PEG auch für zoologische Schnitte geeignet ??

Begonnen von hebi19, Februar 24, 2013, 20:08:39 NACHMITTAGS

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hebi19

Hallo zum Sonntag-Abend

Heute habe ich einen Klingenhalter für mein Studenten-Mikrotom bekommen. Mein Mechanki-Freund hat als erstes einen Halter gebaut mit Klinge genauc senkrecht zur Schnittrichtung (die einfachere Variante)- also zum Schneiden von Wachsblöcken.

Die ersten Versuche mit einer Christbaumkerze verliefen recht vielversprechend. Mit dem Einbetten und giesen von Blöcken habe ich aber bisher keinerlei Erfahrung. Deshalb werde ich mir als erstes mal PEG 1500 zulegen und damit die ersten Versuche starten. Ich habe dazu eine grundsätzliche Frage:

Ist PEG nur für botanisches Material geeignet oder kann man darin grundsätzlich auch zoologisches Material einbetten??

Eine "Nebenfrage": bei zoologischen Material scheint ein Problem das Aufkleben von PEG-Schnitten zu sein.
Klaus Henkel greift das in einem Beitrag im ALTEN Forum auf:
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,2294,2337

Auch erhielt die entsprechende Frage von Sascha F. bisher, also seit Monaten keine Antwort
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=12192.0

Hat wirklich keiner Erfahrung oder gute Tips für das Aufkleben??
Botanische PEG-Schnitte werden wohl allgemein mit Pinsel ohne Aufkleben weiter verarbeitet wie Handschnitte (so versteh ich die Beiträge) - bei dünnen zoologischen Schnitten dürfte das nicht funktionieren.

Martin

P.S.: natürlich stell ich den ersten erfolgreichen Schnitt vor und zeig dann auch ein Foto vom neuen Klingenhalter.
Grüße von
Martin alias hebi19

Motic BA-300, div Lomo, Stereo-Mikroskop noname

-JS-

Hallo Martin,
PEG ist wunderbar für solche (botanischen) Schnitte geeignet, die nach dem Schnitt durch eigene Strukturen zusammengehalten werden.
Kurzfassung: Wurzel, Stängel, Blätter 'gehen', Blüten, Knospen 'gehen' nicht. Das liegt daran, daß sich mit PEG eingebette Schnitte immer dann sehr gut weiterverarbeiten lassen, wenn diese (wie bei Handschnitten auch), so wie Du schon geschrieben hast, z.B. mit Pinsel oder Saugpipette als Ganzes transportiert werden können. Das geht natürlich bei einer Blüte mit all den darin enthaltenen Einzelteilen nicht so sehr gut  ;D
Außerdem ist selbst bei Verwendung von mit PEG vorgesättigtem Wasser zum Einbringen der fertigen Schnitte recht viel Bewegung zu beobachten. Was da nicht fest zusammengefügt ist, kann durch die entstehende kinetische Energie ganz schön durcheinandergewirbelt werden - sehr schlecht für Staubfäden und dergleichen Filigranes.
Ein eher polares Klebemittel, welches für PEG geeignet wäre, ist mir nicht bekannt. Das nun will aber nichts heissen ;D
Zur Verwendung von PEG bei der Herstellung zoologischer Schnitte habe ich keine Kenntnisse / Erfahrungen. Wir haben für unsere Regenwürmer, Schnecken und Fische immer das gute alte Paraffin genommen, aber das ist auch schon im letzten Jahrtausend gewesen  ;D
Viele Grüße
Joachim


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