Otholux mit Heine Phasenkontrasteinrichtung

Begonnen von Mikroman, März 04, 2014, 21:38:19 NACHMITTAGS

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Dypsis

#45
Zitat von: Max Berek in März 11, 2014, 12:20:53 NACHMITTAGS
Kann es sein, daß es nur mir so geht: Ich empfinde das Ausmaß an Aggression in diesem Thread umgekehrt proportional zu der tatsächlichen Bedeutung des den Aggressionen zugrundeliegenden Sachverhaltes.

Beste Grüße

Sven

Hallo Sven,

ach das ist doch noch nicht aggresssiv! Das geht/ging noch ganz anders.
Das hier ist eigentlich nur ambitioniertes Angler/Jägerlatein.
Das muss so sein.  :D

Grüße
Thomas
Ich bevorzuge das forumsübliche Du!

reblaus

Hallo -

die Preissteigerung durch frühe Hinweise scheint mir ebenfalls nicht das Kernproblem zu sein, zumal viele Bieter aus dem Forum gelegentlich auch mal Anbieter sind. Aber gerade dadurch könnte der Hinweis wiederum auch ein "Geschmäckle" bekommen.
Andererseits möchte vielleicht auch mal ein Anfänger Meinungen zu einem Gerät einholen auf das er bieten möchte und er weiß niemanden, den er per PN anfragen könnte. Ob das weise ist, sei mal dahingestellt, aber eine feste Regelung für dieses Problem scheint wohl kaum möglich zu sein.

Viele Grüße

Rolf

Max Berek

Zitat von: Dypsis in März 11, 2014, 12:26:40 NACHMITTAGS
Zitat von: Max Berek in März 11, 2014, 12:20:53 NACHMITTAGS
Kann es sein, daß es nur mir so geht: Ich empfinde das Ausmaß an Aggression in diesem Thread umgekehrt proportional zu der tatsächlichen Bedeutung des den Aggressionen zugrundeliegenden Sachverhaltes.

Beste Grüße

Sven

Hallo Sven,

ach das ist doch noch nicht aggresssiv! Das geht/ging noch ganz anders.
Das hier ist eigentlich nur ambitioniertes Angler/Jägerlatein.
Das muss so sein.  :D

Grüße
Thomas

Na dann, mit Altmeister Schiller:

O Freunde, nicht diese Töne!
Sondern laßt uns angenehmere
anstimmen und freudenvollere.

Freudige Grüße  ;)

Sven
Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18519.0

Mikroskope:
1. Carl Zeiss Jena, LgOG1, 1960
2. Steindorff Berlin, "Arztmikroskop", 1970
3. Leitz Wetzlar, Ortholux I, 1969

Mikroman

#48
Hallo Thomas (Dypsis)

also um mit etwas Positivem anzufangen: ich werde hier micht mehr (grundlos) die Schnäppchenjäger aktivieren, z.B. mit einem entsprechenden Hinweis auf eine noch laufende Auktion  ::) ::)

Zu ein paar anderen Punkten möchte ich noch einmal Stellung beziehen:

Zitat
woher weißt Du, wie hoch der Preis ohne Deinen Beitrag gegangen wäre??
Die Randbedingungen für die Auktion waren denkbar schlecht:
Auktionsende am Wochentag, sehr magere Beschreibung, großes Mikroskop mit dabei,
anscheinend nicht ganz so guter Leumund des Verkäufers usw.
Aus Deinem Gegenbeispiel wird also nichts, es hätte ja sein können, dass es noch billiger geblieben wäre.
Zitat

Das ist so nicht schlüssig. Ich muss nicht wissen, wie hoch der Preis ohne meinen Beitrag gegangen wäre. Es reicht völlig aus nachzuweisen, dass der Artikel trotz Trommeln zu einem Schnäppchenpreis weg ging und ergo Trommeln nicht per se schnäppchenfeindlich sein kann. Das ist einfachste Logik. Zu den Randbedingungen: nach meinen Beobachtungen laufen Auktionen nicht immer und nicht zwangsläufig an Wochentagen billiger aus. Es hängt vom generellen Interesse ab, z.B. auch, ob es ein interesssanter Artikel ist oder nicht. Ich habe schon dürftigere Beschreibungen erlebt; die Beschreibung ließ umgekehrt klar das eigentliche Schnäppchen (Kondensor und Objektivbestückung) erkennen. Der Verkäufer hat 99,6% Beurteilungen (1 in den letzten zwölf Monaten) - das ist so schlecht nicht.

