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GEOLOGIE: Granit-Umwandlung

Begonnen von Holger Adelmann, September 18, 2011, 15:10:21 NACHMITTAGS

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Fahrenheit

Lieber Holger,

erst mal danke für den schönen Thread mit den interessanten Erläuterungen!

Lieber Gerhard,

hier der Link auf die Seite der Firma Krantz in Bonn:
Geologisches Warenhaus Krantz

Auch ich habe dort schon Schliffe machen lassen - man berät Dich dort auch gerne telefonisch. Außerdem verfügt man bei Krantz auch über große Lagerbestände. Du musst also kein eigenes Handstück haben, sondern kannst auch eines aus dem Fundus schleifen lassen. Der Kaufpreis kommt dann natürlich noch zu den Kosten für den Schliff dazu.
Die Qualität ist nach meiner Erfahrung erstklassig.

Allen herzliche Grüße
Jörg
Hier geht's zur Vorstellung: Klick !
Und hier zur Webseite des MKB: Klick !

Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

TPL

Zitat von: Ragin in September 23, 2011, 22:33:44 NACHMITTAGSIch finde es aber schon auch extrem aufwändig, einen solchen Weg zu gehen, wo du auch noch erklären musst, wo was wie zu schneiden ist etc.

Hallo Rainer,
ich gebe (beruflich) nicht selten Schliffe in Auftrag. Natürlich ist es immer gut, zu besprechen, was man Besonderes haben möchte, aber für genauso wichtig halte ich es (und auch die Präparatoren), dass unabhängig vom Gespräch ganz klar auf der Probe bezeichnet wird, wo der Schnitt lang gehen soll. Dazu ziehe ich mit einem schwarzen, mittelbreiten Edding zwei halbwegs parallele Linien um das Handstück. Der Präparator kann dann den Schnitt dazwischen legen und braucht sich nicht an die Details unserer langatmigen Unterhaltung zu erinnern ;).

Wichtig ist auch, beide Hälften deutlich und groß zu beschriften, damit hinterher die richtigen Reste zusammenkommen. Schmutzige oder staubige Handstücke sollten vorher abgewaschen und ordentlich getrocknet weren, da sonst die Beschriftung nicht haftet oder beim Schneiden abgespült wird. Noch eine Hilfe: vor der Abgabe und nach dem Abschleifen der Klötzchen je ein Bild der Proben mit ihren Bezeichnungen machen lassen (oder es selber tun, wenn der Präparator es nicht übernimmt). Es gibt kaum etwas Blöderes, als wenn nach stundenlanger Arbeit Zweifel aufkommen, welches Klötzchen zu welchem Handstück und welcher Schliff zu welchem Klötzchen gehört ::).

Viel Erfolg, Thomas


Ragin

Hallo Thomas,
Ich hab schon eine Vorstellung, wie man das in Profikreisen so macht mit den Proben. Ich hatte wirklich nicht die Absicht, in dieser Liga mit zu mischen, nur weil ich ne Steintrennsäge besitze, nicht mal ne besonders gute. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, so was als Winterarbeit zu betreiben und mal ein paar Schliffe zu machen. Da würde ich mich aber auch lieber bei einem befreundeten Geologen in der Werkstatt einmieten, wo ne komplette Ausrüstung aus einem ehemaligen Unilabor zur Verfügung steht. Er selbst macht damit hauptsächlich Schmuck und andere schöne Dinge, wie Kugeln beispielsweise. Ich denke halt, dass es nicht wesentlich mehr Aufwand bedeutet, ob ich einen oder 5 Scheibchen abschneide oder aufklebe. Das schleifen dazwischen ist etwas mehr, ok, aber es muss ja nur plan und feiner werden ohne wesentlich was runter zu nehmen, will dafür mal 5 Minuten pro Probe veranschlagen, da ist das ganze Versenden etc. wesentlich aufwändiger. Ich hab hier den Vorteil, eine ganze Vielzahl verschiedenster Steine im heimischen eiszeitlichen Geröll zu finden und bin damit befasst, mich da mal rein zu arbeiten mit der Bestimmung. Ob das ein oder andere dann mikroskopisch wirklich was hergibt, ist halt die andere Frage. Ich hab wie gesagt eben mal vor, einen dieser Juliergranite zu verarbeiten wenn ich wieder Zeit finde. Hab aber auch eine Vielzahl von anderen Steinen wie Pseudotachylit und die ganzen Granathaltigen Kristallingesteine wie Eklogit etc.  gesammelt. Na ja, schaun wir mal, ob ich was zu stande bringe.
Liebe Grüße,
Rainer
Ich pflege das bayrische Du, von Mensch zu Mensch

moräne

Hallo Steinsäger
Es geht auch ganz einfach und sehr billig dazu:
Mit einer Bügelsäge für Goldschmiede (etwa 20 Euro )
und Diamantsägedraht dafür  (  ich glaube im Imternet :Fischer Goldschmiedebedarf)
Dieser ist ca 15 cm lang , 1,6 mm dick
Ich habe einen für 14 Euro anfang des Jahres gekauft und säge mit dem selben seit dieser Zeit.
Habe jetzt im September im Urlaub eine Menge Scheibchen gesägt.
Natürlich muß man schon Lust und Ausdauer haben, um die 2 Sägeschnitte  möglichst aus der Mitte eines Steinstücks einzusägen., Für ein Plättchen rechne ich mal 2- 3 Stunden sägen.
Wer schräg sägen will, gießt sich in ein  halbes Pappwürfelchen ( geht leicht herzustellen ) Gips uhnd bettet den Stein in der gewünschten Stellung darin ein - das ganze wiederholt er dann auf der anderen Seite, und bald ist das Behelfsgebilde reif für den Schraubstock, wo dann mit Wasserzugabe ( Pinsel )gesägt wird.
Asbesthaltiges säge ich bevozugt im Freien !
Grüße
Gerd

Rawfoto

Einen schoenen Samstag an Euch alle und natuerlich danke :-))

Lieber Rainer

Danke fuer Dein Angebot, wenn Du das naechste Mal schneidest wuerden mir Steinbloeckchen reichen, anschleifen und kleben kann ich selbst machen ... Wenn Du welche ueber hast machst Du mich gluecklich :-))

Lieber Joerg

Danke fuer den Link, bin Schon durch die Seite gegangen, die gibt es ja steile Teile ...

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Holger Adelmann

Liebe Kollegen,

schön, dass der Thread so viel positives Echo bekommt  :)

Vielleicht tauchen ja dann hier noch mehr Schliffe auch von anderen auf - unser Forum wird so ja immer vielseitiger !
Ich arbeite jedenfalls schon an der nächsten Dokumentation und habe auch Jörg eben einen Geo-Artikel gegeben, den er am Montag auf der Bonner MKB Seite einstellen wird.

Herzliche Grüsse
Holger

olaf.med

Hallo Holger,

hier ist mein versprochenes Bild eines schönen Saussurits, bei dem man erkennt, dass die Umwandlung vor allem im Kern des Kristalls vonstatten geht und der Rand unbeeinflußt ist.



Das Thema hat sich bei der Bearbeitung aber so weit aufgebläht, dass ich noch einen neuen Thread aufgemacht habe, um Dein Thema nicht zu überfrachten. Das findet man hier:

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10332.0

Gruß, Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Holger Adelmann

Liebe Kollegen,

auf vielfachen Wunsch habe ich meinen ursprünglichen Beitrag noch um ein Makroaufnahme des Kullavik Granits ergänzt (mit wenigen Lichtreflexen), damit man einen besseren Eindruck vom Gestein bekommt.
Hintergrund war eine Kodak Graukarte, Ringblitz, die Farben sind also natürlich wiedergegeben.

Man sieht sehr schön die Hauptbestandteile des Granits:
1.  Quarz: Glasig, durchscheinend
2a. Plagioklas-Feldspat: Cremefarben
2b. Mikroklin-Feldspat: Rosa
3   Biotit-Glimmer: Schwarz

Herzliche Grüsse
Holger

Stefan_O

Klasse Holger, vielen Dank! Das vervollständigt das Bild sehr schön!

Gruss,
Stefan