Ortholux Birne gegen eine 230V/E14 Birne ersetzen?

Begonnen von Dypsis, September 06, 2012, 18:48:47 NACHMITTAGS

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Dypsis

Hallo,

ich habe hier im Forum gesucht, aber nichts gefunden, deshalb erlaube ich mir mit einem neuen Thema danach zu fragen:

Spricht aus Eurer Sicht/Erfahrung was dagegen die alte Halogenbirne an einem Ortholux gegen eine "moderne" Halogenbirne mit 230V auszutauschen? Die gibt es mit E14 Fassung und in nahezu beliebigen Leistungsstufen und voll dimmbar. Man müsste also nur den Stecker austauschen und schon spart man sich den Trafo und Kosten, denn so eine Birne kostet nur um die 2 Euro. Die Zentrierung am Lampengehäuse könnte man weiter nutzen, nur der Glühwendel sitzt bei einer neuen Birne etwas weiter vorne aber das ließe sich ja kompensieren, in dem man die Fassung nicht ganz in das Lampengehäuse schiebt.

Ich dachte z.B. an diese Birne:
http://www.voelkner.de/products/176182/Halogen-Energy-Saver-Mini-Globe-28w-E14.html
oder vielleicht die, aber da wird es vielleicht ein bisschen zu warm im Lampengehäuse?
http://www.voelkner.de/products/146389/Halogenleuchtmittel-E14-53W-230V-2850K-Tropfenform.html

Die LEDbirnen mit E14-Fassung sind alle deutlich länger, zumindest habe ich keine ähnlich kurze wie die alte Birne gefunden.

Grüße
Thomas


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Klaus Henkel

Es kommt auf die GENAUE Form und Lage der Glühwendel an. Mit genau meine ich wirklich GANZ genau. Diese Lampen werden ganz speziell für Mikroskophersteller gefertigt, haben i. d. R. auch je nach Mik-Hersteller spezielle Fassungen-

Statt der Originallampen können Sie bei hinreichender Sachkenntnis auch die Lampe durch eine Leuchtdiode ersetzen. Dazu ist aber erheblicher Bastelaufwand notwendig. Lampen mit Glühfäden, die nicht flächig-mäanderförmig liegen, sind als Mikroskopbeleuchtung ungeeignet.
KH

koestlfr

Hallo Thomas!

Warum baust du nicht gleich auf LED-Beleuchtung um, das kostet einmal > 30.--€ und Schluss!

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

Klaus Dönnebrink


Dypsis

Hallo,

@KH
also in meinem Fall ist es eine ganz gewöhnliche E14 Fassung. Aber so was von gewöhnlich.
Das ganze Lampengehäuse kommt mir jetzt nicht wirklich wie ein Präzisonsteil vor. Da sind doch einige Toleranzen drinn. So mit "GANZ genau" kann ich mir nicht so richtig vorstellen, zumindest nicht im 1/10mm-Bereich.
Aber gut, das mit der Wendel-form leuchtet ein.

@Franz
Umrüsten auf LED wär schon auch nicht schlecht. Die Bastelei würde ich aber im Moment scheuen. Da schien mit die Lösung mit der Halogenbirne erst mal geschmeidiger.

Wie würde denn die Umrüstung auf LED aussehen? Jetzt habe ich auch einfach nur die LED-Lampe von Ikea (Jansjö) in das Lampengehäuse geschoben, da kommt diese alte Birne die vorher drin war schon nicht mehr mit. Ich glaube nicht, dass ich zu dieser alten Lösung mit Trafo zurückkehre.

Beste Grüße
Thomas

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koestlfr

Hallo Thomas!

Das ist relativ einfach, man kauft einen LED-Treiber (am besten von Netzspannung auf dimmbare 750mA), das passende Potentiometer, eine 4xLED mit ca. 5500K und klebt diese mit Leitkleber auf einen Kühlkörper (ein Drehteil im Falle des Ortholux mit 21mm - bei meinem ist das so).

Wenn Du detailliertere Angaben brauchst, frag ruhig.

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

Dypsis

Hallo Franz,

danke für Dein Angebot!
Es gab ja schon einen Thread zur LED-Umrüstung, den ich auch gefunden habe.
Mir wäre es wohler, wenn die Zentrierbarkeit der Lampe erhalten bleibt. Bei Deiner Lösung wäre das so?

Grüße
Thomas
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Peter V.

#7
Hallo,

was Form und Lage der Wendel betrifft, würde ich das beim Aufbau des Lampenhauses eines Ortholux-Lampenhauses als nicht so dramatisch ansehen. Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Leuchtmittel zu verschieben. Ich denke, dass man da schon eine homogene Ausleuchtung bekäme. Versuch macht kluch...
Allerdings möchte darauf hinweisen, dass es sicherheitstechnisch äußerst bedenklich ist, an diesem ungeerdeten Lampenhaus, an dem sich ausschließlich Metallteile finden, mit Netzspannung zu arbeiten!!!!
Man eben Stecker austauschen ist zwar möglich, aber so wirklich empfehlen würde ich das nicht!

Ich verstehe aber das Problem, das offenbar viele LED-Bastler einfach nicht nachvolziehen können: Für einen Menschen mit den berühmten zwei linken Händen ist auch das eine große Hürde!

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Dypsis

Hallo Peter,

naja, das mit der Erdung ließe sich gerade noch bewerkstelligen. So ganz auf links bin ich nicht gestrickt. ich bin auch nicht wirklich zu faul, nur versuche ich eben "aktivitätsoptimiert" ans Werk zu gehen. Ich werkle, baue und mache so viel herum, dass ich meine Resourcen einteilen muss. Warum also 150% Aufwand betreiben um ein 95% Ergebnis erzielen , wenn ich für 10% Aufwand 85% Wirkung erzielen kann? Später kann ich dann immer noch nachlegen. Ich investiere jetzt also mal 2 Euro und 15 Minuten Arbeit und werde, wie Du schon einwirfst, nach dem Motto verfahren: Versuch macht kluch.

