Welchen Monitor zur Betrachung über HDMI Kabel EOS 600D

Begonnen von anne, Januar 11, 2013, 16:43:28 NACHMITTAGS

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anne

Hallo liebe Forumsmitglieder,

nachdem ich nun glücklicher Besitzer einer EOS 600D bin, möchte ich z.B. meinen Kindern die Möglichkeit geben am Monitor mitzuschauen.

Ich habe dafür über den HDMI Anschluss der Kamera ein LCD Display (günstige Version ca. 80€) angeschlossen. An der Kamera habe ich auf Live View geschalten.

Leider ist das Bild sehr enttäuschend.

Wenn ich direkt an meinen Laptop anschließe und live betrachte, über Canon Utilities, habe ich ein um Lichtjahre besseres Bild.

Generell meine Frage, welche techn. Kenndaten sollte ein LCd Display haben um ein befriedigendes Bild zu erhalten. Gibt es spezielle Empfehlungen
z. B. bezüglich eines besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnisses?

Oder mache ich schlicht weg einen Fehler?

Natürlich könnte ich einen alten Röhrenmonitor anschließen, möchte aber aufgrund der Dimensionen lieber einen bezahlbaren Flachbildschirm.

So nun hoffe ich, die Frage wurde nicht schon 10x gestellt, falls ja, verzeihe man es mir und gebe mir den link.

Liebe Grüsse
Anne

Lothar Gutjahr

Hallo Anne,

meine Sony NEX hat einen HDMI-Ausgang und macht auf dem 32" Flachfernseher, der früher mal seinen Platz im Schlafzimmer hatte ein Superbild über das HDMI-Kabel direkt mit dem Bildschirm verbunden. Etwas enttäuscht habe ich zur Kenntnis genommen, daß die 1000 D nur einen Videoausgang hat und habe dieses Kabelchen zähneknirschend am Seiteneingang des Monitors angeschlossen und über die Fernbedienung angewählt. Das Bild ist aber gut und allemal ausreichend zum Einstellen und vorzeigen. So bin ichs dann doch zufrieden.

Einen PC über die USB-Schnittstelle habe ich noch gar nicht probiert, da es dazu zunächst keinen Handlungsbedarf gibt. Ob das Videosignal auch ausgegeben wird, wenn ein PC angeschlossen ist müßte man ausprobieren. Auch meine ich mal gelesen zu haben, daß der Fernsteuereingang nicht mehr funktioniert, wenn ein PC angeschlossen ist. Hier gäbe es einiges zu testen. Wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Experimentieren.

Lothar

Ingo Wakop

Hallo Anne,

Ich hab mal direkt an 2 identischen 24 Zöller das HDMI mit dem USB Live View verglichen.
Das HDMI Signal ist ausgesprochen flau und kontrastarm, während das USB Bild im Vollbild (getestet mit DSLR Remote) fast so gut ist wie das anschließende Foto, nur etwas pixliger.
Tja, warum auch immer, ich denke das du da nix falsch gemacht hast.
Auf einem alten 4:3 Monitor ist das HDMI Bild bei mir nochmal ne Ecke schlechter, was aber dem bestimmt 6/7 Jahre alten Monitor geschuldet ist.
Der Nachteil des USB Bildes ist das die Bildwiederholrate nichts so hoch ist und es zu leichten Verzögerungen kommt.

Gruß
Ingo
vorzugsweise per "DU"
Vorstellung

Peter V.