Zitat
Die Methode erst in letzter Sekunde zu bieten hat soooooooo einen Bart, dass man sie wirklich nicht mehr als der Weisheit letzter Schluss anpreisen kann.
Zitat
Das mag jeder halten wie er möchte. Ich darf aber an der Stelle mal auf einen fachkundigen Artikel referenzieren, der das hinter Ebay stehende Prinzip (modifizierte Vickrey-Auktion) an einem guten Beispiel erläutert: http://www.spieltheorie.de/Spieltheorie_Anwendungen/bietstrategie.htm. Die Empfehlung des Autors: SNIPERN

Gruss
Peter

p.s. Ich mag ambitioniertes Jägerlatein
pps: Zum frühen und späten Bieten: http://der-verhandlungsberater.de/spaetes-bieten-bei-ebay-als-kluge-strategie/. Vielleicht kann ich so einigen Boden wieder gutmachen mit den Hinweisen und einigen helfen, etwas billiger an die hübschen Dinge heranzukommen.
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Dypsis

... ach Peter  :D,

Schnäppchen ist doch relativ. Sind wir uns da einig? Es spielt doch eine Rolle, ob es durch das (unbedarfte) Zutun eines Forumskollegen teuerer wird...

Von mir aus ist jetzt alles wieder gut.
Jeder darf seine Gebotsstrategie variieren wir es ihm in den Sinn kommt und kann dabei mehr oder weniger wissenschaftliche Annahmen oder halbreligöse Orakeleien zugrunde legen.
Nur halt nicht plappern...

Grüße
Thomas
Ich bevorzuge das forumsübliche Du!

Mikroman

Schnäppchen ist relativ - da wenigstens sind wir uns, lieber Thomas, durchaus einig. Ich gönne auch jedem seine spezielle Bietstrategie. Von der Spieltheorie her, ich hoffe es gelang mir, dieses zu belegen, sind späte Gebote halt zielführender. Ich gebe durchaus zu, mich manchmal "tierisch" zu ärgern, wenn ich sehe, wie die Geier (was hätte ich "Geiger" geschrieben) ihr Revier vorzeitig markieren, während ich auf Biet-o-matic setze und den letzten gezielten Stoß vor Mitternacht vorbereite.

Was jetzt die eigentliche Schnäppchenjagd betrifft: wenn ich etwas Interessantes finde, was schlecht, unzureichend beschrieben und fotografiert und vielleicht auch noch außerhalb des Mainstreams positioniert ist, dann gelingen mir Schnäppchen durchaus, z.B. ein vollausgestattetes älteres Polmikroskop aus den 50iger Jahren mit Holzkasten, Poltisch, Objektführer, Polkondenser, Schieber etc für 90 € dann reib' ich mir die Hände. Leider ändert sich die Perspektive dort sehr schnell, wo auch relativ Unbedarfte rasch erkennen (z. B. anhand der Beschreibung, der frühen Höhe der Gebote), dass hier etwas Wertvolles lauert. 

In diesem Sinn einen schönen Tag Euch allen und viele Schnappen allzeit.

Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Max Berek

Meine Strategie bei Ebay ist ganz einfach: Ich biete von Anfang an, was der Artikel mir maximal wert ist und suche hernach die Ebay Auktion nicht mehr auf (um kein Jagdfieber bei mir aufkommen zu lassen). Wurde ich am Ende schlimmstenfalls um 1 € überboten, trage ich es wie die Birne: mit Fassung. Seit 2001 fahre ich mit dieser Strategie sehr gut - wenn ich mich dran halte  ;)

Horrido!

Sven
Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18519.0

Mikroskope:
1. Carl Zeiss Jena, LgOG1, 1960
2. Steindorff Berlin, "Arztmikroskop", 1970
3. Leitz Wetzlar, Ortholux I, 1969

Mikroman

Horrido Sven,

bescheidene Strategie - unter spieltheoretischen Axiomen. Du könntest erfolgreicher sein, wenn Du einfach Dein höchstes Gebot in Biet-o-matic reinhaust und es dann 4 bis 6 Sekunden vor Ablauf rausläßt. Und zwischendrin nicht mehr reinschaust. Du wirst dann öfter eine Auktion gewinnen als mit Deiner alten Strategie (s. auch die von mir empfohlenen Artikel).

Gruss

Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Dypsis

Hallo Peter,

nur auf die letzte Sekunde zu bieten ist aber auch a´ bisserl schlicht.
Beispiel? Nicht selten ist ein Verkäufer ziemlich verunsichert, weil keine Gebote auf seinen Artikel kommen. Die Anfängerverkäufer sind sehr leichte Beute für "Direktkäufer".
Für mich liegt der Erfolg in der Variation. Bei offensichtlich interessanten Angeboten, biete ich FAST was das Zeug hält schon am Anfang (das hilft manchmal wirklich um andere abzuschrecken), bei versteckten Sachen halte ich mich zurück, wobei hier Punkt 1 zu berücksichtigen ist. Und natürlich snypere ich grundsätzlich.
Ich erspar Dir eine Liste meiner günstigen Käufe, das würde hier zu weit führen  ;D.

Doch wie schon gesagt, am besten lässt jeder jeden wie er will und kann.


Grüße
Thomas
Ich bevorzuge das forumsübliche Du!

Mikroman

Hallo Thomas,

auch auf die Gefahr hin, der Rechthaberei beschuldigt zu werden: Lies den Aritkel, warum Bieten auf den letzten Streich grundsätzlich immer am besten funktioniert - unter spieltheretischen Gesichtspunkten.