Herzliche Grüße
Thomas
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Dypsis

Hallo Safari (Dein Klarname ist mir leider nicht geläufig),

hm, die Warnung ist so eindringlich, dass ich ins Grübeln komm´. Auf der anderen Seite, es gibt doch auch genügend Schreibtischlampen etc aus Metal, die auch mit 230V laufen. Wo ist da der große Unterschied??

Grüße
Thomas
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Dypsis

#10
Hallo Safari,

wenn ich da einfach per Steckerwechsel (hätt´ ich aber ohnehin nicht einfach so gemacht) 230V angelegt hätte, dann hätte es wohl ohnehin erstmal ordentlich geknallt:



Ich hab´ die Lampenfassung nur mal vorsichtig auseinandergebaut. Die eine Ader war wirklich so aufgedröselt und völlig unisoliert an der Feder angelegen (die wiederum Kontakt mit dem Gehäuse hatte. Kein Wunder, dass die arme Birne nur so vor sich hingefunzelt hat, obwohl der Trafo fast voll aufgedreht war.

Auf jeden Fall danke für die Warnung!

Grüße
Thomas
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koestlfr

Hallo Thomas!

Beim Aufkleben der 4xLED auf ein 21mm Drehteil als Kühlkörper geht die Zentrierbarkeit zwar prinzipiell verloren, aber die Basisplatte der LED hat ca. 21mm im Durchmesser, das passt hervorragend!

Das Schlimmste was dir passieren kann ist, dass du einen Softfilter einbauen musst, damit man die Teilung zwischen den 4 LED-Chips nicht sieht!
Dafür hast du eine Beleuchtung, die hervorragende Qualität hat und deren Farbtemperatur sich beim Dummen nur gering ändert.

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

ortholux

Hallo Thomas,

Zitat von: Dypsis in September 06, 2012, 23:17:02 NACHMITTAGS
Auf der anderen Seite, es gibt doch auch genügend Schreibtischlampen etc aus Metal, die auch mit 230V laufen. Wo ist da der große Unterschied??

es gibt zwei Möglichkeiten, sich gegen einen Kontakt mit der Netzspannung abzusichern.
- Den Schutzleiter
- Die Schutzisolierung

Der Schutzleiter ist der grün/gelbe, das ist hinlänglich bekannt. Aber was macht der?
Der Schutzleiter ist in Deinem Haus mit der Erde (ja, die auf der wir stehen) verbunden. Diese ist leitfähig. Das funktioniert in der Regel mit massiven Eisenprofilen, die in die Erde gerammt, gegraben.. werden.

Im elektrischen Gerät, welches Metalloberflächen hat, wird der Schutzleiter mit dieser Oberfläche verbunden. (Aber auch Badewannen, Edelstahlflächen in Küchen etc.)
Als Modell: der Strom kommt aus der Phase raus (schwarz) und fließt durch den Verbraucher über den Nullleiter (blau) wieder zurück ins Kraftwerk.
Vor Deinen Sicherungen im Sicherungskasten hängt der sog. FI. Das ist eine "Meta-"Sicherung, welche ständig den "schwarzen" Strom mit dem "blauen" vergleicht. Ergibt sich eine Differenz, weil ein Teil des Stroms über den Schutzleiter (oder über einen Menschen, der gerade an das leitende Teil faßt) abfließt, schaltet dieser in Bruchteilen von Sekunden ab.

Schutzisolierung ist eine sichere Isolierung (auch äußerlich sichtbarer Metallteile) gegen spannungsführende Teile. Dann ist kein Schutzleiteranschluß nötig.

Kuck mal bei Wikipedia (Schutzleiter, Erdung, Schutzisolierung), da steht noch mehr!

Vielleicht hat es ja etwas Licht ins Dunkel gebracht.
Viele Grüße

Wolfgang

Werner

Finger weg von der 230-V-Beleuchtung!

Nicht wegen der Spannung, das ist VDE-mäßig lösbar, sonder wegen des Leuchtfadens.
Niedervoltlampen bestehen aus einem Wendel dicken Wolframdrahtes mit der entsprechenden thermischen Trägheit.
Hochvoltlampen haben 3 oder 5 Wendel aus dünnem Draht, U-förmig oder im Zickzack (höherer Widerstand ist erforderlich).

Dieser räumlich ausgedehte Faden kann im Objekt nicht korrekt abgebildet werden, der Kontrast wird schlecht.
Zweitens folgt der dünne Faden viel mehr als der dicke den 50 Hz Wechselstrom, das Licht flackert mit 100 Hz.
Fotografieren bzw. korrekte Belichtung wird damit zur Glücksache.

Die LED ist die beste Lösung, die zweitbeste eine Niedervolt-Halogenlampe, wenn deren Faden quer und nicht längs liegt.

Viele Grüße   -   Werner

Dypsis

#14
Hallo,

ok, ich bin restlos überzeugt. Das mit der 230V-Lösung vergesse ich. Wir haben nie darüber gesprochen...

Es sollte doch ein leichtes sein einen LED-Kühlkörper mit 19mm anstelle der Messingfassung (mit dem E14-Gewinde) einzusetzen. Dann bleibt die Zentrierung erhalten. Der Bastelaufwand ist mehr als gering. Zwei Gewinde in den Kühlkörper für die Schrauben, die ihn in der Porzellanfassung halten und fertig.
So werde ich das mal versuchen.



Euch allen vielen Dank für die Hinweise, Aufklärungen, Erklärungen und Warnungen.

Herzliche Grüße
Thomas
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