#3
Hallo Anne,

wenn das mit HDMI nicht klappen sollte, kauf doch einfach ein preiswertes (evtl. gebrauchtes) Flach-TV-Gerät und schließ die 600D über den AV-Ausgang an. So mache ich es bislang mit meiner 550D auch.
Ich benutze noch einen Trinitron-Röhrenfernseher, aber mit einen Flach-TV geht das natürlich auch.
Bislang war ich mit dem Bild sehr zufrieden. Dass auch ich heute (welch Zufall!) die Frage nach dem HDMI-Anschluß überhaupt gestellt habe, liegt daran, dass reblaus heute in einem anderen Thred schrieb:

ZitatHallo Christian,

für mich war es eine Erlösung bei den stärkeren Vergrößerungen (bei denen älteren Personen gerne die bekannten "mouches volantes" vor den Augen schwimmen), das Bild per live-view auf dem Computermonitor betrachten zu können - und meine Frau war auch begeistert.
Dazu musste ich allerdings eine hierfür geeignete Kamera (hier Canon EOS 500 oder mehr ... ) auf einem Tritubus o.ä. verwenden. Zur Not ginge es aber auch auf einem normalen Okular.
Eine Erleuchtung hingegen war es als ich zum ersten Mal das Bild der Kamera auf einem full HD-Monitor betrachten konnte. Hier ging alles schneller und die Auflösung war halt toll und der Monitor hat in der Bucht nur etwa 60 € gekostet.
Einen richtig billigen Ratschlag kann ich leider nicht geben!

Viele Grüße

Rolf

Allerdings hat Rolf eine 5D MKII, vielleicht liefert die am HDMI-Ausgang ein anderes Signal? Er betreibt sie an einem Samsung B 2230 H und ist mit dem Bild sehr zufrieden.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

anne

Hallo Peter,

da ich bei Rolf schon persönlich sein gutes Bild sehen durfte, bin ich auch so ausgesprochen enttäuscht von dem Bild das ich sehe.
Aber ich werde mal alles anschließen was so im Haus ist.
Bei meinem früheren Job wurde ein extra super teurer Trinitron Monitor angeschafft, speziell für exakte Farbwiedergabe.
Allerdings war das noch vor der Zeit der Flachbildschirme.
Aber anscheinend ist es ein sehr vielschichtiges Thema. Ich werde mal den Monitor an den Laptop anschließen und dann sehen ob ich am Monitor immer noch so ein schlechtes Signal bekomme.

Lothar: Tasächlich geht die Fernauslösung nicht mehr wenn ein HDMI Kabel angschlossen ist. Aber über USB und Live View kann dann über die Software ausgelöst werden. Damit relativiert sich das Ganze.

Also, probieren geht über studieren....
lg
anne

anne

Hallo,
nun bin ich durch mit meinen Versuchen. Ich bin nun direkt über USB an den Flachbildschirm. Die Qualität scheint etwas besser zu sein, als über HDMI, aber noch lang nicht gut. Der Versuch mit einem weiteren Flachbildschirm ergab auch kein befriedigendes Ergebnis.

Dann habe ich einen alten, höllisch schweren Röhrenmonitor über USB angeschlossen und siehe da - perfekt.

Nun stelle ich mir diesen Monitor neben das Mikroskop und gehe über EOS Utilities und USB rein und bin damit recht glücklich.

Liebe Grüsse
Anne

Johannes Kropiunig

Hallo Anne,

ZitatDann habe ich einen alten, höllisch schweren Röhrenmonitor über USB angeschlossen und siehe da - perfekt
Röhrenmonitor mit USB-Anschluß, so etwas gibt (gab) es ?

Viele Grüße,
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Peter V.

#7
Liebe Anne,

Du bist nicht die einzige Anachronistin  ;)

Ich sitze hier vor einem sauschweren Trumm von 21-Zoll-Sony Röhrenmonitor. Im Keller steht ein nagelneuer, originalverpackter identischer Monitor, vor ca. 4 Jahren vorausschauend als Ersatzgerät für knapp 100 EUR, weil ihn wohl kaum jemand haben wollte. Die lagen ursprünglich bei knapp 1300 EUR.
Ich liebe diese Fossile, weil die Qualität von Röhrenonitoren in bestimmten Teilbereichen bis heute unübertroffen ist. (Grafiker haben sich übrigens lange Jahre mit der Umstellung sehr schwer getan). Auch in meinem Arbeitsumfeld habe ich mich entschieden, den fast 2000 EUR teuren medizinischen TFT-"Spezialmonitor" wieder gegen meinen einfachen, 20 Jahre alten(!) und praktisch wertlosen Sony-Röhren-TV-Monitor auszutauschen. Letzter liefert schlicht das bessere Bild. Und sowohl an meinem Mikroskoparbeitsplätzen als auch im Schlafzimmer werkeln kleine 14 Zoll Sony-Trinitron-Röhrenfenseher wie dieser hier.

