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Einbau-Wippschalter

Begonnen von Eckhard F. H., November 06, 2011, 17:51:32 NACHMITTAGS

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Eckhard F. H.



so sieht die ´Kontaktierung´ aus. Die Messingplättchen haben extra eine Rille für den Draht. Es sollte mich wundern, wenn dort was sehr heiß wird.
Gruß - EFH

Nomarski

Wenn du den Steg zwischen den beiden Schaltern noch wegsägst, könnte schon sowas passen:

http://www.ebay.de/itm/Wippschalter-250V-AC-15A-5-Varianten-bestellbar-/360283427299?pt=Dimmer&var=&hash=item92af21cecd

Ob der dann aber deine 150 Schaltzyklen aushält, kann ich dir nicht versprechen. Ein größerer Schalter ist auf jeden Fall robuster.

Eckhard F. H.

Vielen Dank zusammen
das Schalterproblem löste en passant auch ein anderes. Seit ein paar Tagen war mein Bild schlechter und ich rätselte darüber. Für das Kontakte-Foto mußte etwas entfernt werden und siehe da - dahinter liegt der Hund begraben.  :-* Man sieht es, gelle? Zum Glück habe ich genügend solcher Wärmefilter.
Gruß - EFH


grovea


Hallo Herr Nowack,

es besteht ein großer Unterschied hinsichtlich der Belastung, ob der Schalter Gleich- oder Wechselstrom (ab-)schalten muß.
Im Falle von Gleichstrom ist die thermische Belastung durch den Lichtbogen beim Ausschalten deutlich größer und der Kontaktabbrand
außerdem einseitig. Bei Wechselstrom verlischt der Lichtbogen meist beim ersten Nulldurchgang der Sinushalbwelle. Eventuell ist eine
Belastbarkeit mit 16A Wechselstrom (!) dann doch deutlich zu wenig. Schalter dieser Baugröße, die direkt 10A Gleichstrom, ggf. noch mit
induktivem Lastanteil schalten, und außerdem noch einige tausend Schaltspiele aushalten, werden Sie kaum finden.
Eine mögliche Lösung Ihres Problems wäre den Strom mittels eines MOSFET zu schalten. Bei Interesse kontaktieren Sie mich via E-Mail RalfNoetzel@AOL.com.

Gruß
Ralf Nötzel

Nomarski

Und den Wärmefilter würde ich nicht ganz so stramm einpassen, sonst ist der nächste auch bald hinüber.
Er darf ruhig etwas klappern.

Lothar Gutjahr

Hi,

diese Befestigungsart zeigt am Bild schon die Gefahr auf, dass die Kontakte in dem labilen Thermoplastgehäuse unter Vorspannung stehen. Der Winkel der Kontaktbleche sollte paralell zueinander bleiben, was sich aber durch das Anziehen wohl nicht einhalten läßt. Vermutlich wurden auch noch die Löcher aufgebohrt?

Gruß Lothar

Eckhard F. H.

#21
Hallo Lothar,
ja, die Kontaktlöcher sind aufgebohrt. Wozu sind die überhaupt da? Drahtanlötung (Dm 1,3mm) läßt die Plastik ohne Deformation eh nicht zu.
Gruß - EFH

Lothar Gutjahr

#22
Hallo EFH,

Die kleinen Löcher rasten in den Fastensteckern an so einem geprägten Nippelchen ein und sollen das verrutschen / lösen erschweren. Das Hauptdilemma ist eigentlich das heutzutage viel labilere thermoplastische Kunststoffgehäuse, welches besser aus Duroplast wäre. Wenn dann von dem Kontaktblech zu viel Vorspannung anliegt verbiegt dieses extern oder sprengt das Schaltergehäuse. Dann weiß man wo man drann ist.

Hat sich was mit dem Gelumpe. Andererseits muss man wieder froh sein, überhaupt ein Ersatzteil zu finden.

Gruß Lothar

Nachtrag: "Wenn der Ingenieur nicht weiter weiß, nimmt er ein Relais".