Wenn Du hoch rangehst am Anfang oder in der Mitte, schreckt das den Letztbieter via Biet-o-matic nicht, denn er hat idealerweise sein maximales Gebot bereits eingetragen. Wird er überboten, hat er eher Glück gehabt, den Hype nicht mitgemacht zu haben und im anderen Fall gewinnt er maximal zu dem Preis, den er dafür ursprünglich geben wollte. Deshalb ist das Anfangsbieten keine zielführende Strategie: sie treibt nur die Preise und Ebay klopft sich die Schenkel. Aber ich will niemandem seine Strategie kaputtreden. Und selbst wenn mir jemand seine unüberwindliche Roulettestrategie vorstellen würde .... ich würde ihn lassen. Jeder ist halt seines Glückes Schmied oder wie man im Rheinland bei uns sagt: Jede Jeck es anders. ::) ::)

Gruß
Peter
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Peter V.

#55
Lieber Thomas,

die Psychologie ist aber schon komplexer. Gleiches Handeln und gleiche Situation können bei unterschiedlichen Menschen verschiedene Reaktionen hervorrufen:

ZitatBei offensichtlich interessanten Angeboten, biete ich FAST was das Zeug hält schon am Anfang (das hilft manchmal wirklich um andere abzuschrecken),

Ich kenne noch einen durchaus sehr erfahrenen Ebay-Profi, der das macht. Und da er Ebay-Profi ist, weiß er genau, was er da tut - ich vrmute, aus ähnlicher Intention wie von Dir beschrieben. Aber: Mit der Zeit kennt man trotz der Anonymisierung durch Ebay seine "Pappenheimer" und Konkurrenten aber wieder. Und so weiß ich immer: Ist dieser Bieter im Rennen, brauche ich mir auf ein Schnäppchen keine Hoffnung zu machen, denn der bietet regelhaft halbwegs realistische Preise am unteren bis mittleren Ende der Skala. Da ich nun weiß, dass er mit im Rennen ist, biete ich bei Artikeln, die ich haben möchte, direkt mehr, als ich bieten würde, wenn ich ihn nicht mit im Bieterfeld sähe.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Dypsis

Hallo Peters,

aber ich hab´ doch extra geschrieben: "manchmal"!! Eben weil Ebay nicht so ganz logisch abläuft und relativ komplex (oder blind) ist.
Ich fürchte die Statistik würde den "letzte Sekundebietern" Recht geben. Bei Sachen die mir egal sind bzw. bei denen es nur um einen guten Preis geht, biete ich deshalb auch nur mit Snyper.

Wenn mir was wichtig ist, dann liebe ich die Jagd von Hand (und meine damit besser zu fahren). Meine subjektive Erfahrung gibt mir in meiner Welt Recht. Ich halte mich also daran. Ausschließlich den Snyper zu füttern ist mir zudem schlicht zu langweilig geworden.

Grüße
Thomas
Ich bevorzuge das forumsübliche Du!

Mikroman

Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Dypsis

... und insgeheim denkt sich jeder "macht nur so weiter ihr Amateure, ich weiß Bescheid"
Und ICH weiß Bescheid!  :D :D :D :D

Boh, wenn wir Glück haben, dann geht das hier zu Ende ohne, dass die Fetzen fliegen. Denn wenn es ein Thema gibt über das sich viel Streiten aber wenig sagen lässt, dann sind das Bietstrategieen. Statisitk hin Statistik her.

Aber eines würde mich doch noch interessieren. Der Mikroskopmarkt bei Ebay ist doch recht speziell. Es sind einige Gelegenheitsbieter und Schnäppchenjäger und Vielbieter. Man kennt sich, geht sich aus dem Weg oder auch nicht und es gibt fast so was wie Marktpreise (bis sie von jetzt auf gleich völlig überholt sind). Ob sich das über einen allgemeinen Ebaykamm scheren lässt (wie es wohl jede Statistik über Ebay bzw. Bietstrategien macht). Ich würde mich sehr wundern, wenn dieser spezielle Markt so schlicht funktionieren würde wie der allgemeine Ebaymarkt (wobei ich Ebay eher als Krankheit denn Markt bezeichnen würde).

Grüße
Thomas
Ich bevorzuge das forumsübliche Du!

Max Berek

Ich bin z.B. kein Schnäppchenjäger. Ich habe mein Ortholux für € 580.- per Sofortkauf erstanden (sicherlich kein Schnäppchen), weil es mir das insbesondere angesichts der Glaubwürdigkeit des Verkäufers (Wissenschaftler an einer Uni, der es von seinem Vater (Biologieprofessor) geerbt hatte) wert war. Außerdem hatte ich die Kaufsumme gerade durch einen sehr unangenehmen Auftritt als Gerichtsgutachter (mit dem Bedürfnis, mich danach zu belohnen) verdient. Insofern war die Spieltheorie auf mich ohnehin nicht anwendbar.

Beste Grüße

Sven
Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18519.0

Mikroskope:
1. Carl Zeiss Jena, LgOG1, 1960
2. Steindorff Berlin, "Arztmikroskop", 1970
3. Leitz Wetzlar, Ortholux I, 1969