Jansjö-Leuchte mit Blaufilter

Begonnen von Bernhard Gutwenger, Januar 28, 2012, 10:19:29 VORMITTAG

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Bernhard Gutwenger

Ich bitte um Euren kreativen Rat:
Ich hab nun auch eine Jansjö-Leuchte erworben. Wie schon
hier berichtet, ist das Licht mittlerweile ziemlich gelblich.
Mir schwebt nun vor, ein Blaufilter vor die Leuchte zu setzen.
Habt Ihr eine Idee, wie man das Filter am besten befestigt ?
Ich hätte z.B. die Vorstellung mit einer Gummimanschette aus
dem Sanitärhandel, die ich über den Kopf der Lampe schiebe
und in die ich das Filter setze. Wird die Leuchte bei längerem
Betrieb heiß, sodass der Gummi schmelzen könnte ?

Schönes Wochenende,
Bernhard G.

Peter V.

Hallo,

Das wird vermutlich nicht funktionieren, da der Lampenkopf doch sehr heiß wird.

Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

ManK

Servus Bernhard,
ich habe eine übrige Staubschutzkappe für einen (ca 30mm) Stereomikroskoptubus aus Kunststoff dazu benutzt. Dazu hab ich aus der Kappe mit dem Skalpell ein rundes Loch ausgeschnitten und für meinen Zweck kein Filter sondern eine Linse eingelegt. 
Bis jetzt (paaar Wochen) hält es...
schöne Grüße
Manfred

Lothar Gutjahr

Hallo Bernhard,

eine davon nutze ich als Tischlampe vor meinem PC und die bleibt den ganzen Tag eingeschaltet. Das Anfassen ist so an der Grenze zum unangenehmen, was bei mir 50°C bedeutet. Das nicht dafür gedachte billibe chinesische Strahlungspyrometer meint 44,8 Grad, was ja in der Nähe liegt. Das dürfte deiner Gummimuffe noch bekommen.

Lieben Gruß

Lothar

Peter V.

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Kurt Wirz

Hallo
Von den Jansjö Lampen habe ich 4 Stk..
Zwei gebrauche ich, um im Bett, Literatur über gute Beleuchtung zu lesen,
die anderen zwei um die Objekte vor der Linse zu betrachten,
Ausschnitt und Schärfebereich zu wählen.
Damit zu fotografieren, getraue ich mich nicht!
Ich habe bei meiner Art der Makro- und Mikrofotografie volle künstlerische Freiheit,
was die Farbtreue angeht, ich bin nicht Wissenschaftler,
dennoch traue ich den Lampen ein Lichtspektrum zu, das erstens nicht
bei jeder Leuchte gleich ist und bei keiner einem gleichmässigen natürlichen Spektrum entspricht.
Gerade in der Mikroskopie verwendet man bei Kaltlichtquellen Filtereinsätze die
um einiges teurer sind wie eine Jansjö Leuchte, um ein ausgeglichenes klar definiertes
Lichtspektrum zu erhalten. Weshalb bloss?
In der Fotografie wägt man mit viel Wissen und Erfahrung die richtige Lichttemperatur ab.
Diese ° Kelvin funktionieren nicht mit Lampen die ein Chaos an Lichtfrequenzen erzeugen!
Siehe Erfahrung mit dreibanden Fluoreszenz Beleuchtung.
Qualität in der Beleuchtung ist scheinbar nicht mehr modern!?
Hat schon jemand nähere Daten und Spekten dieser Leuchten beurteilt.
Hat dieses Billigteil überhaupt einen verlässlichen Spektral-Durchschnitt, der von der
Mehrheit dieser Leuchten (ein beleidigendes Wort in der Schweiz, sofern man es auf Menschen anwendet) abgegeben wird?
Licht ist ein sehr entscheidender Faktor in der Mikroskopie,
sind diese Jansjö LED Leuchten wirklich so gut, dass sie alle alten "DIN Normen" in ihrer Qualität
überbietet, oder ist der heutige Mikroskopiker derart arm, dass er sich keine für die
Qualität entscheidende gute Lichtquelle (kein beleidigendes Wort in der Schweiz) anschaffen kann
und somit etwas tiefer in seinen Geldbeutel greift.
Ich möchte mal LED Spektren sehen, die es auch mir Blausiebel machen, weshalb ich
mich für diese Lichtquelle entscheiden soll!

Schon die Diskussionen über den schlechten Schalter der Jansjö Leuchte sollte ein Lichtlein in jedem Hirn aufgehen lassen!