@Johannes:
ZitatRöhrenmonitor mit USB-Anschluß, so etwas gibt (gab) es ?

Viele Grüße,
Johannes

Da ist natürlich noch ein Rechner dazwischen, Anne schreibt ja, dass sie über das EOS Utility geht.

Herzliche Grüße
Peter
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Johannes Kropiunig

Hallo,

seit es die ersten Grafikkarten mit einem analogen TV-Ausgang gibt, habe ich damit herum experimentiert, und war immer noch entsetzt über die Qualität die da ausgegeben wird.
Filme ansehen ging noch, aber mehr auch nicht, teilweise war nicht mal die Schrift unter den Ikons von Windows zu lesen.
Deshalb würde es mich sehr interessieren welche Grafikkarte Anne dazu benützt, und über welchen Anschluss sie da geht?

Viele Grüße,
Johannes


Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

anne

Hallo Johannes,
als technisch nicht so versiert korrigiere ich mich. Habe wohl Blödsinn geschrieben.

Nun, ich gehe mit der Kamera über USB in den Rechner, wähle über EOS Utilities den Live View und gehe über VGA zum Monitor.
Dann habe ich zwar das EOS Utility Menü am Bildschirm, aber trotzdem ist es besser als der kleine Monitor meines Laptops.

Zur Grafikkarte, ich habe einen normalen Dell Laptop E6400. Welche Grafikkarte verbaut ist, kann ich leider nicht sagen.

Hallo Peter,

wir zerbrechen uns gerade den Kopf wie man direkt von der Kamera auf einen VGA-Anschluss geht. Geht nicht, oder? Der PC fungiert als Wandler des digitalen Signals in ein VGA Signal.
Ich nehme an Du gehst direkt von der Kamera zum AV-Anschluss ?

Danke
Anne

Peter V.

#10
Hallo Anne,

Das geht in der Tat nicht!
Ich verwende bei allen kameras die denkbar primitivste Anschlußmöglichkeit: Direkt vom AV-Ausgnag der Kamera auf den Compsit(Cinch)-Eingang eines Fernseher. Ich benutze folgende Geräte:

Die bereits gezeigten alten 14er Sony-TV-Geräte
Diesen kleinen Sony-TV-Monitor
Diesen kleinen Fat-TV von Medion, der hier gezeigt wird.

Dch hatte mal einen einfacher Wandler aus der "Bucht", analoge TV-Signale in Signale für den VGA-Anchluß umwandelte. Das Ergebnis war grauenvoll.

Mit Bilder via USB auf einerm Compuitermonitor konnte mich nie anfreunden, da
1) die Bildqualität meist recht schlecht war (zumindest, was ich bislang bei Mikroskpikern gesehen habe). Insbesodnere bei den oft für mikroskopische zwecke verwendeten Laptops mit - um es mal vorsichtig auszudrücken - verbesserungswürdigen Displays.

2) das Lifebild oft etwas ruckelig war bzw. "nachzog"

und

3) ich einfach nicht am Rechner mit dem Mikroskop arbeite! Ich bevorzuge die Auslösung über Fußschalter und die Speicherung auf Karte. Da ich nicht ständig Mikrofotos anfertige, nervt mich das Hantieren mit den Karten nicht.