Wird wohl ein Platzproblem sein, da noch so ein etwa streichholschachtelgroßes Teil unterzubringen?

hebi19

#23
Moin moin

1.) stelle ich fest, dass das Problem gelöst ist und die Fehlerursache war ein defektes Wärmefilter

2.) Fastenstecker sind inzwischen alle verhungert. Was Lother meint sind die FastOn Stecker (von schnell draufstecken), z.B.:
http://www.steckerladen.de/index.html?mehrpolige_steckverbinder_amp_fastin-faston.htm

3.) ein Schaltlichtbogen hat neben seiner Brennspannung auch noch einen sogenannten Anoden und Kathodenfall. Alle Spannungen zusammen sind immer deutlich größer als 12 V. Deshalb wird der Lichtbogen bei 12V Gleichspannung sicher gelöscht. Der Kontaktabbrand ist bei dieser Spannung zu vernachlässigen. Etwas anders sieht das beim Abschalten von induktiven Lasten aus, wie in einem vorgehenden Beitrag erwähnt. Hier sorgt die sogenannte Freilaufdiode für Abhilfe.

4.) das Einschalten von Glühlampen (Kaltwiederstand) bringt, wie ebenfalls bereits erwähnt, sehr hohe Einschaltströme, welche zum Verschweißen der Kontakte führen können.

5.) in Deutschland verkäufliche Schalter müssen Normen und Vorschriften erfüllen, werden Typ-geprüft und unterliegen kontinuierlichen Qualitätstests (da wachen VDE und Mitbewerber drüber). Ich will nicht ausschliessen, dass mal ein "Teil anderer Qualitätsklasse" reingerutscht ist und verkauft wurde, grundsätzlich kann man aber nicht von "Glump aus Fernost" sprechen.

Martin

Grüße von
Martin alias hebi19

Motic BA-300, div Lomo, Stereo-Mikroskop noname

Lothar Gutjahr

Hallo Martin, (( hallo Schulmeister))

Schön, deine Telegrammaufstellung, nur etwas abenteuerlich schnell in den Schlüssen als abschliessende Zusammenfassung.

Erst seit gestern Abend im Forum, mögest du mir nachsehen, dass ich mit mancher Gepflogenheit hier noch nicht vertraut bin und daher erst lernen muß wie man hier schreibt und miteinander umgeht. Auch ist mir der Blick in Profile anderer noch nicht freigeschaltet. Der Umgang mit Foren ist mir jedoch bereits etwas geläufig.

Du beginnst:

Zitatstelle ich fest, dass das Problem gelöst ist und die Fehlerursache war ein defektes Wärmefilter

Aber ich hatte das so verstanden, dass das defekte Wärmefilter durch Demontagearbeiten entdeckt wurde und als schuldiger für ein schlechter gewordenes Bild Erwähnung fand. Was bitte soll der Wärmefilter dem Schalter angetan haben ?

Letztendlich schreibst du:

Zitat5.) in Deutschland verkäufliche Schalter müssen Normen und Vorschriften erfüllen, werden Typ-geprüft und unterliegen kontinuierlichen Qualitätstests (da wachen VDE und Mitbewerber drüber). Ich will nicht ausschliessen, dass mal ein "Teil anderer Qualitätsklasse" reingerutscht ist und verkauft wurde, grundsätzlich kann man aber nicht von "Glump aus Fernost" sprechen

Dein sonniges Vertrauen auf Normen und Vorschriften ist herzerfrischend ! Was machst du beruflich ? Dozent?

Das Fernost hast du dazugebastelt. Ich bleibe dabei, dass inzwischen in den Schubladen der meisten Elektrofachgeschäfte eine Menge Kleinteile lagern, für die ein Allemanne nur das Wort "Glump" beisteuern kann. Die Herkunft mag ja oft und immer öfters Fernost sein. Nur der geforderte Preis richtet sich dann nach deutschen Verhältnissen. Den Mann vom VDE möchte ich sehen, der das hier vor Ort kontrolliert und aussortiert.

