Tischtennisball in der klassischen Mikroskopie

Begonnen von Johannes Kropiunig, August 15, 2012, 18:27:12 NACHMITTAGS

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Johannes Kropiunig

Hallo,

obwohl ich mit Reflexionen im Deckglas gerechnet hätte, probierte ich die Auflichtmethode mit dem Tischtennisball in Bereich des Tümpeln und der botanischen Schnitte aus.
Diese gab es zwar, allerdings im Kondensor, also musste er und die Hilfslinse weg, und siehe da.

Tümpeln:




Botanische Schnitt von M. Dillberger "Kriechender Hahnenfuß":

Normales Hellfeld zu Vergleich:


Alle gezeigten Aufnahmen wurden mit einem 25x Plan Objektiv bei durchschnittlich 3 Sekunden Belichtungszeit gemacht.
Für so eine simple Methode doch gar nicht schlecht.

LG
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Herne

Hallo Johannes,
interessante Idee! Und das geht sogar mit Fluoreszenz? Wieviel kW Lichtleistung sind denn dann nötig?  ;)
Das Dunkelfeld schaut jedenfalls gut aus. Hast du mal getestet, bis zu welcher N.A das klappt?

m.f.G.
Herbert
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
G. Chr. Lichtenberg

Kurt Wirz

Hallo Johannes
Ich versuche mich in der Auflichtfotografie mit
unterschiedlichen Diffusoren und Reflektoren,
so auch mit dem PingPong (Tischtennis) Ball.
Meine "besten Ergebnisse" erhalte ich mit einem
ca. 2mm dicken Styropor (Polystyrol) Trinkbecher.
Zur Zeit versuche ich herauszufinden, ob die
Ergebnisse besser sind, wenn der Tischtennisball
(da gelingt es schlecht) oder der Styroporbecher ( da gelingt es besser)
konzentrisch angeordnet sind.
Ebenfalls habe ich fest gestellt, dass ein Ringblitzlicht durch
den zentrisch angeordneten Styroporbecher schlechter ist
wie drei Blitzgeräte mit einem konzentrischen Styropor Becher.
So finde ich auch eine Anordnung der Blitzgeräte besser,
wenn sie nicht exakt gegenüber stehen.
Also 3 Blitzgeräte ungleichmässig angeordnet ergeben
eine höhere Detailzeichnung.
Generell kann ich keine Ratschläge geben,
da jedes Objekt eine individuelle Anordnung benötigt.
Es hat sich aber allgemein gezeigt, dass ein Ringblitz
eher ungeeignet ist, einen zentrisch angeordnetenr Diffusor
ungeeignet ist und ebenfalls gegenüberliegende Lichtquellen ungeeignet sind.
Kannst du dies bestätigen?

Gut Licht

Kurt

Johannes Kropiunig

Hallo,

ZitatUnd das geht sogar mit Fluoreszenz?
da muss ich dich enttäuschen, da waren nur 2 Jansjö als Beleuchtung.
Die heller leuchtenden Stellen im biologischen Präparat reflektieren nur das Licht stärker als andere.

@Kurt
leider muss ich auch dich enttäuschen.
Nicht etwa weil du unrecht hast, sondern weil mir einfach die Erfahrung fehlt.
Wenn ich mal Zeit finde dieses wunderbare Hobby zu betreiben, dann bin ich eher in der Rubrik "Basteln" oder "Tümpeln" unterwegs. 
Bis jetzt benutze ich ausschließlich den Tischtennisball mit den 2 Lampen vom Schwedischen Möbelhaus.
Da dieser recht klein ist, geht es auch fast nicht anders als ihn zentrisch anzuordnen.
Von 3 Blitzgeräten, oder einem Ringblitz kann ich nur Träumen, der Styroporbecher hört sich hingegen für mich finanzierbar an und werde ihn auch mal bei Gelegenheit austesten.
Ich kann mir aber sehr gut Vorstellen das gegenüberliegende Lichtquellen durchaus ein verwirrendes Bild liefern können, da so etwas in der Natur kaum vorkommt.
Eines kann ich dir aber sicher bestätigen.
Das jedes Objekt eine individuelle Anordnung benötigt.
Auch wenn bei meinen Bildern dies kaum noch eine Rolle spielt, ich bin schon froh wenn man überhaupt etwas erkennen kann.
Ich schätze das der richtige Blick für solche Dinge die wahre Kunst daran ist, wie uns z.B. Heike, trotz ihrer einfachen Ausrüstung, immer wieder unter die Nase reibt.

LG
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse