Leitz Objektive mit hoher nA. Frage an Leitz Kenner

Begonnen von A. Büschlen, Februar 06, 2012, 20:10:32 NACHMITTAGS

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A. Büschlen

Guten Abend,

zu drei Objektiv-Bezeichnungen habe ich Fragen:

- Leitz Objektiv 63 / 1.30 Oel 160 / 0.17 Fluoreszenz: Hat dieses Objektiv die Eigenschaften eines Fluotar oder eines Apo?

- Leitz Objektiv 40 / 0.75 160 / 0.17 Fluoreszenz: Hat dieses Objektiv die Eigenschaft eines Fluotar?

- Leitz Objektiv 25 / 0.75 *160/- Oil NPL Fluotar: Was bedeutet der *?

Besten Dank für weiterführende Hilfestellung.

Gruss Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

TPL

Zitat von: A. Büschlen in Februar 06, 2012, 20:10:32 NACHMITTAGSzu drei Objektiv-Bezeichnungen habe ich Fragen:
- Leitz Objektiv 63 / 1.30 Oel 160 / 0.17 Fluoreszenz: Hat dieses Objektiv die Eigenschaften eines Fluotar oder eines Apo?
- Leitz Objektiv 40 / 0.75 160 / 0.17 Fluoreszenz: Hat dieses Objektiv die Eigenschaft eines Fluotar?
- Leitz Objektiv 25 / 0.75 *160/- Oil NPL Fluotar: Was bedeutet der *?

Guten Abend, Arnold!
Die beiden Objektive mit der Gravur "Fluoreszenz" ähneln von der Transmission für kurzwelliges Licht den Fluotaren. Die übrige optische Leistung (Bildfeldebnung, chromatische Korrektion) ist aber eher schwach. Es sind eben Spezialisten, ähnlich wie die Fluare von Nikon.

Gruß, Thomas

A. Büschlen

Besten Dank Thomas,

ZitatEs sind eben Spezialisten
und bringen ihre optimale Leistung vor allem oder ausschliesslich bei Auflicht-Fluoreszenz?

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Piper

Hallo,

einige kleine Ergänzungen zum Thema. Die hochaperturigen Fluoreszenz-Immersionsobjektive wurden zwar von Leitz in erster Linie für Auflicht-Fluoreszenz entwickelt und vermarktet, man kann sie aber gundsätzlich auch für Durchlicht-Fluoreszenz einsetzen. Wegen der hohen Aperturen funktioniert letzteres aber eher nicht bei Anregung im Dunkelfeld-Strahlengang, sondern vorzugsweise bei Hellfeld-Anregung. Entsprechend scharf müssen die Transmissionsspektren von Erreger- und Sperrfilter getrennt sein, damit ein hinreichender Kontrast gewährleistet ist.

Der technische Vorteil der in der Frage genannten Objektive liegt neben der hohen Apertur auch in der geringen Anzahl von Linsen, was speziell bei der Auflicht-Fluoreszenz vorteilhaft sein kann. Dafür handelt es sich meines Wissens bei diesen Objektiven aber letztlich "nur" um nicht plan korrigierte Achromate, und nicht um Fluotare.

Zu höheren Preisen hatte Leitz auch spezielle NPL-Fluotare für Fluoreszenz im Sortiment, welche auch so hießen, sowohl Wasser- als auch Ölimmersionen. Beispiele:
NPL Fluotar 40/1,30 Öl und NPL Fluotar 100/1,20 W.

Bei sehr flachen Objekten können diese Objektive auch außerhalb der Fluoreszenz verwendet werden, wenn eine maximale laterale Auflösung und/oder eine maximierte Lichtausbeute gefragt sind. Dafür liegen Kontrast und Tiefenschärfe nach meiner Erfahrung niedriger als bei Standard-Trockenobjektiven.

Schöne Mikrogrüße

Jörg Piper






A. Büschlen

Danke euch Beiden für diese Erklärungen. Sie helfen mir, diese Objektive optimal einzusetzen.

Freundliche Grüsse

Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.