Für die Belehrung zum FastOn -Stecker bin ich dankbar, denn im allemannischen Sprachgebrauch passiert es schnell, dass so ein Wort eingedeutscht und dann sogar so geschrieben wird. Ist aber auch gut 40 Jahre her, dass ich solche Verbinder industriell eingesetzt habe.

Ich werde mich bemühen, mein angeborenes Helfen wollen hier etwas zurückzuhalten und verstosse dann auch automatisch weniger gegen deine scheinbar heißgeliebten Normen.

"Jedem Dierle sei Pläsierle"

Einen schönen Tag und eine schöne Woche

Lothar

Eckhard F. H.

@Lothar:
ZitatDas Hauptdilemma ist eigentlich das heutzutage viel labilere thermoplastische Kunststoffgehäuse
In diesem Fall aber nicht, sondern seine ´Innerei´.
@Lothar:
Zitatgrundsätzlich kann man aber nicht von "Glump aus Fernost" sprechen.
Das´Fernost´kam nicht aus meiner Tastatur.  ;D

Moin alle miteinander
Der Schalter ist zerlegt, das Corpus delicti enttarnt und die Unendliche Geschichte hoffentlich aus.


Das ist der geschmolzene Stößel, der die Wippe zum Wippen nötigt. Er berührt das stromführende Kontaktblech (Abroll-Berührungskontakt) in unmittelbarer Nähe des Kontaktes. Ich erlaube mir ein Urteil: Murks.
Dank und Gruß an alle ´Wortmelder´- Eckhard Franz Heinrich
P.S. Der Stößelersatz wird jetz aus Metall oder Teflon (stabilere Gleitfähigkeit) gedreht.

Peter V.

#26
Hallo!

zum Thema "Glump": Ich bin weder Elektriker noch Elektroniker, aber mal einen Stecker, Schalter oder eine Steckdose wechsle ich ich selbst aus. Was ich heutzutage im Baumarkt finde, ist größenteils Material von einer unglaublich schlechten Qualität. Es ist unfaßbar, welche klapperigen Weichplastikteile heute als "Schukostecker" angeboten. Teilweise sind die Teile derart besch...... konstruiert, dass es nicht einmal mehr möglich ist, dort vernünftig ein Kabel anzuschließen und zu sichern, ohne sich dabei die Finger zu brechen oder im Stecker etwas abzubrechen.
Wenn ich mal in meinen Schubladen krame und noch einen unbenutzten Stecker oder ein Kupplung ( ganz normale Baumarktware ) z.B. aus den früher Achtzigern finde, kullern mir vor Freude über das vergleichsweise grundsolide Mateiral, die Konstruktion und Ausführung die Tränen aus den Augen.
Ich unterschreibe voll und ganz die Aussage, dass ( insbesondere Baumarktware ) größtenteils "GLUMP" ist!!!

Zitat5.) in Deutschland verkäufliche Schalter müssen Normen und Vorschriften erfüllen, werden Typ-geprüft und unterliegen kontinuierlichen Qualitätstests

...die so gut sind, dass der erst kürzlich veröffentlichte Test der Stiftung warentest ergeben hat, dass 11(!) von 19 Steckdosenleisten technisch mangelhaft sind. Darunter finden sich zwei Steckdosenleisten des mit Abstand teuersten "Markenherstellers", den man üblicherweise in Baumärkten findet, welche "brandgefährlich" sind.  In diesem Fall könnte man sogar sagen: Nomen es omen!  ;D, aber eigentlich  :'( :o  und >:(

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

reblaus

Hallo Peter -

um bei der Mikroskopie zu bleiben: Ich bemühe mich seit zwei Jahren solide Stecker für den Niederspannungsbereich zu finden (also diese Koaxialdinger, wie sie in kleinen Netzgeräten, für die LEDs etc. Verwendung finden. Hier schließe ich mich den Kraftworten der Vorredner voll an.

Viele Grüße

Rolf