch so nicht's werden ==> da spricht der Menschenverstand dagegen! Die Relation passt einfach überhaupt nicht und man müsste schon ordentlich dumm sein und darauf einzugehen ...

Hallo Gerhard,
mit etwas Geschick wirst Du Dir mit dem Gerätchen auch die Nasenhaare entfernen können. Ansonsten fällt mir nur der eigentliche Zweck dieses Instruments ein. Mein Menschenverstand ist vielleicht durch die "tintblades" (oder "Lambdas"?) ein bisschen getrübt. Aber wenn das so im Olympusmanual steht, kann man da wohl "nicht's" machen.

Wohl kompensierte Grüße, Thomas