Gut Licht

Kurt

rhamvossen

#6
Hallo,

Die Jansjö Leuchte ist nicht nur gut für Stereomikroskopen, sie ist auch manchmal brauchbar im Durchlicht. Eine blaue Mattscheibe ist hier in der Eingang meiner Zeiss Standard platziert, die Aufnamen wurde gemacht mit das Neofluar 25/0.60:







Beste Grüsse,

Rolf

Peter V.

#7
Hallo Rolf,

um Gottes Willen!!! Ohne vorher das Spektrum der Lampe überprüft zu haben? Ich jedenfalls sehe direkt das Chaos der Lichtfrequenzen!  :o  ;D

Herzliche Grüße
Peter
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Peter V.

#8
Hallo,

ob der Schalter der Jnaskö schlecht ist, mag dahingestellt sein - ich habe jedenfalls (bis auf den einen Fall) hier insgesamt weder über den Schalter noch über die Jansjö an sich Klagen gehört, und es gibt offenbar Unmengen zufriedener Anwender.

Niemand behauptet, dass die zwei Lampen für zusammen 19.98 EUR gleichwertig sind mit einer Kaltlichtquelle mit Filtersatz für 500 - 1000 EUR. Aber sie reichen für den Durchschnittsanwender eben doch zumeist aus.

Wenn man am Stereomikroskop, mit dem Makroskop oder einer Makroeinrchtung in höchster künstlerischer Qualität fotografieren möchte, mag sie vielleicht nicht mehr ausreichen. Aber wer macht das schon? Die meisten Anwender benutzen das Stemi zur Kontrolle und zur Präparation und nicht zur Erstellung von Fotos für einen GEO-Kalender.

Ein Hobbyfilmer kommt in der Regel auch ohne 10 Arri-Scheinwerfer und Steadycam wie beim professionellen Filmset aus....

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Kurt Wirz

Hallo Peter
Vielen Dank für das GEO-Kalender Kompliment, doch davon bin ich weit entfernt.
Die Färbmethoden in der Mikroskopie besitzen eine klare Aussage, von jedem Farbstoff
weiss man genau seine Wirkung und Äusserung, das weiss auch ich, ohne dass ich
ein Kenner der Färbung bin.
Beleuchtet man eine mit Wissen und Erfahrung verbundene Methode der Färbung nun mit einer
spektrumchaotischen Lichtquelle, dann wird die Aussage einer Färbung verfälscht!

Um fest zu stellen, ob eine Lichtquelle Tageslicht (gleichmässiges Lichtspektrum) abgibt,
braucht es nicht unbedingt 10'000.- Euronen.
Es gibt seit Jahrmillionen Sensoren die sehr schnell anzeigen ob es sich um Tageslicht handelt.
Montiert man eine LED Lichtquelle über einem einwandfrei funktionierenden Aquarium
mit Anemonen und Korallen, so sieht man innert einer Woche klar und eindeutig, ob das Lichtspektrum
der LED's dem Tageslicht entspricht. Wenn nicht, sterben die Zooxanthellen in den Anemonen und Korallen sichtbar ab.
Bei HQL (Hochdruck-Quecksilberdampf Leuchten) hat man es über Jahrzehnte geschafft die richtige Menge
an seltenen Edelgasen beizumengen um wirkliches Tageslicht zu erzeugen.
Bei den LED Lichtquellen ist man immer noch dabei die richtigen LED's in der richtigen Menge
dem Feld von hunderten von LED's beizufügen.

Kurt

Lothar Gutjahr

Lieber Peter, hallo Kurt,

dem Kommentar von Peter  schließe ich mich voll an und ergänze noch. Meine 4 JANSJÖ habe ich im IKEA Salzburg warum auch immer für 6.90 das Stück bekommen. Die schon erwähnte "Schreibtischlampe wird schon mal als Beleuchtung hergenommen, wenn ich experimentiere. Von Objektiven, die mir die Farben der Wirklichkeit in die Kamera projezieren träume ich noch.
Ich habe mich kürzlich über einen Apochromaten der Prinzessin gefreut und um den zu testen eine meiner Leichen ausgegraben, eine Mikroschlupfwespe und mal etwas gestackt. Woher will ich wissen, wie das Tier wirklich aussieht ? Die gezeigten Farben sah ich so im Okular und war ehrfürchtig erstaunt, daß dieses Objektiv deutlich mehr zeigt als ein Normalobjektiv. Ja und das mit einem 23 € -Nachkriegs-Russenzeiss als Zwischenring und der nicht gerade tolle Schärfe abliefernden Coolpix.
Wenn ich nun Kunst machen will, nehme ich das Bild mit in den PhotoShop und bastle etwas daraus. Von daher verstehe ich die Probleme der absoluten Farbtreue für einen Künstler schon gar nicht.

