Ortholux-Bino dejustiert - oder doch nicht?? Fehler entdeckt! Ein Monolog :-)

Begonnen von rheinweib, Juli 01, 2013, 14:03:31 NACHMITTAGS

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Eckhard F. H.

#15
Zitat"Im Revolver" hat den Vorteil, daß für verschiedene Anwendungen (unendlich, endlich...) die Linse mit dem Revolver gewechselt wird

Hallo Wolfgang,
hmm, hmm. Ich kenne zwar nur das Phomi ´persönlich´, erlaube mir aber trotzdem, den Sitz einer ordentlichen Tubuslinse im Revolver anzuzweifeln? Dort steckt wohl eher eine Konkavlinse, die den Strahlengang verlängert, vzw. über 160mm (Telanlinse). Hat nicht die ´ordentliche´ Tubuslinse den Zweck, zwischen Objektiv und Okular Filter, Teilerspiegel, Prismen u.a. ohne optische Nachteile unterzubringen, oder? Lasse mich gerne belehren.
Gruß - EFH

Peter V.

Hallo,

Nach meinem Verständnis ist diese "Tubuslinse" bei Leitz funktionell nicht identisch mit der "Tubuslinse" bei unendlichen Systemen. Vielmehr handelt es sich in diesem Fall um eine Linse, die den Abbildungsfaktor verändert wie z.B. die 1,6er oder 0.8er Linsen bei Zeiss.
Ohne "Tubuslinse" gibt es bei Unendlichsystemen kein brauchbares Bild. Bei fehlender Durchlicht-"Tubuslinse" des Leitz müsse es aber duchaus ein korrekt korrigiertes Bild geben, nur eben mit einem anderen Abbildungsmaßstab.
Ich glaube, es liegt hier nur ein Problem der Begrifflichkeit vor.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

ortholux

Liebe "Spekulanten" ;),

ich habe mal meine "analoge" Bibliothek bemüht, weil ich mir nun auch nicht mehr sicher war. Oft wird der Befriff "Tubuslinse" mit Unendlich-Systemen in Verbindung gebracht.

Nur Kollege Gerlach schreibt das, was ich auch im Studium gelernt habe:
"Die mechanische Tubuslänge...ist oft größer als von der Optik verlangt. Damit trotzdem kein Verlust an Bildqualität...zum Ausgleich ein Linsensystem....zusätzliche Vergrößerung....Tubusfaktor...blabla".

Den Begriff "Telan-Linse" gibt es bei Leitz nicht. (Was nicht heißt, daß er nicht richtig ist.)

Die Leitz'sche "unendlich"-Tubuslinse ist identisch mit dem, was vorher geschrieben wurde. Mit allen beschriebenen Vorteilen. Leitz hat schon in den 20er Jahren (oder vielleicht sogar noch früher? Timo, Thomas, Florian an die Tafel!) Metallmikroskope mit Unendlich-Strahlengang gebaut, um die Auflicht-Einspiegelung zu ermöglichen.

Zitat von: Peter V. in Juli 02, 2013, 17:55:38 NACHMITTAGS
Ohne "Tubuslinse" gibt es bei Unendlichsystemen kein brauchbares Bild. Bei fehlender Durchlicht-"Tubuslinse" des Leitz müsse es aber duchaus ein korrekt korrigiertes Bild geben, nur eben mit einem anderen Abbildungsmaßstab.

Das stimmt nicht ganz, weil in die Korrektur der Objektive die Tubuslänge einberechnet ist. Sicher wird das Bild von "endlich"-Objektiven besser sein, weil näher an der ursprünglich geplanten Tubuslänge.
Wird die mechanische Tubuslänge aber zu groß, kann es ohne Tubuslinse theoretisch passieren, daß man überhaupt nicht mehr fokussieren kann, weil die Fokusebene im Deckglas liegt.

Viele Grüße
Wolfgang