Deshlab interessierte mich ja auch der "dritte Weg", nämlich vom HDMI-Ausgang der Kamera direkt in den HDMI-Eingang eines PC-Monitors (von der mir Reblaus ja positiv berichtete). Das war ja letztlich meine Frage in dem von mir eröffneten Thread. Nun höre ich ja von Euch (Dir und Ingo), dass das bei Euch - im gegesnatz zu Rolfs Erfahrungen - wohl zu keinen so guten Ergebnissen führt...warum auch immer  ???

Ist aber alles Geschmacksache, nach meiner Erfahrung speicher die meisten Mikroskopiker auf dem Rechner.



Herzliche Grüße
Peter

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anne

Hallo Peter,
das einzige was ich nun noch gehört habe, ist das es wohl verschiedene HDMI Formate gibt. Es muss wohl sowohl das HDMI Format der Kamera sowie des Kabels und des Monitors aufeienander abgestimmt sein. Aber ob das nun der Stein der Weisen ist, kann ich leider nicht sagen.

Ich werde mir auf jeden Fall auch so einen Monitor wie Du anschaffen und direkt über das AV Kabel der Kamera reingehen. Aus dem selben Grund wie Du, ich möchte nicht immer den Pc dabei stehen haben, sondern auf Karte speichern.
Aber mein alter PC-Monitor ist eine gute Übergangslösung und vor allen Dingen erst mal kostenlos!

Aber ich werde auch bei Rolf nochmal nachfragen an was es liegen könnte, evtl. vielleicht an der Ausgabe der Daten durch die Kamera, oder er hat wirklich perfekt abgestimmt.

Liebe Grüsse
Anne

Peter V.

#12
Hallo Anne,

damit Du mal eine Größenvorstellung der Geräte bekommst:

1) Der Sony-Röhrenfernseher: KV-14LT1E



2) Der professionelle Broadcast-Monitor Sony PVM 9044QM (vorne)



3) Der sehr kleine und  leichte 10,1"-Medion bzw. Tevion -Fernseher (wiegt gerade einmal 1020 Gramm!), zur Zeit neu nur noch "überteuert" bei Ebay erhältlich, wurde bis vor kurzer Zeit für knapp 100 EUR bei Ebay von Medion selbst verkauft. Übrigens ein echtes Anschlusswunder!





Dieser "Camping"-Fernseher ist natürlich sehr handlich und mobil, aber es geht ja auch mit jedem anderen Flat TV, die in mittleren Größen ja heute neu und gebarucht für wenig Geld überall erhältlich sind.

Herzliche Grüße
Peter
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anne

Hallo Peter,
vielen herzlichen Dank für diesen schönen Überblick!

Diese Art Profigerät von Sony kenne ich noch aus meinem Job, die sind unschlagbar.

Der kleine Campingfernseher ist natürlich super handlich, ist die Bildqualität wirklich überzeugend? So daß man scharf stellen kann per Campingfernseher?


Wir haben noch einen alten Sharp Flachbild-Fernseher der ersten Generation, den werde ich auch mal noch ranhängen.

Schönen winterlichen Sonntag!
Anne


Peter V.

Hallo Anne,

selbstvertsändlich reicht der kleine Medion-Monitor zur Fokussierung völlig aus. Auch zur schnellen Demonstration. Der Vorteil sind geringes Gewicht, geringe Größe und damit ein Höchstmaß an Transportabilität sowie die zahlreichen Schnittstellen. Allerdings hat es einen recht eingeschränkten Blickwinkel und die Bildqaulität ist natürlich nicht mit einem sehr guten neuen "Großen" vergleichbar - aber meine Erachtens völlig ausreichend. Es ist halt immer eine Frage des Anspruchs.
Wenn Du noch einen alten TFT-Fernseher hast, schließ ihn doch mal an. An einen älteren 17"-Flat-Fernseher auf meinem Schreibtisch schließe ich gelegentlich auch zur Fokussierung eine Mikroskopkamera an.

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.