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Handmikrotom

Begonnen von moräne, September 29, 2012, 18:47:43 NACHMITTAGS

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moräne

Hallo Schneidexperten

Ich habe an euch mal eine Frage
Bei einem Trödler habe ich ein Gerät entdeckt, was dieser als Handmikrotom bezeichnet.
Es ist auf einer ca 15 mal 20 cm Platte montiert und auch etwa 15 bis 20 cm hoch.
Oben läßt sich ein Prisma - Zylinder ? mit ein gearbeiteten Gleitflächen längsschieben.
der obere Teil läßt sich senkrecht über eine Schwalbenschwanzführung bewegen.
Diese Senkrecht - Bewegung ist mit einem Zahnrad von etwa 8 cm gekoppelt welche einen Einhakmechanismus hat und über einen Zapfen den man entlang einer Führungsschiene,  an der Zahlen stehen bewegt, wobei das Zahnrad dann  in verschiedenen Winkeln stoppt und dabei über ein Feingewinde ( etwa von der Art einer Mikrometerschraube),senkrecht nach oben bewegt.

Dann gibt  über dem Zahnrad noch eine Art schwenkbarer Klemmenhalter mit mehreren Löchern, und auch noch einen Handhebel der mit der Senkrechtbewegung in Zusammenhang zu stehen scheint.
Das ganze Ding ist alt und aus Messing.
Ein Kunde hätte es als Handmikrotom bezeichntet.
Es scheint mir aber nicht vollständig zu sein, ich finde z. B. kein Messer oder etwas was ich als Messerhalter ansehen könnte.
Ein Firmenschild sagt aus daß es vom " Gustav Miele " stammt (wenn ich mich richtig erinnere)
Kennt jemand dieses Ding und hat eventuell ein Bild oder eine Beschreibung davon?
Grüße
Gerd 

Klaus Herrmann

Hallo Gerd,

ZitatGustav Miele

vielleicht eine Wäscheschleuder? ;D
Warum machst du nicht ein Bild und zeigst es hier?

Auf jeden Fall kein Handmikrotom nach deiner Beschreibung!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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moräne

Hallo Klaus
Das ist kein Geblödel (... Wäscheschleuder ? )


In der Zwischenzeit hatte ich bereits diese Skizze gezeichnet.
In etwa so hat dieses Ding ausgesehen.Die Rippen in dem Prisma sind natürlich übertrieben gezeichnet. In Wirklichkeit sind sie vielleicht ein  zehntel Millimeter ausgeschliffen.
Als ich das Ding in der Hand hatte konnte ich mir schon vorstellen, daß man damit schnitt.
Es fehlen aber sicher Teile, von denen ich wissen wollte, ob ich sie mir selber anfertigen kann
Grüße
Gerd

Klaus Herrmann

Sorry für die Blödelei Gerd,

also nochmal ernsthaft: kannst du nicht Bilder machen?
Bei Miele komme ich leider nicht auf wissenschaftliche Geräte, sondern auf Haushalt!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Jürg Braun

Guten Abend

Hat es etwa so ausgeschaut: http://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/11260/

Dann ist es ein Schlittenmikrotom.

Gruss

Jürg

Peter V.

#5
Hallo,

besagter Gustav hieß "Miehe", nicht "Miele"!


schräger Hebung von R. Jung in Heidelberg, die trefflich gearbeitet sind. Das Format
Nr. IV. (Katalog 1886 p. 18) ist besonders zu empfehlen. Seit mehreren Jahren arbeite ich
mit einem Mikrotom mit vertikaler Hebung von Schanze in Leipzig, Modell B Nr. 9
(Preisverzeichniss 1888), dessen Konstruktion nichts zu wünschen übrig lässt; auch die
nach gleichem Priucip konstruirten Mikrotome von Gustav Miehe in Hildesheim sind sehr
zu empfehlen. Sehr gut sind die Mikrotome von A. Becker in Göttingen.


Quelle:

http://www26.us.archive.org/stream/lehrbuchderhisto1892st/lehrbuchderhisto1892st_djvu.txt

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

moräne

#6
Ja das ist es
Danke Jürg und Peter für die weiteren Infos.
Grüße
Gerd