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit festzustellen, ob der Farbeindruck den ein Mensch sieht auch so von all den anderen gesehen wird?

Da melde ich mal Zweifel an und sage, daß sind schnöde Vereinbarungen, die zwar messtechnisch an die Physik gekoppelt sind, aber nicht explicit nachprüfbar sind. So möge der eine  mit JANSJÖ seine Probleme haben. Mir macht die Leuchte Spaß.

Hier noch die winzige Schlupfwespe:



Liebe Grüße

Lothar

beamish

#11
Hallo Kurt,

der Wackler im Schalter meiner einen Jansjö ist offenbar ein zu verschmerzender Einzelfall. Ich hab ja auch nicht nur eine, sondern wie viele andere hier auch mehrere. Ich verwende sie am Bino oder um einfach nur Licht am Arbeitplatz zu haben. Und ich verschenke sie an Freunde, die sowas brauchen können und nicht haben.
Ich kenne und verstehe Deinen sehr schweizerischen Standpunkt, der solch währschafte Produkte wie Saurer Kraftfahrzeuge oder optische Geräte bei Wild, Kern etc. hervorgebracht hat. Die geniale Ledertasche unter der Querstebe der Velos der Fahrradeinheit der schweizer Armee möchte ich in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen... Aber darum geht es hier nicht. Viele hier, und auch ich,  haben einfach ihren Spaß daran, mit einfachen Mitteln ein gutes bis sehr gutes Ergebnis zu erreichen. Nach dem Motto: es muß nicht gleich eine Schott Kaltlichtanlage sein... und nicht, weil ich "derart arm" wäre...
Du sagst doch selbst, daß Du bei der Fotografie "volle künstlerische Freiheit" hast. Warum "traust" Du Dich dann nicht, das umzusetzen??? Was zählt, ist das Ergebnis und nicht der (finanzielle) Aufwand, der dazu führte...

Herzliche Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

ManK

Wieder mal klasse hier; eigentlich ging es um die Befestigung eines Filters...
viel Spass weiterhin mit Spektrensalat.

Rolf-Dieter Müller

#13
Zitat von: Kurt Wirz in Januar 28, 2012, 23:29:20 NACHMITTAGS
...
Um fest zu stellen, ob eine Lichtquelle Tageslicht (gleichmässiges Lichtspektrum) abgibt,
braucht es nicht unbedingt 10'000.- Euronen.
Es gibt seit Jahrmillionen Sensoren die sehr schnell anzeigen ob es sich um Tageslicht handelt.
...

Hallo Kurt,

Deine Bemerkung macht mich sehr nachdenklich und läßt mich zweifeln, ob es bei dieser Diskussion um eine brauchbare Anwendung oder ganz was anderes geht.

Äußerst nachdenkliche Grüße
Rolf-Dieter

reblaus

Hallo -

seit ich ein Taschenspektroskop erworben habe, macht es mir großen Spaß die Spektren verschiedener Lichtquellen zu bewundern.
Erstaunt war ich, dass die alten, dicken Leuchtstofflampen doch schon recht gut an das Tageslicht herankommen, wenn man davon absieht, dass die Quecksilberlinien noch etwas durchschimmern. Also hat sich fast ein Jahrhundert Entwicklung doch bemerkbar gemacht.

Depressionen schon beim Betrachten können die Spektren der neuen Kompakt-Leuchtstofflampen hervorrufen (ja, genau die, die 10 min brauchen bis ein Licht rauskommt, das dann immer noch zum Wiedergeben von Speisen anregt). Das besteht wirklich nur aus einigen Linien, die nicht mal das menschliche Auge betrügen können. Ich vermute mal, da wird  angesichts der LEDs eh nicht mehr weiterentwickelt, sondern nur noch Marketing betrieben.

Die LEDs bringen subjektiv doch das beste Licht von allen Energiesparern, sie haben nur noch die bekannte Grünlücke, aber ich bin überzeugt, dass selbst ich deren Schließung noch erleben werde. Bis dahin müssen wir halt mit einer etwas fahleren Beleuchtung leben oder in unsere Vorratskiste mit den Heizkörpern greifen.

Die Halogenlampen will ich mal nicht erwähnen - sie dienen nur als Beleg, dass es beim Glühlampenverbot nicht um Energiesparen sondern um die Ankurbelung der Lampenindustrie geht.

Gruß

Rolf