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Kristallisationshemmung

Begonnen von Heiko, Dezember 31, 2012, 14:28:26 NACHMITTAGS

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Heiko

Hallo,
dieses Foto zeigt – Peter wird vielleicht wieder bedauern, dass dies kein Rätsel ist  :D – den Rückstand aus einer Brennpaste, nachdem das Ethanol verdunstet ist.



Laut Wikipedia könnte es sich um Calciumacetat handeln.
Leider kommt es zu keiner Kristallisation. Die Ursache hierfür wird in besagter Quelle auch benannt.
Meine Frage ist nun, ob es einen Trick gibt, diese Kristallisationshemmung zu überwinden?

Viele Grüße,
Heiko

Miner

Hallo Heiko,
verrate doch mal, was die Quelle als Ursache nennt. Das macht es leichter, sich einen Trick auszudenken, wie man die Sache doch zum Kristallisieren bringt.
Schoenen Abend
Ole

knipser009

hallo Heiko

Brennpaste entsteht dadurch, dass Ethanol in CaAc - Pulver eingerührt wird, bis die pastöse Konsistenz stimmt. Das CaAc ist also schon (fein)kristallin. Ein Verdunsten des Ethanols führt daher nicht zur einer Neukristallisation und zur Bildung größerer Kristalle, die dann auch im LM sichtbar wären.

Lösung : Da CaAc, wenn ich mich richtig erinnere, gut wasserlöslich ist, den Rückstand aus der Paste in H2O-dest lösen und aus dieser Lösung dann auskristallisieren.


Guten Rutsch mit viel Gedöns ins 2013

Wolfgang
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Lothar Gutjahr

Hallo Wolfgang,

umgekehrt habe ich beobachtet, daß Tenside die Kristallisation hindern. Daher die angedeutete Vorgehensweise mit dem Spülen mit dest. Wasser, was dann wenn  ausreichend vorgenommen zum Erfolg führen sollte.

Schöne Kristalle wünscht

Lothar


Heiko

Hallo,
als Grund für die Hemmung nennt "die Quelle" das Dimerisieren der Essigsäure bzw. des Acetations.
Verdünnen bzw. das Lösen in Wasser werde ich probieren, wobei: auch mit Magnesiumacetat und diversen Citraten hatte ich ähnliche Probleme, als deren wässrige Lösungen kristallisieren sollten.

Viele Grüße,
Heiko

knipser009

hallo Heiko

nur zur Info :

Acetat-ionen dimerisieren nicht. Dimerisation der HAc ist ein Sonderfall der Wasserstoffbrückenbindung und Ac hat diese H-Atome nicht.


willkommen in 2013

Wolfgang
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Heiko

Hallo Wolfgang,

Du hast Recht – Wasserstoff als Brückenatom ist im Acetation dann nicht mehr vorhanden.
Und was hältst Du von dem Gedanken, dass die Metallionen stellvertretend diesen Job übernehmen?

Viele Grüße,
Heiko

knipser009

hallo Heiko

schön nach einem halben Jahr mal wieder eine CHemie-Stunde zu halten  ;D ;D

also :

CaAc ist ein wasserlösliches Salz, d.h. in Wasser dissoziieren (zerlegen sich) die Salze in ihre Bestandteile - hier das Ca-Kationen und das Ac-Anion - und gehen im Lösungsmittel eigene Wege (mal einfach formuliert).
Ein Dimerisieren ist nicht möglich.

Viele Grüsse

Wolfgang
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Heiko

Hallo Wolfgang,

so weit, so klar – nur: im Feststoff, der hier vorliegt, ,,finden" sich die Ionen ja wieder; allerdings eben nicht zu einem ,,Kristallgitter", in diesem Fall.

Grüße, Heiko

Ulrich S

Zitat von: Heiko in Januar 01, 2013, 18:14:41 NACHMITTAGS
Hallo Wolfgang,

so weit, so klar – nur: im Feststoff, der hier vorliegt, ,,finden" sich die Ionen ja wieder; allerdings eben nicht zu einem ,,Kristallgitter", in diesem Fall.

Grüße, Heiko


Moin moin,
was solls denn sonst für ein "Feststoff" sein, das ist schon kristallin, nur nicht so schön und groß wie Du erwartest.
Es kommt immer anders wenn man denkt

Heiko

Hallo Ulrich,

,,amorph", ,,polymer", ???

Gruß, Heiko

knipser009

Zitat von: Heiko in Januar 01, 2013, 18:50:33 NACHMITTAGS
Hallo Ulrich,

,,amorph", ,,polymer", ???

Gruß, Heiko


hallo Heiko

kristallin und amorph schließen sich bei Salzen aus
dito polymer

Wolfgang
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Heiko

auch bei organ. Anionen (z.B. Seifen) oder Polyphosphate fallen mir noch ein?

Gruß, Heiko

Eckhard F. H.

Zitatschön nach einem halben Jahr mal wieder eine CHemie-Stunde zu halten

Hallo Wolfgang,
dann stelle ich dem Chemilehrer hier mal dieselbe Frage, die vor über 40 Jahren meinen Chemilehrer in Verlegenheit brachte:
Warum lößt sich die Ionenbindung Silberchlorid nicht in Wasser?
Gruß - EFH

knipser009

Zitat von: Eckhard F. H. Nowack in Januar 01, 2013, 21:52:46 NACHMITTAGS
Zitatschön nach einem halben Jahr mal wieder eine CHemie-Stunde zu halten

Hallo Wolfgang,
dann stelle ich dem Chemilehrer hier mal dieselbe Frage, die vor über 40 Jahren meinen Chemilehrer in Verlegenheit brachte:
Warum lößt sich die Ionenbindung Silberchlorid nicht in Wasser?
Gruß - EFH

hallo  Eckhard

Du hast aber ein gutes Gedächtnis,
eine evtl Antwort von Dir, das wird dein 1000ster Beitrag hier im Forum sein. Ich hoffe, Du weißt meine Assistenz zu schätzen ;D

zu Deiner Frage ( ist zwar weit OT , aber was soll´s ) :

Ausnahmslos alle Salze lösen sich wegen der Polarität der sie aufbauenden Ionen in dem polaren Lösungsmittel Wasser. Das eine Salz mehr als das andere. Auch AgCl löst sich in Wasser.

Beweisversuch : Filtriert man aus einer AgCl-Suspension das Salz ab und gibt zu dem Filtrat Kaliumiodid hinzu, dann fällt AgI aus.
Begründung : Das AgI ist noch viel geringer löslich als AgCl und das zugesetzte Iodid reagiert mit den noch im Filtrat befindlichen wenigen Ag-Ionen in Lösung - vom minimal gelösten AgCl stammned.

Wie groß die Löslichkeit eines Salzes im Wasser ist, wird durch das sog "Löslichkeitsprodukt" beschrieben. Wird der Zahlenwert des salztypischen Löslichkeitsproduktes überschritten, dann fällt der Überschuss an diesem Salz als Feststoff aus.

Falls Du weitere Infos bräuchtest, dann wird das eine Honorarfrage ;) , nein, Scherz beiseite - WIKIPEDIA bezw Lehrbücher derPhysikalischen Chemie bieten noch eine Menge an Diskussionstoff.


lieben Gruss zum Ende dieser Nachhilfestunde

Wolfgang
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"