Hintergrund bei Makroaufnahmen von Mooskapseln: suche nach Verbesserung!

Begonnen von A. Büschlen, November 01, 2012, 10:48:06 VORMITTAG

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bewie

Hallo Arnold,

ich finde Deine neuen Aufnahmen schön, da kommen alle Details gut raus. Klar, die Farbe müsste noch ein wenig justiert werden, aber das dürfte kein Problem sein. Der tiefscharze Hintergrund hat den Vorteil, dass er gar nicht mehr vom Objekt ablenkt und für Vergleichbarkeit bei verschiedenen Aufnahmen sorgt. Das finde ich bei dokumentarischen Fotos einfach gut und richtig, da kann die Kunstschule sagen, was sie will. Mit Farbe kann man allerdings Stimmung ins Bild bringen, dass ist dann aber ein anderer Spielplatz, der mit Dokumentation nichts zu tun hat.

Herzliche Grüße
B. Wiedemann

Johannes Kropiunig

Hallo Arnold,

schöne Bilder hast du da.
Ein von Unten nach Oben dunkel werdender Hintergrund erzeugt eine räumliche Tiefe, dies ist einer der wenigen Tricks die ich kenne.
Ist sicher nicht der Geheimtipp, aber bei der Lage des Objektes auf den ersten Bild, könnte ich mir das so sehr gut vorstellen.

Viele Grüße,
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

A. Büschlen

Guten Abend

ich danke euch für die konstruktiven Anregungen zum erreichen eines gleichmässig durchgefärbten Hintergrund (im gezeigten Beispiel tief schwarz). Mein Ziel ist, eine reproduzierbare Lösung zu finden die sehr einfach in der Anwendung ist.


Gruss Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Monsti

Hallo Arnold,

das letzte Foto ist richtig super, und der schwarze Hintergrund passt perfekt. Mir ist es egal, was die Theorie sagt, schwarz und weiß sind für mich genauso Farben wie ein neutrales grau. Welche Hintergrundfarbe man optimalerweise verwendet, hängt natürlich auch vom Motiv ab.

Liebe Grüße
Angie

Johannes Kropiunig

Hallo,

ZitatIch möchte einen satt schwarzen Hintergrund
Das hatte ich überlesen, sorry,
Dann ist sicher ein matt schwarzer Hintergrund, möglichst weit von Objekt entfernt, das Mittel der Wahl.
Auf diesen Hintergrund sollte auch so wenig Licht wie Möglich scheinen, zum Beispiel durch eine Schreibtischlampe.

Viele Grüße,
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Monsti

Lieber Arnold,

mal wieder hat es mich in Fingern gejuckt ... habe mal dilettantisch den Hintergrund leicht verändert (etwas heller, etwas wärmer). Ob das Motiv nun deutlicher oder ansprechender wirkt - keine Ahnung. Ich meine, dass die Pflanzendetails nun nicht mehr so brillant erscheinen wie vor dem schwarzen Hintergrund. Aber urteile selbst:



Herzliche Bastelgrüße
Angie


Rawfoto

Guten Abend

Die Kunst und die Wissenschaft liegen gar nicht so weit auseinander, alle Toene auf der Grauachse werden als keine Farben gesehen. Das ist auch der Grund warum genau diese als neutral bezeichnet weden und in der wissenschaftlichen Fotografie als Hintergrund herhalten muss ...

In den letzten ca. 15 Jahren tritt diese veralterte Ansicht aber in den Hintergrund und es werden struktorlose Hintergruende der natuerlichen Umgebung gefragt und gekauft. Diese sind allerdings um einiges komplizierter zu realisieren und erfordern Kenntnisse der natuerlichen Umgebung. In den letzten 20 Jahren habe ich kaum schwarze Hintergruende fotografiert, neben den farbigen waren vor allem helle bis neutrale  gefragt.

Die Schwarzen stammen noch aus der Zeit der SW-Aufnahmen

Die neue Arbeitsweise hat eine weit aufwaendigere Beleuchtung zur Konsequenz, der Hintergrund wird getrennt ausgeleuchtet und so kann auch dessen Helligkeit/Gewicht gut steuerbar ist ...

Liebe Gruesse

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Bernhard Kaiser

Guten Morgen Herr Büschlen,

für mich ist Ihr 1. Bild am natürlichsten. Genauso sieht ein reifes oder fast reifes Orthotrichum speciosum Sporogon aus. Da ist nichts mehr von grün zu sehen.
Die anderen, veränderten Bilder wird man in der Natur vergeblich suchen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Kaiser

fabelfroh

Zitat von: Monsti in November 02, 2012, 21:23:51 NACHMITTAGShabe mal dilettantisch den Hintergrund leicht verändert (etwas heller, etwas wärmer). Ob das Motiv nun deutlicher oder ansprechender wirkt - keine Ahnung. Ich meine, dass die Pflanzendetails nun nicht mehr so brillant erscheinen wie vor dem schwarzen Hintergrund.

Das Bild wirkt so deutlich angenehmer.

Ein Tipp noch von mir. Das habe ich vor einer Weile in einem Makro-Forum gesehen. Warum sollte es nicht auch für die Mooskapseln funktionieren? Fotografiere dazu einfach eine grüne Fläche, so dass das gesamte Bild möglichst unscharf ist. Dann lasse das beim Fotohändler entwickeln (entweder matt oder glänzend, glänzend hat vermutlich Gefahr auf Reflexionen?) und lege das Foto einfach drunter. So sieht man auch nicht das die Kapseln ausgeschnitten wurden.

A. Büschlen

@ all:

Natürlich hat Herr Kaiser recht. Die Kapseln auf dem ersten Bild sind deutlich reifer und zeigen sich in einer Farbe die für O. speciosum zutrifft und auch im Feld als wichtiges Erkennungsmerkmal gilt.

Durch eure Anregungen konnte ich die hier noch einmal gezeigte Vorrichtung zusammenstellen und einsetzen.
Ich gehe davon aus, dass ich damit nun sehr einfach vorteilhafte Bildhintergründe entwerfen kann. Nicht nur schwarz ;)



Anspruchsvoll wird weiterhin die Bildbearbeitung sein.

Gruss Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.